HIKMICRO HABROK 4K HQ35L Multispektral-Fernglas

2.749,00 €

Das HIKMICRO HABROK 4K HQ35L ist ein beidäugiges Multispektral-Fernglas mit drei Kanälen in einem Gehäuse: Wärmebild mit 640 × 512 Sensor, ein 4K Tagkanal mit 3840 × 2160 Pixeln und ein Laser-Entfernungsmesser bis 1000 Meter. Sie beobachten mit beiden Augen, was über Stunden deutlich ermüdungsfreier ist als jedes Monokular.

  • 640×512 Wärmebildsensor, Erkennung bis 1800 m
  • 4K Tagkanal mit 3840×2160 Pixeln, 60 mm Optik
  • Laser-Entfernungsmesser bis 1000 m, Genauigkeit ±1 m
  • Über 8 Stunden Laufzeit, 798 g, IP67
Beschreibung

Beidäugig beobachten statt einäugig suchen

Der Unterschied zwischen einem Fernglas und einem Monokular zeigt sich nicht in den ersten fünf Minuten, sondern nach der dritten Stunde auf der Kanzel. Beim einäugigen Beobachten arbeitet ein Auge, das andere sucht im Dunkeln nach einem Bezugspunkt. Das ermüdet, und die Konzentration lässt nach. Mit beiden Augen am Okular bleibt das Bild ruhig und Sie halten längere Ansitzzeiten durch.

Das HQ35L bringt dazu drei Beobachtungswege in einem Gerät zusammen. Der Wärmebildkanal mit 640 × 512 Pixeln findet Wild bis 1800 Meter, auch bei völliger Dunkelheit. Der 4K Tagkanal liefert bei Restlicht ein detailreiches, natürliches Bild mit 3840×2160 Pixeln. Und der Laser misst die Entfernung, sobald Sie etwas gefunden haben.

Diese Kombination löst ein Problem, das reine Wärmebildgeräte haben: die Ansprache. Im thermischen Bild sehen Sie eine Wärmesignatur, aber Merkmale wie Farbe, Zeichnung oder Geweih bleiben verborgen. Der optische Kanal schließt diese Lücke, solange noch Restlicht vorhanden ist. Sie wechseln per Tastendruck und sprechen sicherer an als mit einem Kanal allein.

Im Vergleich zum LYNX LQ35L 3.0, das denselben 640×512 Sensor und denselben Laser in einem Monokular vereint, zahlen Sie hier mehr Gewicht und mehr Geld für das zweite Auge und den Tagkanal. Wer überwiegend kurz kontrolliert, ist mit dem Monokular besser bedient. Wer lange beobachtet, ist besser mit dem Fernglas bedient.

Wärmebildkanal, Tagkanal und Laser im Detail

Der Wärmebildsensor löst mit 640×512 Pixeln auf und erreicht einen NETD Wert unter 20 mK. Das Sichtfeld beträgt 12,5 mal 10,1 Grad, die Vergrößerung reicht von 3,0-fach bis 22,0-fach. Der NETD Wert liegt über dem der THUNDER 3.0 Vorsatzgeräte mit ihren unter 15 mK, was in der Praxis bedeutet: Bei sehr flachen Temperaturunterschieden, etwa nach einem warmen Tag oder bei Nieselregen, zeigt ein Vorsatzgerät der THUNDER Serie etwas mehr. Für ein Beobachtungsgerät ist dieser Unterschied verkraftbar, weil Sie hier suchen und nicht schießen.

Der optische Kanal nutzt einen 3840×2160 CMOS Sensor hinter einer 60 mm Optik und vergrößert 5,5-fach bis 22,0-fach. Sein Sichtfeld von 7,3 mal 4,1 Grad ist enger als das des Wärmebildkanals, was zur Arbeitsweise passt: Sie finden thermisch, Sie sprechen optisch an.

Der Laser misst bis 1000 Meter mit einem Meter Genauigkeit. Praktisch relevant ist der Bereich bis etwa 400 Meter, in dem auch die Ansprache noch gelingt. Gemessen wird in beiden Kanälen, Sie müssen also nicht wechseln, um eine Distanz zu bekommen.

Beide Kanäle laufen auf ein 0,49 Zoll OLED Display mit 1920×1080 Pixeln. Bei einem 640×512 Sensor und einem 4K Tagkanal ist diese Auflösung notwendig, damit die Anzeige nicht zum Flaschenhals wird.

Laufzeit, Gewicht und Einsatz im Revier

Mit über 8 Stunden Laufzeit deckt das HQ35L einen vollständigen Nachtansitz ab, auch im Winter mit reduzierter Akkukapazität. Das ist deutlich mehr als bei den Monokularen der LYNX 3.0 Serie, die bei rund 5 bis 6 Stunden liegen, und ergibt sich aus dem größeren Gehäusevolumen.

798 Gramm sind für ein Fernglas dieser Klasse normal, für längeres freihändiges Halten aber grenzwertig. Nutzen Sie einen Gurt und stützen Sie auf der Kanzelbrüstung ab, wenn Sie eine Fläche länger beobachten. Ein Stativgewinde ist vorhanden.

Nach IP67 ist das Gehäuse gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt, Dauerregen und Schnee sind unkritisch. Kommen Sie mit dem warmen Gerät in kalte, feuchte Luft, beschlagen die Frontlinsen. Das ist Kondensation und kein Defekt, einige Minuten Akklimatisierung lösen es.

Zum Umgang mit den Kanälen ein Hinweis aus der Praxis: Gewöhnen Sie sich daran, mit dem Wärmebildkanal zu suchen und erst nach dem Fund auf den optischen Kanal zu wechseln. Wer umgekehrt vorgeht, übersieht Wild hinter Bewuchs, weil der optische Kanal nur zeigt, was frei steht. Der Laser misst in beiden Kanälen, Sie verlieren durch den Wechsel also keine Funktion.

Innerhalb der HABROK 4K Serie ist das HQ35L das stärkste Modell. Die Varianten HE25L und HE25LN nutzen einen kleineren 256×192 Sensor und reichen 1200 statt 1800 Meter. Wer mehr Reichweite braucht, findet sie in der HABROK PRO Serie mit bis zu 3100 Metern. Eine Gesamtübersicht bieten die Kategorie Multispektrum-Fernglas und der HIKMICRO Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Technischer Wert
Gerätetyp Multispektral-Fernglas mit LRF
Wärmebildsensor 640 × 512 Pixel, VOx
NETD unter 20 mK
Wärmebild-Objektiv 35 mm
Sichtfeld Wärmebild 12,5° × 10,1°
Vergrößerung Wärmebild 3,0-fach bis 22,0-fach
Erkennungsreichweite bis 1800 m
Optischer Kanal 3840 × 2160 Pixel (4K UHD)
Optisches Objektiv 60 mm
Sichtfeld optisch 7,3° × 4,1°
Vergrößerung optisch 5,5-fach bis 22,0-fach
Laser-Entfernungsmesser bis 1000 m, ±1 m
Display 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 Pixel
Laufzeit über 8 Stunden
Schutzart IP67
Gewicht 798 g

Häufige Fragen

Was bedeutet Multispektral beim HABROK 4K HQ35L?

Multispektral bedeutet, dass das Gerät mehrere Spektralbereiche getrennt erfasst und darstellt. Das HQ35L kombiniert einen Wärmebildkanal mit 640 × 512 Pixeln, der Temperaturunterschiede sichtbar macht, und einen optischen 4K Kanal mit 3840 × 2160 Pixeln, der sichtbares Licht nutzt. Sie wechseln per Tastendruck zwischen beiden und nutzen den thermischen Kanal zum Finden, den optischen zum Ansprechen.

Wie weit reicht das HABROK 4K HQ35L?

Der Wärmebildkanal erkennt Wärmequellen bis 1800 Meter, der Laser misst bis 1000 Meter mit ±1 Meter Genauigkeit. Für die sichere Ansprache von Wildart und Stück rechnen Sie realistisch mit 300 bis 400 Metern. Der optische 4K Kanal ist auf Restlicht angewiesen und funktioniert in völliger Dunkelheit nicht.

HABROK 4K HQ35L oder LYNX LQ35L 3.0?

Beide nutzen einen 640×512 Sensor mit 35 mm Optik und einen Laser bis 1000 Meter. Das HQ35L ist ein beidäugiges Fernglas mit zusätzlichem 4K Tagkanal, über 8 Stunden Laufzeit und 798 Gramm. Das LYNX LQ35L 3.0 ist ein Monokular mit 410 Gramm und rund 4,5 Stunden Laufzeit. Für lange Beobachtungen nehmen Sie das Fernglas, für kurze Kontrollen und leichtes Gepäck das Monokular.

Was ist der Unterschied zwischen HQ35L und HE25L?

Der Wärmebildsensor. Das HQ35L hat 640 × 512 Pixel mit NETD unter 20 mK und 1800 Metern Reichweite, das HE25L nur 256 × 192 Pixel mit 35 mK und 1200 Metern. Der optische 4K Kanal, der Laser, das Display und die Laufzeit sind bei beiden gleich. Das HQ35L sprechen Sie deutlich weiter an, das HE25L ist der günstigere Einstieg.

Wie lange hält der Akku des HABROK 4K HQ35L?

Das HQ35L erreicht über 8 Stunden Laufzeit und deckt damit einen vollständigen Nachtansitz ab. Das ist deutlich mehr als bei Monokularen vergleichbarer Sensorklasse, die meist bei 5 bis 6 Stunden liegen. Bei Frost sinkt die Kapazität wie bei allen Lithium-Akkus, die Reserve bleibt aber für lange Winternächte ausreichend.

Kann man das HABROK 4K HQ35L auf ein Stativ setzen?

Ja, ein Stativgewinde ist vorhanden. Bei 798 Gramm und Vergrößerungen bis 22-fach lohnt sich das für längere Beobachtung deutlich, weil freihändig jede Handbewegung im Bild sichtbar wird. Alternativ stützen Sie das Gerät auf der Kanzelbrüstung ab, was in der Praxis meist ausreicht.

Warum beschlagen die Frontlinsen?

Die Linsen beschlagen, wenn das warme Gerät in kalte, feuchte Außenluft kommt, etwa beim Aussteigen aus einem geheizten Fahrzeug. Das ist Kondensation und kein Defekt. Lassen Sie das Gerät einige Minuten an der Außentemperatur akklimatisieren. Wischen Sie die Linsen nicht trocken ab, solange Staub darauf liegt, da die Vergütung zerkratzen kann.

Wo finde ich die deutsche Bedienungsanleitung für das HABROK 4K?

HIKMICRO stellt die deutsche Bedienungsanleitung für die HABROK 4K Serie als PDF im Download Center der Herstellerseite bereit. Sie deckt HQ35L, HE25L und HE25LN gemeinsam ab. Eine gedruckte Kurzanleitung liegt jedem Gerät bei. Bei Fragen zum Wechsel zwischen den Kanälen oder zur Kalibrierung des Entfernungsmessers erreichen Sie uns über das Kontaktformular.

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