Versand innerhalb der EU. Vollintegrierte Zielfernrohre sind in Deutschland verbotene Waffen und in der Schweiz bewilligungspflichtig; in Österreich ist der Erwerb zulässig und die Verwendung richtet sich nach dem Landesjagdrecht.

Die ThermTec Oryx Serie ist die Oberklasse unter den Zielfernrohren der Marke. Beide Modelle teilen einen 640×512 Sensor mit 12 Mikrometern, einen NETD von höchstens 15 Millikelvin, ein OLED-Display mit 2560 mal 2560 Punkten auf 1,03 Zoll, einen Laserentfernungsmesser bis 1200 Meter mit ±1 Meter, zwei wechselbare 21700-Akkus, 64 Gigabyte Speicher und 6000 Joule Rückstoßfestigkeit. Unterschiedlich sind allein Brennweite und Blende.

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Die beiden Modelle im Vergleich

Oryx 635L Oryx 650L
Objektiv 35 mm, F0.8 50 mm, F0.9 oder F0.8, siehe unten
Grundvergrößerung 2,6-fach 3,7-fach
Bildbreite auf 100 m 21,9 m 15,4 m
Winkel je Bildpunkt 0,343 mrad 0,24 mrad
Ansprechen, abgeleitet 180 bis 280 m 250 bis 400 m
Entdeckung laut Hersteller 1800 m 2600 m
Augenabstand nicht angegeben 60 mm
Gewicht ohne Akku 1050 g 1100 g
Maße 385 × 93 × 77 mm 397 × 87 × 74 mm

Die Entscheidung läuft über das Revier. Offene Feldflächen, Agrarland und regelmäßiges Ansprechen über 200 Meter sprechen für das 650L, dessen feineres Raster rund hundert Meter mehr Beurteilungsentfernung bringt. Waldrand, gemischtes Gelände und bewegtes Wild sprechen für das 635L mit seinen 42 Prozent mehr Bildbreite.

Beachten Sie, dass beide Geräte denselben Sensor tragen. Der Unterschied in der Ansprechentfernung kommt allein aus der Brennweite, nicht aus der Bildqualität.

Oryx oder Ibex: die eigentliche Kauffrage

Beide Reihen nutzen denselben 640×512 Sensor mit 12 Mikrometern. Bei gleicher Brennweite ist die Ansprechentfernung identisch, weil sie allein aus Pixelabstand und Brennweite folgt. Was die Oryx Klasse unterscheidet, liegt um den Sensor herum.

Ibex Serie Oryx Serie
Display 0,5 Zoll, 1600 × 1200 1,03 Zoll, 2560 × 2560
NETD unter 18 mK höchstens 15 mK
Laserentfernungsmesser 1000 m 1200 m, ±1 m
Akku ein 18650, bis 6 h zwei 21700, bis 8 h je Zelle
Gewicht 720 bis 770 g 1050 bis 1100 g
Preis 1.439 bis 2.199 € 2.898 bis 3.688 €

Der Aufpreis kauft keine Reichweite. Er kauft Darstellung, Empfindlichkeit bei schlechten Bedingungen, Messgenauigkeit und Ausdauer. Wer überwiegend bei Frost auf bekannten Entfernungen ansitzt, braucht ihn nicht. Wer bei Nieselregen und Nebel arbeitet, lange Nächte durchsteht und auf wechselnde Distanzen anspricht, bekommt dafür einen Gegenwert.

Das größere Display verdient eine Erklärung, weil die Zahl zunächst widersinnig wirkt: 2560 mal 2560 Punkte sind rund 6,6 Millionen, der Sensor liefert aber nur 640 mal 512. Genau das ist der Punkt. Die Anzeige hört auf, der begrenzende Faktor zu sein, und Sie sehen die Grenze des Sensors statt die des Bildschirms. Spürbar wird das bei Digitalzoom, beim Absehen und bei den Ziffern des Ballistikrechners. Das quadratische Format nutzt zudem das runde Sehfeld des Okulars besser aus als ein Format von 4 zu 3.

Die günstigere Alternative führt die Ibex Serie, deren stärkstes Modell das Ibex 635L mit derselben Brennweite und ebenfalls Blende 0.8 ist.

Rechtslage in drei Ländern

Österreich: Erwerb zulässig, ein waffenrechtliches Verbot gibt es nicht. Zuständig für die Verwendung ist jedes Bundesland für sich, mit einem grundsätzlichen Verbot elektronischer Zielhilfen und Ausnahmen überwiegend zugunsten der Schwarzwildbejagung. Niederösterreich regelt das in § 33a NÖ-JVO mit Kursnachweis oder dreijähriger Jagdkarte und schriftlicher Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten, Kärnten in § 68 Kärntner Jagdgesetz, das Burgenland in § 95 Jagdgesetz 2017. Oberösterreich, Steiermark und Salzburg sehen Ausnahmen überwiegend für Schwarzwild vor, Tirol und Vorarlberg lassen im Kern nur die Nachsuche zu, Wien nur behördliche Reduktionsprogramme.

Deutschland: verboten. Eigenes Absehen und Montagevorrichtung führen in Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG; § 40 Abs. 3 WaffG nimmt davon nur Vorsätze und Aufsätze ohne eigenes Absehen aus.

Schweiz: bewilligungspflichtig. Nachtsichtzielgeräte zählen beim Bundesamt für Polizei zum verbotenen Waffenzubehör, der Erwerb verlangt eine Bewilligung des kantonalen Waffenbüros, und für die Jagd greift Art. 2 Bst. e der Jagdverordnung.

Für Deutschland und die Schweiz führen wir Vorsatzgeräte, die dort für Jagdscheininhaber zulässig sind: die Hunt Pro Serie. Beobachtungsgeräte sind überall erlaubt, etwa die Wild D Serie; alle Handgeräte stehen in ThermTec Wärmebild-Monokulare, das Sortiment im ThermTec Bereich. Weitere Marken: HIKMICRO und Pulsar. Dies ist keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen zur ThermTec Oryx Serie

Welche Modelle gehören zur ThermTec Oryx Serie?

Zwei: das Oryx 635L mit 35 mm Objektiv und das Oryx 650L mit 50 mm, beide mit 640×512 Sensor bei 12 Mikrometern. Gemeinsam sind ihnen ein NETD von höchstens 15 Millikelvin, ein OLED-Display mit 2560 × 2560 Punkten auf 1,03 Zoll, ein Laserentfernungsmesser bis 1200 Meter mit ±1 Meter Genauigkeit, ein Ballistikrechner, sechs Einschießprofile, zwei wechselbare 21700-Akkus mit je 6000 Milliamperestunden, 64 Gigabyte Speicher, IP67 und 6000 Joule Rückstoßfestigkeit. Modelle mit 384×288 Sensor gibt es in dieser Reihe nicht; beide Geräte erscheinen bei manchen Anbietern auch als Oryx-L 635 und Oryx-L 650.

Was unterscheidet die Oryx Serie von der Ibex Serie?

Nicht der Sensor, denn beide nutzen 640 × 512 Bildpunkte bei 12 Mikrometern, und bei gleicher Brennweite ist die Ansprechentfernung deshalb identisch. Die Oryx Geräte haben ein Display mit 2560 × 2560 statt 1600 × 1200 Punkten auf gut doppelter Fläche, einen NETD von höchstens 15 statt unter 18 Millikelvin, einen Laser bis 1200 statt 1000 Meter mit ±1 Meter und zwei 21700-Akkus mit bis zu acht Stunden statt eines 18650 mit sechs. Dafür wiegen sie rund 300 Gramm mehr und kosten etwa das Doppelte. Der Aufpreis kauft Darstellung, Empfindlichkeit, Messgenauigkeit und Ausdauer, keine zusätzliche Reichweite.

Welches Oryx Modell passt zu meinem Revier?

Nach der Entfernung, auf die Sie ansprechen. Das Oryx 650L löst mit 0,24 Milliradiant je Bildpunkt ein Drittel feiner auf und erreicht damit 250 bis 400 Meter Beurteilungsentfernung; es ist das Gerät für offenes Feld und Agrarland. Das Oryx 635L kommt auf 180 bis 280 Meter, zeigt dafür mit 21,9 statt 15,4 Metern auf 100 Meter ein um 42 Prozent weiteres Bild und ist damit im Wald, an Schneisen und bei bewegtem Wild die ruhigere Wahl. Der Preisunterschied beträgt in Österreich rund 800 Euro.

Darf ich ein Wärmebild-Zielfernrohr in Österreich jagdlich nutzen?

Erwerben dürfen Sie es in Österreich, einsetzen nach Maßgabe Ihres Bundeslandes. Die neun Landesjagdgesetze untersagen elektronische Zielhilfen zunächst und öffnen Ausnahmen, überwiegend für Schwarzwild, teils für Raubwild und einzelne weitere Arten. Niederösterreich regelt das in § 33a NÖ-JVO, Kärnten in § 68 Kärntner Jagdgesetz, das Burgenland in § 95 Jagdgesetz 2017; in Tirol und Vorarlberg bleibt im Kern nur die Nachsuche, in Wien nur der Einsatz in behördlichen Reduktionsprogrammen. Mehrere Länder verlangen zusätzlich einen Kurs oder die Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten. Klären Sie Ihren Fall vor dem Kauf mit der Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.