HIKMICRO HABROK PRO Multispektral-Ferngläser

Die HABROK PRO Serie umfasst vier beidäugige Multispektral-Ferngläser mit Wärmebildkanal, optischem 4K Kanal, IR-Aufheller und Laser-Entfernungsmesser bis 1000 Meter. Gegenüber der HABROK 4K Serie bieten alle PRO Modelle deutlich stärkere Wärmebildsensoren, größere Objektive und Laufzeiten bis 10,5 Stunden. Die Auswahl läuft über zwei Fragen: 640×512 Sensor mit dem besten NETD Wert der gesamten Reihe oder 1280×1024 Sensor mit der größten Reichweite und dem weitesten Sichtfeld, und 850 nm IR-Aufheller mit mehr Ausleuchtung oder 940 nm ohne sichtbares Glimmen. Unten finden Sie den vollständigen Modellvergleich und eine Empfehlung nach Einsatzzweck.

  • Bis 3100 m Erkennungsreichweite und NETD ab unter 15 mK, die stärksten Werte der HABROK Reihe
  • Bis 10,5 Stunden Laufzeit: deckt auch lange Winternächte ohne Akkuwechsel ab
  • Versand innerhalb 24 Stunden für lagernde Modelle, Lieferung nach DE, AT und CH

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Welches HABROK PRO passt zu Ihrem Revier?

Alle vier Modelle teilen denselben optischen 4K Kanal, denselben Laser bis 1000 Meter, dasselbe Display und dieselbe Schutzart. Die Unterschiede liegen in genau zwei Merkmalen.

Erstens der Wärmebildsensor. Die HQ50 Modelle nutzen 640×512 Pixel mit NETD unter 15 mK, dem besten Wert der gesamten HABROK Reihe, und erreichen 2600 Meter. Die HX60 Modelle nutzen 1280×1024 Pixel mit NETD unter 18 mK und erreichen 3100 Meter.

Das klingt nach einem klaren Vorteil für HX60, ist aber ein echter Zielkonflikt. Der größere Sensor legt mehr Pixel auf das Ziel und liefert zusätzlich ein weiteres Sichtfeld von 14,6 statt 8,8 Grad, sodass Sie Flächen schneller absuchen. Der schwächere NETD Wert kostet dagegen Bildqualität, wenn die Temperaturunterschiede flach werden, also nach milden Tagen mit warmem Boden und bei Nieselregen. Diese Bedingungen sind in Mitteleuropa der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Praktisch heißt das: jagen Sie überwiegend auf großen offenen Flächen und über weite Distanzen, nehmen Sie HX60. Jagen Sie oft bei schwieriger Witterung auf mittlere Distanz, nehmen Sie HQ50. Die HQ50 Modelle sind zusätzlich 75 Gramm leichter und laufen eine Stunde länger.

Zweitens die IR-Wellenlänge. Modelle ohne N nutzen 850 nm und leuchten bis 400 Meter, erzeugen aber ein schwaches rotes Glimmen an der Gerätefront. Modelle mit N nutzen 940 nm, sind praktisch unsichtbar und leuchten bis 350 Meter. Diese Entscheidung hat nichts mit Bildqualität zu tun, sondern nur damit, ob Sie auffallen wollen. In Revieren mit Fuß- und Radwegen oder in Ortsnähe ist die N-Variante die richtige Wahl.

Modellvergleich

Modell Sensor NETD Objektiv Reichweite Sichtfeld IR Laufzeit Gewicht
HQ50L 640×512 unter 15 mK 50 mm 2600 m 8,8° × 5,3° 850 nm 10,5 h 975 g
HQ50LN 640×512 unter 15 mK 50 mm 2600 m 8,8° × 5,3° 940 nm 10,5 h 975 g
HX60L 1280×1024 unter 18 mK 60 mm 3100 m 14,6° × 8,8° 850 nm 9,5 h 1050 g
HX60LN 1280×1024 unter 18 mK 60 mm 3100 m 14,6° × 8,8° 940 nm 9,5 h 1050 g

Bei allen vier Modellen gleich: optischer Kanal 3840×2160 CMOS hinter 60 mm F2.2 Optik, Vergrößerung optisch 5,5-fach bis 22,0-fach, Laser-Entfernungsmesser bis 1000 Meter mit ±1 m, Display 0,49 Zoll OLED mit 1920×1080 Pixeln, Schutzart IP67, Stativgewinde.

Empfehlungen nach Einsatzzweck

  • Beste Bildqualität bei schwieriger Witterung: HQ50L. NETD unter 15 mK ist der beste Wert der Reihe und zahlt sich genau dann aus, wenn andere Geräte aufgeben.
  • Beste Reichweite und schnellstes Absuchen: HX60L. Der 1280×1024 Sensor liefert gleichzeitig mehr Distanz und mehr Sichtfeld.
  • Beste Wahl für Reviere in Ortsnähe: HQ50LN oder HX60LN. Der 940 nm Aufheller verrät Ihren Standort nicht.
  • Längste Ausdauer: die HQ50 Modelle mit 10,5 Stunden, eine Stunde mehr als HX60.

Wenn HABROK PRO zu viel ist

Die PRO Modelle wiegen 975 bis 1050 Gramm und sind für den Ansitz mit Auflage oder Stativ gebaut, nicht für Pirschgänge. Wer ein leichtes Gerät zum Mitnehmen sucht, findet es in der HABROK 4K Serie mit rund 795 Gramm oder als Monokular in der LYNX 3.0 Serie mit 300 bis 400 Gramm. Für Geräte an der Waffe sehen Sie sich die THUNDER 3.0 Vorsatzgeräte an. Eine Übersicht über alle Baureihen bietet die Kategorie Multispektrum-Fernglas und der HIKMICRO Markenbereich.


Häufige Fragen

Was unterscheidet HABROK PRO von HABROK 4K?

Der Wärmebildteil. Die PRO Serie nutzt 640×512 oder 1280×1024 Sensoren mit NETD unter 15 beziehungsweise 18 mK, Objektive von 50 oder 60 mm und erreicht 2600 bis 3100 Meter bei Laufzeiten bis 10,5 Stunden. Die HABROK 4K Serie nutzt 256×192 oder 640×512 Sensoren und erreicht 1200 bis 1800 Meter bei gut 8 Stunden. Der optische 4K Kanal und der Laser bis 1000 Meter sind in beiden Serien gleich. Die PRO Modelle sind dafür 180 bis 255 Gramm schwerer.

Welches HABROK PRO hat die größte Reichweite?

Die HX60 Modelle mit 3100 Metern Erkennungsreichweite, ermöglicht durch den 1280×1024 Sensor und das 60 mm Objektiv. Die HQ50 Modelle erreichen 2600 Meter. Für die sichere Ansprache von Wildart und Stück rechnen Sie mit 500 bis 600 Metern bei HX60 und 400 bis 500 Metern bei HQ50, alles darüber ist Erkennung ohne Zuordnung.

Warum hat das HX60 einen schlechteren NETD Wert als das HQ50?

NETD und Sensorauflösung sind zwei unabhängige Kennwerte. Der 1280×1024 Sensor der HX60 Modelle hat mehr Bildpunkte, erreicht aber unter 18 mK, während der 640×512 Sensor der HQ50 Modelle unter 15 mK erreicht. Kleinere Sensorpixel sind schwieriger rauscharm auszulesen. Praktisch bemerken Sie den Unterschied nur bei sehr flachen Temperaturunterschieden, etwa an milden Abenden oder bei Nieselregen.

Was bedeutet das N in HQ50LN und HX60LN?

Das N kennzeichnet die Variante mit 940 nm IR-Aufheller statt 850 nm. Diese Wellenlänge erzeugt praktisch kein sichtbares rotes Glimmen an der Gerätefront, leuchtet dafür bis 350 statt 400 Meter. Wärmebildsensor, NETD Wert, optischer Kanal, Laser, Laufzeit und Gewicht bleiben gegenüber der Variante ohne N unverändert.

Wie lange halten die Akkus der HABROK PRO Modelle?

Die HQ50 Modelle erreichen 10,5 Stunden, die HX60 Modelle 9,5 Stunden. Beide decken eine vollständige Winternacht ab. Der Unterschied ergibt sich aus dem höheren Stromverbrauch des größeren Sensors. Dauerhaft eingeschalteter IR-Aufheller und häufige Lasermessungen senken die Werte, bei Frost geben Lithium-Akkus zusätzlich weniger Kapazität ab.

Braucht man für die HABROK PRO Modelle ein Stativ?

Für längere Beobachtung ja. Bei 975 bis 1050 Gramm und Vergrößerungen bis 20-fach überträgt sich freihändig jede Handbewegung auf das Bild. Alle Modelle haben ein Stativgewinde. Für kürzere Kontrollblicke genügt es, die Ellenbogen auf der Kanzelbrüstung aufzusetzen oder den Trageriemen als Stütze zu spannen.

Sind die HABROK PRO Ferngläser wasserdicht?

Alle vier Modelle erfüllen die Schutzart IP67 und sind damit staubdicht sowie gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt. Dauerregen, Nebel und Schnee sind im Revierbetrieb unkritisch. Beschlagene Frontlinsen nach dem Aussteigen aus einem geheizten Fahrzeug sind Kondenswasser und kein Defekt, sie verschwinden nach wenigen Minuten Akklimatisierung.

Kann man HABROK PRO Ferngläser mit Wildkameras kombinieren?

Ja, achten Sie dabei auf die IR-Wellenlänge Ihrer Kameras. Wenn Sie ein Fernglas mit 940 nm nutzen, um unauffällig zu bleiben, aber Kameras mit 850 nm im Revier stehen haben, erzeugen diese an ihrem Standort genau das sichtbare Glimmen, das Sie vermeiden wollen. Für ein durchgehend unauffälliges Setup sollten beide dieselbe Wellenlänge nutzen.