Die Ares 2.0 Serie ist die langbauende Zielfernrohrreihe von ThermTec. Alle acht Artikel sitzen in einem klassischen 30-mm-Tubus mit beiliegenden Ringen, sind mit 850 G rückstoßfest ausgewiesen und teilen Display, Absehen, Waffenprofile, Speicher und Schutzart. Die Ausführungen mit L tragen einen Laserentfernungsmesser bis 1000 Meter mit ±1 Meter und schalten damit die ballistische Berechnung frei. Unterschiedlich sind Sensor, Objektiv und Entfernungsermittlung: zwei Bauformen mit festem Objektiv bei 35 und 50 Millimetern, zwei mit umschaltbaren Objektiven von 20 und 60 Millimetern, die den Bildwinkel per Knopfdruck optisch wechseln, statt digital zu zoomen. Das Spektrum reicht vom 814 Gramm leichten Einstieg bis zum Spitzenmodell mit 38,4 Metern Bildbreite auf 100 Meter. Lieferung EU, Versand in 48 bis 72 Stunden.

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Vier Bauformen, acht Artikel

Jede Bauform gibt es zweimal: ohne Zusatz mit KI-gestützter Entfernungsschätzung und mit dem Zusatz L mit Laser bis 1000 Meter und ballistischer Berechnung. Beide Ausführungen haben eine eigene Seite.

335 360 650 660
Sensor 384×288 384×288 640×512 640×512
Objektiv 35 mm fest 20 und 60 mm 50 mm fest 20 und 60 mm
Blende F1.0 nicht belegt F1.0 nicht belegt
Vergrößerung 3,2-fach 1,8 und 5,5-fach 2,8-fach 1,1 und 3,2-fach
Bildbreite auf 100 m 13,2 m 23,0 und 7,7 m 15,4 m 38,4 und 12,8 m
Winkel je Bildpunkt 0,343 mrad 0,6 und 0,2 mrad 0,24 mrad 0,6 und 0,2 mrad
Ansprechen, abgeleitet 180 bis 280 m 80 bis 450 m 250 bis 400 m 80 bis 450 m
NETD 18 bis 20 mK 20 mK 18 mK 20 mK
Gewicht 814 g 1072 g 873 g 1072 g
Länge 392 mm 436 mm 404 mm 436 mm
Ausführung mit Laser 335L 360L 650L 660L

Nach Aufgabe gewählt: Das 660 für bewegtes Wild und große Freiflächen, weil 38,4 Meter Bildbreite ein flüchtendes Stück im Bild halten. Das 360 für den Wald und für Schneisen, weil es mit 5,5-fach die stärkste Telestufe bietet und bei gleichem Pixelabstand dieselbe Reichweite erreicht wie das 660. Das 650 für den Feldansitz, weil es mit 18 mK und F1.0 das beste Bild bei schlechtem Wetter liefert. Das 335 als leichtester Einstieg für Reviere bis etwa 280 Meter.

Zwei Hinweise, die der Vergleichstisch sichtbar macht. Erstens erreichen 360 und 660 dieselbe Ansprechgrenze, obwohl ihre Sensoren verschieden groß sind: Dafür sind Pixelabstand und Brennweite maßgeblich, nicht die Zahl der Bildpunkte. Der größere Sensor sieht breiter, nicht weiter. Zweitens kosten die Modelle mit zwei Objektiven 258 Gramm und 44 Millimeter mehr als das kompakteste Gerät der Reihe.

Ares oder Vidar: die Bauform entscheidet

ThermTec baut zwei Reihen vollwertiger Zielfernrohre mit derselben Sensor- und Displaytechnik. Die Unterschiede liegen woanders.

Für Ares spricht die Montage. Ein 30-mm-Tubus passt in gewöhnliche Ringe, die hier beiliegen. Wer bereits eine Montage mit 30-mm-Ringen führt, nutzt sie weiter und kann mit Schnellspannhebeln zwischen Tagglas und Wärmebild wechseln, ohne eine zweite Waffe zu führen. Dazu kommen zwei Angaben, die der Vidar 2.0 Serie fehlen: die Rückstoßfestigkeit von 850 G und die Laserreichweite von 1000 Metern.

Für Vidar spricht die Baugröße. Mit 201 bis 233 Millimetern baut jene Reihe gut vierzig Prozent kürzer und wiegt 625 bis 825 Gramm statt 814 bis 1072. Auf kurzen Systemen mit Schalldämpfer kann das über die Montierbarkeit entscheiden. Vidar bietet zudem eine Auto-Zero-Funktion, für die es bei Ares keinen Beleg gibt.

Gegenüber Ibex und Oryx gilt: Jene Reihen lösen das Display feiner auf, 1600×1200 beziehungsweise 2560×2560 gegen 1024×768 hier. Dafür bietet nur Ares Modelle mit zwei optisch umschaltbaren Objektiven.

Rechtslage in drei Ländern

Deutschland: verbotene Waffe. Eigenes Absehen plus Waffenmontage erfüllen Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG; § 52 WaffG trifft bereits den Besitz. Die Ausnahme des § 40 Abs. 3 WaffG gilt nur für Vorsatzgeräte ohne eigenes Absehen.

Schweiz: bewilligungspflichtig. Das Bundesamt für Polizei führt Nachtsichtzielgeräte als verbotenes Zubehör; für die Jagd greift Art. 2 Bst. e der Jagdverordnung.

Österreich: Erwerb frei, Verwendung landesrechtlich. Alle neun Jagdgesetze untersagen elektronische Zielhilfen im Grundsatz und öffnen Ausnahmen, überwiegend für Schwarzwild. Fundstellen unter anderem § 33a NÖ-Jagdverordnung, § 68 Kärntner Jagdgesetz, § 95 Burgenländisches Jagdgesetz 2017; Tirol und Vorarlberg im Kern nur Nachsuche, Wien nur behördliche Programme.

Kunden in Deutschland und der Schweiz bedienen wir mit der Hunt Pro Serie. Reine Beobachtungsgeräte kennen keine Sonderregel und stehen bei den ThermTec Monokularen; das Gesamtsortiment im ThermTec Bereich, weitere Marken bei HIKMICRO. Dies ist keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen zur ThermTec Ares 2.0 Serie

Welche Modelle gehören zur Ares 2.0 Serie?

Vier Bauformen in je zwei Ausführungen, also acht Artikel. Das Ares 335 2.0 mit 384×288 Sensor und festem 35 mm Objektiv, das Ares 360 2.0 mit demselben Sensor und umschaltbaren Objektiven von 20 und 60 Millimetern, das Ares 650 2.0 mit 640×512 Sensor und festem 50 mm Objektiv, und das Ares 660 2.0 mit 640×512 und derselben Doppeloptik. Jede Bauform führen wir ohne Zusatz mit KI-gestützter Entfernungsschätzung und mit dem Zusatz L mit Laserentfernungsmesser bis 1000 Meter samt ballistischer Berechnung.

Was unterscheidet die Ares 2.0 Serie von der Vidar 2.0 Serie?

Vor allem die Bauform und die Montage. Ares sitzt im klassischen 30-mm-Tubus mit beiliegenden Ringen und misst 392 bis 436 Millimeter bei 814 bis 1072 Gramm; Vidar nutzt eine 22-mm-Schiene, misst 201 bis 233 Millimeter und wiegt 625 bis 825 Gramm. Sensoren, Objektive und Display sind in beiden Reihen gleich. Für Ares sprechen zusätzlich zwei belegte Angaben, die bei Vidar fehlen: 850 G Rückstoßfestigkeit und 1000 Meter Laserreichweite. Für Vidar sprechen die Baugröße und eine Auto-Zero-Funktion, für die es bei Ares keinen Beleg gibt.

Welches Ares Modell passt zu welcher Jagd?

Für große Freiflächen und bewegtes Wild das 660 mit 38,4 Metern Bildbreite. Für Wald und Schneisen das 360, das mit 5,5-fach die stärkste Telestufe bietet und bei gleichem Pixelabstand dieselbe Reichweite erreicht wie das 660. Für den Feldansitz bei schlechtem Wetter das 650, weil 18 mK und ein F1.0-Objektiv dort das beste Bild liefern. Für Reviere bis etwa 280 Meter und für leichte Büchsen das 335 mit 814 Gramm. Die Ausführung mit Laser lohnt vor allem bei den beiden langbrennweitigen Modellen, weil dort der Geschossabfall ins Gewicht fällt.

Warum liefern Sie diese Geräte nur nach Österreich?

Weil ein Zielfernrohr mit eigenem Absehen in Deutschland nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG eine verbotene Waffe ist und § 52 WaffG bereits den Besitz unter Strafe stellt; die Ausnahme für Jagdscheininhaber in § 40 Abs. 3 WaffG gilt nur für Vorsatzgeräte ohne eigenes Absehen. In der Schweiz verlangt der Erwerb eine kantonale Bewilligung, und für die Jagd greift Art. 2 Bst. e der Jagdverordnung. Dass einzelne Anbieter solche Geräte dennoch ohne Hinweis nach Deutschland verkaufen, ändert an der Rechtslage nichts und trifft im Ernstfall den Käufer.