Wärmebildzielfernrohr oder Vorsatzgerät: was erlaubt ist und was besser passt

Wärmebildzielfernrohr
Wärmebildzielfernrohr

In Deutschland ist die Frage für Sie entschieden: Ein Wärmebildzielfernrohr ist ein verbotener Gegenstand, ein Vorsatzgerät dürfen Jagdscheininhaber führen. In Österreich sind beide Bauarten erwerbbar, und dort lohnt der technische Vergleich.

Diese Seite beantwortet beides: die Rechtslage mit Paragrafen und die Technik mit Zahlen.

Die Entscheidung auf einen Blick

 

  Wärmebildzielfernrohr Vorsatzgerät
Eigenes Absehen ja nein
Ersetzt das Tagglas ja nein
Deutschland, Erwerb verboten erlaubt mit Jagdschein
Österreich erlaubt erlaubt
Schweiz bewilligungspflichtig bewilligungspflichtig
Einschießen nötig ja nein
Ballistikrechner möglich ja nein
Tagtauglichkeit nein ja, über das Tagglas
Preis im Sortiment ab 1.999 € ab 1.349 €

Wärmebildzielfernrohr und Vorsatzgerät: der bauliche Unterschied

Ein Wärmebildzielfernrohr ersetzt Ihr Zielfernrohr vollständig. Es bringt ein eigenes Absehen mit, eine eigene Vergrößerung und eine eigene Montage auf der Waffe. Nach dem Schuss ist es das einzige Visier, das Sie haben.

Ein Vorsatzgerät ergänzt Ihr Zielfernrohr. Es wird vor das Objektiv geklemmt, vergrößert optisch 1-fach und hat kein eigenes Absehen. Gezielt wird weiter mit dem Absehen Ihres Glases, und ohne das Gerät bleibt Ihre Waffe eine normale Tagwaffe.

Diese beiden Sätze enthalten die gesamte Rechtslage und die gesamte Technik. Alles Weitere in diesem Beitrag folgt daraus.

Eine Abgrenzung vorweg

Neben Vorsatzgeräten gibt es Nachsatzgeräte, die hinter das Okular gesetzt werden. Abschnitt 9 behandelt sie ausführlich; rechtlich werden beide gleich behandelt, weil beide kein eigenes Absehen tragen.

Reine Handgeräte ohne Montagevorrichtung sind eine dritte Kategorie und waffenrechtlich frei. Sie stehen in den ThermTec Monokularen und den HIKMICRO Wärmebildmonokularen.

Warum ein Wärmebildzielfernrohr in Deutschland verboten ist

Die Verbotsnorm

Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes verbietet Nachtsichtgeräte und Nachtzielgeräte, die ein eigenes Absehen und eine Montagevorrichtung für Schusswaffen mitbringen. Genau diese zwei Merkmale definieren ein Wärmebildzielfernrohr.

Nr. 1.2.4.1 derselben Anlage verbietet zusätzlich Lichtquellen und Zielmarkierer für Schusswaffen, also Zielscheinwerfer, Waffenlampen und Laserzielgeräte.

Was der Verstoß kostet

§ 52 WaffG stellt den Umgang mit verbotenen Gegenständen unter Strafe, und zwar bereits den Besitz. Hinzu kommt die mittelbare Folge, die in der Praxis schwerer wiegt: Eine Verurteilung berührt die waffenrechtliche Zuverlässigkeit und damit Ihren Jagdschein und Ihre Waffenbesitzkarten.

Der Kauf im Ausland ändert daran nichts. Erwerb und Einfuhr unterliegen demselben Verbot. Ein in Österreich oder Tschechien gekauftes Wärmebildzielfernrohr ist in Deutschland genauso ein verbotener Gegenstand.

Die Ausnahme, die nur für Vorsatzgeräte gilt

§ 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG nimmt Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze vom Verbot aus, allerdings nur:

  • für Inhaber eines gültigen Jagdscheins
  • ausschließlich zu jagdlichen Zwecken
  • und nur, soweit das Landesjagdrecht die Verwendung erlaubt

Daraus folgen zwei Punkte, die im Handel oft untergehen. Erstens erfolgt die Abgabe nur an Jagdscheininhaber; ein Händler, der ohne Prüfung verkauft, handelt pflichtwidrig. Zweitens sind Sportschützen von der Ausnahme nicht erfasst, auch wenn sie eine Waffenbesitzkarte haben.

Die Ausnahme greift nicht bei einem eigenen Absehen. Das ist die Grenze, und sie ist der Grund, warum alle Geräte in unserer Vorsatzgeräte-Übersicht ohne Absehen gebaut sind.

Was das für Ihre Kaufentscheidung heißt

Wer in Deutschland jagt, hat bei dieser Frage keine Wahl. Die technische Gegenüberstellung in Abschnitt 6 ist für Sie damit eine Erklärung, keine Entscheidungshilfe.

Als Rechtsberatung ist dieser Abschnitt nicht zu verstehen. Die Darstellung mit Fundstellen je Land steht in unserer Rechtsübersicht Wärmebildtechnik.

Das Landesjagdrecht entscheidet über die Verwendung des Vorsatzgeräts

§ 19 Abs. 1 Nr. 5 und Nr. 5a des Bundesjagdgesetzes verbieten künstliche Lichtquellen und Nachtzielgeräte bei der Jagd. § 19 Abs. 2 BJagdG erlaubt den Ländern, davon Ausnahmen zuzulassen, und die meisten haben das für Schwarzwild getan.

Vierzehn Bundesländer haben Ausnahmen erlassen, Bremen und Hamburg nicht. Die Übersicht nach Bundesland steht im Pillar-Ratgeber.

Nordrhein-Westfalen hat sich geändert

Dieser Punkt ist neuer als die meisten Übersichten im Netz. Die vielzitierte Zusammenstellung des Deutschen Jagdverbands mit Stand Februar 2025 führt NRW mit der Einschränkung, dass Bildwandlergeräte wie Wärmebildgeräte ausgenommen seien, Schüsse nur vom Hochsitz und nur bis 100 Meter zulässig.

Seit Juli 2025 haben die unteren Jagdbehörden in NRW Allgemeinverfügungen erlassen, die die Zulassung vorübergehend auf Geräte mit Bildwandler erweitern, also auf Wärmebildtechnik. Grundlage ist § 2 der ASP-Jagdverordnung.

Praktische Folge: Wer in NRW jagt, muss seine untere Jagdbehörde fragen, nicht eine Übersichtstabelle. Die Regelungen sind befristet und unterscheiden sich bis auf Kreisebene. Lassen Sie sich die Auskunft schriftlich geben und legen Sie sie zu Ihren Jagdunterlagen, denn eine Allgemeinverfügung kann auslaufen, ohne dass es jemand ankündigt.


 

Wärmebildzielfernrohr in Österreich und der Schweiz

Österreich

Es gibt kein waffenrechtliches Verbot für Wärmebildzielfernrohre. Erwerb und Besitz sind zulässig, und zwar ohne jagdliche Zweckbindung.

Die jagdliche Verwendung regeln die neun Bundesländer eigenständig. Mehrere haben sie für Schwarzwild freigegeben, Tirol und Vorarlberg beschränken sie auf die Nachsuche, Wien lässt sie nur im Rahmen behördlicher Programme zu. Fragen Sie bei Ihrer Bezirksverwaltungsbehörde nach.

Für österreichische Kunden ist der technische Vergleich in Abschnitt 6 damit eine echte Entscheidung. Unsere HIKMICRO Stellar 4.0 und die Pulsar Zielfernrohre liefern wir nach Österreich.

Schweiz

Nachtzieltechnik gilt als verbotener Waffenzubehör. Der Erwerb setzt eine Ausnahmebewilligung des kantonalen Waffenbüros voraus, und für die Jagd ist der Einsatz untersagt. Das gilt für beide Bauarten, also auch für Vorsatzgeräte.

wärmebildzielfernrohr

Aufbewahrung des Vorsatzgeräts: der Punkt, den fast niemand kennt

Die Regel

Ein Nachtsichtvorsatz ist waffenrechtlich ein verbotener Gegenstand, der nur über die Jagdscheinausnahme zulässig wird. Daraus folgt eine Aufbewahrungspflicht, und sie hängt davon ab, ob das Gerät montiert ist.

Montiert am Zielfernrohr oder an der Waffe: Das Gerät ist als verbotener Gegenstand aufzubewahren, also in einem Behältnis mindestens nach DIN/EN 1143-1, Widerstandsgrad 0. Die Grundlage ist § 13 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 3 AWaffV.

Getrennt vom Zielfernrohr und von der Waffe: Das Gerät unterliegt insoweit nicht dem Waffenrecht und kann aufbewahrt werden, wo Sie wollen.

Ein montierter Adapter ändert nichts, solange das Gerät nicht mit Glas oder Waffe verbunden ist.

Die Merkregel einer deutschen Anwaltskanzlei: Nachtsichtgerät am Zielfernrohr oder an der Waffe, dann ab in den Waffenschrank.

Was das praktisch bedeutet

Schrauben Sie das Gerät nach der Jagd ab. Dann liegt es im Schrank, in der Tasche oder im Rucksack, und die Pflicht entsteht nicht. Das ist auch der Grund, warum das zweiteilige Bajonettsystem aus dem Adapter-Beitrag praktisch ist: Die Klemmhülse bleibt am Glas, das Gerät kommt ab.

Für ein Wärmebildzielfernrohr stellt sich die Frage in Deutschland nicht, weil man bereits den Erwerb nicht darf. Käme eine Freigabe, bliebe es ein verbotener Gegenstand mit derselben Aufbewahrungspflicht.

Dies ist die Zusammenfassung einer anwaltlichen Darstellung und keine Rechtsberatung. Prüfen Sie Ihre Situation im Zweifel mit einem Fachanwalt.

Wärmebildzielfernrohr gegen Vorsatzgerät: der technische Vergleich

Bildqualität: zwei Optiken gegen eine

Hier liegt der stärkste technische Vorteil des Wärmebildzielfernrohrs, und er ist selten erklärt.

Bei einem Vorsatzgerät schaut Ihr Tagglas auf ein kleines Display. Das Licht durchläuft also zwei optische Systeme in Reihe: erst den Kollimator des Vorsatzgeräts, dann Ihr Zielfernrohr. Jede Fläche kostet Kontrast, jede Linse kostet Licht.

Ein Wärmebildzielfernrohr hat nur ein System. Sie schauen direkt auf das Display, ohne ein zweites Glas dazwischen.

Dazu kommt die Displayauflösung. Das HIKMICRO Stellar SQ50L 4.0 löst mit 2.560 × 2.560 Punkten auf 1,03 Zoll auf. Das beste Vorsatzgerät derselben Marke, das Thunder TQ50CL 4.0, kommt auf 1.920 × 1.080 auf 0,49 Zoll. Beide tragen denselben Sensor mit 640 × 512 und dieselbe Rauschkennzahl unter 12 Millikelvin.

Praktisch heißt das: Bei gleichem Sensor zeigt das Zielfernrohr das ruhigere, detailreichere Bild, weil es die Information mit mehr Displaypunkten und ohne zweites Glas darstellt.

Ansprechdistanz: kein Unterschied

Der Winkel je Bildpunkt hängt an Pixelabstand und Brennweite, nicht an der Bauart. Zwei Geräte mit 12 Mikrometern und 50 Millimetern kommen beide auf 0,24 Milliradiant, egal ob Vorsatz oder Zielfernrohr.

Gerät Bauart Sensor Objektiv mrad Ansprechgrenze
Thunder TQ50CL 4.0 Vorsatz 640 × 512 50 mm F1.0 0,24 250 bis 400 m
Stellar SQ50L 4.0 Zielfernrohr 640 × 512 50 mm F1.0 0,24 250 bis 400 m
Thunder TX70CL 4.0 Vorsatz 1.280 × 1.024 70 mm F1.3 0,171 380 bis 550 m
Stellar SX75L 4.0 Zielfernrohr 1.280 × 1.024 75 mm F1.2 0,16 400 bis 600 m

Wer also mehr Reichweite will, braucht einen größeren Sensor oder eine längere Brennweite, nicht eine andere Bauart.

Bildfeld: hier gewinnt das Zielfernrohr klar

Ein Vorsatzgerät muss zum Sehfeld Ihres Tagglases passen. Ist sein Bildfeld kleiner, erscheint ein dunkler Rahmen. Ein Gerät mit 15,4 Metern auf 100 Meter verlangt mindestens 2,5-fache Vergrößerung am Glas, eines mit 13,2 Metern sogar 3-fache.

Ein Wärmebildzielfernrohr kennt diese Einschränkung nicht, weil es sein eigenes Okular mitbringt. Das Stellar SQ50L 4.0 bietet durchgehend 3,5-fach bis 28-fach, ohne dass irgendetwas abgestimmt werden müsste.

Für die Drückjagd ist das ein echter Vorteil. Ein Vorsatzgerät auf einem Glas bei 1,5-facher Vergrößerung funktioniert nur mit den weitsichtigsten Modellen.

Gewicht: die Rechnung überrascht

Hier wird oft falsch gerechnet, weil nur das Zusatzgewicht betrachtet wird.

  Vorsatz-Lösung Zielfernrohr-Lösung
Tagglas 600 bis 800 g entfällt
Wärmebildgerät 399 bis 625 g 970 g
Adapter 175 bis 261 g entfällt
Summe auf der Waffe rund 1.200 bis 1.600 g rund 970 g

Das Wärmebildzielfernrohr ist in der Summe leichter, weil es das Tagglas ersetzt und keinen Adapter braucht. Der Vorsatz dagegen sitzt mit seinem Gewicht weit vorn am Objektiv und wirkt dort als Hebel, was die Balance stärker verändert als ein mittig montiertes Zielfernrohr.

Einschießen und Ballistik

Ein Vorsatzgerät verändert die Treffpunktlage nicht, weil es 1-fach vergrößert. Ein Kontrollschuss genügt, Einzelheiten im Beitrag Wärmebild Vorsatzgerät ohne Einschießen.

Ein Wärmebildzielfernrohr muss eingeschossen werden, wie jedes Visier. Dafür bietet es, was ein Vorsatzgerät nicht kann: einen Ballistikrechner mit fünf Einschießprofilen, der die gemessene Entfernung in den Haltepunkt umsetzt. Ein Vorsatzgerät hat kein Absehen und kann deshalb nichts einblenden.

Für Schüsse über 250 Meter ist das der entscheidende Punkt, und er spricht für das Zielfernrohr. Mehr dazu im Beitrag Wärmebild Vorsatzgerät mit Entfernungsmesser.

Tagtauglichkeit: der stärkste Punkt für den Vorsatz

Dies ist der Vorteil, der in Vergleichen am häufigsten fehlt.

Mit einem Vorsatzgerät haben Sie eine Waffe für zwei Zwecke. Gerät ab, und Sie haben Ihr Tagglas mit gewohntem Absehen, gewohnter Treffpunktlage und voller Detailschärfe. Für Nachsuche, Ansitz am Tag und Drückjagd brauchen Sie nichts umzubauen.

Ein Wärmebildzielfernrohr nimmt Ihnen diese Möglichkeit. Ein Wärmebild zeigt Temperaturunterschiede, keine Farben, keine Haardetails und keine feinen Konturen. Für das Ansprechen am Tag ist es dem schlechtesten Tagglas unterlegen.

Die Folgen sind praktisch und teuer. Entweder führen Sie eine zweite Waffe für den Tag, oder Sie wechseln die Optik und schießen jedes Mal neu ein. Beides kostet Geld und Zeit.

Die Kostenrechnung: Vorsatzgerät gegen Wärmebildzielfernrohr

Fall A: Sie haben ein gutes Tagglas.

Das ist der häufigste Fall, und er entscheidet die Frage fast allein.

Posten Vorsatz-Lösung Zielfernrohr-Lösung
Tagglas vorhanden, 0 € bleibt ungenutzt
Wärmebildgerät 2.299 € 4.269 €
Adapter 175 € 0 €
Montage 0 € 150 bis 300 €
Zweites Glas für den Tag 0 € Nicht nötig, aber Umbau
Summe 2.474 € 4.419 bis 4.569 €

Der Unterschied beträgt rund 2.000 Euro, und dafür bekommt die Zielfernrohr-Lösung ein besseres Bild und einen Ballistikrechner, verliert aber die Tagtauglichkeit.

Fall B: Sie kaufen die Waffe neu auf

Posten Vorsatz-Lösung Zielfernrohr-Lösung
Tagglas 800 bis 1.500 € 0 €
Montage Tagglas 150 bis 300 € 0 €
Wärmebildgerät 2.299 € 4.269 €
Adapter oder Montage 175 € 150 bis 300 €
Summe 3.424 bis 4.274 € 4.419 bis 4.569 €

Hier rücken beide Wege zusammen. Wer eine Nachtwaffe von Grund auf aufbaut und auf Tagtauglichkeit verzichten kann, zahlt für das Wärmebildzielfernrohr kaum mehr und bekommt das bessere Bild.

Die Zahl, die beide Rechnungen entscheidet

Fragen Sie sich, wie oft Sie bei Tageslicht mit dieser Waffe schießen. Nachsuche, Drückjagd, Ansitz in der Dämmerung, Einschießen auf dem Stand.

Wer darauf nicht verzichten kann, hat die Frage beantwortet, auch in Österreich. Ein Wärmebildzielfernrohr ist ein Gerät für eine reine Nachtwaffe, nicht für die Allzweckbüchse.


 

Nachtsicht oder Wärmebild im Vorsatzgerät?

  Wärmebild Digitales Nachtsicht
Sieht in völliger Dunkelheit ja, ohne Zusatzlicht nur mit IR-Strahler
Sieht durch Nebel und Gras weitgehend ja nein
Ansprechen von Details eingeschränkt gut
Erkennt Fell, Haarwechsel, Alter nein ja
IR-Strahler nötig nein ja
Jagdrechtliches Problem geringer Zielbeleuchtung
Preis Einstieg ab 1.349 € ab 549 €

Der jagdrechtliche Punkt verdient Beachtung. Die Ausnahme des § 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG gilt für Nachtsichtvorsätze ohne Zielbeleuchtung. Ein digitales Nachtsichtgerät braucht bei völliger Dunkelheit einen Infrarotstrahler, und ein solcher Strahler ist eine künstliche Lichtquelle. Ein Wärmebildgerät arbeitet ohne jede Beleuchtung und umgeht diese Frage vollständig.

Praktische Empfehlung: Wärmebild zum Entdecken, digitales Nachtsicht zum Ansprechen. Wer nur ein Gerät kauft, nimmt Wärmebild, weil es den Fall löst, in dem Sie das Stück sonst gar nicht finden. Als günstigen Einstieg in die digitale Nachtsicht führen wir das HIKMICRO Cheetah C32F für 549 Euro und das Cheetah C32F-N mit 940-Nanometer-Strahler für 589 Euro.

Vorsatz oder Nachsatzgerät: die dritte Bauart

Neben Vorsatzgerät und Wärmebildzielfernrohr gibt es eine dritte Lösung, die seltener angeboten und häufiger gesucht wird, als ihr Marktanteil vermuten lässt.

Ein Nachsatzgerät wird hinter das Okular gesetzt, also zwischen Auge und Zielfernrohr, nicht vor das Objektiv. Es nimmt das Bild auf, das Ihr Glas erzeugt, und zeigt es als Wärmebild an.

Was dafür spricht

Das Gewicht sitzt an der richtigen Stelle. Hinten am Okular verändert ein Gerät die Balance der Waffe weit weniger als vorn am Objektiv, wo es als Hebel wirkt. Bei freihändigen Schüssen ist das spürbar.

Die Montage ist unabhängig vom Objektivdurchmesser. Sie brauchen keinen Klemmadapter in einer passenden Größe, was die Auswahl aus dem Adapter-Beitrag deutlich vereinfacht.

Was dagegen spricht

Die Bildkette ist länger. Das Licht durchläuft erst Ihr komplettes Zielfernrohr und dann das Nachsatzgerät. Nach der Rechnung aus Abschnitt 6 kostet jede weitere Optik Kontrast, und hier kommt die volle Optik des Glases hinzu.

Die Augenlage verändert sich. Ein Nachsatzgerät baut nach hinten, womit sich Ihr Anschlag verschiebt. Bei kurzen Schäften wird das schnell unbequem.

Das Angebot ist dünn. Im deutschen Markt dominieren Vorsatzgeräte, und unser Sortiment führt derzeit keine Nachsatzgeräte.

Rechtlich gleichgestellt

§ 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG nennt Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze gemeinsam. Beide Bauarten fallen unter dieselbe Ausnahme, solange sie kein eigenes Absehen tragen, und beide unterliegen derselben Aufbewahrungspflicht aus Abschnitt 5.

Für die Entscheidung heißt das: Wenn Sie zwischen Vorsatz und Nachsatz wählen können, entscheiden Balance und Anschlag, nicht das Recht. Für die meisten Jäger bleibt das Vorsatzgerät die praktischere Wahl, weil das Angebot größer und die Augenlage unverändert bleibt.

Drei Jagdsituationen durchgerechnet

Fall 1: Jäger in Deutschland, Revier bei Göttingen

Die Lage. Jagdschein vorhanden, Schwarzwild an der Kirrung, Schüsse bis 150 Meter, vorhandenes Zielfernrohr 1,5 bis 8 mal 42.

Die Entscheidung ist keine. Ein Wärmebildzielfernrohr dürfen Sie nicht erwerben, und der Besitz wäre nach § 52 WaffG strafbar. Es bleibt das Vorsatzgerät.

Die Empfehlung: HIKMICRO THUNDER TQ35C 3.0 für 1.999 Euro, weil es mit 21,9 Metern Bildfeld schon bei 1,5-facher Vergrößerung randfrei arbeitet. Dazu Klemmadapter 175 Euro. Gesamt 2.174 Euro. Das Tagglas bleibt, die Waffe bleibt tagtauglich, und nach der Jagd kommt das Gerät ab, womit die Aufbewahrungspflicht aus Abschnitt 5 entfällt.

Noch zu klären: die Freigabe in Niedersachsen, die für Schwarzwild und Raubwild besteht, sowie die aktuelle Fassung der Landesjagdverordnung.

Fall 2: Jäger in Österreich, offenes Feldrevier

Die Lage. Schwarzwild im Mais, Schüsse bis 350 Meter, reine Nachtwaffe, am Tag wird eine zweite Büchse geführt.

Hier gewinnt das Wärmebildzielfernrohr. Vier Gründe: das bessere Bild ohne zweites Glas im Lichtweg, das durchgehende Vergrößerungsband von 3,5-fach bis 28-fach, der Ballistikrechner mit fünf Einschießprofilen, und dass die Tagtauglichkeit hier nicht gebraucht wird.

Die Empfehlung: HIKMICRO Stellar SQ50L 4.0 für 4.269 Euro mit 0,24 Milliradiant, Laser und Ballistikrechner, dazu eine Montage für 150 bis 300 Euro. Gesamt rund 4.500 Euro.

Die Alternative wäre das Thunder TQ50CL 4.0 für 3.239 Euro plus Tagglas und Adapter. Das kostet in der Summe ähnlich, liefert aber kein Ballistikprogramm, und genau das brauchen Sie auf 350 Meter.

Fall 3: Jäger in Österreich, Wald und Nachsuche

Die Lage. Gemischtes Revier, Schüsse bis 200 Meter, dieselbe Büchse wird für Nachsuche und Drückjagd am Tag geführt.

Hier gewinnt das Vorsatzgerät, obwohl beide Bauarten erlaubt sind. Der Grund steht in Abschnitt 6: Ein Wärmebildzielfernrohr nimmt Ihnen das Ansprechen am Tag. Bei einer Büchse, die auch zur Nachsuche geht, ist das ein Ausschlusskriterium.

Die Empfehlung: ThermTec Hunt 635 Pro für 2.099 Euro bei 399 Gramm, dem leichtesten Gerät im Vergleich, plus Adapter. Gesamt rund 2.275 Euro, und die Waffe bleibt in zwei Minuten wieder eine Tagwaffe.

Was die drei Fälle zeigen

Die Bauart folgt der Nutzung, nicht dem Budget. Eine reine Nachtwaffe im offenen Gelände spricht für das Wärmebildzielfernrohr, eine Allzweckbüchse spricht dagegen, und in Deutschland erledigt das Waffenrecht die Frage ohnehin.

Wenn Sie bereits ein Wärmebildzielfernrohr besitzen

Kommt die Freigabe des Wärmebildzielfernrohrs in Deutschland?

Diese Situation kommt vor, etwa nach einem Umzug nach Deutschland, einem Erbfall oder einem unbedachten Kauf im Ausland. Sie verdient eine klare Auskunft.

Der Besitz eines verbotenen Gegenstands ist nach § 52 WaffG strafbar, und zwar unabhängig davon, wo und mit welcher Absicht Sie das Gerät erworben haben. Eine Verurteilung berührt die waffenrechtliche Zuverlässigkeit und damit Jagdschein und Waffenbesitzkarten.

Was dazu zu sagen ist: Diese Lage lässt sich nicht durch Lagerung, Zerlegen oder Abnehmen des Absehens bereinigen, und wir geben dazu keine Hinweise. Was infrage kommt, sind legale Wege: das Gerät im Ausland zu belassen oder dort zu verkaufen, wenn es sich dort befindet, oder in Deutschland die zuständige Behörde einzuschalten.

Der richtige erste Schritt ist ein Fachanwalt für Waffenrecht, nicht ein Händler und nicht ein Forum. Es gibt Verfahren für die Abgabe verbotener Gegenstände, und wie sie in Ihrem Fall ablaufen und welche Folgen sie haben, kann nur ein Anwalt beurteilen.

Was wir anbieten können: eine erlaubte Alternative. Die Vorsatzgeräte in Abschnitt 13 erreichen dieselbe Ansprechdistanz wie ein Wärmebildzielfernrohr mit gleichem Sensor und gleicher Brennweite, denn der Winkel je Bildpunkt hängt nicht an der Bauart.

Der Bundesrat hat am 13. Juni 2025 einen Gesetzentwurf beschlossen, der dem Bundestag am 16. Juli 2025 als Drucksache 21/893 zugeleitet wurde. Er würde die jagdliche Ausnahme auf fest montierte Nachtzielgeräte und auf Lichtquellen an der Waffe erweitern.

Der Stand: Der Entwurf ist im Bundestag eingegangen und nicht beschlossen. Termine für Lesungen, Ausschussbefassung oder Abstimmung sind nicht veröffentlicht, ein Inkrafttreten ist nicht terminiert. Zur Waffenrechtsreform lief zudem eine zweite Anhörungsrunde, deren Frist Ende September 2026 ablief.

Was Sie daraus ableiten sollten: Für diese Jagdsaison ist keine Änderung zu erwarten. Kaufen Sie kein Wärmebildzielfernrohr auf Vorrat, weil der Besitz heute strafbar ist und niemand sagen kann, ob und wann sich das ändert.

Käme die Freigabe, bliebe das Gerät ein verbotener Gegenstand mit Aufbewahrungspflicht nach Abschnitt 5, und die Verwendung richtete sich weiter nach Landesjagdrecht.


 

Unsere Geräte, nach Erlaubnislage geordnet In Deutschland erlaubt: Vorsatzgeräte

Gerät Sensor Objektiv Preis
ThermTec Hunt 335 384 × 288 35 mm 1.349 €
HIKMICRO THUNDER TH35C 3.0 384 × 288 35 mm F1.0 1.399 €
HIKMICRO THUNDER TQ35C 3.0 640 × 512 35 mm F1.0 1.999 €
ThermTec Hunt 635 Pro 640 × 512 35 mm F1.0 2.099 €
HIKMICRO THUNDER TQ50CL 3.0 640 × 512 50 mm F1.0 2.299 €
ThermTec Hunt 650 Pro 640 × 512 50 mm F1.0 2.649 €
HIKMICRO Thunder TX70CL 4.0 1.280 × 1.024 70 mm F1.3 4.859 €

Vollständig in den HIKMICRO Thermo-Clip-ons, den ThermTec Clip-ons und der Pulsar Krypton 2 Serie. Die Wertung aller Modelle steht im Wärmebild Vorsatzgerät Test.

Nur für Österreich und andere Länder: Wärmebildzielfernrohre

Gerät Sensor Preis
Pulsar Talion XQ35 Pro 384 × 288 1,999 €
Pulsar Thermion 2 XG50 640 × 480 2.499 €
Pulsar Talion XG35 640 × 480 2.999 €
Pulsar Thermion 2 LRF XG60 640 × 480 4.199 €
HIKMICRO Stellar SQ50L 4.0 640 × 512 4.269 €
HIKMICRO Stellar SX75L 4.0 1.280 × 1.024 6.790 €
Nocpix ACE RM S60R Siehe Produktseite. 6.399 €

Weitere in den Pulsar Zielfernrohren, dem HIKMICRO Stellar 4.0, dem ThermTec Zielfernrohren und dem Nocpix Zielfernrohren.

Lieferung dieser Geräte erfolgt nicht nach Deutschland. Bitte prüfen Sie Ihre Erwerbsberechtigung vor der Bestellung.


Sechs Fehler bei der Wahl zwischen Vorsatzgerät und Wärmebildzielfernrohr

1. Das Wärmebildzielfernrohr im Ausland kaufen. Erwerb und Einfuhr unterliegen demselben Verbot, und § 52 WaffG gilt unabhängig vom Kaufort.

2. Annehmen, die Jagdscheinausnahme gelte für Vorsatzgerät und Wärmebildzielfernrohr gleichermaßen. § 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG erfasst nur Geräte ohne eigenes Absehen.

3. Als Sportschütze auf die Ausnahme setzen. Sie gilt ausschließlich für Jagdscheininhaber und nur zu jagdlichen Zwecken.

4. Nur das Zusatzgewicht rechnen. Ein Wärmebildzielfernrohr ersetzt das Tagglas und ist in der Summe leichter, sitzt aber anders.

5. Die Tagtauglichkeit vergessen. Mit einem Wärmebildzielfernrohr verlieren Sie das Ansprechen am Tag und brauchen eine zweite Lösung.

6. Das montierte Vorsatzgerät außerhalb des Schranks lassen. Am Glas oder an der Waffe gilt die Aufbewahrungspflicht nach Widerstandsgrad 0. Abschrauben löst das Problem.


 

Häufige Fragen zum Wärmebildzielfernrohr und zum Vorsatzgerät

Sind Wärmebild Zielfernrohre in Deutschland erlaubt?

Nein. Ein Wärmebildzielfernrohr trägt ein eigenes Absehen und eine Montagevorrichtung für Schusswaffen und ist damit nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG ein verbotener Gegenstand. § 52 WaffG stellt bereits den Besitz unter Strafe, und eine Verurteilung berührt die waffenrechtliche Zuverlässigkeit und damit den Jagdschein. Der Kauf im Ausland ändert daran nichts, weil Erwerb und Einfuhr demselben Verbot unterliegen. Erlaubt sind für Jagdscheininhaber dagegen Vorsatzgeräte ohne eigenes Absehen.

Was ist der Unterschied zwischen Vorsatzgerät und Wärmebildzielfernrohr?

Ein Wärmebildzielfernrohr ersetzt Ihr Zielfernrohr vollständig und bringt eigenes Absehen, eigene Vergrößerung und eigene Montage mit. Ein Vorsatzgerät wird vor das Objektiv Ihres vorhandenen Glases geklemmt, vergrößert optisch 1-fach und hat kein eigenes Absehen; gezielt wird weiter mit dem Absehen des Glases. Aus diesem einen baulichen Unterschied folgt die gesamte Rechtslage: Das eine ist in Deutschland verboten, das andere für Jagdscheininhaber erlaubt.

Welche Bauart liefert das bessere Bild?

Bei gleichem Sensor das Wärmebildzielfernrohr, und zwar aus zwei Gründen. Erstens durchläuft das Licht beim Vorsatzgerät zwei optische Systeme in Reihe, nämlich den Kollimator des Geräts und Ihr Zielfernrohr, und jede Fläche kostet Kontrast. Zweitens ist das Display größer und höher auflösend: Das HIKMICRO Stellar SQ50L 4.0 zeigt 2.560 × 2.560 Punkte, das vergleichbare Vorsatzgerät 1.920 × 1.080. Die Ansprechdistanz ist dagegen identisch, weil sie allein an Pixelabstand und Brennweite hängt.

Muss ich mein Wärmebild Vorsatzgerät im Waffenschrank aufbewahren?

Nur solange es am Zielfernrohr oder an der Waffe montiert ist. Dann gilt es als verbotener Gegenstand und ist nach § 13 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 3 AWaffV in einem Behältnis mindestens nach DIN/EN 1143-1 Widerstandsgrad 0 aufzubewahren. Getrennt von Glas und Waffe unterliegt das Gerät insoweit nicht dem Waffenrecht und kann aufbewahrt werden, wo Sie wollen. Ein montierter Adapter allein ändert nichts. Schrauben Sie das Gerät nach der Jagd also ab, und die Pflicht entsteht nicht.

Ist ein Wärmebildzielfernrohr in Österreich erlaubt?

Ja, waffenrechtlich bestehen dort keine Bedenken; Erwerb und Besitz sind zulässig. Über die jagdliche Verwendung entscheiden die neun Bundesländer eigenständig: Mehrere haben sie für Schwarzwild freigegeben, Tirol und Vorarlberg beschränken sie auf die Nachsuche, Wien lässt sie nur im Rahmen behördlicher Programme zu. Fragen Sie vor dem Einsatz bei Ihrer Bezirksverwaltungsbehörde nach. In der Schweiz ist der Erwerb bewilligungspflichtig und die jagdliche Nutzung untersagt, und zwar für beide Bauarten.

Wann werden Wärmebild Zielfernrohre in Deutschland erlaubt?

Das ist offen. Der Bundesrat hat am 13. Juni 2025 einen Gesetzentwurf beschlossen, der dem Bundestag am 16. Juli 2025 als Drucksache 21/893 zugeleitet wurde und die jagdliche Ausnahme auf fest montierte Nachtzielgeräte sowie Lichtquellen an der Waffe erweitern würde. Der Entwurf ist eingegangen und nicht beschlossen; Termine für Lesungen oder eine Abstimmung sind nicht veröffentlicht, ein Inkrafttreten ist nicht terminiert. Für diese Jagdsaison ist keine Änderung zu erwarten.

Welche Bauart ist leichter?

In der Summe das Wärmebildzielfernrohr, weil es das Tagglas ersetzt. Rund 970 Gramm stehen gegen 1.200 bis 1.600 Gramm aus Tagglas, Vorsatzgerät und Adapter. Entscheidender als das Gesamtgewicht ist aber die Verteilung: Das Vorsatzgerät sitzt weit vorn am Objektiv und wirkt dort als Hebel, was die Balance stärker verändert als ein mittig montiertes Zielfernrohr. Bei freihändigen Schüssen und auf der Drückjagd ist das spürbar.

Kann ich mit einem Wärmebildzielfernrohr auch am Tag jagen?

Technisch ja, praktisch kaum. Ein Wärmebild zeigt Temperaturunterschiede, keine Farben, keine Haardetails und keine feinen Konturen; für das Ansprechen am Tag ist es jedem einfachen Tagglas unterlegen. Damit verlieren Sie Nachsuche, Drückjagd und Ansitz in der Dämmerung mit dieser Waffe. Entweder führen Sie eine zweite Waffe oder Sie wechseln die Optik und schießen jedes Mal neu ein. Genau deshalb entscheiden sich viele erfahrene Jäger auch dort, wo beide Bauarten erlaubt sind, für das Vorsatzgerät.

Ist ein Nachtzielgerät dasselbe wie ein Wärmebildzielfernrohr?

Im waffenrechtlichen Sinn ja. Nachtzielgerät ist der Begriff des Gesetzes für ein Gerät mit eigenem Absehen und Montagevorrichtung, unabhängig davon, ob es mit Wärmebild oder mit Restlichtverstärkung arbeitet. Ein Wärmebildzielfernrohr ist also ein Nachtzielgerät und damit nach Anlage 2 WaffG verboten. Nachtsichtvorsätze ohne eigenes Absehen fallen nicht darunter und sind für Jagdscheininhaber über § 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG zulässig.

Was ist besser, Wärmebild oder digitale Nachtsicht?

Das hängt von der Aufgabe ab. Wärmebild findet das Stück, auch durch Nebel, hohes Gras und dünne Deckung, und braucht kein Zusatzlicht. Digitale Nachtsicht zeigt Fell, Haarwechsel und Konturen und ist beim Ansprechen deutlich besser, benötigt in völliger Dunkelheit aber einen Infrarotstrahler, der jagdrechtlich eine künstliche Lichtquelle ist. Wer nur ein Gerät kauft, nimmt Wärmebild, weil es den Fall löst, in dem Sie das Stück sonst nicht finden. Der Einstieg in die digitale Nachtsicht beginnt bei 549 Euro.

Fazit

Für Deutschland ist die Frage nicht offen. Ein Wärmebildzielfernrohr ist nach Anlage 2 WaffG ein verbotener Gegenstand, und § 52 WaffG stellt den Besitz unter Strafe. Jagdscheininhaber greifen zum Vorsatzgerät, dessen Verwendung dann noch das Landesjagdrecht regelt.

Für Österreich lohnt der Vergleich. Das Wärmebildzielfernrohr gewinnt bei Bildqualität, Bildfeld, Ballistikrechner und Gesamtgewicht. Das Vorsatzgerät gewinnt bei Tagtauglichkeit, Preis und dabei, dass es aus einer Waffe zwei macht.

Drei Sätze zum Mitnehmen. Erstens: Die Bauart entscheidet die Rechtslage, nicht die Technik. Zweitens: Ansprechdistanz hängt an Pixelabstand und Brennweite, nicht an der Bauart. Drittens: Wer am Tag mit derselben Waffe jagt, nimmt das Vorsatzgerät, auch dort, wo beides erlaubt ist.

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