Nocpix Vista Wärmebild-Monokulare
Die Vista Serie umfasst fünf Handgeräte mit gemeinsamer Bildkette: 60 Hz Bildrate, NETD unter 15 mK, ein AMOLED-Display mit 2560 × 2560 Bildpunkten und eine lichtstarke Optik mit Blende 0,9. Unterschiedlich sind Brennweite, Sensorformat und die Frage, ob ein Laserentfernungsmesser eingebaut ist. Welches Gerät passt, entscheiden drei Fragen in genau dieser Reihenfolge, und die beantworten wir unter dem Produktgrid.
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden, alle Modelle geprüft ab Lager.
- Zwei Wechselakkus in jedem Lieferumfang, kein Nachkauf nötig.
- Beratung zur Brennweite vor dem Kauf. Teilen Sie uns Revier und typische Ansprechdistanz, wir nennen Ihnen das passende Modell.
Drei Fragen, und Sie haben Ihr Modell.
Die Vista Serie wirkt unübersichtlich, weil fünf Namen ähnlich aussehen. Tatsächlich hängt die Wahl an drei Entscheidungen, und wenn Sie sie in dieser Reihenfolge treffen, bleibt genau ein Gerät übrig.
| H35 | H35R | H50 | H50R | S50R | |
|---|---|---|---|---|---|
| Sensor | 640 × 512 | 640 × 512 | 640 × 512 | 640 × 512 | 1280 × 1024 |
| Objektiv | 35 mm F0,9 | 35 mm F0,9 | 50 mm F0,9 | 50 mm F0,9 | 50 mm F0,9 |
| Grundvergrößerung | 3-fach | 3-fach | 4-fach | 4-fach | 2-fach |
| Sichtfeld auf 100 m | 22 m | 22 m | 15 m | 15 m | 31 m |
| Erkennungsreichweite | 1800 m | 1800 m | 2600 m | 2600 m | 2600 m |
| Entfernungsmesser | nein | 1200 m | nein | 1200 m | 1200 m |
| Laufzeit je Akku | 5,5 h | 4,5 h | 5,5 h | 4,5 h | 4,5 h |
| Gewicht mit Akku | 600 g | 640 g | 630 g | 650 g | 690 g |
| Maße | 184 × 61 × 71 mm | 190 × 67 × 79 mm | 190 × 67 × 79 mm | 194 × 70 × 82 mm | 201 × 70 × 82 mm |
Frage 1: Wald oder Feld? Das entscheidet die Brennweite.
Das ist die entscheidendste Frage, und sie kommt zuerst, weil sie am meisten verändert.
35 Millimeter zeigen 22 Meter Breite auf 100 Meter. Im Bestand bleibt damit Wild im Bild, das seitlich wechselt, und Sie schwenken seltener. Die Reichweite von 1800 Metern genügt dort bei Weitem.
50 Millimeter zeigen 15 Meter und reichen bis 2600 Meter. Auf offenen Flächen und über Schneisen ist das richtig, im Dickicht wird der Ausschnitt eng.
Wer zwischen beidem wechselt, fährt meist mit dem 35er besser: Ein enges Bild kostet im Bestand mehr Gelegenheiten, als die Mehrreichweite auf der Fläche einbringt, solange Ihre Ansprechdistanzen unter 200 Metern bleiben.
Frage 2: Brauchen Sie wirklich einen Laser?
Das R im Namen steht für den Entfernungsmesser, und er ist kein reiner Zugewinn.
Er misst bis 1200 Meter und hilft bei wechselnden Distanzen, in fremdem Revier und bei der Nachsuche. Er kostet Sie aber eine ganze Stunde Laufzeit: 4,5 statt 5,5 Stunden je Akku, weil das Modul auch bei gelegentlicher Nutzung Strom zieht. Dazu kommen 20 bis 40 Gramm und etwas mehr Bauraum vorn.
Wer von festen Kanzeln mit eingemessenen Marken jagt, braucht ihn nicht und bekommt für weniger Geld mehr Ausdauer.
Frage 3: Suchen Sie, oder beobachten Sie?
Erst hier kommt der Sensor ins Spiel, und nur ein Modell weicht ab.
Vier der fünf Geräte tragen 640 × 512. Das Vista S50R trägt 1280×1024 und zeigt damit hinter demselben 50 mm Objektiv 31 statt 15 Meter Breite. Es sieht doppelt so weit zur Seite wie das Vista H50R, bei gleicher Reichweite nach vorn.
Für das Absuchen großer Flächen ist das der Unterschied zwischen einem Schwenk und zweien. Für gezieltes Beobachten auf bekannten Wechseln zahlen Sie dafür ohne Gegenwert, und das Gerät ist zugleich das schwerste der Serie.
Was bei allen fünf gleich ist und was das bedeutet
Der NETD-Wert liegt bei allen unter 15 mK. Damit scheidet er als Auswahlkriterium innerhalb der Serie aus, auch wenn ihn Händlerseiten regelmäßig so verwenden. Zum Vergleich mit anderen Marken taugt er, zur Wahl zwischen einem H35 und einem S50R nicht. Was die Zahl beschreibt, steht in unserem Beitrag zum NETD-Wert bei Wärmebildkameras.
Die Optik hat durchgehend Blende 0,9. Weil die Blendenzahl quadratisch in die Signalmenge eingeht, ist das der Grund, warum die Serie bei Nebel und geringem Temperaturunterschied über ihrer Preisklasse arbeitet.
Display, Akku und Robustheit sind identisch: AMOLED mit 2560 × 2560, zwei IBP-7 Akkus mit je 4400 mAh im Lieferumfang, 64 GB Speicher, Schutzart IP67 und ein Betriebsbereich von minus 20 bis plus 50 Grad. Der Augenabstand von 25 Millimetern reicht bei allen fünf für Brillenträger.
Wer beidäugig beobachten will, findet dieselbe Sensortechnik in der Fernglasbauform der Quest Serie. Wer kleiner und günstiger einsteigen möchte, sieht sich in der Lumi Serie oder bei den Modellen mit Laser in der Lumi LRF Serie um. Das gesamte Programm der Marke steht im Nocpix Markenbereich. Aus dem Wettbewerb ist die Pulsar Telos Reihe die nächstliegende Alternative, mit längerer Laufzeit bei niedriger auflösendem Display.
Häufige Fragen zur Nocpix Vista Serie
Welches Nocpix Vista soll ich kaufen?
Entscheiden Sie in drei Schritten. Erstens die Brennweite: 35 mm für Wald mit 22 Metern Sichtfeld, 50 mm für Feld mit 2600 Metern Reichweite. Zweitens den Laser: Er kostet eine Stunde Laufzeit, lohnt sich aber bei wechselnden Distanzen. Drittens den Sensor: Nur das S50R hat 1280×1024 und zeigt 31 Meter Breite, sinnvoll beim Absuchen großer Flächen.
Was bedeutet das S im Nocpix Vista S50R?
Das S kennzeichnet die höhere Sensorklasse mit 1280×1024 Bildpunkten, das H steht für 640×512. Beide nutzen 12 µm Pixelabstand. Hinter demselben 50 mm Objektiv ergibt der größere Sensor ein doppelt so breites Bild, nämlich 31 statt 15 Meter auf 100 Meter. Dieselbe Namenslogik verwendet Nocpix in der Quest Reihe.
Wie lange halten die Akkus der Vista Serie?
Modelle ohne Laserentfernungsmesser laufen 5,5 Stunden je Akku bei 22 Grad, Modelle mit Laser 4,5. Jedem Gerät liegen zwei Akkus bei, daraus ergeben sich rund elf beziehungsweise neun Stunden Feldzeit. Einzelne Händlerseiten nennen 5,5 Stunden auch für Lasermodelle, das ist falsch.
Haben alle Nocpix Vista denselben Sensor?
Nein. Vier Modelle nutzen 640 × 512, allein das S50R nutzt 1280 × 1024. Gleich sind dagegen NETD unter 15 mK, 60 Hz Bildrate, Pixelabstand 12 µm, Display, Akku und Schutzart. Unterschiede entstehen also über Sensorformat und Brennweite, nicht über die Bildgüte im engeren Sinn.
Multispektrum-Fernglas
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