Nocpix Lumi Wärmebild-Monokulare
Die Lumi Reihe ohne Entfernungsmesser umfasst vier Handgeräte zwischen 310 und 345 Gramm. Sie teilen Blende 0.9, ein AMOLED-Display mit 1024×768 Bildpunkten, 50 Hz Bildrate, Schutzart IP67 und wechselbare 18650 Zellen. Unterschiedlich sind Sensor und Brennweite, und diese zwei Größen entscheiden über zwei verschiedene Dinge. Welches Gerät passt, klären wir unter dem Produktgrid.
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden, alle vier Modelle geprüft ab Lager.
- Zwei wechselbare 18650 Zellen in jedem Lieferumfang, handelsübliche Zellen zum Nachkaufen.
- Beratung nach Revier, nicht nach Preis. Nennen Sie uns Ihre typische Ansprechdistanz, wir nennen Ihnen die passende Brennweite.
Zwei Größen, zwei verschiedene Fragen
Die Lumi Reihe wirkt wie eine Preistreppe von unten nach oben. Sie ist es nicht. Sensor und Brennweite entscheiden über zwei verschiedene Eigenschaften, und wer das trennt, wählt richtig.
Die Brennweite entscheidet über Sichtfeld und Reichweite. Kurz heißt breit und nah, lang heißt schmal und weit.
Der Sensor entscheidet über Detail. Mehr Bildpunkte bedeuten ein feineres Bild auf derselben Fläche, nicht mehr Reichweite.
| P13 | L19 | L35 | H35 | |
|---|---|---|---|---|
| Sensor | 256 × 192 | 384 × 288 | 384 × 288 | 640 × 512 |
| Objektiv | 13 mm | 19 mm | 35 mm | 35 mm |
| Grundvergrößerung | 2-fach | 2-fach | 4-fach | 2,5-fach |
| Sichtfeld auf 100 m | 24 × 18 m | 24 × 18 m | 13 × 10 m | 22 × 16 m |
| Erkennungsreichweite | 670 m | 980 m | 1800 m | 1800 m |
| NETD | unter 20 mK | unter 18 mK | unter 18 mK | unter 18 mK |
| Laufzeit je Zelle | 6 h | 4,5 h | 4,5 h | 4,5 h |
| Gewicht mit Akku | 310 g | 335 g | 335 g | 345 g |
| Maße | 134 × 47 × 74 mm | 139 × 47 × 74 mm | 143 × 47 × 74 mm | 143 × 47 × 74 mm |
Aus dieser Tabelle folgen drei Erkenntnisse, die kein deutscher Anbieter ausspricht.
Gleiche Reichweite, verschiedene Sensoren
Das Lumi L35 und das Lumi H35 erreichen beide 1800 Meter, obwohl der eine Sensor doppelt so hoch auflöst. Beide tragen dasselbe 35 mm Objektiv, und daran hängt die Reichweite. Wer mehr Reichweite sucht, braucht eine längere Brennweite, nicht mehr Bildpunkte.
Gleiches Sichtfeld, verschiedene Detailtiefe
Das Lumi P13 und das Lumi L19 zeigen beide 24 Meter Breite auf 100 Meter, kommen aber über verschiedene Wege dorthin: das P13 mit kleinem Sensor und sehr kurzer Brennweite, das L19 mit größerem Sensor und 19 Millimetern. Bei gleicher Breite verteilt das L19 das Bild auf fast die doppelte Bildpunktzahl und zeigt daher mehr Detail. Ohne diese Erklärung wirken die beiden wie Dubletten, und die Wahl fällt nach Preis statt nach Zweck.
Das günstigste Gerät läuft am längsten.
Das P13 erreicht sechs Stunden je Zelle, alle anderen 4,5. Ursache ist derselbe kleine Sensor, der beim Detail Abstriche macht: Weniger Bildpunkte bedeuten weniger Rechenarbeit und damit weniger Stromverbrauch.
Welches Gerät zu welchem Revier passt
Für Bestand, Dickung und Nachsuche: das L19. 24 Meter Blickbreite bei zweifacher Grundvergrößerung, 980 Meter Reichweite. Sie suchen breit ab, statt einen engen Ausschnitt zu vergrößern.
Für Ansitz und Kirrung: das L35. Vierfache Grundvergrößerung, 1800 Meter, dafür nur 13 Meter Sichtfeld. Passend, wenn Sie wissen, wohin Sie schauen.
Für gemischtes Revier: das H35. Es verbindet 22 Meter Sichtfeld mit 1800 Metern Reichweite und dem höher auflösenden Sensor, also die einzige Kombination aus breit und weit in dieser Reihe. Entsprechend liegt es preislich oben.
Als Zweitgerät oder Einstieg: das P13. 310 Gramm, sechs Stunden, 670 Meter. Zum Finden von Wärmequellen auf kurze Distanz, nicht zum sicheren Ansprechen.
Was alle vier teilen, und wo die Reihe ihre Grenze hat
Blende 0.9 bei allen Objektiven. Weil die Blendenzahl quadratisch in die Signalmenge eingeht, ist das der Grund, warum diese Gewichtsklasse besser arbeitet, als der Preis vermuten lässt.
NETD unter 18 mK bei drei der vier Modelle, unter 20 mK beim P13. Nocpix bewirbt die Reihe in der Überschrift durchgehend mit „unter 18 mK“, was für das P13 nicht zutrifft. Was die Kennzahl bedeutet, steht im Beitrag zum NETD-Wert.
Wechselbare 18650 Zellen, zwei je Gerät. Das ist ein praktischer Vorteil: Diese Zellen sind Standardware und kosten wenige Euro. Ein Punkt, den Sie kennen sollten, weil er sich von anderen Reihen unterscheidet: Geladen wird ausschließlich im mitgelieferten externen Ladegerät. Der USB-C Anschluss am Gerät liefert nur Betriebsstrom, etwa aus einer Powerbank, und lädt die eingelegte Zelle nicht.
Die Austrittspupille beträgt 10 Millimeter, und der Augenabstand liegt bei 25 Millimetern für alle vier Modelle. Der großzügige Einblick verzeiht hastiges Ansetzen und reicht für Brillenträger.
Die Grenze der Reihe liegt beim Entfernungsmesser: Kein Lumi ohne R im Namen misst Distanzen. Wer das braucht, findet es in der Lumi LRF Reihe mit Laser bis 800 Meter. Wer mehr Bildqualität will, also 60 Hz, unter 15 mK und ein Display mit 2560×2560 Bildpunkten, findet das in der Vista Serie, zahlt dafür aber mit fast doppeltem Gewicht.
Beidäugige Geräte stehen in der Quest Serie, alle Handgeräte unter Nocpix Wärmebild-Monokulare, das Gesamtprogramm im Nocpix Markenbereich.
Häufige Fragen zur Nocpix Lumi Reihe
Welches Nocpix Lumi soll ich kaufen?
Entscheiden Sie nach Brennweite, nicht nach Sensor. Für Bestand und Nachsuche das L19 mit 24 Metern Sichtfeld. Für Ansitz und Kirrung das L35 mit 1800 Metern Reichweite. Für gemischtes Revier das H35, das beides verbindet. Als leichtes Zweitgerät das P13 mit 310 Gramm und sechs Stunden Laufzeit.
Warum haben Lumi L35 und H35 dieselbe Reichweite?
Reichweite ist eine Eigenschaft des Objektivs, nicht des Sensors. Bei beiden Geräten sitzt dieselbe 35 mm Optik mit Blende 0.9 davor, daher dieselben 1800 Meter. Der größere Chip im H35 zahlt sich in Blickbreite und Feinzeichnung aus, nicht in Distanz.
Haben alle Lumi Modelle denselben NETD-Wert?
Nein. H35, L35 und L19 liegen bei unter 18 mK, das P13 bei unter 20 mK. Nocpix bewirbt die Reihe in der Serienüberschrift mit unter 18 mK, obwohl die eigene Spezifikationstabelle für das P13 einen höheren Wert nennt. Die Vista Reihe erreicht unter 15 mK bei erheblich mehr Gewicht.
Kann ich die Akkus im Gerät laden?
Nein. Die 18650 Zellen werden im mitgelieferten externen Ladegerät geladen. Über den USB-C Anschluss läuft ausschließlich Betriebsstrom, beispielsweise von einer Powerbank. Jedes Gerät der Reihe kommt mit zwei Zellen, bei den Laserversionen sind es drei.
Multispektrum-Fernglas
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