Pulsar Merger LRF XT50 Wärmebild-Fernglas

(1 Kundenrezension)

5.199,00 €

Das Pulsar Merger LRF XT50 ist das Flaggschiff der Merger Reihe und ein reines Wärmebild-Fernglas ohne digitalen Zweitkanal. Der 1280×1024 Sensor mit 12 µm Pixelabstand liefert die höchste Auflösung im Pulsar Programm, der Laserentfernungsmesser misst bis 1500 Meter. Beidäugige Beobachtung über Stunden, ohne dass ein Auge dauerhaft gegen das andere arbeitet.

  • 1280×1024 Sensor, 12 µm Pixelabstand, System-NETD unter 20 mK
  • F50 / 1.0 Objektiv, Sichtfeld 30,7 m auf 100 m, Erkennung bis 2300 m
  • Laserentfernungsmesser bis 1500 m mit ±1 m Genauigkeit
  • 64 GB Speicher, wechselbarer APS3 Akku plus fest verbauter Akku, IPX7

2 vorrätig

Beschreibung

Warum das Sichtfeld hier die eigentliche Nachricht ist

Bei Ferngläsern schauen die meisten zuerst auf die Sensorauflösung. Beim XT50 lohnt der Blick auf eine andere Zahl.

Das Sichtfeld beträgt 17,5 mal 14 Grad, also 30,7 Meter auf 100 Meter. Zum Vergleich: Ein typisches 50-mm-Handgerät kommt auf 15 bis 16 Meter. Sie sehen also rund die doppelte Breite auf einen Blick. Möglich wird das, weil der umfangreichere Sensor bei gleicher Brennweite mehr Fläche abbildet. 1280 Pixel zu je 12 µm ergeben einen Sensor von 15,4 Millimetern Breite, und genau daraus folgt das weite Bild.

Praktisch heißt das: Sie halten Wild für schneller, weil Sie weniger schwenken müssen. Auf einer abgeernteten Fläche erfassen Sie eine Rotte in einem Bild statt in dreien. Wie stark das wiegt, zeigt der Vergleich mit dem Symbion LRF DXT50, dessen Digitalkanal nur 10,2 Meter auf 100 Meter zeigt. Das ist der Grund, warum sich ein Fernglas dieser Klasse auf dem Ansitz auszahlt und nicht die Auflösung allein.

Die Vergrößerung reicht von 2 bis 16-fach. Die Erkennungsreichweite liegt bei 2300 Metern, wobei diese Zahl nur beschreibt, ab wann eine Wärmequelle auffällt. Für das sichere Ansprechen von Wildart und Stück rechnen Sie realistisch mit 500 bis 700 Metern.

Der Sensor und die zwei NETD-Werte

Pulsar gibt zwei NETD-Werte an: unter 40 mK für den Sensor und unter 20 mK für das System. Der zweite beschreibt das fertige Gerät einschließlich Bildverarbeitung und ist der praxisrelevante. Wer das XT50 mit einem Gerät vergleicht, dessen Hersteller nur eine Zahl nennt, sollte prüfen, welcher der beiden Werte dort steht. Mehr dazu im Beitrag zum NETD-Wert.

Der 1280×1024 Sensor arbeitet mit 12 µm Pixelabstand bei 50 Hz Bildrate. Das F50/1.0-Objektiv ist lichtstark, und die Blendenzahl 1.0 sorgt dafür, dass viel Infrarotstrahlung auf den Sensor gelangt. Das zählt bei Nieselregen, Dunst und in warmen Sommernächten, in denen sich der Boden kaum vom Wild abhebt.

Dargestellt wird das Bild auf zwei AMOLED-Displays mit je 1280 × 960 Pixeln. Der Augenabstand lässt sich zwischen 63 und 74 Millimetern einstellen.

Der Entfernungsmesser, der weiter reicht als der Rest der Serie

Der Laserentfernungsmesser misst bis 1500 Meter mit einer Metergenauigkeit über einen 905-nm-Laser. Das sind 500 Meter mehr als beim Merger LRF XP35 und beim XL50, die beide bei 1000 Metern enden.

Im Wärmebild fehlen Farbe, Perspektive und vertraute Größenvergleiche. Entfernungen zu schätzen geht dort erfahrungsgemäß daneben, und zwar in beide Richtungen. Auf den Distanzen, für die ein 1280er Sensor gebaut ist, ist ein gemessener Wert deshalb kein Komfortmerkmal, sondern die Grundlage für die Entscheidung, ob ein Schuss überhaupt vertretbar ist.

Akku, Robustheit und Einordnung im Programm

Das Akkukonzept kombiniert einen wechselbaren APS3 mit 3200 mAh und einen fest verbauten Akku mit 4000 mAh. Der feste Akku überbrückt den Wechsel, sodass das Gerät beim Tausch nicht ausgeht. Die Laufzeit beträgt 6 Stunden bei 22 Grad, dem niedrigsten Wert der Serie, was der großen Sensorfläche geschuldet ist. Bei Frost sinkt sie weiter, ein geladener Ersatzakku gehört deshalb in die Innentasche.

Geladen wird über USB-C. Aufnahmen speichert das XT50 auf 64 GB internem Speicher, viermal so viel wie das XP35 mit 16 GB. Damit liegt es auf dem Niveau der Pulsar Vorsatzgeräte und deutlich über den 16 GB des Krypton 2.

Mit 950 Gramm und Maßen von 197 × 140 × 72 Millimetern ist das XT50 kein Pirschgerät. Auf dem Ansitz, aufgelegt oder am Riemen, spielt das Gewicht keine Rolle. Wer viel geht, ist mit einem Handgerät aus der Telos Serie oder der kompakten Axion Reihe besser bedient.

Die Schutzart ist IPX7, also Dichtheit gegen zeitweiliges Untertauchen ohne ausgewiesenen Staubschutz. Das Symbion LRF erreicht hier IP67 und damit zusätzlich vollständigen Staubschutz.

Zur Einordnung: Das XT50 ist das stärkste reine Wärmebildgerät im Pulsar Programm. Wer zusätzlich einen digitalen Tageskanal will, zahlt beim Symbion rund 1.500 bis 2.000 Euro mehr, bekommt dafür aber nicht mehr Wärmebildleistung, sondern eine zweite Betriebsart. Alle Modelle der Reihe stehen in der Kategorie Pulsar Merger LRF, alle Ferngläser unter Wärmebildferngläser, das komplette Programm im Pulsar Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor ungekühltes Mikrobolometer, 1280×1024
Pixelabstand 12 µm
NETD Sensor unter 40 mK, System unter 20 mK
Bildrate 50 Hz
Objektiv F50 / 1.0
Vergrößerung 2- bis 16-fach
Sichtfeld 17,5° × 14° / 30,7 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 2300 m
Display AMOLED, 1280 × 960
Augenabstand 63 bis 74 mm
Entfernungsmesser bis 1500 m, ±1 m, 905 nm
Akku APS3 3200 mAh wechselbar plus 4000 mAh fest verbaut
Laufzeit 6 h bei 22 °C
Laden USB-C, 5 V
Schutzart IPX7
Interner Speicher 64 GB
Betriebstemperatur −25 bis +50 °C
Gewicht 0,95 kg
Maße 197 × 140 × 72 mm

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Merger LRF XT50, XL50 und XP35?

Sensor, Reichweite des Entfernungsmessers und Speicher. Das XT50 hat 1280×1024 Bildpunkte, einen Entfernungsmesser bis 1500 Meter und 64 GB Speicher. Das XL50 hat 1024 × 768 und misst bis 1000 Meter, das XP35 hat 640 × 480 bei 17 µm, ein 35-mm-Objektiv und 16 GB. Objektiv, Akkukonzept und Schutzart sind bei XT50 und XL50 identisch.

Ich suche das Merger LRF XP50. Gibt es das noch?

Nein, Pulsar hat das Merger LRF XP50 eingestellt. Die aktuelle Reihe besteht aus XT50, XL50 und XP35. Das XT50 ist der direkte Nachfolger mit deutlichem Zugewinn: 1280×1024 statt 640×480, Entfernungsmesser bis 1500 statt 1000 Meter, 64 statt 16 GB Speicher und 2300 statt 1800 Meter Erkennungsreichweite.

Hat das Merger LRF XT50 einen digitalen Tageskanal?

Nein. Das XT50 ist ein reines Wärmebildgerät. Einen zweiten, digitalen Kanal bieten bei Pulsar das Symbion LRF mit 4K-Sensor und das Merger Duo NXP50 mit Full-HD-Sensor. Wer den Tageskanal nicht braucht, bekommt im XT50 die stärkere Wärmebildleistung zum niedrigeren Preis.

Wie weit kann ich mit dem XT50 Wild sicher ansprechen?

Realistisch auf 500 bis 700 Meter, abhängig von Witterung und Hintergrund. Der Datenblattwert von 2300 Metern sagt lediglich, ab wann eine Wärmequelle im Bild auffällt. Bis zur sicheren Ansprache bleibt davon erfahrungsgemäß ein Viertel bis ein Drittel übrig, und Nebel oder hohe Luftfeuchtigkeit drücken auch diesen Rest.

Warum hält der Akku beim XT50 kürzer als beim XP35?

Weil der umfangreichere Sensor und die höhere Displayauflösung mehr Strom ziehen. Pulsar gibt für das XT50 6 Stunden an, für das XP35 9, jeweils bei 22 Grad. Der wechselbare APS3 Akku lässt sich im Betrieb tauschen, weil ein fest verbauter Zweitakku die Umschaltpause überbrückt.


Rezensionen (1)

1 Rezension für Pulsar Merger LRF XT50 Wärmebild-Fernglas

  1. Deutsch

    Florian Hülsebusch –

    Super schnelle Lieferung, sorgfältig verpackt und eine verständliche Anleitung war auch dabei.

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