Pulsar Thermion 2 LRF Wärmebild-Zielfernrohre

Die Thermion 2 LRF Baureihe umfasst fünf Zielfernrohre mit eingebautem Laserentfernungsmesser, der bei allen Modellen bis 800 Meter auf einen Meter genau misst. Sie teilen 30 mm Rohrdurchmesser, 6000 Joule Rückstoßfestigkeit und zehn Einschießprofile. Die eigentliche Entscheidung fällt zwischen der 60er und der 50er Reihe, und sie geht nicht über den Preis. Den Vergleich finden Sie unter dem Produktgrid.

  • Rechtlicher Hinweis: In Deutschland gelten diese Geräte nach herrschender Darstellung als verbotene Gegenstände. Die Lieferung erfolgt nur mit Ausnahmegenehmigung oder ins Ausland; Einzelheiten dazu finden Sie in den häufigen Fragen.
  • Alle fünf Modelle geprüft ab Lager, Versand am selben Tag bei Zahlungseingang bis 14 Uhr.
  • Montageberatung inklusive, weil die Ringhöhe über die Schießbarkeit entscheidet.
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60er oder 50er: die Entscheidung, die keine deutsche Seite erklärt

Wir haben zehn rankende deutsche Seiten zu dieser Baureihe geprüft. Jede listet beide Reihen, keine einzige sagt, wie man zwischen ihnen wählt. Dabei hängen drei Werte zusammen, und sie ziehen gegeneinander.

XL50 XP50 PRO XL60 XP60 XG60
Sensor 1024 × 768 640 × 480 1024 × 768 640 × 480 640 × 480
Pixelabstand 12 µm 17 µm 12 µm 17 µm 12 µm
NETD System unter 20 mK unter 18 mK unter 20 mK unter 18 mK unter 20 mK
Objektiv F50 / 1.0 F50 / 1.0 F60 / 1.1 F60 / 1.1 F60 / 1.1
Vergrößerung 1,75 bis 14-fach 2- bis 16-fach 2,5- bis 20-fach 3- bis 24-fach 4- bis 32-fach
Sichtfeld auf 100 m 24,6 m 21,8 m 20,5 m 18,1 m 12,8 m
Erkennungsreichweite 2300 m 1800 m 2800 m 2000 m 2800 m
Display AMOLED 1024×768 AMOLED 1024×768 Micro-OLED 2560 × 2560 2560 × 2560 2560 × 2560
Augenabstand 50 mm 50 mm 65 mm 65 mm 65 mm
Laufzeit rund 7 h 8,5 h 7 h 7 h 7 h
Speicher 64 GB 16 GB 128 GB 64 GB 64 GB

Die 60er-Reihe gewinnt beim Display. 2560 × 2560 Bildpunkte gegenüber 1024 × 768 sind der auffälligste Unterschied der ganzen Baureihe, und er zeigt sich beim Zoomen. Liefert die Rechenkette mehr Feinzeichnung, als das Display darstellen kann, geht sie vor Ihrem Auge verloren. Bei zwanzigfacher Vergrößerung entscheidet das darüber, ob eine Kontur lesbar wird.

Die 60er Reihe gewinnt beim Augenabstand. 65 statt 50 Millimeter, und das ist bei einem Zielfernrohr kein Komfortwert. Bei 6000 Joule Rückstoß bewegt sich das Okular in Richtung Ihrer Braue, und fünfzehn Millimeter mehr Reserve sind bei 300 Winchester Magnum oder 9,3×62 – der Unterschied zwischen sauberem Anschlag und Platzwunde. Keine der geprüften Wettbewerbsseiten nennt diesen Zusammenhang, auch nicht ein Praxistest, der mit genau solchen Kalibern geschossen wurde.

Die 50er Reihe gewinnt beim Blickwinkel. Das XL50 zeigt 24,6 Meter auf 100 Meter, fast das Doppelte des XG60. Wer bewegtes Wild führt, auf Drückjagden beobachtet oder Wechsel aus mehreren Richtungen abdeckt, gewinnt hier mehr als durch jede Zoomstufe.

Zwei Werte, die der Preisliste widersprechen

Der beste Wärmebildwert steht nicht beim größten Sensor. XP60 und XP50 PRO erreichen unter 18 mK System-NETD, die drei Geräte mit 12-µm-Sensor nur unter 20. Ursache ist der Pixelabstand: 17 Mikrometer große Bildpunkte haben mehr Fläche, sammeln mehr Strahlung und brauchen weniger Verstärkung, was das Rauschen senkt.

Das ist im deutschen Markt die größte unbesetzte Lücke. Von zehn geprüften Seiten gibt genau eine beide NETD-Werte an, und keine erklärt, warum sie auseinanderliegen. Auf die Sensorwerte geschaut, wirkt das XP50 PRO mit 25 mK um sechzig Prozent empfindlicher als das XG60 mit 40. Auf die Systemwerte geschaut, schrumpft der Abstand auf 18 gegen 20 und damit auf etwa ein Zehntel. Welcher Wert was beschreibt, klärt unser Beitrag zum NETD-Wert.

Das weiteste Sichtfeld hat nicht das schwächste Gerät. Innerhalb der 60er-Reihe blickt das XL60 mit 20,5 Metern deutlich breiter als das XG60 mit 12,8, obwohl es den höher auflösenden Sensor trägt. Grund ist die Grundvergrößerung von 2,5-fach statt vierfach.

Zehn Profile, und was die Montage kostet

Alle fünf Geräte speichern zehn Einschießprofile mit je bis zu zehn Entfernungen. Das ist doppelt so viel wie in der Thermion 2 Reihe ohne Entfernungsmesser und bei Preisvergleichen die häufigste Verwechslung. Wer mehrere Waffen führt, sollte auf die genaue Modellbezeichnung achten.

Die Montage verlangt bei allen fünf Ringen mit 30 Millimetern oder eine einteilige Aufnahme. Der Punkt, den keine Wettbewerbsseite behandelt, ist die Höhe: Die Geräte bauen 94,5 bis 98 Millimeter hoch, dazu kommt die Ringhöhe, und die Summe muss zu Ihrem Schaftrücken passen. Bei festem Schaft ohne verstellbare Backe kann eine Erhöhung nötig werden. Nennen Sie uns Waffe und Schiene, dann rechnen wir das mit Ihnen durch.

Ein Hinweis zum Gewicht: Die 1,2 Kilogramm der 60er-Modelle sind mit Wechselakku angegeben, die 1,03 kg des XL50 und die 0,97 kg des XP50 PRO ohne. Der reale Abstand ist kleiner, als die Zahlen vermuten lassen.

Wer die vorhandene Tagoptik behalten will, findet die Alternativen unter Wärmebild-Vorsatzgeräte und in der Krypton 2 Serie. Alle Zielfernrohre stehen unter Wärmebild-Zielfernrohre, das komplette Programm im Pulsar Markenbereich.

Häufige Fragen zur Thermion 2 LRF Reihe

Darf ich ein Pulsar Thermion 2 LRF in Deutschland besitzen?

Nach der nahezu einheitlichen Darstellung der rankenden deutschen Fachhändler nicht. Maßgeblich ist das eigene Absehen in Verbindung mit der Montagevorrichtung: Damit fallen diese Geräte unter Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG und zählen zu den verbotenen Gegenständen, wobei schon der Besitz erfasst ist und nicht erst die Nutzung. Die Jagdschein-Regelung in § 40 Abs. 3 WaffG betrifft nach diesen Quellen nur Vorsatz- und Aufsatzgeräte ohne eigenes Absehen. Wir liefern an Kunden mit behördlicher Ausnahmegenehmigung und an Adressen im Ausland mit anderer Rechtslage. Wir sind keine Kanzlei und leisten keine Rechtsberatung.

Welches Thermion 2 LRF passt zu meinem Revier?

Für weite Flächen und schnelles Absuchen das XL50 mit 24,6 Metern Sichtfeld. Für schwache Signaturen bei Nässe das XP60 oder XP50 PRO mit unter 18 mK. Für starke Magnumkaliber ein 60er Modell wegen der 65 Millimeter Augenabstand. Für gezieltes Ansprechen auf Distanz das XG60 mit 32-facher Vergrößerung.

Warum ist der Augenabstand bei einem Zielfernrohr wichtig?

Weil die Waffe beim Schuss zurückkommt und das Okular sich Ihrer Braue nähert. 65 Millimeter bei den 60er Modellen geben fünfzehn Millimeter mehr Reserve als die 50 Millimeter der 50er-Reihe. Bei starkem Rückstoß ist das ein Sicherheitswert, kein Komfortwert.

Wie viele Waffen kann ich mit einem Gerät dieser Reihe führen?

Zehn, entsprechend den zehn Einschießprofilen mit je bis zu zehn hinterlegten Entfernungen. Achtung bei Preisvergleichen: Die Thermion 2 Reihe ohne Entfernungsmesser speichert nur fünf Profile, was regelmäßig verwechselt wird.

Reicht ein Entfernungsmesser mit 800 Metern?

Für jagdliche Zwecke deutlich. Die Messgrenze liegt weit über jeder vertretbaren Schussdistanz, und die Genauigkeit von einem Meter genügt für die ballistische Korrektur. Verwechseln Sie diesen Wert nicht mit der Erkennungsreichweite von 1800 bis 2800 Metern, die etwas anderes beschreibt.