Nocpix Vista S50R Wärmebild-Monokular mit LRF
4.399,00 €
Das Nocpix Vista S50R ist das einzige Wärmebild-Monokular der Vista-Serie mit 1280×1024-Sensor. Daraus folgt ein Sichtfeld von 31 Metern auf 100 Meter, mehr als das Doppelte der 640er Schwestermodelle bei gleichem Objektiv. Der Laserentfernungsmesser reicht bis 1200 Meter, die Erkennungsreichweite bis 2600 Meter.
- 1280×1024 Sensor, 12 µm Pixelabstand, NETD unter 15 mK
- 50-mm-Objektiv mit Blende 0,9, 2-fache Grundvergrößerung
- 31 × 25 m Sichtfeld auf 100 Meter, 60 Hz Bildrate
- Zwei Wechselakkus im Lieferumfang, IP67, 64 GB Speicher
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
2 vorrätig
1280 × 1024 gegen 640 × 512: Was der größere Sensor im Revier bedeutet
Zwischen dem S50R und dem Vista H50R liegen rund 1.200 Euro. Beide tragen dasselbe 50 mm Objektiv, denselben NETD-Wert und dasselbe Gehäusekonzept. Der Unterschied ist der Sensor, und er wirkt genau an einer Stelle: im Sichtfeld.
Ein 1280×1024 Sensor mit 12 µm Pixelabstand ist doppelt so breit wie ein 640×512. Hinter demselben Objektiv zeigt er deshalb doppelt so viel Revier. In Zahlen: 31 Meter Breite auf 100 Meter beim S50R gegenüber 15 Metern beim H50R.
Praktisch heißt das: Sie fahren eine Wiese in einem Schwenk ab, wo Sie mit dem H50R zwei brauchen. Bei einer Rotte, die über eine Feldkante wechselt, bleiben mehr Stücke gleichzeitig im Bild. Und wenn Sie ein Stück nach einem Schwenk wieder aufnehmen wollen, halten Sie es für schneller, weil Sie weniger weit vorbeigeschwenkt sind.
Umgekehrt gilt: Im dichten Bestand, wo Sie ohnehin nur wenige Meter einsehen, bringt das breitere Bild wenig. Dort zählt die Grundvergrößerung, und da beginnt das S50R bei zweifach, das H50R bei vierfach. Wer überwiegend im Wald jagt, fährt mit dem H50R oder dem kürzer brennenden H35R günstiger und verliert nichts Wesentliches.
Die dritte Seite des Tauschs nennt kaum ein Händler: Der voluminösere Sensor kostet eine Stunde Laufzeit. 4,5 Stunden beim S50R gegenüber 5,5 beim H50 ohne Entfernungsmesser. Vier Mal so viele Bildpunkte müssen ausgelesen und verrechnet werden, und diese Rechenarbeit zieht Strom.
Sensor, Optik und der NETD-Wert, den niemand erklärt
Auf jeder deutschen Nocpix-Seite steht NETD unter 15 mK. Auf keiner der Seiten wird erklärt, was der NETD-Wert ist.
Der Wert beschreibt den kleinsten Temperaturunterschied, den das Gerät noch vom eigenen Bildrauschen trennen kann. 15 Millikelvin sind fünfzehn Tausendstel Grad. Je niedriger die Zahl, desto blassere Signaturen werden sichtbar, und darauf kommt es an, wenn ein Stück lange gelegen hat und der Umgebungstemperatur nahekommt oder wenn Nieselregen die Unterschiede einebnet.
Zwei Einordnungen, die Sie beim Vergleich brauchen. Erstens gibt Nocpix einen einzelnen Wert an, ohne ihn als Sensor- oder Systemwert zu kennzeichnen. Andere Hersteller nennen zwei Zahlen, die weit auseinanderliegen können, weil der Sensorwert das Bauteil im Prüfstand beschreibt und der Systemwert das fertige Gerät. Was dahintersteckt, erklären wir im Beitrag zum NETD-Wert bei Wärmebildkameras. Zweitens: Alle fünf Vista Modelle tragen denselben Wert. NETD ist deshalb kein Kriterium, um innerhalb der Vista Serie zu wählen.
Einen erheblichen Anteil an der Bildqualität trägt die Optik. Das Objektiv mit Blende 0.9 ist lichtstärker als die F1.0 und F1.2 Optiken, die in dieser Klasse üblich sind. Die Blendenzahl geht quadratisch in die Signalmenge ein, deshalb wirkt schon dieser kleine Zahlenunterschied deutlich. Dazu kommen 60 Hz Bildrate, die Schwenks flüssig hält, und ein AMOLED-Display mit 2560 × 2560 Bildpunkten, damit die Feinzeichnung bis in hohe Zoomstufen erhalten bleibt.
Reichweite, Laufzeit und was die Zahlen wirklich bedeuten
Die 2600 Meter Erkennungsreichweite sind keine Schussdistanz und keine Ansprechdistanz. Nocpix nennt die Bedingung mit: ein Ziel von 1,7 × 0,5 Metern bei 99 Prozent Erkennungswahrscheinlichkeit. Erkennen heißt hier, dass dort etwas Warmes ist. Ob es ein Stück Wild, ein Hund oder ein Mensch ist, entscheiden Sie sehr viel früher, grob bei einem Drittel dieser Distanz. Ob Sie Wildart und Geschlecht bestimmen können, entscheiden Sie noch einmal deutlich früher.
Der Laserentfernungsmesser reicht bis 1200 Meter und arbeitet in Einzel- und Dauermessung. Das liegt weit über jeder jagdlich vertretbaren Schussdistanz und ist vor allem beim Einschätzen von Geländeabständen und beim Nachsuchen nützlich.
Zur Laufzeit ehrlich: 4,5 Stunden je Akku bei 22 Grad. Das ist für diese Klasse kurz, und es lohnt sich zu wissen, warum die Angaben im Handel auseinandergehen. Nocpix liefert zwei Wechselakkus IBP-7 mit je 4400 mAh mit. Daraus ergeben sich realistisch rund neun Stunden Feldzeit. Der Wechsel dauert Sekunden. Bei Frost sinkt die Kapazität von Lithium-Ionen-Zellen. Planen Sie im Winter mit weniger und tragen Sie den Ersatzakku körpernah.
Das Gerät ist nach IP67 geschützt, also staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen, und arbeitet von minus 20 bis plus 50 Grad. Es wiegt 690 Gramm mit Akku und misst 201 × 70 × 82 Millimeter. Der Augenabstand von 25 Millimetern reicht für Brillenträger.
Wer beidäugig beobachten möchte, findet dieselbe Sensorklasse im Quest S50R als Fernglas. Wer leichter unterwegs sein will, greift zur Lumi Serie mit unter 385 Gramm. Alle Handgeräte der Marke stehen unter Nocpix Wärmebild-Monokulare, das gesamte Programm im Nocpix Markenbereich. Als Alternative eines anderen Herstellers in derselben Preisklasse kommt die Pulsar Telos Reihe in Frage, etwa das Telos LRF XT50 mit längerer Laufzeit bei kleinerem Sichtfeld.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Sensor | 1280 × 1024 |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | unter 15 mK, von Nocpix nicht als Sensor- oder Systemwert gekennzeichnet |
| Bildrate | 60 Hz |
| Objektiv | 50 mm, Blende 0,9 |
| Grundvergrößerung | 2-fach |
| Sichtfeld | 17,5° × 14,0°, 31 × 25 m auf 100 m |
| Erkennungsreichweite | 2600 m, Ziel 1,7 × 0,5 m, Erkennungswahrscheinlichkeit 99 % |
| Display | AMOLED, 2560 × 2560 |
| Augenabstand | 25 mm |
| Austrittspupille | 8 mm |
| Dioptrienausgleich | −5 bis +3 dpt |
| Entfernungsmesser | bis 1200 m, Einzel- und Dauermessung, Laserklasse 1 |
| Akku | 2 × IBP-7 Li-Ion, je 4400 mAh, wechselbar, im Lieferumfang |
| Laufzeit | 4,5 h je Akku bei 22 °C |
| Laden | USB-C |
| Schutzart | IP67 |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Aufnahme | Foto und Video mit Mikrofon |
| Drahtlos | WLAN 2,412 bis 2,472 GHz, Nocpix App |
| Bildfunktionen | Vision+ Display, R+ Bildalgorithmus, 7 Farbpaletten, Bild-in-Bild, elektronische Bildstabilisierung |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Gewicht | 690 g mit Akku |
| Maße | 201 × 70 × 82 mm |
Häufige Fragen
Was unterscheidet das Nocpix Vista S50R vom H50R?
Der Sensor und damit das Sichtfeld. Das S50R hat 1280×1024 Bildpunkte und zeigt 31 Meter Breite auf 100 Meter, das H50R hat 640×512 und zeigt 15 Meter. Objektiv, NETD-Wert, Display und Gehäuse sind bei beiden gleich. Das S50R beginnt bei zweifacher Grundvergrößerung, das H50R bei vierfacher, und das S50R läuft eine Stunde kürzer.
Wie lange hält der Akku beim Nocpix Vista S50R?
4,5 Stunden je Akku bei 22 Grad, und zwei Akkus liegen bei, also rund neun Stunden Feldzeit. Im Handel finden Sie für dieses Modell auch Angaben von 5,5 oder 8 Stunden, die nicht zutreffen: 5,5 Stunden gelten für die 640er Vista Modelle ohne Entfernungsmesser. Bei Frost sinkt die Kapazität, rechnen Sie im Winter mit weniger.
Was bedeutet die Erkennungsreichweite von 2600 Metern?
Sie bedeutet, dass das Gerät auf 2600 Meter eine Wärmequelle als Objekt registriert, nicht dass Sie dort ansprechen oder schießen können. Nocpix legt dafür ein Ziel von 1,7 × 0,5 Metern und 99 Prozent Erkennungswahrscheinlichkeit zugrunde. Für das Unterscheiden von Wildarten rechnen Sie grob mit einem Drittel dieser Distanz, für das Bestimmen von Stück und Geschlecht mit deutlich weniger.
Was bedeutet NETD unter 15 mK?
Der NETD-Wert gibt den kleinsten Temperaturunterschied an, den das Gerät noch vom eigenen Bildrauschen trennen kann. 15 Millikelvin sind fünfzehn Tausendstel Grad, und je niedriger der Wert, desto schwächere Wärmesignaturen werden sichtbar. Alle fünf Vista Modelle tragen denselben Wert, er taugt daher nicht zur Auswahl innerhalb der Serie.
Ist das Vista S50R für Brillenträger geeignet?
Ja. Der Augenabstand beträgt 25 Millimeter, das reicht für die meisten Brillen, ohne dass der Bildrand abgeschattet wird. Zusätzlich lässt sich das Okular von minus fünf bis plus drei Dioptrien einstellen, sodass Sie das Gerät bei entsprechender Fehlsichtigkeit auch ohne Brille nutzen können.
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