Wärmebild Handgeräte sind die Ergänzung zur festmontierten Kamera, nicht ihr Ersatz. Sie gehen dorthin mit, wo das Plotterdisplay nicht hinreicht: aufs Vorschiff beim Ankern, ins Beiboot ohne eigene Elektronik, an die Reling beim Blick in Bereiche, die Aufbau oder Bimini verdecken. Entscheidend sind hier andere Werte als bei der Mastkamera, nämlich Gewicht, Schutzart, Startzeit und Laufzeit. Reichweite steht erst an fünfter Stelle, weil die Entfernungen im Nahbereich liegen: Ankerfeld, Hafenbecken, Fahrwasserrand.
- Lieferung in die gesamte EU in 48 bis 72 Stunden
- Keine waffenrechtliche Beschränkung, freier Erwerb
- Tauchfähige Geräte bevorzugen, nicht nur spritzwassergeschützte
Worauf es bei einem Handgerät an Bord ankommt
Die Auswahlkriterien sind andere als bei einer Mastkamera, und zwar in dieser Reihenfolge.
Erstens die Schutzart. Ein Gerät, das im Beiboot verwendet und auf nassen Decks abgelegt wird, braucht IP67, also Tauchfähigkeit, und nicht nur Spritzwasserschutz. Der Unterschied zeigt sich beim ersten Sturz ins Hafenbecken: Ein tauchfähiges Gerät übersteht das, wenn Sie es anschließend mit Süßwasser abspülen und trocknen. Viele Handgeräte für den Landgebrauch haben IPX4 oder IP66 und sind damit für Bord nur bedingt geeignet.
Zweitens Gewicht und Größe. Ein Wärmebildgerät hilft nur, wenn man es dabeihat. 170 Gramm in der Jackentasche nehmen Sie mit, wenn Sie nach vorn zum Anker gehen; ein Gerät mit 600 Gramm und Trageriemen bleibt in der Kartentischschublade liegen. Diese Einsicht klingt banal und entscheidet in der Praxis über den Nutzen.
Drittens die Startzeit. Ein Taschengerät schalten Sie zwischen den Blicken aus, um Akku zu sparen. Wenn es zehn Sekunden zum Starten braucht, lassen Sie es laufen und sind nach zwei Stunden ohne Strom. Unter fünf Sekunden ist der Wert, der das Ein- und Ausschalten praktikabel macht.
Viertens die Stromversorgung. Fest eingebaute Akkus laden Sie über USB und können an Bord keine Ersatzzelle wechseln. Geräte mit Wechselzellen sind auf längeren Törns im Vorteil. Bei fest verbautem Akku gehört eine Powerbank zur Ausrüstung.
Fünftens die Reichweite. Sie steht hier bewusst am Ende. Die Fragen im Nahbereich lauten, ob jemand im Wasser ist, ob ein Boot vor dem Ankerplatz liegt oder wo die Mooringboje schwimmt. Dafür genügen auch kleine Sensoren. Wer auf Entfernung ansprechen und Fahrzeuge identifizieren will, braucht eine Festmontage-Kamera, die je nach Modell 1,6 bis 12,78 Seemeilen erreicht.
Was derzeit in dieser Kategorie steht
| Gerät | Sensor | Bildwinkel | Schutzart | Gewicht | Laufzeit |
|---|---|---|---|---|---|
| FLIR Ocean Scout TK | 160 × 120 | 20° × 16° | IP67 | 170 g | über 5 h |
Das Ocean Scout TK ist die marinespezifische Ausführung eines Taschenmonokulars: tauchfähig, 101 Millimeter lang, Start in unter fünf Sekunden, sieben Farbpaletten, Foto- und Videoaufnahme. Mit 160 mal 120 Bildpunkten erkennen Sie Wärmequellen und Umrisse, keine Einzelheiten; FLIR nennt eine Erkennungsweite von rund 120 Metern.
Eine ehrliche Einordnung gehört dazu: Das ist die kleinste Auflösung, die FLIR anbietet, und die Reihe ist beim Hersteller eingestellt. Sein Argument ist nicht die Bildleistung, sondern die Kombination aus Größe, Gewicht und Tauchfähigkeit. Wer mehr Auflösung braucht, findet sie bei den Handgeräten von HIKMICRO, Nocpix und Pulsar; prüfen Sie dort die Schutzart, denn nicht jedes dieser Geräte ist tauchfähig.
Wie Auflösung, Brennweite und Erkennbarkeit zusammenhängen, erklärt der Ratgeber zu Reichweite und Auflösung allgemein und ohne Modellbezug.
Häufige Fragen zu Wärmebild-Handgeräten an Bord
Ersetzt ein Handgerät die festmontierte Marinekamera?
Nein, es ergänzt sie. Eine Mastkamera sieht weit und stabilisiert, aber nur dorthin, wo sie montiert ist, und ihr Bild steht an einem Display, an dem Sie nicht immer stehen. Ein Handgerät geht mit aufs Vorschiff, ins Beiboot und an die Reling, und Sie richten es in einer Bewegung dorthin, wo ein Geräusch war. Dafür liegt es in der Reichweite zwei Größenordnungen darunter. Wer sich für nur eines von beiden entscheiden muss, sollte die Festmontage wählen und das Handgerät später ergänzen.
Welche Schutzart braucht ein Wärmebildgerät für den Bootsgebrauch?
IP67, also Tauchfähigkeit, und nicht nur Spritzwasserschutz. Ein Gerät, das im Beiboot benutzt und auf nassen Decks abgelegt wird, fällt irgendwann ins Wasser; mit IP67 ist das kein Totalverlust, sofern Sie es anschließend mit Süßwasser abspülen und trocknen. Viele Handgeräte, die für Jagd oder Beobachtung an Land gebaut sind, haben IPX4 oder IP66 und vertragen Regen, aber kein Untertauchen. Prüfen Sie diese Zeile vor dem Kauf, denn sie entscheidet darüber, wie entspannt Sie das Gerät an Bord benutzen.
Reichen 160 × 120 Bildpunkte für den Einsatz auf dem Wasser?
Im Nahbereich reichen sie, auf Entfernung nicht. Dass eine Wärmequelle vorhanden ist, sehen Sie zuverlässig, bei einem Menschen auch die Körperform; Gesicht, Kleidung oder ein Bootsname bleiben unlesbar. Die Fragen, die im Ankerfeld und im Hafenbecken anstehen, lassen sich damit beantworten. Wer Fahrzeuge identifizieren oder über größere Flächen suchen will, braucht ein Gerät mit 320er oder 640er Sensor, und auf dem Boot eher eine festmontierte Kamera mit Schwenkwerk und Stabilisierung.
Unterliegen Wärmebild-Handgeräte rechtlichen Beschränkungen?
Nein. Beschränkt sind Wärmebildgeräte mit eigenem Absehen, die auf eine Waffe montiert werden; ein Handgerät zur Beobachtung hat beides nicht und ist frei erwerbbar. Das gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichermaßen. Zu beachten ist lediglich, dass FLIR bei Wärmebildtechnik allgemein darauf hinweist, dass einzelne Ausführungen unter US-Ausfuhrvorschriften fallen können; bei Handgeräten dieser Leistungsklasse und innerhalb der EU ist das unproblematisch. Dies ist keine Rechtsberatung.
Multispektrum-Fernglas
HABROK 4K
HABROK PRO
THUNDER 4.0
THUNDER 3.0
STELLAR 4.0
LUMI
LUMI-LRF
ACE
ACE 2-Serie
ACE RM serie
BOLT-Serie
Pulsar Merger LRF Series
Pulsar Symbion series
Pulsar Axion series
Pulsar Krypton 2 Series
Pulsar Telos series
Pulsar Thermion 2 LRF Series
Pulsar Thermion 2 Series
CYCLONE SERIE
CYCLOPS 3.0 SERIE
CYCLOPS-D SERIE
WILD PRO SERIE
WILD-D SERIE
ThermTec ARES 2.0 Serie
ThermTec ORYX-Serie
ThermTec VIDAR 2.0 Serie
HUNT LRF-SERIE
HUNT PRO-SERIE
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