FLIR Ocean Scout TK Wärmebild-Monokular für Bord

1.099,00 €

Das FLIR Ocean Scout TK ist ein Wärmebild-Monokular für die Hand, nicht für die Festmontage: 170 Gramm, 101 Millimeter lang, IP67 tauchfähig und in unter fünf Sekunden betriebsbereit. Der 160×120 Sensor erfasst 20 mal 16 Grad; FLIR nennt eine Erkennungsweite von rund 120 Metern. Die Laufzeit liegt bei über fünf Stunden.

  • 170 g bei 101 × 38 × 38 mm, einhändig bedienbar
  • IP67 tauchfähig, Start in unter 5 Sekunden
  • Sieben Farbpaletten, Foto- und Videoaufnahme
  • Lieferung in die gesamte EU in 48 bis 72 Stunden
Beschreibung

Was ein Handgerät an Bord leistet, das eine Mastkamera nicht kann

Eine Festmontage-Kamera sieht weit und stabilisiert, aber sie sieht nur dorthin, wo sie montiert ist, und sie zeigt ihr Bild nur auf dem Display, an dem Sie gerade nicht stehen. Genau diese vier Lücken schließt ein Taschengerät:

Erstens am Vorschiff. Wenn Sie zum Ankern nach vorn gehen, haben Sie das Plotterdisplay im Cockpit nicht mehr im Blick. Mit einem Monokular in der Jackentasche prüfen Sie Ankerplatz, Nachbarlieger und Ankerkette dort, wo Sie stehen.

Zweitens im Beiboot. Ein Beiboot hat weder Kamera noch Plotter. Für die Rückfahrt zum Ankerplatz bei Nacht ist ein Handgerät die einzige Wärmebildquelle, und es zeigt vor allem das, was Sie dort treffen können: Moorings, Festmacherbojen, ankernde Boote ohne Licht.

Drittens in Lagen, in denen Sie die Blickrichtung schnell wechseln. Eine Mastkamera braucht Sekunden zum Schwenken. Ein Monokular richten Sie in einer Bewegung dorthin, wo ein Geräusch war.

Viertens: Bei Mann über Bord vom Deck aus. Wer über die Reling schaut, deckt Bereiche ein, die eine Mastkamera durch Aufbau oder Bimini verdeckt bekommt.

Es ersetzt die Mastkamera nicht, und diese Seite behauptet das auch nicht. Mit 20 × 16 Grad Bildwinkel und rund 120 Metern Erkennungsweite liegt dieses Gerät zwei Größenordnungen unter einer FLIR M400, die nach Herstellerangabe 12,78 Seemeilen erreicht. Es ist eine Ergänzung für den Nahbereich.

Sensor, Display und die ehrliche Leistungsgrenze

Der Sensor hat 160 mal 120 Bildpunkte und arbeitet mit unter 9 Hertz. Das ist die kleinste Auflösung, die FLIR in Wärmebildgeräten anbietet, und die Angabe gehört ungeschönt hierher: Sie erkennen Wärmequellen und Umrisse, keine Einzelheiten. Ein Mensch auf 100 Metern ist ein heller Fleck mit erkennbarer Körperform, kein identifizierbares Gesicht und keine ablesbare Kleidung.

FLIR nennt eine Reichweite von rund 120 Metern für das Auffinden von Objekten. Für den Nahbereich an Bord ist das passend gewählt, denn die Entfernungen, über die wir hier reden, sind Ankerfeld, Hafenbecken, Fahrwasserrand und Schwimmbereich.

Das Display löst mit 640 mal 480 Punkten auf, also deutlich höher als der Sensor. Das ist bei Geräten dieser Klasse übliche Praxis und sinnvoll: Das Sensorbild wird auf dem Display interpoliert dargestellt, was Treppenkanten mildert, ohne Bildinformation hinzuzufügen.

Sieben Farbpaletten stehen zur Wahl: Black Hot, White Hot, InstAlert Rainbow, Iron, Lava, Arctic und Graded FirePOWER. Für den Einsatz über Wasser sind zwei davon praktisch: White Hot für die allgemeine Übersicht und InstAlert, das nur die wärmsten Bildanteile farbig hervorhebt und damit eine Person im kalten Wasser sofort sichtbar macht.

Aufnahmen gehen mit einem kurzen Tastendruck für ein Bild und einem langen für Video.

Gehäuse, Akku und Handhabung bei Nässe

IP67 heißt tauchfähig, nicht nur spritzwassergeschützt. Für ein Gerät, das im Beiboot verwendet und auf nassen Decks abgelegt wird, ist das der entscheidende Unterschied zu einem Gerät mit niedrigerer Schutzart. Ein kurzer Sturz ins Hafenbecken ist damit kein Totalverlust, sofern Sie das Gerät danach mit Süßwasser abspülen und trocknen.

Der Akku ist fest eingebaut und liefert über fünf Stunden Laufzeit; geladen wird über USB. Der feste Akku ist die größte bauliche Einschränkung dieses Geräts: Sie können an Bord keine Ersatzzelle wechseln, sondern müssen laden. Für eine Nachtfahrt heißt das, vorher laden und eine Powerbank mitnehmen.

Die Startzeit liegt unter fünf Sekunden. Das zählt mehr, als es klingt: Ein Gerät, das Sie in der Tasche tragen und bei Bedarf einschalten, muss schnell ein Bild liefern, sonst schalten Sie es gar nicht aus und verbrauchen die Laufzeit.

Freigegeben ist der Betrieb von minus 20 bis plus 40 Grad, die Lagerung von minus 40 bis plus 60 Grad. Die obere Betriebsgrenze von 40 Grad ist der Wert, den Sie sich merken sollten: Ein Gerät, das im Sommer in der Sonne auf einem dunklen Cockpitsitz liegt, überschreitet das leicht. Bewahren Sie es im Schatten oder unter Deck auf.

Mit 170 Gramm bei 101 mal 38 mal 38 Millimetern passt es in jede Jackentasche. Das ist der Punkt, auf den es bei einem solchen Gerät am Ende ankommt: Ein Wärmebildgerät hilft nur, wenn man es dabeihat.

Technische Daten

Merkmal Technischer Wert
Bauart Handgerät, keine Festmontage
Sensor 160×120 VOx-Mikrobolometer
Bildwiederholrate unter 9 Hz
Bildwinkel 20° × 16°
Erkennungsweite rund 120 m, Herstellerangabe
Display LCD, 640 × 480
Farbpaletten 7: Black Hot, White Hot, InstAlert, Iron, Lava, Arctic, Graded FirePOWER
Aufnahme Foto per kurzem, Video per langem Tastendruck
Akku fest eingebaut, Lithium-Ionen
Laufzeit über 5 h
Laden über USB
Startzeit unter 5 s
Schutzart IP67, tauchfähig
Betriebstemperatur −20 bis +40 °C
Lagertemperatur −40 bis +60 °C
Gewicht 170 g einschließlich Objektiv
Maße 101 × 38 × 38 mm
Artikelnummer 432-0012-22-00S
Status beim Hersteller eingestellt, siehe Abschnitt 8

Häufige Fragen

Ersetzt das FLIR Ocean Scout TK eine festmontierte Marinekamera?

Nein, es ergänzt sie. Mit 20 × 16 Grad Bildwinkel und rund 120 Metern Erkennungsweite liegt es zwei Größenordnungen unter einer Festmontage-Kamera, die je nach Modell zwischen 1,6 und 12,78 Seemeilen erreicht. Seine Stärke liegt dort, wo die Mastkamera nicht hinkommt: am Vorschiff beim Ankern, im Beiboot ohne Plotter, beim schnellen Blickwechsel in eine Richtung, aus der ein Geräusch kam, und beim Blick über die Reling in Bereiche, die Aufbau oder Bimini verdecken. Wer nur eines von beiden hat, sollte die Festmontage wählen.

Was erkennt man mit 160×120 Bildpunkten tatsächlich?

Wärmequellen und Umrisse, keine Einzelheiten. Ein Mensch auf 100 Metern erscheint als heller Fleck mit erkennbarer Körperform; Gesicht, Kleidung oder Beschriftungen sind nicht ablesbar. Für den Nahbereich an Bord ist das ausreichend, weil die Fragen dort lauten, ob jemand im Wasser ist, ob ein Boot vor dem Ankerplatz liegt oder wo die Mooringboje schwimmt. Für das Ansprechen auf Entfernung oder das Identifizieren eines Fahrzeugs ist diese Auflösung zu gering; dafür brauchen Sie ein Gerät mit 320er oder 640er Sensor.

Ist der Ocean Scout TK wasserdicht?

Ja, es ist nach IP67 tauchfähig, nicht nur spritzwassergeschützt. Für ein Gerät, das im Beiboot verwendet und auf nassen Decks abgelegt wird, ist das der praktisch wichtige Unterschied: Ein kurzer Sturz ins Hafenbecken ist kein Totalverlust, sofern Sie das Gerät anschließend mit Süßwasser abspülen und trocknen. Beachten Sie die obere Betriebsgrenze von 40 Grad, die ein Gerät auf einem dunklen Cockpitsitz in der Sommersonne leicht überschreitet; bewahren Sie es im Schatten oder unter Deck auf.

Kann ich den Akku des Ocean Scout TK wechseln?

Nein, der Lithium-Ionen-Akku ist fest eingebaut und wird über USB geladen. Das ist die größte bauliche Einschränkung des Geräts: Auf einer Nachtfahrt können Sie keine Ersatzzelle einlegen, sondern müssen nachladen. Die Laufzeit liegt bei über fünf Stunden, was für eine Nacht meist reicht, wenn Sie das Gerät nicht dauerhaft laufen lassen. Nehmen Sie für längere Törns eine Powerbank mit. Die Startzeit von unter fünf Sekunden macht das Ein- und Ausschalten zwischen den Blicken praktikabel und verlängert die nutzbare Laufzeit erheblich.

Welche Farbpalette ist für den Einsatz über Wasser die beste?

Zwei der sieben sind an Bord praktisch brauchbar. White Hot gibt die allgemeine Übersicht und zeigt Strukturen wie Molen, Boote und Uferlinien am natürlichsten. InstAlert hebt nur die wärmsten Bildanteile farbig hervor und lässt den Rest grau; damit wird eine Person im kalten Wasser sofort sichtbar, ohne dass Sie das Bild interpretieren müssen. Die übrigen Paletten wie Iron, Lava, Arctic und Graded FirePOWER sind Geschmackssache und bringen über Wasser keinen zusätzlichen Erkennungsvorteil.

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