HIKMICRO HABROK PRO HX60LN Multispektral-Fernglas

5.149,00 €

Das HIKMICRO HABROK PRO HX60LN ist das leistungsstärkste Gerät der HABROK Reihe und zugleich das unauffälligste seiner Klasse. Der 1280×1024 Wärmebildsensor erreicht 3100 Meter Erkennungsreichweite bei einem weiten Sichtfeld von 14,6 Grad, und der 940 nm IR-Aufheller leuchtet aus, ohne ein sichtbares rotes Glimmen zu erzeugen.

  • 1280×1024 Wärmebildsensor, größte Reichweite der Reihe mit 3100 m
  • IR-Aufheller 940 nm, praktisch unsichtbar, Reichweite 350 m
  • Weites Sichtfeld von 14,6° × 8,8° trotz 60 mm Objektiv
  • 4K Tagkanal, Laser bis 1000 m, 9,5 Stunden Laufzeit, 1050 g
Beschreibung

Höchste Leistung und geringste Sichtbarkeit in einem Gerät

Das HX60LN kombiniert zwei Eigenschaften, die sich sonst in der HABROK Reihe auf verschiedene Modelle verteilen. Es hat den größten Sensor mit 1280 × 1024 Pixeln und damit die höchste Reichweite von 3100 Metern, und es nutzt den 940 nm IR-Aufheller, der praktisch kein sichtbares Licht abgibt.

Zur Wellenlänge zuerst, weil sie der einzige Unterschied zum HX60L ist. Ein 850-nm-Aufheller erzeugt an der Gerätefront ein gedämpftes rotes Glimmen. Im Dunkeln fällt das auf, für Menschen bei genauem Hinsehen und für manche Wildarten ohnehin. Bei 940 Nanometern verschwindet dieser Effekt praktisch. Sie leuchten eine Fläche aus, ohne Ihre Position preiszugeben. Der Preis für die Ausleuchtung beträgt 350 Meter statt 400 Meter, da Bildsensoren längere Wellenlängen schlechter aufnehmen.

Der erhebliche Sensor löst zusätzlich einen Zielkonflikt, der die übrige Serie prägt. Normalerweise gilt: mehr Brennweite, mehr Reichweite, weniger Sichtfeld. Das HQ50L zeigt mit 50 mm Optik 8,8 Grad Breite. Das HX60LN erfasst trotz längerer 60-mm-Optik 14,6 Grad, weil die Sensorfläche so viel größer ist. Sie suchen also schnell ab und sprechen trotzdem auf beträchtliche Distanz an.

Was der 1280×1024 Sensor leistet und was er kostet

Vier Mal so viele Bildpunkte wie ein 640×512 Sensor bedeuten vor allem eines: mehr Pixel auf dem Ziel. Bei der Ansprache entscheidet nicht die Maximalreichweite, sondern wie viele Sensorpixel auf das Stück fallen. Realistisch sprechen Sie mit dem HX60LN bis 500 bis 600 Meter sicher an, deutlich weiter als mit jedem anderen Gerät der Reihe.

Die thermische Vergrößerung beginnt bei 2,6-fach und reicht bis 20,0-fach. Der niedrige Startwert ist die logische Kehrseite des weiten Sichtfelds und bringt in der Praxis Zoomreserve: Weil echte Sensordaten in großer Zahl vorliegen, bleibt das Bild in den mittleren Stufen länger nutzbar als bei kleineren Sensoren mit hoher Grundvergrößerung.

Der Kompromiss steht beim NETD Wert. Unter 18 mK ist gut, liegt aber hinter den unter 15 mK der HQ50 Modelle. Bei sehr flachen Temperaturunterschieden, also an milden Abenden mit warmem Boden oder bei Nieselregen, zeigt das HQ50LN etwas sauberere Konturen bei gleicher IR-Wellenlänge. Wer überwiegend bei schwieriger Witterung und auf mittlere Distanz jagt, sollte diese Alternative prüfen.

Der optische Kanal entspricht dem der gesamten PRO Serie: 3840×2160 CMOS hinter 60 mm F2. 2 Optik, Vergrößerung 5,5-fach bis 22,0-fach. Er liefert Farbe, Zeichnung und Körperbau, die ein Wärmebild nicht zeigt. Zusammen mit dem 940 nm Aufheller nutzen Sie ihn bis rund 350 Meter auch in völliger Dunkelheit. Gemessen wird bis 1000 Meter mit einem Meter Toleranz, und zwar aus jedem der beiden Kanäle heraus.

Gewicht, Ausdauer und ehrliche Einordnung

1050 Gramm machen das HX60LN zum schwersten Gerät der HABROK Reihe. Das ist kein Pirschgerät. Freihändiges Beobachten über längere Zeit ist anstrengend, und bei 20-facher Vergrößerung steht jede Handbewegung im Bild. Nutzen Sie das Stativgewinde oder stützen Sie konsequent ab. Wer ein leichtes Gerät zum Mitnehmen sucht, ist in der LYNX 3.0 Serie mit 300 bis 400 Gramm deutlich besser bedient.

Die Laufzeit beträgt 9,5 Stunden und deckt eine vollständige Nacht ab. Dauerbetrieb des IR-Aufhellers und häufige Lasermessungen senken den Wert, bei Frost geben Lithium-Akkus zusätzlich weniger Kapazität ab.

Das Gehäuse ist nach IP67 geschützt, Staub, anhaltender Regen und Schnee machen ihm nichts aus. Beschlagene Frontlinsen beim Temperaturwechsel sind Kondenswasser und kein Grund zur Reklamation.

Zur Einordnung im Sortiment: das HX60LN ist die Kombination aus dem stärksten Sensor und der unauffälligsten Wellenlänge und damit das teuerste Gerät der Reihe. Diesen Aufpreis rechtfertigt es nur, wenn Sie beides tatsächlich brauchen. Wer in abgelegenen Revieren jagt und niemanden stört, fährt mit dem HX60L genauso gut. Wer auf mittlere Distanz bleibt, aber unauffällig sein muss, ist mit dem HQ50LN besser und günstiger bedient.

Wenn Sie im selben Revier Wildkameras betreiben, prüfen Sie deren IR-Wellenlänge. Kameras mit 850 nm erzeugen an ihrem Standort genau das Glimmen, das Sie mit diesem Fernglas vermeiden. Die vollständige Baureihe finden Sie unter HABROK PRO, die leichtere Alternative in der HABROK 4K Serie, alle beidäugigen Geräte unter Multispektrum-Fernglas und das Gesamtsortiment im HIKMICRO Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Technischer Wert
Gerätetyp Multispektral-Fernglas mit LRF und IR
Wärmebildsensor 1280 × 1024 Pixel, VOx
NETD unter 18 mK
Wärmebild-Objektiv 60 mm, F1.0
Sichtfeld Wärmebild 14,6° × 8,8°
Vergrößerung Wärmebild 2,6-fach bis 20,0-fach
Erkennungsreichweite bis 3100 m
Optischer Kanal 3840 × 2160 Pixel CMOS
Optisches Objektiv 60 mm, F 2,2
Vergrößerung optisch 5,5-fach bis 22,0-fach
IR-Aufheller 940 nm, Reichweite 350 m
Laser-Entfernungsmesser bis 1000 m, ±1 m
Display 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 Pixel
Laufzeit 9,5 Stunden
Schutzart IP67
Gewicht 1050 g

Häufige Fragen

Was unterscheidet das HABROK PRO HX60LN vom HX60L?

Ausschließlich die Wellenlänge des IR-Aufhellers. Das HX60LN nutzt 940 Nanometer und erzeugt praktisch kein sichtbares rotes Glimmen, leuchtet dafür bis 350 statt 400 Meter. Wärmebildsensor mit 1280×1024 Pixeln, NETD Wert, optischer 4K Kanal, Laser, Display, Laufzeit und Gewicht sind bei beiden Modellen identisch.

Ist das HX60LN das stärkste Gerät der HABROK Reihe?

Bei Sensorauflösung und Reichweite ja. Der 1280×1024 Sensor und die 3100 Meter Erkennungsreichweite sind die höchsten Werte der gesamten Reihe, ebenso das thermische Sichtfeld von 14,6 Grad. Beim NETD Wert liegen die HQ50 Modelle mit unter 15 mK vorne, das HX60LN erreicht unter 18 mK. Es ist also das reichweitenstärkste, nicht in jeder Einzeldisziplin das herausragendste Gerät.

Wie weit kann man mit dem HX60LN ansprechen?

Die Erkennungsreichweite beträgt 3100 Meter, während die sichere Ansprache von Wildart und Stück realistisch bis zu 500 bis 600 Meter gelingt. Das ist der höchste Wert der HABROK Reihe und folgt direkt aus dem großen Sensor, der mehr Pixel auf das Ziel legt. Dunst, Thermik über erwärmten Flächen und Regen verkürzen beide Werte deutlich.

Warum ist der 940 nm Aufheller schwächer als der 850 nm?

Bildsensoren nehmen längere Wellenlängen schlechter auf. Bei 940 Nanometern ist die Empfindlichkeit geringer als bei 850, weshalb die nutzbare Ausleuchtung auf 350 statt 400 Meter sinkt. Dahinter steckt Physik, keine mindere Bauteilqualität. Die Bildqualität innerhalb der ausgeleuchteten Distanz ist gleich.

HX60LN oder HQ50LN: Welches Modell passt besser?

Beide nutzen den 940 nm Aufheller. Das HX60LN hat den größeren 1280×1024 Sensor, 3100 statt 2600 Meter Reichweite und ein weiteres Sichtfeld. Das HQ50LN hat mit NETD unter 15 mK die bessere Temperaturauflösung, ist 75 Gramm leichter und läuft eine Stunde länger. Für ausgedehnte Flächen und weite Distanzen nehmen Sie das HX60LN, für schwierige Witterung und lange Nächte das HQ50LN.

Ist das HX60LN zu schwer für den praktischen Einsatz?

Mit 1050 Gramm ist es das schwerste Gerät der Reihe und für Pirschgänge oder längeres freihändiges Beobachten nicht geeignet. Auf dem Ansitz mit Stativ oder fester Auflage ist das Gewicht unkritisch und spielt keine Rolle. Ein Stativgewinde ist vorhanden. Wer Gewicht sparen muss, greift zu einem Monokular mit 300 bis 400 Gramm.

Wie lange hält der Akku des HX60LN?

9,5 Stunden im normalen Betrieb, was eine vollständige Nacht abdeckt. Dauerhaft eingeschalteter IR-Aufheller und häufige Lasermessungen senken diesen Wert, bei Frost sinkt die Kapazität zusätzlich. Die HQ50 Modelle erreichen mit 10,5 Stunden eine Stunde mehr, weil ihr kleinerer Sensor weniger Strom zieht.

Wo finde ich die deutsche Bedienungsanleitung für das HABROK PRO?

HIKMICRO stellt die deutsche Bedienungsanleitung für die HABROK PRO Serie als PDF im Download Center der Herstellerseite bereit. Sie deckt HQ50L, HQ50LN, HX60L und HX60LN gemeinsam ab. Eine gedruckte Kurzanleitung liegt jedem Gerät bei. Bei Fragen zum IR-Aufheller oder zum Kanalwechsel erreichen Sie uns über das Kontaktformular.

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