HIKMICRO THUNDER TH35C 3.0 Wärmebild-Vorsatzgerät
1.399,00 €
Das HIKMICRO THUNDER TH35C 3.0 ist der Einstieg in die THUNDER 3.0 Serie und bringt dieselbe Reichweite von 1800 Metern wie das umfangreichere TQ35C. Der Unterschied liegt im Sensor: 384 × 288 statt 640 × 512 Pixel. Gehäuse, Waffenprofile, Klickwert und Rückstoßfestigkeit sind identisch. Für Ansitz und Pirsch auf mittlere Distanz ist das die günstigste Lösung der Serie.
- 384 × 288 VOx-Sensor, 12 μm Pixelabstand, NETD unter 15 mK
- 35-mm-F1,0-Objektiv, Erkennung bis 1800 m
- 5 Waffenprofile, Klickwert 1,3 cm auf 100 m, rückstoßfest bis 1000 g
- 460 g inklusive Akku, über 6 Stunden Laufzeit, IP67
Vorsatzgerät für Ansitz und Pirsch auf mittlere Distanz
Das TH35C 3.0 richtet sich an Jäger, die ihre vorhandene Optik nachtfähig machen wollen, ohne in die obere Preisklasse zu gehen. Es wird über einen Adapter vor das Objektiv Ihres Zielfernrohrs gesetzt. Tagsüber nehmen Sie es ab, nachts setzen Sie es auf. Ihre Waffe, Ihre Montage und Ihr Absehen bleiben unverändert.
Die Erkennungsreichweite von 1800 Metern entspricht exakt der des TQ35C. Das überrascht viele, ist aber logisch: Die Reichweite folgt aus der Brennweite, und beide haben ein 35 mm Objektiv. Der Unterschied entsteht erst beim Ansprechen. Der 384×288-Sensor legt weniger Bildpunkte auf das Ziel, wodurch Sie bei gleicher Entfernung weniger Detail sehen.
Praktisch heißt das: Bis etwa 150 Meter arbeiten TH35C und TQ35C ähnlich. Darüber hinaus zeigt das größere Modell sichtbar mehr, besonders wenn Sie Ihr Zielfernrohr hoch vergrößern. Wenn Ihre Schüsse überwiegend innerhalb von 150 Metern fallen, ist der Aufpreis zum 640er-Sensor schwer zu rechtfertigen. Wenn Sie regelmäßig weiter schießen, lohnt er sich.
Das Sichtfeld beträgt 13,2 Meter auf 100 Meter. Das ist deutlich enger als die 21,9 Meter des TQ35C 3.0, weil der kleinere Sensor bei gleicher Optik ein schmaleres Bildfeld erfasst. Auf der Drückjagd, wo Sie Wild in Bewegung aufnehmen, ist das der spürbarste Nachteil dieses Modells.
Treffpunktversatz, Waffenprofile und Rückstoß
Jedes Vorsatzgerät verschiebt die Treffpunktlage leicht, weil eine zusätzliche Optik in den Strahlengang kommt. Das TH35C 3.0 gleicht das digital aus. Ein Klick entspricht 1,3 Zentimetern auf 100 Meter. Sie korrigieren ausschließlich im Menü des Vorsatzgeräts und fassen das Absehen Ihres Zielfernrohrs nicht an. Nach dem Abnehmen schießt Ihre Waffe tagsüber genau wie vorher.
Fünf Waffenprofile lassen sich speichern. Wer das Gerät zwischen mehreren Waffen wechselt oder verschiedene Adapter nutzt, legt pro Kombination ein Profil an und ruft es im Menü ab. Ein erneutes Einschießen entfällt dadurch beim Wechsel.
Die Rückstoßfestigkeit beträgt 1000 g bei 0,4 Millisekunden und entspricht damit den größeren Modellen der Serie. Gängige Jagdkaliber sind abgedeckt. Kontrollieren Sie dennoch regelmäßig den festen Sitz des Adapters, denn eine lose Klemmung ist die mit Abstand häufigste Ursache für Treffpunktabweichungen, die Nutzer fälschlich dem Gerät zuschreiben.
Bildqualität, Laufzeit und Pflege
Der NETD Wert unter 15 mK ist identisch zu den 640er Modellen und damit der Punkt, an dem das TH35C nicht spart. Er beschreibt, wie kleine Temperaturunterschiede der Sensor trennt. Bei Nieselregen, hoher Luftfeuchtigkeit und Restwärme im Boden nach warmen Tagen sinkt der Kontrast zwischen Wild und Umgebung deutlich. Ein niedriger NETD Wert hält das Stück in diesen Situationen sichtbar, und genau das ist in der deutschen Jagdsaison der Normalfall.
Das OLED Display löst mit 1920×1080 Pixeln auf 0,49 Zoll auf. Diese Auflösung übersteigt die Sensorauflösung deutlich, was hier kein Widerspruch ist: die Anzeige stellt sicher, dass an der Darstellung nichts verloren geht, auch wenn Sie das Zielfernrohr dahinter vergrößern.
Die Laufzeit liegt bei über 6 Stunden bei 25 °C mit ausgeschaltetem Hotspot. Der Akku ist wechselbar und wiederaufladbar. Für lange Winternächte nehmen Sie einen geladenen Ersatzakku mit und tragen ihn körpernah, da kalte Lithium-Zellen weniger Kapazität abgeben.
Das Gehäuse erfüllt IP67 und arbeitet von -30 °C bis 55 °C. Reinigen Sie die Frontlinse nur mit einem Mikrofasertuch und blasen Sie losen Staub vorher ab, weil die Vergütung sonst zerkratzen kann. Germanium-Optiken sind gegenüber trockenem Reiben mit Schmutzpartikeln empfindlich, und ein Kratzer im Vergütungsfilm kostet dauerhaft Bildqualität.
Zur Vergrößerung: diese stellen Sie am Zielfernrohr ein, nicht am Vorsatzgerät. Das TH35C liefert nur das thermische Bild, Ihre Tagoptik vergrößert es. Bei einem 384×288 Sensor sollten Sie dabei zurückhaltend bleiben. Ab etwa vierfacher Vergrößerung werden die einzelnen Sensorpixel sichtbar, und mehr Vergrößerung bringt dann kein zusätzliches Detail, sondern nur ein größeres, gröberes Bild. Wer regelmäßig höher vergrößert, ist mit einem 640er Modell besser bedient.
Aufnahmen legt das Gerät auf 64 GB internem Speicher ab. Einen Laser-Entfernungsmesser hat das TH35C nicht, dafür gibt es in der Serie die CL-Modelle.
Technische Daten
| Merkmal | Technischer Wert |
|---|---|
| Gerätetyp | Wärmebild-Vorsatzgerät (Clip-on) |
| Sensortyp | VOx ungekühlt |
| Sensorauflösung | 384 × 288 Pixel |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | unter 15 mK (25 °C) |
| Objektiv | 35 mm, F1.0 |
| Sichtfeld | 7,5° × 5,7° (13,2 m × 9,9 m auf 100 m) |
| Erkennungsreichweite | bis 1800 m |
| Bildwiederholrate | 50 Hz |
| Display | 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 Pixel |
| Laser-Entfernungsmesser | nicht vorhanden |
| Waffenprofile | 5 speicherbar |
| Klickwert | 1,3 cm auf 100 m |
| Rückstoßfestigkeit | 1000 g / 0,4 ms |
| Speicher | 64 GB EMMC intern |
| Akku | Li-Ion, wechselbar und wiederaufladbar |
| Laufzeit | über 6 h bei 25 °C (Hotspot aus) |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | – 30 °C bis 55 °C |
| Abmessungen | 143,4 × 67,5 × 72,9 mm |
| Gewicht | 460 g inkl. Akku |
5. Häufige Fragen
Wie schlägt sich das THUNDER TH35C 3.0 im Test?
Das TH35C 3.0 liefert für ein Einstiegsgerät der Serie eine solide Leistung, weil es beim entscheidenden Kennwert nicht spart: der NETD Wert unter 15 mK entspricht den teureren 640er Modellen. Die Grenze liegt beim Sensor mit 384 × 288 Pixeln, der ab etwa 150 Metern weniger Detail auf dem Ziel zeigt als das TQ35C. Gehäuse, Rückstoßfestigkeit, Waffenprofile und Laufzeit sind identisch zu den größeren Modellen der Serie.
Was sind typische Probleme beim THUNDER TH35C 3.0?
Die mit Abstand häufigste Ursache für Beschwerden ist eine lose Adapterklemmung, die zu wandernder Treffpunktlage führt und fälschlich dem Gerät zugeschrieben wird. Prüfen Sie den festen Sitz nach jedem Transport und stellen Sie sicher, dass Adapter und Objektiv fettfrei sind. Beschlagene Frontlinsen beim Wechsel von warmer in kalte Luft sind ebenfalls kein Defekt, sondern Kondensation, die sich nach einigen Minuten Akklimatisierung auflöst.
Was ist der Unterschied zwischen TH35C und TQ35C 3.0?
Nur der Sensor. Das TH35C 3.0 hat 384×288 Pixel, das TQ35C 3.0 hat 640×512, beide mit 35 mm Objektiv und 1800 Metern Erkennungsreichweite. Das TQ35C zeigt dadurch ein weiteres Sichtfeld von 21,9 statt 13,2 Metern auf 100 Meter und bleibt bei höherer Vergrößerung länger nutzbar. Gehäuse, Gewicht, Klickwert, Waffenprofile und Rückstoßfestigkeit sind bei beiden gleich.
Bis zu welcher Entfernung kann man mit dem TH35C 3.0 sicher ansprechen?
Realistisch bis etwa 150 Meter. Die Erkennungsreichweite von 1800 Metern beschreibt nur, dass Sie eine Wärmequelle wahrnehmen. Für die sichere Ansprache von Wildart und Stück benötigen Sie genügend Sensorpixel auf dem Ziel, und dort setzt der 384×288-Sensor die Grenze. Feuchte Witterung und Dunst verkürzen diesen Wert zusätzlich.
Muss ich mein Zielfernrohr für das TH35C 3.0 neu einschießen?
Nein. Sie kontrollieren den Treffpunktversatz einmal auf der Scheibe und korrigieren ihn digital im Menü des Vorsatzgeräts, mit einem Klickwert von 1,3 Zentimetern auf 100 Meter. Das Absehen Ihres Zielfernrohrs bleibt dabei unberührt. Speichern Sie die Korrektur als Waffenprofil, dann entfällt der Vorgang bei künftigen Montagen dieser Kombination.
Wie lange hält der Akku des TH35C 3.0?
Das TH35C 3.0 läuft über 6 Stunden bei 25 °C mit ausgeschaltetem Hotspot. Der Akku ist wechselbar und wiederaufladbar. Bei Frost geben Lithium-Zellen weniger Kapazität ab, daher lohnt sich für lange Winternächte ein geladener Ersatzakku, den Sie körpernah in einer Innentasche tragen.
Wo finde ich die deutsche Bedienungsanleitung für das THUNDER 3.0?
HIKMICRO stellt die deutsche Bedienungsanleitung für die THUNDER 3.0 Serie als PDF im Download Center der Herstellerseite bereit. Sie deckt alle Modelle der Serie ab, einschließlich TH35C. Eine gedruckte Kurzanleitung liegt jedem Gerät bei. Bei Fragen zur Menüführung erreichen Sie uns über das Kontaktformular.
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