Nocpix ACE 2 H35R Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF
3.499,00 €
Das Nocpix ACE 2 H35R wiegt 850 Gramm und zeigt mit 21,9 Metern auf 100 Meter das breiteste Bild aller Nocpix Zielfernrohre mit 640×512 Sensor. NETD unter 12 mK, 35 mm Objektiv bei Blende 0,9, Okular-Zoom optisch 2- bis 4-fach und gesamt bis 20-fach. Magnesiumgehäuse, 7000 Joule.
- 640×512 Sensor, 12 µm, NETD unter 12 mK
- 35 mm Objektiv, Blende 0,9, 21,9 m Sichtfeld auf 100 m
- Okular-Zoom 2.0, optisch 2- bis 4-fach, gesamt bis 20-fach
- 850 g, Magnesiumgehäuse, 64 GB, rund 8 Stunden Laufzeit
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
2 vorrätig
Das Revier-Modell: breites Bild statt maximaler Reichweite
Unter den Nocpix Zielfernrohren mit 640 × 512 Sensor zeigt keines ein breiteres Bild als dieses. 21,9 × 17,6 Meter auf 100 Meter, entsprechend 12,6° × 10,1°. Zum Vergleich: Das ACE 2 H50R mit demselben Sensor kommt auf 15,4 Meter, das Rico 2 H75R auf 10,3 Meter. Nachgerechnet geht die Angabe exakt auf, denn 7,68 Millimeter Sensorbreite hinter 35 Millimetern Brennweite ergeben genau diese Werte.
Der Preis dafür ist Reichweite. 1800 Meter nennt Nocpix hier, bezogen auf ein Ziel von 1,7 × 0,5 Metern bei 99 Prozent Erkennungswahrscheinlichkeit, gegenüber 2600 Metern beim H50R und 3100 Metern beim ACE 2 S60R. Bei allen drei Zahlen geht es um das Wahrnehmen einer Wärmequelle, nicht um das Ansprechen des Stücks, und alle drei liegen weit jenseits jeder Schussdistanz.
Damit ist die Rolle dieses Modells klar umrissen. Es passt zum bewaldeten Revier, zur Kirrung und zu Distanzen bis etwa 150 Meter, wo ein breites Bild mehr wert ist als Reichweite. Wer über weite Felder ansitzt, greift zum längeren Objektiv. Flächen absuchen sollten Sie ohnehin nicht mit einem Zielfernrohr, sondern mit einem Handgerät aus dem Monokular-Programm.
Blende 0,9 und NETD unter 12 mK: die empfindlichste Kombination bei Nocpix
Das H35R teilt mit dem H50R die Blende 0,9, die im Nocpix Zielfernrohr-Programm sonst nirgends vorkommt; alle Bolt, alle Rico 2 und auch das ACE 2 S60R arbeiten mit Blende 1,0. Weil die Blendenzahl im Quadrat in die Signalmenge eingeht, bedeutet der Schritt von 1,0 auf 0,9 rund 23 Prozent mehr Strahlung auf dem Sensor.
Zusammen mit dem NETD unter 12 mK ergibt das die empfindlichste Auslegung, die Nocpix derzeit anbietet. Die ältere ACE Reihe und die Rico 2 Reihe liegen bei unter 15 mK, die Bolt Reihe bei unter 18 bis 20 mK. Bemerkbar macht sich das bei feuchter Luft, Nieselregen und geringem Temperaturunterschied zwischen Wild und Untergrund, also genau in den Nächten, in denen billigere Geräte ein flaues Bild liefern. Ob Nocpix einen Sensor- oder einen Systemwert angibt, weist der Hersteller nicht aus, weshalb ein Vergleich mit Fremdmarken nur eingeschränkt trägt; was der NETD-Wert bedeutet, erklären wir gesondert.
Der Okular-Zoom 2.0 vergrößert optisch von 2- auf 4-fach und schaltet erst darüber elektronisch zu, bis zu einer Gesamtvergrößerung von 20-fach. Im optischen Bereich bleibt die volle Bildpunktzahl erhalten, statt dieselben Punkte auf mehr Fläche zu verteilen. Die Obergrenze lässt sich im Menü auf 12-, 16- oder 20-fach festlegen, und wer rein digital arbeiten will, schaltet den Hybridzoom unter „Benutzerdefiniert“ ab. Dass Nocpix hier bei 20-fach begrenzt und nicht bei 24 oder 28 wie bei den größeren Modellen ist, ist sachlich begründet: Ein kürzeres Objektiv bietet weniger optische Grundlage, auf der die Elektronik aufbauen kann.
Magnesium, 7000 Joule und das geringste Gewicht der Reihe
Mit 850 Gramm bei 367 × 65 × 92 Millimetern ist dieses Modell das leichteste und kompakteste der ACE 2 Reihe. Möglich macht das ein Gehäuse aus Magnesiumlegierung; die Vorgängergeneration bestand aus Aluminiumlegierung, und Nocpix beziffert den Gewinn über die Reihe hinweg mit 25 Prozent.
Trotz des geringen Gewichts bleibt die Rückstoßfreigabe bei 7000 Joule, dem höchsten Wert, den Nocpix für ein Zielfernrohr nennt, mit ausdrücklichem Bezug auf .308 Winchester und .338 Lapua. Auch die Montage an einem Luftgewehr ist laut Hersteller zulässig, was bei Wärmebildtechnik wegen der umgekehrten Rückstoßrichtung nicht selbstverständlich ist.
Fokussiert wird über einen zentralen Drehknopf auf der Oberseite; zwei Ersatzgummis dafür liegen bei. Der Augenabstand beträgt 60 Millimeter, die Austrittspupille 10 Millimeter, der Dioptrienausgleich reicht von minus fünf bis plus vier.
Ausstattung, Strom und was fehlt
Die Ausstattung entspricht der ganzen Reihe und ist für ein Modell dieser Größe bemerkenswert vollständig: 64 Gigabyte Speicher, doppelt so viel wie bei Rico 2 und Bolt, ein Entfernungsmesser bis 1200 Meter mit ±1 Meter in Laserklasse 1, ein Ballistikrechner mit bis zu acht Profilen, der nach Herstellerangabe Entfernung, Schusswinkel und Wind einbezieht, sieben Absehen in neun Farben und sechs Helligkeitsstufen sowie Recoil Activated Video mit wahlweise 5 oder 10 Sekunden Vorlauf und 5 bis 60 Sekunden Nachlauf.
Der Strom kommt aus einem festverbauten Akku mit 3650 mAh und einer wechselbaren 18650 Zelle mit ebenfalls 3650 mAh, von der zwei beiliegen. Die Laufzeit beträgt rund 8 Stunden bei 22 Grad. Über USB-C lädt nur der interne Akku, die Wechselzellen gehören ins mitgelieferte Ladegerät; beim Einlegen spielt die Polung laut Hersteller keine Rolle.
Was fehlt, ist die Montage. Sie liegt dem Gerät nicht bei, und welche Schnittstelle es nutzt, hat Nocpix bislang an keiner Stelle veröffentlicht, weder auf der Produktseite noch in der Pressemitteilung zum Marktstart. Rechnen Sie die Montage zum Kaufpreis und sprechen Sie uns vor der Bestellung darauf an. Eine werkseitige Schienenaufnahme bietet die ACE RM Reihe.
Alle drei Modelle stehen in der ACE 2 Serie. Wer die vorhandene Tagoptik behalten und die Rechtsfrage des ersten FAQ-Punkts vermeiden möchte, findet die passende Bauart unter Wärmebild-Vorsatzgeräte. Das gesamte Zielfernrohr-Programm bündelt Nocpix Wärmebild-Zielfernrohre, die Marke insgesamt der Nocpix Bereich. Aus dem Wettbewerb liegt das Pulsar Thermion 2 XG50 am nächsten.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Sensor | 640 × 512, VOx |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | unter 12 mK, von Nocpix nicht als Sensor- oder Systemwert gekennzeichnet |
| Bildrate | 60 Hz |
| Objektiv | 35 mm, Blende 0,9 |
| Vergrößerung | optisch 2 bis 4-fach, gesamt bis 20-fach, Obergrenze auf 12, 16 oder 20 einstellbar |
| Sichtfeld | 12,6° × 10,1°, 21,9 × 17,6 m auf 100 m, nachgerechnet und bestätigt |
| Erkennungsreichweite | 1800 m, Ziel 1,7 × 0,5 m, Erkennungswahrscheinlichkeit 99 % |
| Display | AMOLED, 2560 × 2560 |
| Fokus | zentraler Drehknopf, zwei Ersatzgummis im Lieferumfang |
| Augenabstand | 60 mm |
| Austrittspupille | 10 mm |
| Dioptrienausgleich | −5 bis +4 dpt |
| Entfernungsmesser | bis 1200 m, ±1 m, Laserklasse 1, Einzel- und Dauermessung |
| Ballistikrechner | ja, bis 8 Profile, mit Schusswinkel und Wind |
| Absehen | 7 Typen, 9 Farben, 6 Helligkeitsstufen |
| Aufnahme | Foto und Video, Recoil Activated Video 5 oder 10 s Vorlauf, 5 bis 60 s Nachlauf |
| Akku | fest verbaut 3650 mAh plus wechselbare 18650 mit 3650 mAh, 2 Zellen im Lieferumfang |
| Laufzeit | rund 8 h bei 22 °C |
| Laden | USB-C lädt nur den internen Akku, Wechselzelle im externen Ladegerät |
| Rückstoß | 7000 Joule, Herstellerbezug .308 Win und .338 Lapua |
| Schutzart | IP67 |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Gehäuse | Magnesiumlegierung |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Gewicht | 850 g |
| Maße | 367 × 65 × 92 mm |
| Montage | Nicht im Lieferumfang, Schnittstelle von Nocpix nicht veröffentlicht |
| Garantie | von Nocpix nicht angegeben |
Häufige Fragen
Ist der Besitz des ACE 2 H35R in Deutschland zulässig?
Ohne behördliche Ausnahmegenehmigung nach der weitgehend einheitlichen Lesart des deutschen Fachhandels nicht. Maßgeblich ist das im Gerät erzeugte Absehen, mit dem ein waffenmontiertes Zielfernrohr nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes zu den verbotenen Gegenständen zählt; § 52 WaffG stellt bereits das Innehaben unter Strafe. § 40 Abs. 3 WaffG privilegiert Jagdscheininhaber nach diesen Quellen nur bei Geräten ohne eigenes Absehen. Versendet wird ausschließlich an Genehmigungsinhaber und an Anschriften in Staaten mit abweichender Rechtslage. Dies ist keine Rechtsberatung.
Welches Nocpix Zielfernrohr hat das breiteste Bild bei 640 × 512?
Das ACE 2 H35R mit 21,9 × 17,6 Metern auf 100 Meter, entsprechend 12,6° × 10,1°. Das ACE 2 H50R kommt mit demselben Sensor auf 15,4 Meter, das Rico 2 H50R ebenfalls auf 15,4 Meter und das Rico 2 H75R auf 10,3 Meter. Grund ist die kurze Brennweite von 35 Millimetern: Je kürzer das Objektiv bei gleichem Sensor, desto breiter das Bild und desto geringer die Reichweite.
Warum vergrößert das ACE 2 H35R nur bis 20-fach?
Weil ein 35-mm-Objektiv weniger optische Grundlage bietet, auf der die elektronische Stufe aufbauen kann. Der optische Bereich reicht von 2- bis 4-fach, darüber schaltet die Elektronik bis 20-fach zu. Beim H50R mit 50 Millimetern sind es 24-fach, beim S60R mit 60 Millimetern 28-fach. Eine höhere Zahl im Datenblatt wäre hier im Feld nicht nutzbar, weil das Bild vorher grob wird.
Wie schwer ist das ACE 2 H35R und warum?
850 Gramm bei 367 × 65 × 92 Millimetern, das leichteste Modell der Reihe. Möglich macht das ein Gehäuse aus Magnesiumlegierung statt der Aluminiumlegierung der Vorgängergeneration; Nocpix beziffert den Gewichtsgewinn über die Reihe mit 25 Prozent. Die Rückstoßfreigabe bleibt trotzdem bei 7000 Joule.
Ist beim ACE 2 H35R eine Montage dabei?
Nein. Zum Lieferumfang gehören Heizziel zum Einschießen, Reinigungstuch, Kurzanleitung, USB-C Kabel, zwei 18650 Zellen, zwei Ersatzgummis für den Fokusknopf, Ladegerät und Transportkoffer. Eine Montage ist nicht enthalten, und welche Schnittstelle das Gerät nutzt, hat Nocpix bisher nicht veröffentlicht. Fragen Sie vor der Bestellung nach, damit das passende Teil mitgeliefert werden kann.
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