Nocpix Vista H35R Wärmebild-Monokular mit LRF
2.299,00 €
Das Nocpix Vista H35R zeigt mit 22 Metern auf 100 Meter das zweitbreiteste Bild der Vista Serie und ist damit das Gerät für Wald, Kirrung und kurze Distanzen. Der 640×512 Sensor sitzt hinter einem 35 mm Objektiv mit Blende 0,9, der Laserentfernungsmesser reicht bis 1200 Meter.
- 640×512 Sensor, 12 µm Pixelabstand, NETD unter 15 mK
- 35 mm Objektiv, Blende 0,9, 3-fache Grundvergrößerung
- 22 × 18 m Sichtfeld auf 100 Meter, Erkennung bis 1800 m
- Entfernungsmesser bis 1200 m, zwei Wechselakkus im Lieferumfang
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
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Kurze Brennweite heißt breites Bild, und im Wald zählt das mehr als Reichweite
Die Wahl zwischen dem H35R und dem längeren Vista H50R ist keine Frage von besser oder schlechter. Es ist eine Frage des Reviers, und sie entscheidet sich an zwei Zahlen.
Das H35R zeigt 22 Meter Breite auf 100 Meter, das H50R nur 15. Sieben Meter Unterschied klingen wenig und sind im Bestand viel: Ein Stück, das seitlich austritt, bleibt im Bild, statt außerhalb des Ausschnitts zu verschwinden. Sie schwenken weniger, und wer weniger schwenkt, verliert weniger Zeit und verrät sich seltener durch Bewegung.
Bezahlt wird das mit Reichweite. 1800 statt 2600 Meter Erkennungsreichweite, und die Grundvergrößerung beginnt bei dreifach statt vierfach. Im Wald stört beides nicht, weil Sie dort selten über 150 Meter ansprechen. Auf offenen Feldflächen stört es sehr wohl.
Eine praktische Regel aus der Beratung: Wer zwischen Wald und Feld wechselt, fährt mit dem 35er meist besser. Ein enges Bild kostet im Bestand mehr Gelegenheiten, als die Mehrreichweite auf der Fläche einbringt, solange Ihre Ansprechdistanzen unter 200 Metern liegen. Wer fast ausschließlich weite Flächen bejagt, dreht diese Rechnung um.
Noch breiter sehen Sie nur mit dem Vista S50R, das dank 1280×1024 Sensor auf 31 Meter kommt, allerdings in einer anderen Preisklasse.
Sensor, Optik und der Wert, der über die Serie gleich bleibt
Der 640×512-Sensor mit 12 µm Pixelabstand ist derselbe wie im H50R, H50 und H35. Was sich ändert, ist allein die Brennweite davor.
Die Blende 0,9 verdient Aufmerksamkeit, weil sie in Produktvergleichen untergeht. Die Blendenzahl geht quadratisch in die Signalmenge ein: Eine F0.9 Optik sammelt deutlich mehr Wärmestrahlung als eine F1.0 und noch einmal deutlich mehr als eine F1.2, wie sie in dieser Klasse häufig verbaut wird. Bei Nebel und geringem Temperaturunterschied ist das der Teil der Kette, der über sichtbar und unsichtbar entscheidet.
Der NETD-Wert von unter 15 mK ist bei allen fünf Modellen der Vista Serie gleich. Er beschreibt den kleinsten Temperaturunterschied, den das Gerät noch vom eigenen Rauschen trennt. Weil die Zahl über die Serie identisch ist, taugt sie nicht zur Modellwahl, wohl aber zum Vergleich mit anderen Herstellern. Nocpix nennt sie ohne die Kennzeichnung als Sensor- oder Systemwert, was den Vergleich erschwert. Die Einordnung liefert unser Beitrag zum NETD-Wert.
Dazu kommen 60 Hz Bildrate, die Schwenks im Bestand flüssig hält, und ein AMOLED-Display mit 2560×2560 Bildpunkten, das die Feinzeichnung bis in hohe Zoomstufen darstellt.
Handhabung, Akku und Einsatz im Bestand
Mit 640 Gramm und 190 × 67 × 79 Millimetern liegt das H35R angenehmer in der Hand als die 50er Modelle. Das kürzere Objektiv verlagert weniger Gewicht nach vorn, was beim längeren einhändigen Führen zählt. Nur das Vista H35 ohne Entfernungsmesser ist mit 600 Gramm noch leichter.
Die Laufzeit beträgt 4,5 Stunden je Akku bei 22 Grad. Zwei IBP-7 Akkus mit je 4400 mAh liegen bei, daraus ergeben sich rund neun Stunden Feldzeit, und der Wechsel geht ohne Werkzeug. Beachten Sie: Die Ausführung ohne Laser läuft mit 5,5 Stunden eine Stunde länger. Im Handel wird dieser Wert regelmäßig auf die Laserversionen geschrieben, was nicht stimmt.
Der Entfernungsmesser reicht bis 1200 Meter und arbeitet in Einzel- sowie Dauermessung. Im Wald messen Sie damit weniger Schussentfernungen als Geländeabstände, etwa bis zur gegenüberliegenden Bestandskante, und bei der Nachsuche die Distanz zum Anschuss.
Das Gehäuse trägt IP67, ist also staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt, und arbeitet von minus 20 bis plus 50 Grad. Geladen wird über USB-C. Aufnahmen landen auf 64 GB internem Speicher und lassen sich per WLAN in die Nocpix App übertragen. Der Augenabstand von 25 Millimetern reicht für Brillenträger.
Für beidäugiges Beobachten steht die Fernglasbauform der Quest Serie bereit, die dasselbe Sensorformat in zwei Okularen führt. Auch das Vista H50 ohne Laser ist eine Überlegung wert, wenn Sie Laufzeit über Messfunktion stellen. Noch leichtere Geräte mit Entfernungsmesser stehen in der Lumi LRF Serie. Alle Handgeräte der Marke finden Sie unter Nocpix Wärmebild-Monokulare, das komplette Programm im Nocpix Markenbereich. Aus dem Wettbewerb kommt das kompakte Pulsar Axion XG35 in Frage, deutlich leichter, aber ohne Laser und mit kleinerem Display.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Sensor | 640 × 512 |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | unter 15 mK, von Nocpix nicht als Sensor- oder Systemwert gekennzeichnet |
| Bildrate | 60 Hz |
| Objektiv | 35 mm, Blende 0,9 |
| Grundvergrößerung | 3-fach |
| Sichtfeld | 12,5° × 10,0°, 22 × 18 m auf 100 m |
| Erkennungsreichweite | 1800 m, Ziel 1,7 × 0,5 m, Erkennungswahrscheinlichkeit 99 % |
| Display | AMOLED, 2560 × 2560 |
| Augenabstand | 25 mm |
| Austrittspupille | 8 mm |
| Dioptrienausgleich | −4 bis +6 dpt |
| Entfernungsmesser | bis 1200 m, Einzel- und Dauermessung, Laserklasse 1 |
| Akku | 2 × IBP-7 Li-Ion, je 4400 mAh, wechselbar, im Lieferumfang |
| Laufzeit | 4,5 h je Akku bei 22 °C |
| Laden | USB-C |
| Schutzart | IP67 |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Aufnahme | Foto und Video mit Mikrofon |
| Drahtlos | WLAN, Nocpix App |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Gewicht | 640 g mit Akku |
| Maße | 190 × 67 × 79 mm |
Häufige Fragen
Vista H35R oder H50R, welches passt zu meinem Revier?
Für Wald, Kirrung und Ansprechdistanzen unter 150 Metern ist das H35R mit einem Sichtfeld von 22 Metern auf 100 Meter geeignet. Für offene Feldflächen das H50R mit 2600 statt 1800 Metern Erkennungsreichweite. Wer zwischen beidem wechselt, ist mit dem H35R meist besser bedient, weil ein enger Ausschnitt im Bestand mehr Gelegenheiten kostet als die Mehrreichweite auf der Fläche einbringt.
Wie breit sieht man mit dem Vista H35R?
22 Meter auf 100 Meter, entsprechend einem Bildwinkel von 12,5 Grad horizontal. Damit liegt es zwischen dem H50R mit 15 Metern und dem S50R mit 31 Metern. Die Breite hängt an der Brennweite: Ein kurzes Objektiv zeigt mehr Fläche, ein langes holt Entferntes näher.
Hat das Vista H35R einen Entfernungsmesser?
Ja, das R im Namen steht dafür. Er misst bis 1200 Meter und arbeitet in Einzel- und Dauermessung. Das Modell ohne Laser heißt Vista H35 und läuft dafür eine Stunde länger, nämlich 5,5 statt 4,5 Stunden je Akku.
Wie viel wiegt das Vista H35R?
640 Gramm mit eingesetztem Akku, bei Maßen von 190 × 67 × 79 Millimetern. Damit liegt es zwischen dem Vista H35 mit 600 Gramm und dem H50R mit 650 Gramm. Das kürzere Objektiv verlagert weniger Gewicht nach vorn als bei den 50er Modellen.
Reicht die Erkennungsreichweite von 1800 Metern für die Jagd?
Für Wald und Bestand deutlich. Die Angabe bezeichnet die Distanz, auf der das Gerät eine Wärmequelle von 1,7 × 0,5 Metern registriert, nicht die Ansprechdistanz. Wildart, Stück und Geschlecht bestimmen Sie sehr viel früher, meist innerhalb der ersten paar Hundert Meter.
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