Nocpix Lumi H35 Wärmebild-Monokular

1.399,00 €

Das Nocpix Lumi H35 bringt einen 640×512 Sensor auf 345 Gramm. Es nutzt dieselbe Sensor- und Objektivkombination wie das Lumi H35R und das Vista H35, verzichtet aber auf den Laserentfernungsmesser und ist dadurch das leichteste 640er Gerät in unserem Nocpix Sortiment.

  • 640×512 Sensor, 12 µm Pixelabstand, NETD unter 18 mK
  • 35 mm Objektiv, Blende 0,9, 22 × 16 m Sichtfeld auf 100 m
  • 345 g mit Akku, Erkennung bis 1800 m
  • Zwei wechselbare 18650-Zellen im Lieferumfang
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig

Beschreibung

Dreimal derselbe Sensor, dreimal ein anderes Gewicht

Nocpix verbaut die Kombination aus 640 × 512 Sensor und 35 mm F0.9 Objektiv in drei Geräten unseres Sortiments. Die Bildgrundlage ist bei allen dieselbe, das Gewicht nicht.

Lumi H35 Lumi H35R Vista H35
Gewicht mit Akku 345 g 385 g 600 g
Entfernungsmesser Nein 800 m Nein
NETD unter 18 mK unter 18 mK unter 15 mK
Bildrate 50 Hz 50 Hz 60 Hz
Display 1024 × 768 1024 × 768 2560 × 2560
Laufzeit je Zelle 4,5 h 4,5 h 5,5 h
Speicher 32 GB 32 GB 64 GB

Dieses Gerät ist das leichteste der drei, und der Abstand zum Vista H35 beträgt 255 Gramm. Das sind über vierzig Prozent, bei identischem Sensor und gleichartigem Objektiv.

Wofür Sie diese 255 Gramm eintauschen, ist ehrlich benannt: einen besseren NETD-Wert, ein deutlich höher auflösendes Display, 60 statt 50 Hz und eine Stunde mehr Laufzeit. Wer viel pirscht, das Gerät stundenlang in der Hand führt oder es in der Jackentasche mitnimmt, entscheidet zugunsten der Lumi. Wer vom Hochsitz beobachtet und das Gerät ablegen kann, entscheidet zugunsten der Vista.

Gegenüber dem Lumi H35R verzichten Sie allein auf den Laser und sparen dafür 40 Gramm. Der Lieferumfang unterscheidet sich ebenfalls: zwei 18650 Zellen statt drei.

Der weiteste Blick unter den 640er Lumi

Innerhalb der Lumi Serie hat das H35 zusammen mit dem H35R das breiteste Bild aller Geräte mit 640er Sensor: 22 Meter auf 100 Meter bei 2,5-facher Grundvergrößerung.

Das liegt an der Sensorfläche. Ein 640×512 Chip mit 12 µm misst 7,7 Millimeter in der Breite. Hinter dem 35 mm Objektiv ergibt das 12,5 Grad Bildwinkel. Das Lumi L35 mit demselben Objektiv, aber kleinerem 384er Sensor kommt nur auf 7,5 Grad und 13 Meter, weil sein Chip schmaler ist.

Praktisch heißt das: Mit dem H35 suchen Sie eine Wiese in einem Schwenk ab, wo das L35 zwei braucht. Im Bestand bleibt seitlich austretendes Wild im Bild. Die niedrige Grundvergrößerung von 2,5-fach hilft dabei zusätzlich, weil Sie erst heranzoomen, wenn Sie etwas gefunden haben.

Die Erkennungsreichweite von 1800 Metern ist dieselbe wie beim L35, und das überrascht viele: Sie hängt am Objektiv und am Temperaturunterschied, nicht an der Sensorauflösung. Nocpix nennt die Bedingung mit, nämlich ein Ziel von 1,7 × 0,5 Metern bei 99 Prozent Erkennungswahrscheinlichkeit. Ansprechen können Sie deutlich früher, grob bei einem Drittel dieser Distanz.

Bildkette, Akku und Alltag

Zum NETD-Wert von unter 18 mK ist eine Einordnung notwendig, da im Handel fälschlicherweise ein Wert unter 15 mK für dieses Modell angegeben wird. Der echte Wert ist 18, und das ist für die Preisklasse angenehm. Die Zahl beschreibt den kleinsten Temperaturunterschied, den das Gerät noch vom eigenen Rauschen trennt. Drei Millikelvin Unterschied zur Vista Reihe merken Sie bei klarer Kälte nicht, bei Nieselregen im November schon. Was die Angabe genau bedeutet, steht in unserem Beitrag zum NETD-Wert.

Die Blende 0.9 ist der Teil der Kette, der in Vergleichen untergeht. Weil die Blendenzahl quadratisch in die Signalmenge eingeht, sammelt diese Optik erheblich mehr Wärmestrahlung als die F1.0- und F1.2 Objektive, die in dieser Gewichtsklasse üblich sind.

Beim Akku gibt es einen Punkt, den kaum eine Händlerseite nennt: Die 18650 Zellen werden im externen Ladegerät geladen, nicht im Gerät. Über USB-C nimmt das Gerät nur Betriebsstrom auf, etwa aus einer Powerbank, lädt dabei aber die eingelegte Zelle nicht. Bei der Vista Serie ist das anders. Zwei Zellen liegen bei, je 4,5 Stunden.

Der Vorteil dieses Konzepts: 18650-Zellen sind Standardware, günstig und überall zu bekommen. Wer lange Nächte plant, kauft einfach zwei weitere dazu.

Schutzart IP67, Betrieb von minus 20 bis plus 50 Grad, Maße 143 × 47 × 74 Millimeter, 32 GB Speicher und WLAN zur Nocpix App. Die Austrittspupille von 10 Millimetern macht den Einblick verzeihend, der Augenabstand von 25 Millimetern reicht für Brillenträger.

Kleinere Geräte der Reihe sind das Lumi L19 und das Lumi P13. Geräte mit Laser stehen in der Lumi LRF Serie, beidäugige in der Quest Serie. Alle Handgeräte finden Sie unter Nocpix Wärmebild-Monokulare, das komplette Programm im Nocpix Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor 640 × 512
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 18 mK, von Nocpix nicht als Sensor- oder Systemwert gekennzeichnet
Bildrate 50 Hz
Objektiv 35 mm, Blende 0,9
Grundvergrößerung 2,5-fach
Vergrößerungsbereich 2,5- bis 20-fach
Sichtfeld 12,5° × 9,4°, 22 × 16 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 1800 m, Ziel 1,7 × 0,5 m, Erkennungswahrscheinlichkeit 99 %
Display AMOLED, 1024 × 768
Augenabstand 25 mm
Austrittspupille 10 mm
Dioptrienausgleich −5 bis +5 dpt
Entfernungsmesser Keiner, siehe Lumi H35R
Akku wechselbare 18650 Li-Ion Zellen, 2 Stück im Lieferumfang
Laufzeit 4,5 h je Zelle
Laden externes Ladegerät über USB-C, kein Laden im Gerät
Schutzart IP67
Interner Speicher 32 GB
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 345 g mit Akku
Maße 143 × 47 × 74 mm

Häufige Fragen

Welchen NETD-Wert hat das Nocpix Lumi H35?

Unter 18 mK. Im Handel und in Herstellerkatalogen kursiert für dieses Modell teils unter 15 mK, das ist falsch und gehört zur Vista Serie. Nocpix gibt für alle Lumi Modelle unter 18 mK an, allein für das P13 unter 20 mK.

Was ist der Unterschied zwischen Lumi H35 und Vista H35?

Sensor und Objektiv sind identisch, nämlich 640×512 bei 12 µm hinter 35 mm F0.9. Das Lumi H35 wiegt 345 Gramm, das Vista H35 wiegt 600. Dafür hat das Vista den besseren NETD-Wert von unter 15 mK, ein Display mit 2560×2560 statt 1024×768, 60 statt 50 Hz und 5,5 statt 4,5 Stunden Laufzeit.

Wie viele Akkus gehören zum Lumi H35?

Zwei wechselbare 18650 Zellen. Die Lumi Modelle mit Laserentfernungsmesser werden mit drei Zellen geliefert. Jede Zelle trägt 4,5 Stunden, und geladen wird ausschließlich im externen Ladegerät, nicht im Gerät.

Warum haben Lumi H35 und L35 dieselbe Reichweite?

Weil die Erkennungsreichweite am Objektiv hängt und nicht an der Sensorauflösung. Beide tragen dasselbe 35 mm F0.9 Objektiv und erreichen 1800 Meter. Unterschiedlich ist das Sichtfeld: 22 Meter beim H35 gegenüber 13 Metern beim L35, weil der größere Sensor eine breitere Fläche erfasst.

Ist das Lumi H35 für die Pirsch geeignet?

Ja, besonders. Mit 345 Gramm ist es das leichteste 640er Gerät im Nocpix Programm, und die 2,5-fache Grundvergrößerung mit 22 Metern Sichtfeld passt zum Suchen in Bewegung. Wer stattdessen vom Hochsitz beobachtet und das Gerät auflegen kann, gewinnt mit einem Vista Modell mehr.


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