Nocpix Quest L35R Wärmebild-Fernglas mit LRF

1.699,00 €

Das Nocpix Quest L35R ist der Einstieg in die Quest Ferngläser. Es nutzt einen 384×288 Sensor hinter derselben lichtstarken 35 mm F0.9 Optik wie das H35R und hat mit fünffacher Grundvergrößerung die höchste der Reihe. Mit 700 Gramm gehört es zu den leichtesten Quest Modellen.

  • 384×288 Sensor, 12 µm Pixelabstand, NETD unter 15 mK
  • 35 mm Objektiv, Blende 0,9, 5-fache Grundvergrößerung
  • Erkennung bis 1800 m, Entfernungsmesser bis 1000 m
  • 700 g, Akkuwechsel im laufenden Betrieb
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig

Beschreibung

Fünffach ab Werk: das am stärksten vergrößernde Quest

Dieses Gerät ist innerhalb der Reihe der Spezialist, und man erkennt das an der Grundvergrößerung.

Fünffach ab Werk, mehr als jedes andere Quest Modell: Das Quest S50R beginnt bei zweifach, das Quest H35R bei dreifach, das Quest H50R bei vierfach. Nach oben reicht es bis 40-fach.

Der Grund liegt im Sensor. Ein 384×288 Chip mit 12 µm misst 4,6 Millimeter in der Breite, ein 640×512 Chip 7,7. Hinter derselben 35-mm-Brennweite erfasst die kleinere Fläche einen engeren Bildwinkel, und ein engerer Bildwinkel bedeutet automatisch mehr Vergrößerung bei weniger Übersicht.

In Zahlen: 13 × 10 Meter Sichtfeld auf 100 Meter, gegenüber 22 × 18 Metern beim H35R mit demselben Objektiv.

Für wen das passt: Wer einen festen Ansitz hat, eine Kirrung kontrolliert oder einen bekannten Wechsel beobachtet, weiß, wohin er schaut. Dort ist der engere Ausschnitt kein Nachteil, und die hohe Grundvergrößerung liefert mehr Detail auf dem Ziel, ohne dass Sie zoomen müssen.

Für wen es nicht passt: Wer Flächen absucht oder mit bewegtem Wild arbeitet. Dafür ist das H35R mit fast doppelter Blickbreite die richtige Wahl, bei gleichem Gewicht und gleicher Optik.

Die Erkennungsreichweite bleibt bei 1800 Metern, identisch mit dem H35R. Das überrascht, ist aber folgerichtig: Wie weit ein Gerät eine Wärmequelle wahrnimmt, hängt an der Optik und am Temperaturunterschied, nicht an der Bildpunktzahl. Beide tragen dasselbe 35 mm F0.9 Objektiv.

Was Sie hier nicht abgeben

Beim Einstiegsmodell einer Reihe erwartet man Abstriche über die ganze Ausstattung. Bei diesem Gerät sind sie auf den Sensor beschränkt.

Dieselbe Optik. 35 mm mit Blende 0.9, identisch mit dem H35R. Weil die Blendenzahl quadratisch in die Signalmenge eingeht, ist eine F0.9 Optik der Grund, warum diese Geräte bei Nebel und geringem Kontrast über ihrer Preisklasse arbeiten. Die beiden 50-mm-Quest arbeiten sogar mit der lichtschwächeren Blende 1.1.

Dieselben Displays. Zwei runde AMOLED mit je 1920×1200 Bildpunkten bei 60 Hz, wie bei allen vier Modellen. Hier spart Nocpix nicht.

Dieselbe Stromversorgung. Fest verbauter Akku mit 4200 mAh plus wechselbare 18650 Zelle mit 3850 mAh, Wechsel im laufenden Betrieb, weil der interne Akku überbrückt. Bis zu sechs Stunden Dauerbetrieb, über acht mit Display-Abschaltung.

Dieselbe Robustheit und derselbe Speicher. IP67 mit dreißig Minuten in einem Meter Wassertiefe, 64 GB, Betrieb von minus 20 bis plus 50 Grad.

Dieselbe Einblickqualität. Austrittspupille 10 Millimeter, Augenabstand 25 Millimeter, Dioptrienausgleich von minus fünf bis plus fünf je Okular getrennt. Die Okulare lassen sich im Abstand an Ihre Augen anpassen.

Denselben Entfernungsmesser. Bis 1000 Meter bei 905 Nanometern, Genauigkeit rund ein Meter.

Und nach Nocpix Angabe denselben NETD-Wert von unter 15 mK wie die drei höherwertigen Modelle. Dazu gehört ein Hinweis, den wir offen aussprechen: In der Lumi Reihe von Nocpix liegen die 384er Modelle bei unter 18 mK, und dass ein 384er Sensor hier denselben Wert wie ein 1280er erreicht, ist ungewöhnlich. Nocpix nennt unter 15 mK auf vier eigenen Quellen in drei Sprachen, deshalb steht dieser Wert hier. Wir haben eine Rückfrage beim Distributor angestoßen. Was der NETD-Wert überhaupt aussagt, erklären wir gesondert.

Zwei Augen statt einem, auch beim Einstieg

Der eigentliche Unterschied zu einem gleich teuren Monokular liegt nicht in den Zahlen, sondern in der Bauform.

Beim beidäugigen Beobachten bleiben beide Augen in derselben Dunkeladaption. Einäugig muss sich das freie Auge nach jedem Absetzen neu anpassen, und über einen langen Ansitz ermüdet das messbar. Wer mehrere Stunden am Stück beobachtet, merkt den Unterschied deutlicher als jede Sensorzeile im Datenblatt.

Dazu kommt die Austrittspupille von 10 Millimetern, die bei zwei Okularen wichtiger ist als bei einem: Sie müssen beide Augen gleichzeitig treffen, und ein großer Einblick verzeiht dabei eine ungenaue Kopfhaltung.

Wer die Bauform nicht braucht und stattdessen Gewicht sparen will, findet in der Lumi Serie einäugige Geräte ab 310 Gramm, allerdings mit einfacherem Display und höherem NETD-Wert. Die Zwischenstufe ist die Vista Serie mit 600 bis 690 Gramm, etwa das Vista H35R mit demselben 35-mm-Objektiv.

Alle vier Ferngläser stehen in der Quest Serie, das Gesamtprogramm im Nocpix Markenbereich. Markenübergreifend finden Sie Ferngläser unter Wärmebildferngläser, mit dem Pulsar Merger LRF XL50 als Alternative mit größerem Sensor.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauform Fernglas mit zwei Okularen
Sensor 384×288
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 15 mK nach Nocpix Angabe, siehe Abschnitt 8
Bildrate 60 Hz
Objektiv 35 mm, Blende 0.9
Grundvergrößerung 5-fach, höchste der Quest Reihe
Vergrößerungsbereich 5 bis 40-fach
Sichtfeld 7,5° × 5,7°, 13 × 10 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 1800 m, Zielgröße von Nocpix nicht angegeben
Display zwei runde AMOLED, je 0,72 Zoll, je 1920×1200
Augenabstand (Eye Relief) 25 mm
Austrittspupille 10 mm
Dioptrienausgleich −5 bis +5 dpt, je Okular getrennt
Pupillendistanz von Nocpix nicht angegeben, Okulare verstellbar
Entfernungsmesser bis 1000 m, 905 nm, Genauigkeit rund ±1 m
Akku fest verbaut 4200 mAh plus wechselbare 18650 Zelle mit 3850 mAh, Wechsel im Betrieb
Laufzeit bis 6 h Dauerbetrieb, über 8 h mit Display-Abschaltung
Laden USB-C im Gerät, externes Ladegerät im Lieferumfang
Schutzart IP67, 1 m für 30 min
Interner Speicher 64 GB
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 700 g, Bezug von Nocpix nicht angegeben
Maße 175,4 × 138 × 66 mm

Häufige Fragen

Was unterscheidet das Quest L35R vom Quest H35R?

Nur der Sensor und dessen Folgen. Das L35R hat 384 × 288 Bildpunkte und zeigt 13 Meter Breite auf 100 Meter bei fünffacher Grundvergrößerung, das H35R hat 640 × 512 und zeigt 22 Meter bei dreifacher. Objektiv, Blende, Reichweite von 1800 Metern, Display, Akku, Entfernungsmesser, Gewicht und Schutzart sind bei beiden gleich.

Warum vergrößert das günstigste Quest am stärksten?

Weil der kleinere Sensor hinter derselben Brennweite einen engeren Bildwinkel erfasst. Ein 384×288 Chip ist 4,6 Millimeter breit, ein 640×512-Chip 7,7 Millimeter. Der engere Ausschnitt bedeutet automatisch mehr Vergrößerung, in diesem Fall fünffach ab Werk, und weniger Übersicht.

Für welchen Einsatz eignet sich das Quest L35R?

Für festen Ansitz, Kirrung und bekannte Wechsel, also überall dort, wo Sie wissen, wohin Sie schauen. Die fünffache Grundvergrößerung liefert Detail auf dem Ziel ohne Zoomen. Zum Absuchen weiter Flächen ist das Sichtfeld von 13 Metern zu schmal, dafür ist das H35R die passende Wahl.

Welchen NETD-Wert hat das Quest L35R?

Nocpix gibt unter 15 mK an, auf der englischen und deutschen Produktseite, auf nocpix.de und auf den Einzelproduktseiten. Bemerkenswert ist, dass die 384er Modelle der Lumi Reihe bei unter 18 mK liegen. Wir führen den von Nocpix veröffentlichten Wert und haben eine Bestätigung beim Distributor angefragt.

Spare ich mit dem Quest L35R bei der Ausstattung?

Nur beim Sensor. Optik, Displays, Akkukonzept mit Wechsel im Betrieb, Entfernungsmesser, Speicher, Schutzart IP67 und Einblickqualität sind mit den höherwertigen Quest Modellen identisch. Bei den 50-mm-Modellen der Reihe ist die Optik mit Blende 1.1 sogar lichtschwächer als die F0.9 hier.

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