ThermTec Cyclone 625 Wärmebild-Monokular
1.249,00 €
Das ThermTec Cyclone 625 setzt einen 640×512 Sensor hinter das 25 mm Objektiv und ist damit das einzige Modell der Serie, das ein weites Bildfeld und 1300 Meter Reichweite gleichzeitig bietet. Es wiegt rund 260 Gramm ohne Akku und bleibt im Taschenformat.
- 640 × 512 Sensor, 12 µm, NETD 20 mK bei 300 K
- 30,6 m Sichtfeld auf 100 m und zugleich 1300 m Reichweite
- AMOLED-Display mit 1024 × 768 Punkten
- Rund 260 g ohne Akku, zwei Wechselzellen im Lieferumfang
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Das einzige Gerät der Serie, das beides kann
Innerhalb der Cyclone Serie müssen Sie sich bei den beiden kleineren Modellen entscheiden. Das Cyclone 315 gibt Ihnen 30,7 Meter Bildbreite auf 100 Meter, reicht aber nur 750 Meter. Das Cyclone 325 reicht 1300 Meter, zeigt dafür nur 18,4 Meter. Das 625 hebt diese Entscheidung auf.
Der Grund liegt in einer Rechnung, die im Datenblatt nicht sichtbar wird. Sichtfeld entsteht aus Sensorbreite geteilt durch Brennweite. Das 315 hat 384 Bildpunkte mal 12 Mikrometer, also 4,61 Millimeter, hinter 15 Millimetern. Das 625 hat 640 Bildpunkte mal 12 Mikrometer, also 7,68 Millimeter, hinter 25 Millimetern. Beide Brüche ergeben denselben Wert, und deshalb zeigen beide Geräte 17,5 Grad waagerecht, also rund 30,6 Meter auf 100 Meter. Senkrecht ist das 625 mit 14,0 gegen 13,1 Grad sogar etwas höher.
Die Reichweite dagegen folgt allein der Brennweite, und die beträgt hier wie beim 325 25 Millimeter. Daraus ergeben sich 1300 Meter Entdeckungsreichweite. Sie erhalten also das Sichtfeld des kleinsten und die Reichweite des mittleren Modells in einem Gerät, dazu rund die dreifache Zahl an Bildpunkten. Genau das ist der Kaufgrund für dieses Modell, und keine deutsche Seite schreibt ihn auf.
Was der größere Sensor zusätzlich leistet: Er verteilt dasselbe Bildfeld auf 327.680 statt 110.592 Punkte. Bei gleichem Ausschnitt erkennen Sie feinere Umrisse, Läufe, Haupt und Körperlinie treten früher hervor, und der Digitalzoom in den Stufen 2 und 4 bleibt länger brauchbar, weil mehr Ausgangsdaten vorhanden sind. Die Grundvergrößerung liegt bei 1,4-fach, mit Zoom also bis 5,6-fach.
Laufzeit: drei Quellen, drei Zahlen, und die niedrigste stammt aus dem Feld
Hier steht die wichtigste Einschränkung dieser Seite, und sie steht bewusst nicht im Kleingedruckten.
| Quelle | Laufzeit je Zelle |
|---|---|
| ThermTec Serientabelle | 10 Stunden |
| Deutscher Händler | 8 Stunden |
| Deutscher Feldtest, Normalbetrieb | 5 bis 6 Stunden |
| Deutscher Feldtest, Sparmodus | 8 Stunden |
Die Werbeaussage der Serie lautet zwanzig Stunden über zwei Akkus. Rechnen Sie für dieses Modell im Normalbetrieb lieber mit zehn bis zwölf Stunden über beide Zellen, und mit sechzehn, wenn Sie den Sparmodus nutzen. Für eine Nacht reicht das in jedem Fall, für ein Wochenende ohne Ladegelegenheit sollten Sie eine dritte Zelle mitnehmen.
Dass die Zahl beim größten Serienmodell niedriger liegt, ist plausibel: Der 640×512 Sensor liest mehr als dreimal so viele Punkte je Bild aus, und das kostet Strom. ThermTec trägt in der Serientabelle dennoch für alle drei Modelle denselben Wert ein. Wir nennen deshalb alle Quellen statt einer.
Geladen wird über USB-C, gewechselt werden die 18650 Zellen ohne Werkzeug, beide liegen bei.
Bedienung, Gehäuse und Einordnung im Programm
Das AMOLED-Display zeigt 1024×768 Punkte. Der interne Speicher fasst 32 Gigabyte für Foto und Video, ein WLAN-Hotspot überträgt das Material an die ThermTec Outdoor App. Das Gerät wiegt rund 260 Gramm ohne Akku bei 136 mal 76 mal 54 Millimetern und ist nach IP67 dicht.
Das Objektiv ist fest auf 25 Millimeter ausgelegt, es gibt keine zweite Linse und keinen optischen Zoomwechsel. Wenn Sie das brauchen, führt der Weg zum Wild 650DL Pro mit echtem Doppelobjektiv. Ein Laserentfernungsmesser fehlt ebenfalls, serienweit; die Cyclops 3.0 Serie und die Wild Pro Reihe messen bis 1000 Meter.
Beim NETD-Wert ist eine Einordnung nötig, weil im Handel zwei Zahlen kursieren. ThermTec nennt 20 mK bei 300 Kelvin, und der deutsche Feldtest bestätigt das. Drei deutsche Händler schreiben unter 18 mK, was dem Wert der Wild Reihe entspricht und hier nicht hingehört. Zwischen 20 und 18 mK liegen im Feld ohnehin keine sichtbaren Welten, aber eine Produktseite sollte die Herstellerangabe tragen. Was der NETD-Wert aussagt, erklärt ein eigener Beitrag.
Im Programm steht dieses Gerät an der Spitze der Einstiegslinie: Die vollständige Cyclone Serie hat drei Modelle, darüber setzen die Cyclops 3.0 und die Wild Familie an. Alle Handgeräte stehen unter ThermTec Wärmebild-Monokulare, das Gesamtprogramm im ThermTec Bereich. Vergleichbare Geräte anderer Marken sind das Nocpix Lumi H35, das Pulsar Axion XG35 Compact und die Handgeräte von HIKMICRO.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Sensor | 640×512, VOx, siehe Abschnitt 8 |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | 20 mK bei 300 K, abweichende Händlerangaben siehe Abschnitt 8 |
| Objektiv | 25 mm, Blende F1.0, fest |
| Grundvergrößerung | 1,4-fach |
| Digitalzoom | 1-, 2- und 4-fach, gesamt bis 5,6-fach |
| Sichtfeld | 17,5° × 14,0°, rund 30,6 × 24,6 m auf 100 m, nachgerechnet und bestätigt |
| Entdeckungsreichweite | 1300 m, Erkennungswahrscheinlichkeit von ThermTec nicht angegeben |
| Erkennungsreichweite | von ThermTec nicht gesondert angegeben |
| Display | AMOLED, 1024×768 |
| Entfernungsmesser | keiner, serienweit nicht verfügbar |
| Aufnahme | Foto und Video, WLAN-Hotspot, ThermTec Outdoor App |
| Akku | 2 wechselbare 18650 Zellen, beide im Lieferumfang |
| Laufzeit | 10 h je Zelle laut ThermTec, im Feldtest 5 bis 6 h, siehe Tabelle oben |
| Laden | USB-C |
| Schutzart | IP67 |
| Interner Speicher | 32 GB |
| Gewicht | rund 260 g ohne Akku |
| Maße | 136 × 76 × 54 mm |
| Garantie | 3 Jahre |
Häufige Fragen
Hat das ThermTec Cyclone 625 einen 640×512 oder einen 384×288 Sensor?
640 × 512. Die Modellbezeichnung sagt es bereits: Die erste Ziffer steht bei ThermTec für die Sensorklasse, die zweite für die Brennweite, also 640er Sensor mit 25 Millimetern. Bestätigt wird das von ThermTecs eigener Produktseite, von einem deutschen Feldtest und von mehreren Händlern. Dass die Verwechslung überhaupt auftritt, liegt an ThermTecs Serienübersicht, die in der Sensorzeile für alle drei Modelle 384 × 288 einträgt und damit den Wert der kleineren Geräte auf das 625 überträgt.
Warum ist das Cyclone 625 besser als das 325, wenn beide 1300 Meter erreichen?
Weil die Reichweite gleich bleibt, das Bildfeld aber deutlich größer wird. Beide Geräte tragen ein 25 mm Objektiv, und die Reichweite folgt der Brennweite. Der größere Sensor des 625 nimmt hinter derselben Optik einen breiteren Ausschnitt auf, nämlich rund 30,6 statt 18,4 Meter auf 100 Meter, und löst ihn mit dreimal so vielen Bildpunkten auf. Sie suchen also schneller und erkennen Umrisse früher, bei gleicher Reichweite.
Wie lange läuft das Cyclone 625 tatsächlich?
ThermTec nennt zehn Stunden je Zelle, ein deutscher Händler acht, und ein deutscher Feldtest kommt im Normalbetrieb auf fünf bis sechs Stunden sowie im Sparmodus auf acht. Rechnen Sie mit zwei Zellen also realistisch mit zehn bis zwölf Stunden Feldzeit, im Sparmodus mit sechzehn. Der höhere Verbrauch gegenüber den kleineren Serienmodellen ist erwartbar, weil der 640×512 Sensor je Bild mehr als dreimal so viele Punkte ausliest.
Ist das Cyclone 625 in Deutschland ohne Erlaubnis erhältlich?
Ja. Es handelt sich um ein Beobachtungsgerät ohne Absehen und ohne Vorrichtung zur Montage an einer Waffe, weshalb die Verbotsvorschrift für Nachtzieltechnik in Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes es nicht erfasst. Erwerb und Besitz benötigen keine Erlaubnis. Von dieser Frage getrennt zu betrachten ist die Verwendung bei der Jagd, die § 19 des Bundesjagdgesetzes und die Jagdgesetze der Länder regeln; welche Hilfsmittel im Revier zulässig sind, entscheidet danach Ihr Bundesland. Dies ist keine Rechtsberatung.
Kann man beim Cyclone 625 zwischen zwei Brennweiten umschalten?
Nein. Das Objektiv ist fest auf 25 Millimeter ausgelegt, ein zweites Objektiv gibt es nicht. Die Zoomstufen 2 und 4 sind digital, sie vergrößern die vorhandenen Bildpunkte, ohne neue zu gewinnen. Ein echter optischer Wechsel zwischen zwei Brennweiten findet sich bei ThermTec nur im Wild 650DL Pro mit 25 und 50 Millimetern.
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