ThermTec Oryx 650L Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF

3.749,00 €

Das ThermTec Oryx 650L ist das Spitzenmodell: 50 Millimeter auf einem 640×512 Sensor, 3,7-fache Grundvergrößerung und mit 0,24 Milliradiant je Bildpunkt das feinste Raster aller Zielfernrohre im Sortiment. Dazu ein Laser bis 1200 Meter.

  • 0,24 mrad je Bildpunkt, ein Drittel feiner als bei 35 mm
  • 50 mm Objektiv, 640 × 512, NETD höchstens 15 mK
  • Display 2560×2560 auf 1,03 Zoll, Augenabstand 60 mm
  • Laserentfernungsmesser bis 1200 m, ±1 Meter
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig

Beschreibung

Rechtlicher Hinweis: Lieferung nur nach Österreich

Nach Deutschland und in die Schweiz liefern wir nicht. Deutschland behandelt ein Zielfernrohr mit eigenem Absehen und Waffenmontage als verbotene Waffe nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG, und § 40 Abs. 3 WaffG nimmt davon allein Vorsätze und Aufsätze ohne eigenes Absehen aus. In der Schweiz stehen Nachtsichtzielgeräte auf der Liste des verbotenen Waffenzubehörs, der Erwerb verlangt eine Bewilligung des kantonalen Waffenbüros, und für die Jagd gilt das Verbot aus Art. 2 Bst. e der Jagdverordnung.

In Österreich dürfen Sie das Gerät erwerben; über die jagdliche Verwendung entscheidet Ihr Bundesland. Die Ländertabelle steht auf der Oryx Serienseite. Dies ist keine Rechtsberatung.

Was 0,24 Milliradiant je Bildpunkt bedeuten

Für die Frage, auf welche Entfernung Sie ein Stück beurteilen können, zählt weder die Reichweitenangabe noch die Vergrößerung, sondern wie viele Bildpunkte auf das Stück fallen. Dieser Wert ergibt sich aus Pixelabstand geteilt durch Brennweite und beträgt hier 0,24 Milliradiant.

In Zentimetern, und das ist die brauchbarere Form:

Entfernung Oryx 650L, 50 mm Modelle mit 35 mm
100 m 2,4 cm je Bildpunkt 3,4 cm
200 m 4,8 cm 6,9 cm
300 m 7,2 cm 10,3 cm
400 m 9,6 cm 13,7 cm

Ein Rehkörper von rund 70 Zentimetern wird mit diesem Gerät auf 300 Meter noch von etwa zehn Bildpunkten in der Breite erfasst; bei 35 Millimetern ist dieser Punkt schon bei 200 Metern erreicht. Weil ein sicheres Ansprechen erfahrungsgemäß zehn bis zwanzig Bildpunkte über die Zielbreite verlangt, liegt die praktische Grenze je nach Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und Wildart bei 250 bis 400 Metern.

Bezahlt wird das mit Bildfeld: 8,8 mal 7,0 Grad, auf 100 Meter also 15,4 mal 12,3 Meter, gegenüber 21,9 Metern beim Schwestermodell mit 35 Millimetern. Zum Absuchen ist dieses Gerät also schwächer, zum Beurteilen auf Distanz deutlich stärker.

Die Reviereignung folgt daraus: offene Feldflächen, Agrarland, weite Schneisen und alles, wo Sie regelmäßig über 200 Meter ansprechen. Für Waldrand, dichten Bestand und bewegtes Wild auf kurze Distanz ist das Oryx 635L die bessere Wahl.

Die Grundvergrößerung beträgt 3,7-fach, mit dem Digitalzoom bis vierfach also rechnerisch 14,8-fach. Die Herstellerangabe zur Entdeckung lautet 2600 Meter und folgt wie im ganzen Programm etwa 50 Metern je Millimeter Brennweite, hier von 2500 aufgerundet. Sie beschreibt das Erscheinen einer Wärmequelle im Bild, nicht das Ansprechen.

Display, Okular und Ausdauer

Das OLED-Display misst 1,03 Zoll und zeigt 2560 mal 2560 Punkte, also rund 6,6 Millionen gegenüber 1,92 Millionen bei der Ibex Klasse. Bei 3,7-facher Grundvergrößerung und zusätzlichem Digitalzoom ist das der Punkt, an dem sich die feine Rasterung auszahlt: Was Sie sehen, begrenzt der Sensor und nicht die Anzeige.

Der Augenabstand von 60 Millimetern ist der großzügigste in Ihrem Zielfernrohrsortiment und bei einem Gerät, das 6000 Joule Rückstoß verträgt, kein Nebenaspekt: Er entscheidet darüber, wie viel Luft zwischen Okular und Augenbraue bleibt.

Zwei wechselbare 21700-Zellen mit je 6000 Milliamperestunden gehören zum Lieferumfang und tragen bis zu acht Stunden, zusammen also rund sechzehn. Der Start dauert nach Herstellerangabe drei Sekunden. Dazu 64 Gigabyte Speicher und ein Betriebsbereich von minus 20 bis plus 50 Grad.

Mit 1100 Gramm ohne Akku bei 397 mal 87 mal 74 Millimetern ist dies das größte und schwerste Gerät Ihres Zielfernrohrsortiments. Auf einer Drückjagdwaffe wäre das zu viel; auf einer Ansitzbüchse mit Zweibein spielt es keine Rolle.

Entfernungsmesser, Einschießen und Einordnung

Der Laserentfernungsmesser misst bis 1200 Meter mit ±1 Meter Genauigkeit und speist einen Ballistikrechner, der nach Herstellerangabe erst nach dem Einschießen sinnvoll arbeitet. Bei einem Gerät, dessen Stärke das Ansprechen auf 300 Meter ist, gehören Messung und Ballistik zur Aufgabe und nicht zur Zusatzausstattung.

Zum Einschießen dienen sechs Profile, manuell oder über die Freeze-Funktion; montiert wird über Standardringe mit 30 Millimetern bei 6000 Joule zugelassener Rückstoßenergie. Der Fokus sitzt als Rad oben am Mittelturm.

Beide Modelle der Oryx Serie teilen sich Sensor, Display, Akku und Ausstattung und unterscheiden sich allein in Brennweite und Blende. Deutlich günstiger und leichter ist die Ibex Serie, deren stärkstes Modell das Ibex 635L ist.

Für Deutschland und die Schweiz sind Vorsatzgeräte zulässig, etwa das Hunt 650 Pro mit derselben Brennweite aus der Hunt Pro Serie. Beobachtungsgeräte wie das Wild 650L sind überall erlaubt; alle Handgeräte listet ThermTec Wärmebild-Monokulare, das Sortiment der ThermTec Bereich. Weitere Marken: Pulsar und Nocpix. Zur Rechtslage siehe die Rechtsübersicht Wärmebildtechnik.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich
Sensor 640 × 512, ungekühlter Mikrobolometer
Pixelabstand 12 µm
NETD höchstens 15 mK
Bildrate 50 Hz
Objektiv 50 mm, Blende F0.9 oder F0.8 je Quelle, siehe Abschnitt 8
Grundvergrößerung 3,7-fach
Digitalzoom 1- bis 4-fach, gesamt bis 14,8-fach
Sichtfeld 8,8° × 7,0°, 15,4 × 12,3 m auf 100 m, nachgerechnet
Winkel je Bildpunkt 0,24 mrad, feinster Wert im Zielfernrohrsortiment
Entdeckungsreichweite 2600 m, Rechenwert des Herstellers
Laserentfernungsmesser bis 1200 m, ±1 m
Ballistikrechner Ja, erst nach dem Einschießen sinnvoll.
Display OLED, 1,03 Zoll, 2560 × 2560
Augenabstand 60 mm
Fokus Rad oben am Mittelturm
Einschießen 6 Profile, manuell und per Freeze
Montage Standardringe 30 mm
Rückstoßfestigkeit 6000 J
Akku zwei wechselbare 21700, je 6000 mAh
Laufzeit bis 8 h
Startzeit 3 s
Interner Speicher 64 GB
Schutzart IP67
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 1100 g ±5 g ohne Akku
Maße 397 × 87 × 74 mm
Garantie von keiner Quelle angegeben

5. Häufige Fragen

Auf welche Entfernung kann ich mit dem Oryx 650L ansprechen?

Realistisch 250 bis 400 Meter, abhängig von Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und Wildart. Die Grundlage ist der Winkel je Bildpunkt von 0,24 Milliradiant: Auf 300 Metern deckt ein Bildpunkt 7,2 Zentimeter ab, womit ein Rehkörper von 70 Zentimetern noch von etwa zehn Punkten in der Breite erfasst wird, und das ist erfahrungsgemäß die untere Schwelle für ein sicheres Ansprechen. Die Herstellerangabe von 2600 Metern beschreibt dagegen, wann eine Wärmequelle überhaupt als Signal erscheint. Geräte mit 35 Millimetern erreichen unter gleichen Bedingungen 180 bis 280 Meter.

Oryx 650L oder Oryx 635L?

Der Unterschied ist die Brennweite, 50 gegen 35 Millimeter, bei gleichem Sensor, gleichem Display und gleicher Ausstattung. Dieses Gerät löst mit 0,24 statt 0,343 Milliradiant je Bildpunkt ein Drittel feiner auf und spricht damit rund hundert Meter weiter an. Dafür zeigt das Oryx 635L auf 100 Meter 21,9 statt 15,4 Meter Bildbreite, wiegt 1050 statt 1100 Gramm und kostet rund 800 Euro weniger. Nehmen Sie dieses Gerät für offenes Feld und weite Sichtweiten, das 635L für gemischtes Gelände und bewegtes Wild.

Lohnt der Aufpreis gegenüber der Ibex Serie?

Das hängt davon ab, wofür Sie zahlen. Beide Reihen nutzen denselben 640×512 Sensor mit 12 Mikrometern, und bei gleicher Brennweite ist die Ansprechentfernung identisch, weil sie allein daraus folgt. Die Oryx Klasse bringt ein Display mit 2560 mal 2560 statt 1600 mal 1200 Punkten, einen NETD von höchstens 15 statt unter 18 Millikelvin, einen Laser bis 1200 statt 1000 Meter mit ±1 Meter und zwei 21700-Akkus mit bis zu acht Stunden statt eines 18650 mit sechs. Mehr Reichweite kaufen Sie damit nicht, mehr Darstellung, Empfindlichkeit, Messgenauigkeit und Ausdauer schon.

Wie schwer ist das Gerät und spielt das eine Rolle?

1100 Gramm ohne Akku bei 397 Millimetern Länge, damit das größte Gerät im Zielfernrohrsortiment. Mit zwei eingelegten 21700-Zellen kommen jeweils rund 70 Gramm hinzu. Auf einer Drückjagdwaffe, die schnell geführt werden muss, ist das zu viel. Auf einer Ansitzbüchse, die aufgelegt oder auf dem Zweibein geführt wird, spielt das Gewicht keine Rolle und wirkt sich sogar günstig auf die Ruhe des Bildes aus. Der Augenabstand von 60 Millimetern ist der größte der Reihe und bei 6000 Joule zugelassener Rückstoßenergie ein praktischer Vorteil.

Brauche ich in Österreich eine Bewilligung?

Nein, nicht für Erwerb und Besitz: Österreich kennt kein waffenrechtliches Verbot dieser Bauart. Geregelt ist allein die jagdliche Verwendung, und zwar in den Landesjagdgesetzen, die elektronische Zielhilfen zunächst untersagen und überwiegend für Schwarzwild Ausnahmen öffnen, häufig unter Auflagen. Niederösterreich verlangt nach § 33a NÖ-JVO eine seit mindestens drei Jahren geführte Jagdkarte oder einen Kurs des Landesjagdverbandes sowie die schriftliche Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten. Kärnten regelt es in § 68 Kärntner Jagdgesetz, das Burgenland in § 95 Jagdgesetz 2017; Tirol und Vorarlberg lassen im Kern nur die Nachsuche zu. Dies ist keine Rechtsberatung.

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