ThermTec Cyclops 635L 3.0 Wärmebild-Monokular mit LRF

1.750,00 €

Das ThermTec Cyclops 635L 3.0 trägt mit Blende 0,8 eine der lichtstärksten Optiken dieser Geräteklasse. Dahinter arbeitet ein 640×512 Sensor mit NETD unter 15 mK auf einem AMOLED-Display mit 1600×1200 Punkten. Der Laser misst bis 1000 Meter, das Gerät wiegt 435 Gramm.

  • 640 × 512 Sensor, 12 µm, NETD unter 15 mK
  • 35 mm Objektiv mit Blende 0,8, rund 56 Prozent mehr Signal als F1,0
  • Display mit 1600 × 1200 Punkten, deutlich feiner als die übliche Klasse
  • 435 g, zwei wechselbare 18650 Zellen im Lieferumfang
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig

Beschreibung

Blende 0.8: die schnellste Optik im Feld, und was das wirklich bedeutet

Die Blendenzahl entscheidet, wie viel Wärmestrahlung überhaupt auf den Sensor trifft, und sie geht dabei im Quadrat ein. Genau deshalb ist die 0.8 dieses Geräts keine Kommastelle, sondern der wichtigste Wert im Datenblatt.

Gerechnet heißt das: Gegenüber einer Optik mit Blende 1.0 sammelt das Cyclops 635L 3.0 rund 56 Prozent mehr Signal. Gegenüber Blende 0.9, die im Wettbewerb bereits als lichtstark gilt, sind es noch 27 Prozent mehr. Zum Einordnen: Die schnellsten Optiken bei Nocpix liegen bei 0.9, die Bolt und Rico 2 Reihen bei 1.0, und auch ThermTecs eigene Hunt 635L Pro arbeitet mit 1.0.

Spürbar wird das nicht bei klarer Nacht über einer Wiese, sondern dann, wenn es schwierig wird: bei Nieselregen, feuchter Luft, Nebel und geringem Temperaturunterschied zwischen Wild und Untergrund. Dort entscheidet die Menge einfallender Strahlung darüber, ob überhaupt noch ein verwertbares Bild entsteht. Zusammen mit dem NETD unter 15 mK, also der Fähigkeit, sehr kleine Temperaturunterschiede zu trennen, ergibt das die empfindlichste Auslegung in dieser Geräteklasse.

Eine Einordnung gehört dazu: Ein Händler nennt den NETD-Wert mit der Prüfbedingung „bei 300 K und F#1.0″. Das ist die übliche Messkonvention, und sie bedeutet, dass der Sensorwert unabhängig von der tatsächlich verbauten Optik angegeben wird. Die reale Systemleistung liegt dank der schnelleren Optik also günstiger, als die Zahl allein vermuten lässt. Was der NETD-Wert generell aussagt, erklären wir gesondert.

Was die Ziffer 3.0 gegenüber den älteren Cyclops ändert

ThermTec nennt für die dritte Generation vier Neuerungen, und alle vier lassen sich an Zahlen festmachen.

Der NETD-Wert fällt von 35 auf unter 15 mK. Das ältere Cyclops CP635 Pro wird im Handel ausdrücklich mit 35 mK geführt. Das ist mehr als eine Halbierung und der größte Sprung der Reihe.

Die Optik wird schneller, auf die genannten F0.8.

Das Display verdoppelt seine Auflösung. 1600 × 1200 Punkte auf 0,5 Zoll, wo die Klasse üblicherweise 1024×768 bietet. Bei einem Gerät, dessen Bild ohnehin nur so gut sein kann wie seine Anzeige, ist das der im Feld am unmittelbarsten sichtbare Fortschritt.

Der Laserentfernungsmesser kommt hinzu. Das L im Namen steht dafür: 1000 Meter Messreichweite, ±1 Meter Genauigkeit, Wellenlänge 905 Nanometer, Laserklasse 1 und damit die augensicherste Stufe. Die älteren Cyclops Pro Modelle haben keinen.

Sichtfeld, Reichweite und Vergrößerung

Das Sichtfeld beträgt 12,5° × 10,0°, also 21,9 × 17,6 Meter auf 100 Meter. Diese Zahl haben wir nachgerechnet, und sie geht exakt auf: 640 Bildpunkte mal 12 µm ergeben 7,68 Millimeter Sensorbreite, 512 mal 12 µm ergeben 6,14 Millimeter Höhe, hinter 35 Millimetern Brennweite genau diese Werte.

Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ist aber keine. Andere Hersteller veröffentlichen für dieselbe Sensor-Objektiv-Kombination ein senkrechtes Sichtfeld, das nur 480 statt 512 Zeilen entspricht, weil ihr Display das Bild beschneidet. ThermTec nutzt hier die volle Sensorhöhe, und Sie sehen tatsächlich die 17,6 Meter, die im Datenblatt stehen.

Die Grundvergrößerung liegt bei 2,6-fach, mit vier Stufen Digitalzoom also bis 10,4-fach. Für ein Handgerät ist die niedrige Grundvergrößerung der richtige Ansatz, weil Sie damit Flächen absuchen und nicht ansprechen.

Zur Erkennungsreichweite von 1800 Metern gehört eine Einschränkung, die wir offen benennen: ThermTec nennt dazu keine Erkennungswahrscheinlichkeit. Einzelne Händler geben zusätzlich 1750 Meter für ein Stück Rotwild an, einer nennt daneben 827 Meter und verwendet diese Zahl sogar als Hauptangabe. Wir nennen die 1800 Meter ohne erfundene Bedingung und weisen darauf hin, dass damit das Wahrnehmen einer Wärmequelle gemeint ist. Ansprechen können Sie ein Stück bei einem Bruchteil dieser Entfernung.

Bedienung, Strom und Lieferumfang

Das Gerät wiegt 435 Gramm bei 187 × 56 × 71 Millimetern und liegt damit im unteren Drittel seiner Klasse. Das Gehäuse ist gummiert, nach IP67 geschützt und für minus 20 bis plus 50 Grad freigegeben.

Der Strom kommt aus zwei mitgelieferten 18650 Zellen mit je 3,6 Volt und 3300 mAh, die sich wechseln lassen, dazu ein externes Ladegerät und ein USB-C Kabel. Zur Laufzeit gehen die Angaben auseinander: Der Hersteller nennt bis zu sieben Stunden je Zelle, mehrere deutsche Händler rund sechs. Mit zwei Zellen decken Sie in jedem Fall eine ganze Nacht ab.

Der interne Speicher fasst 64 Gigabyte, Foto und Video werden aufgezeichnet, und über einen eigenen WLAN-Hotspot überträgt die ThermTec Outdoor App die Aufnahmen. Sechs Farbpaletten stehen bereit, dazu die Bildmodi Wald und Regen. Der Augenabstand beträgt 20 Millimeter, die Austrittspupille 8 Millimeter, der Dioptrienausgleich reicht von minus fünf bis plus fünf. Ein 1/4-Zoll-Gewinde nimmt ein Stativ auf.

Im Karton liegen das Gerät, zwei 18650 Zellen, Ladegerät, USB-C Kabel, Objektivdeckel, Tragetasche, Reinigungstuch und die deutsche Bedienungsanleitung.

Innerhalb des ThermTec Programms grenzt sich dieses Modell so ab: Das Cyclops 335L 3.0 ist das gleiche Gerät mit 384×288 Sensor. Die Wild Reihe und die Wild Pro Reihe setzen auf längere Laufzeit und größere Objektive, die Cyclone Reihe auf besonders kompakte Bauformen. Alle Handgeräte der Marke stehen unter ThermTec Wärmebild-Monokulare und das Gesamtprogramm im ThermTec Bereich, die übrigen Modelle dieser Serie in der Cyclops 3.0 Serie. Aus dem Wettbewerb liegen das Nocpix Vista H50R und die Handgeräte von HIKMICRO sowie Pulsar am nächsten.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor 640×512, VOx
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 15 mK, gemessen bei 300 K und F#1.0
Bildrate 50 Hz
Spektralbereich 8 bis 14 µm
Objektiv 35 mm, Blende 0.8
Grundvergrößerung 2,6-fach
Digitalzoom 1- bis 4-fach, gesamt bis 10,4-fach
Sichtfeld 12,5° × 10,0°, 21,9 × 17,6 m auf 100 m, nachgerechnet und bestätigt
Erkennungsreichweite 1800 m, Erkennungswahrscheinlichkeit von ThermTec nicht angegeben
Display AMOLED, 0,5 Zoll, 1600×1200
Augenabstand 20 mm
Austrittspupille 8 mm
Dioptrienausgleich −5 bis +5 dpt
Entfernungsmesser bis 1000 m, ±1 m, 905 nm, Laserklasse 1
Farbpaletten 6, dazu Bildmodi Wald und Regen
Aufnahme Foto und Video, WLAN-Hotspot, ThermTec Outdoor App
Akku 2 wechselbare 18650 Zellen, je 3,6 V / 3300 mAh, beide im Lieferumfang
Laufzeit rund 6 h je Zelle, Hersteller nennt bis 7 h, siehe Abschnitt 8
Laden externes Ladegerät und USB-C
Schutzart IP67
Interner Speicher 64 GB
Gehäuse gummiert
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 435 g (±5 g), siehe Abschnitt 8
Maße 187 × 56 × 71 mm (±5 mm)
Stativgewinde 1/4 Zoll
Garantie 3 Jahre, Einzelquelle, siehe Abschnitt 8

5. Häufige Fragen

Ist das ThermTec Cyclops 635L 3.0 in Deutschland frei verkäuflich?

Ja. Ein Wärmebild-Handgerät ohne eigenes Absehen und ohne Montagevorrichtung für Schusswaffen fällt nicht unter Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes, die Nachtzieltechnik zu den verbotenen Gegenständen zählt. Erwerb und Besitz sind frei, und kein deutscher Händler dieses Geräts verlangt eine Erlaubnis. Getrennt davon regelt das Jagdrecht die Verwendung: § 19 BJagdG verbietet Nachtzielgeräte bei der Jagd, und die Bundesländer regeln Einzelheiten unterschiedlich. Prüfen Sie für die jagdliche Nutzung Ihr Landesjagdgesetz. Dies ist keine Rechtsberatung.

Was bringt Blende 0.8 gegenüber Blende 1.0?

Rund 56 Prozent mehr Wärmestrahlung auf dem Sensor, weil die Blendenzahl im Quadrat in die Signalmenge eingeht. Gegenüber Blende 0.9 sind es noch rund 27 Prozent. Merkbar wird das bei Nieselregen, Nebel und geringem Temperaturunterschied zwischen Wild und Untergrund, wo langsamere Optiken ein flaues Bild liefern. Auf die Erkennungsreichweite wirkt sich eine schnellere Optik dagegen kaum aus.

Was unterscheidet die Cyclops 3.0 von den älteren Cyclops Modellen?

Vier Punkte: Der NETD-Wert sinkt von 35 auf unter 15 mK, die Optik wird von F1.0 auf F0.8 beschleunigt, das Display steigt von der üblichen Klasse auf 1600×1200 Punkte, und ein Laserentfernungsmesser bis 1000 Meter kommt hinzu. Die älteren Cyclops und Cyclops Pro Modelle haben keinen Entfernungsmesser.

Cyclops 635L 3.0 oder ThermTec Wild 635L?

Beide tragen einen 640×512 Sensor hinter 35 mm mit Blende 0,8 und erkennen bis 1800 Meter. Das Cyclops 3.0 hat den besseren NETD-Wert (unter 15 statt unter 18 mK), das deutlich feinere Display (1600 × 1200 statt 1024 × 768), die höhere Grundvergrößerung (2,6 statt 2,0-fach) und wiegt 435 statt 540 Gramm. Das Wild 635 L läuft dafür länger, nämlich bis zu zehn Stunden je Zelle. Kurz: Cyclops für Bildgüte und Gewicht, Wild für Ausdauer.

Wie lange läuft das Cyclops 635L 3.0?

Rund sechs Stunden je Zelle nach Angabe der deutschen Händler, bis zu sieben Stunden nach Angabe von ThermTec selbst. Zwei Zellen gehören zum Lieferumfang, sodass Sie in beiden Fällen eine ganze Nacht abdecken. Gewechselt wird ohne Werkzeug, geladen im mitgelieferten externen Ladegerät oder über USB-C.

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