ThermTec Cyclone 315 Wärmebild-Monokular

849,00 €

Das ThermTec Cyclone 315 ist der Einstieg in die Marke und zeigt mit 30,7 Metern auf 100 Meter das weiteste Bildfeld aller ThermTec Handgeräte. Dahinter sitzt ein 384×288 Sensor mit 20 mK hinter einem 15 mm Objektiv. Zwei wechselbare Zellen liegen bei, jede trägt zehn Stunden.

  • Weitestes Sichtfeld der Marke, 17,5° oder 30,7 m auf 100 m
  • 384×288 Sensor, 12 µm, NETD 20 mK bei 300 K
  • Zehn Stunden je Zelle, zwei Zellen im Lieferumfang
  • 255 g ohne Akku, IP67, 32 GB interner Speicher
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Beschreibung

Warum das kleinste Modell das weiteste Bild zeigt

Beim Absuchen einer Fläche zählt nicht Vergrößerung, sondern Bildbreite. Genau dort liegt die Stärke dieses Geräts: Mit 17,5 Grad waagerecht überblicken Sie auf 100 Meter Entfernung einen Streifen von 30,7 Metern. Das Schwestermodell Cyclone 325 zeigt an derselben Stelle nur 18,4 Meter, also ein Drittel weniger.

Diese Zahl haben wir nachgerechnet, weil Reichweiten- und Sichtfeldangaben im Handel häufig durcheinandergehen. 384 Bildpunkte mal 12 Mikrometer ergeben 4,61 Millimeter Sensorbreite, 288 mal 12 ergeben 3,46 Millimeter Höhe. Hinter 15 Millimetern Brennweite folgen daraus genau 17,5 Grad waagerecht und 13,1 Grad senkrecht, also 30,7 mal 23,0 Meter auf 100 Meter. Die Herstellerangabe geht ohne Rest auf, und die volle Sensorhöhe wird genutzt.

Praktisch bedeutet das: Sie schwenken weniger. Ein Waldrand von 200 Metern Länge ist aus 100 Metern Entfernung in sieben Blickfeldern abgedeckt, mit dem 325 brauchen Sie elf. Wer nach dem Ansprechen suchen will, greift zum Fernglas oder zum Zielfernrohr. Wer erst einmal finden will, ist mit dem weiten Feld schneller.

Die Grundvergrößerung liegt bei 1,4-fach, mit dem Digitalzoom in den Stufen 2 und 4 also bis 5,6-fach. Die niedrige Grundvergrößerung ist die logische Folge des kurzen Objektivs und für die Suchaufgabe richtig. Zur Entdeckungsreichweite von 750 Metern gehört die Einschränkung, dass ThermTec keine Erkennungswahrscheinlichkeit und kein Zielmaß nennt. Gemeint ist das Wahrnehmen einer Wärmequelle. Die Erkennungsreichweite gibt der Hersteller mit 250 Metern an, also mit einem Drittel des ersten Werts.

Zwanzig Stunden Feldzeit, und bei diesem Modell stimmt die Zahl.

ThermTec nennt für alle drei Cyclone Modelle zehn Stunden je Zelle, und weil zwei Zellen im Karton liegen, ergeben sich zwanzig Stunden Feldzeit. Gewechselt wird ohne Werkzeug.

Für das 315 haben wir keine Quelle gefunden, die dieser Angabe widerspricht, deshalb steht sie unverändert in der Tabelle. Beim größeren Cyclone 625 ist die Lage anders: Dort nennt ein deutscher Händler acht Stunden, und ein deutscher Feldtest kommt im Normalbetrieb auf fünf bis sechs. Die Einzelheiten dazu stehen auf der Seite des 625, weil die Frage dort hingehört.

Dass hier zwei wechselbare Zellen arbeiten und kein fest verbauter Akku, ist bei einem Einstiegsgerät nicht selbstverständlich und im Revier der wichtigere Punkt. Ein fest eingebauter Akku zwingt Sie zur Powerbank und lässt sich nach einigen Jahren nur in der Werkstatt tauschen. Eine leere 18650 Zelle legen Sie in die Tasche und stecken die zweite ein, das dauert Sekunden.

Geladen wird über USB-C oder außerhalb des Geräts. Der interne Speicher fasst 32 Gigabyte für Foto und Video, ein eigener WLAN-Hotspot überträgt das Material an die ThermTec Outdoor App. Das Gehäuse ist nach IP67 dicht und für minus 20 bis plus 50 Grad freigegeben.

Was dem Cyclone 315 fehlt, und für wen das genau richtig ist

Drei Dinge hat dieses Gerät bewusst nicht, und das gehört auf eine Produktseite.

Es hat keinen Laserentfernungsmesser. Die ganze Cyclone Serie hat keinen, auch nicht das größte Modell. Wenn Sie Entfernungen messen wollen, führt der Weg zur Cyclops 3.0 Serie oder zur Wild Pro Reihe, beide messen bis 1000 Meter.

Der NETD-Wert liegt bei 20 mK, nicht unter 15 wie bei den gehobenen Serien. Das ist die Temperaturauflösung, also die Fähigkeit, kleine Wärmeunterschiede zu trennen. Bei Frost und klarer Luft sehen Sie davon nichts. Bei feuchter, milder Luft mit wenig Kontrast zwischen Wild und Untergrund sehen Sie es.

Das Display zeigt 1024×768 Punkte auf 0,39 Zoll. Das ist der Klassenstandard, aber nicht die 1600 × 1200 Punkte der Wild Reihe oder der Cyclops 3.0.

Dafür wiegt es 255 Gramm ohne Akku bei 139 mal 76 mal 54 Millimetern und kostet einen Bruchteil. Das ist deutlich unter der Hälfte des Cyclops 635L 3.0 mit seinen 435 Gramm. Für den Hosentaschen-Einsatz beim Pirschgang, für den Nachsuchenführer als Zweitgerät und für den Einstieg in die Wärmebildtechnik ist das die richtige Auslegung.

Im Programm steht dieses Modell unten: Die Cyclone Serie ist die Einstiegslinie, alle Handgeräte finden Sie unter ThermTec Wärmebild-Monokulare und das ganze Programm im ThermTec Bereich. Vergleichbar kompakte Geräte anderer Marken sind das Nocpix Lumi L19, das Pulsar Axion XQ19 Compact und die Handgeräte von HIKMICRO. Was der NETD-Wert genau beschreibt, erklärt ein eigener Beitrag.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor 384 × 288, VOx
Pixelabstand 12 µm
NETD 20 mK, gemessen bei 300 K
Bildrate 50 Hz
Objektiv 15 mm, Blende F1.0
Grundvergrößerung 1,4-fach
Digitalzoom 1-, 2- und 4-fach, gesamt bis 5,6-fach
Sichtfeld 17,5° × 13,1°, 30,7 × 23,0 m auf 100 m, nachgerechnet und bestätigt
Entdeckungsreichweite 750 m, Erkennungswahrscheinlichkeit von ThermTec nicht angegeben
Erkennungsreichweite 250 m
Display AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768
Augenabstand 20 mm
Austrittspupille 6 mm
Dioptrienausgleich −5 bis +5 dpt
Entfernungsmesser Keiner, serienweit nicht verfügbar
Aufnahme Foto und Video, WLAN-Hotspot, ThermTec Outdoor App
Akku 2 wechselbare 18650 Zellen, beide im Lieferumfang
Laufzeit 10 h je Zelle laut ThermTec, 20 h mit beiden
Laden USB-C
Schutzart IP67
Interner Speicher 32 GB
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 255 g ohne Akku
Maße 139 × 76 × 54 mm, siehe Abschnitt 8
Garantie 3 Jahre

Häufige Fragen

Ist für das ThermTec Cyclone 315 in Deutschland eine Erlaubnis nötig?

Nein. Das Cyclone 315 hat kein Absehen und keine Aufnahme für eine Waffe, weshalb die waffenrechtliche Verbotsvorschrift für Nachtzieltechnik nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes nicht auf das Gerät zutrifft. Sie erwerben und besitzen es erlaubnisfrei. Getrennt davon steht die Verwendung bei der Jagd: § 19 des Bundesjagdgesetzes verbietet Nachtzielgeräte, und welche Hilfsmittel im Revier zulässig sind, regelt Ihr Landesjagdgesetz. Sehen Sie dort vor dem ersten Einsatz nach. Dies ist keine Rechtsberatung.

Warum hat das Cyclone 315 keinen Entfernungsmesser?

Weil die gesamte Cyclone Serie ohne Laser ausgeliefert wird, vom 315 bis zum 625. Die Serie ist ThermTecs Preiseinstieg, und der Laser ist das teuerste einzelne Bauteil eines Handgeräts. Wenn Sie messen möchten, tragen die Cyclops 3.0 Modelle und die Wild Pro Reihe einen Laser bis 1000 Meter mit einer Genauigkeit von einem Meter.

Cyclone 315 oder Cyclone 325?

Der Unterschied ist allein das Objektiv, 15 gegen 25 Millimeter, bei identischem Sensor. Das 315 zeigt 30,7 Meter Bildbreite auf 100 Meter und erkennt bis 750 Meter. Das 325 zeigt 18,4 Meter und erkennt bis 1300 Meter. Nehmen Sie das 315 für Wald, dichtes Revier und schnelles Absuchen, das 325 für Feld und offene Flächen.

Wie lange läuft das Cyclone 315 mit einer Akkuladung?

ThermTec gibt zehn Stunden je 18650 Zelle an, und weil zwei Zellen im Lieferumfang liegen, kommen Sie damit auf zwanzig Stunden Feldzeit. Der Wechsel geht ohne Werkzeug, geladen wird über USB-C. Ein Test, der diese Angabe für das 315 prüft, liegt uns nicht vor; für das größere 625 nennen deutsche Quellen niedrigere Werte.

Was bedeutet NETD 20 mK in der Praxis?

NETD beschreibt den kleinsten Temperaturunterschied, den der Sensor noch von seinem eigenen Rauschen trennen kann; 20 mK entsprechen zwei Hundertstel Grad. Bei Frost und trockener Luft ist der Unterschied zu einem Gerät mit 15 mK nicht zu sehen, weil das Wild ohnehin scharf vom Untergrund absteht. Bei Nieselregen, Nebel und milder Luft zeigt das empfindlichere Gerät mehr Zeichnung im Bild.

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