ThermTec Cyclone 325 Wärmebild-Monokular

1.299,00 €

Das ThermTec Cyclone 325 setzt ein 25 mm Objektiv vor den 384×288 Sensor und kommt damit auf 1300 Meter Entdeckungsreichweite, also fast das Doppelte des kleineren Schwestermodells. Es wiegt 261 Gramm ohne Akku und läuft mit den beiden mitgelieferten Zellen zwanzig Stunden.

  • 1300 m Entdeckungsreichweite, 430 m Erkennungsreichweite
  • 384×288 Sensor, 12 µm, NETD 20 mK bei 300 K
  • 25 mm Objektiv, Grundvergrößerung 2,4-fach
  • 261 g ohne Akku, IP67, zwei Wechselzellen im Lieferumfang
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig

Beschreibung

1300 Meter, und woher diese Zahl kommt

Das 325 trägt dieselbe Sensorfläche wie das Cyclone 315, nur ein längeres Objektiv. Aus 15 werden 25 Millimeter Brennweite, und die Entdeckungsreichweite steigt von 750 auf 1300 Meter.

Hier lohnt ein Blick auf das dritte Serienmitglied, weil es eine verbreitete Annahme widerlegt. Das Cyclone 625 trägt einen 640×512 Sensor, also rund die dreifache Zahl an Bildpunkten, und ThermTec nennt dafür dieselben 1300 Meter. Der Grund ist einfach: Die Entdeckungsreichweite hängt davon ab, wie groß ein Wärmeziel auf dem Sensor abgebildet wird, und das entscheidet die Brennweite. Beide Geräte haben 25 Millimeter, also dieselbe Reichweite. Mehr Bildpunkte bringen kein größeres Bild des Ziels, sondern ein feiner aufgelöstes Bild derselben Fläche.

Wer also nur nach der Reichweitenzahl kauft, zahlt beim 625er für etwas, das im Datenblatt gleich bleibt. Der Unterschied liegt woanders, und das gehört offen gesagt.

Zur zweiten Zahl gehört ebenfalls eine Einordnung. ThermTec nennt neben den 1300 Metern eine Erkennungsreichweite von 430 Metern, also ein Drittel. Entdecken heißt: Sie sehen, dass dort eine Wärmequelle ist. Erkennen heißt: Sie können sie einer Wildart zuordnen. Ansprechen im jagdlichen Sinn, also Alter und Geschlecht beurteilen, liegt noch deutlich darunter. Eine Erkennungswahrscheinlichkeit nennt der Hersteller zu keiner der beiden Zahlen, das ist bei ThermTec durchgängig so.

Der Preis des längeren Objektivs: ein Drittel weniger Bild

Was Sie für die Reichweite bezahlen, ist Bildbreite. Das Sichtfeld beträgt 10,5 Grad waagerecht und 7,9 Grad senkrecht, auf 100 Meter also 18,4 mal 13,8 Meter. Das 315 zeigt an derselben Stelle 30,7 Meter an.

Nachgerechnet geht das auf: 384 Bildpunkte mal 12 Mikrometer ergeben 4,61 Millimeter Sensorbreite, hinter 25 Millimetern Brennweite genau 10,5 Grad. Die volle Sensorhöhe wird genutzt, das Bild wird nicht beschnitten.

Die Grundvergrößerung steigt auf 2,4-fach, mit dem Digitalzoom in den Stufen 2 und 4 also bis 9,6-fach. Bei dieser zweiten Zahl ist Vorsicht geboten, und zwar bei jedem Hersteller: Digitalzoom vergrößert die vorhandenen Bildpunkte, er gewinnt keine neuen. Auf der höchsten Stufe verteilen sich die 384 mal 288 Punkte des Sensors auf dieselbe Displayfläche, das Bild wird gröber und nicht detailreicher. Als Hilfe beim genauen Hinsehen auf ein bereits gefundenes Ziel ist die Funktion nützlich, als Reichweitenverlängerung nicht. Die verlässliche Zahl ist deshalb die Grundvergrößerung.

Für Feld, Wiese und offenes Gelände ist diese Auslegung die richtige. Im dichten Bestand, wo Sie ohnehin keine 400 Meter weit sehen, kostet das engere Feld mehr Schwenkarbeit, als die Reichweite einbringt. Dort ist das 315er das bessere Werkzeug.

Strom, Bedienung und Einordnung im Programm

Zwei wechselbare 18650 Zellen liegen bei, für die ThermTec je zehn Stunden angibt, zusammen also zwanzig. Diese Angabe gilt nach der Herstellertabelle für alle drei Serienmodelle. Beim Cyclone 625 nennen ein deutscher Händler und ein deutscher Feldtest allerdings deutlich niedrigere Werte. Für das 325 und das 315 fanden wir keine solche Abweichung. Geladen wird über USB-C.

Der interne Speicher fasst 32 Gigabyte für Foto und Video, ein WLAN-Hotspot überträgt die Aufnahmen an die ThermTec Outdoor App. Das AMOLED-Display zeigt 1024×768 Punkte auf 0,39 Zoll, der Augenabstand beträgt 20 Millimeter, die Austrittspupille 6 Millimeter, der Dioptrienausgleich reicht von minus fünf bis plus fünf. Das Gerät ist nach IP67 dicht, für minus 20 bis plus 50 Grad freigegeben und wiegt 261 Gramm ohne Akku bei 135 mal 76 mal 54 Millimetern.

Einen Laserentfernungsmesser hat dieses Gerät nicht, und die Cyclone Serie führt kein Modell mit Laser. Wenn Sie messen wollen, tragen die Cyclops 3.0 Serie und die Wild Pro Reihe einen Laser bis 1000 Meter.

Innerhalb des Programms ist dies das mittlere Modell der Einstiegslinie: Die vollständige Cyclone Serie umfasst drei Geräte, die Wild Reihe setzt darüber an, alle Handgeräte stehen unter ThermTec Wärmebild-Monokulare und das Gesamtprogramm im ThermTec Bereich. Aus dem Wettbewerb liegen das Nocpix Lumi L35, das Pulsar Axion XQ30 Pro Compact und die Geräte von HIKMICRO am nächsten. Zum NETD-Wert gibt es einen eigenen Beitrag.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor 384 × 288, VOx
Pixelabstand 12 µm
NETD 20 mK, gemessen bei 300 K
Bildrate 50 Hz
Objektiv 25 mm, Blende F1.0
Grundvergrößerung 2,4-fach
Digitalzoom 1-, 2- und 4-fach, gesamt bis 9,6-fach
Sichtfeld 10,5° × 7,9°, 18,4 × 13,8 m auf 100 m, nachgerechnet und bestätigt
Entdeckungsreichweite 1300 m, Erkennungswahrscheinlichkeit von ThermTec nicht angegeben
Erkennungsreichweite 430 m
Display AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768
Augenabstand 20 mm
Austrittspupille 6 mm
Dioptrienausgleich −5 bis +5 dpt
Entfernungsmesser keiner, serienweit nicht verfügbar
Aufnahme Foto und Video, WLAN-Hotspot, ThermTec Outdoor App
Akku 2 wechselbare 18650 Zellen, beide im Lieferumfang
Laufzeit 10 h je Zelle laut ThermTec, 20 h mit beiden
Laden USB-C
Schutzart IP67
Interner Speicher 32 GB
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 261 g ohne Akku
Maße 135 × 76 × 54 mm
Garantie 3 Jahre

Häufige Fragen

Wie weit sieht das ThermTec Cyclone 325 wirklich?

ThermTec nennt 1300 Meter Entdeckungsreichweite und 430 Meter Erkennungsreichweite. Die erste Zahl bedeutet, dass Sie einen Wärmepunkt wahrnehmen, die zweite, dass Sie ihn einer Wildart zuordnen können. Ansprechen im jagdlichen Sinn gelingt nochmals deutlich näher. Eine Erkennungswahrscheinlichkeit oder ein Zielmaß gibt der Hersteller zu keiner der Zahlen an, weshalb sich beide Werte nicht unmittelbar mit Angaben anderer Marken vergleichen lassen.

Warum hat das Cyclone 625 mit größerem Sensor dieselbe Reichweite?

Weil die Reichweite von der Brennweite abhängt und nicht von der Zahl der Bildpunkte. Beide Geräte tragen ein 25 mm Objektiv, das ein Wärmeziel gleich groß auf den Sensor abbildet. Daher nennt ThermTec für beide 1300 Meter. Der größere Sensor des 625 löst dieselbe Fläche feiner auf und zeigt ein weiteres Bildfeld, er reicht aber nicht weiter.

Cyclone 325 oder Cyclone 315?

Beide haben denselben Sensor und unterscheiden sich nur im Objektiv. Das 325 mit 25 Millimetern erkennt bis 1300 Meter und zeigt 18,4 Meter Bildbreite auf 100 Meter. Das 315 mit 15 Millimetern erkennt bis 750 Meter und zeigt 30,7 Meter. Für Feld und offenes Gelände nehmen Sie das 325, für Wald und dichten Bestand das 315.

Braucht man für das Cyclone 325 einen Nachweis oder eine Genehmigung?

Nein. Als Handgerät ohne Absehen und ohne Montagevorrichtung für Schusswaffen zählt es nicht zu den verbotenen Gegenständen nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes. Erwerb und Besitz sind erlaubnisfrei und an keinen Nachweis gebunden. Für die jagdliche Verwendung gilt dagegen das Jagdrecht: § 19 des Bundesjagdgesetzes verbietet Nachtzielgeräte bei der Jagd, die Einzelheiten regeln die Länder unterschiedlich. Prüfen Sie Ihr Landesjagdgesetz. Dies ist keine Rechtsberatung.

Wie viele Akkus liegen beim Cyclone 325 bei?

Zwei 18650 Zellen, beide im Lieferumfang und beide wechselbar. ThermTec gibt je Zelle zehn Stunden an, in Summe also zwanzig. Der Wechsel geht ohne Werkzeug, geladen wird über USB-C.

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