ThermTec Vidar 650L 2.0 Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF

3.249,00 €

Das ThermTec Vidar 650L 2.0 verbindet den großen 640×512 Sensor mit einem 50 mm Objektiv, 2,8-facher Grundvergrößerung und einem Laserentfernungsmesser, auf dem der Ballistikrechner der Hersteller-App aufsetzt. Mit 625 Gramm bleibt es trotz des großen Sensors handlich.

  • 640×512 Bildpunkte, NETD höchstens 18 mK
  • Laserentfernungsmesser mit ballistischer Haltepunktkorrektur
  • 50 mm, 2,8-fach optisch, Digitalzoom bis vierfach
  • 625 g, 201 × 92 × 72 mm, bis 18 Stunden Laufzeit
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Beschreibung

Der Ballistikrechner: Was er leistet und was Sie beitragen müssen

Dieses Modell ist in der Reihe das Gerät, bei dem die ballistische Funktion am meisten bringt. Mit 50 Millimetern Brennweite und dem großen Sensor sprechen Sie bis etwa 250 bis 400 Meter an, und auf diesen Entfernungen fällt die Geschossbahn so weit ab, dass eine Schätzung nicht mehr trägt. Wer auf 100 Meter eingeschossen ist, liegt auf 300 Metern je nach Kaliber bereits deutlich zweistellig in Zentimetern unter dem Haltepunkt.

Die Kette funktioniert so: Der Laser misst die Entfernung, das Gerät zieht das hinterlegte Ballistikprofil heran und zeigt Ihnen den korrigierten Haltepunkt. Das Profil legen Sie vorab in der ThermTec Outdoor App an, danach brauchen Sie das Smartphone auf dem Ansitz nicht mehr.

Drei Dinge entscheiden darüber, ob das Ergebnis trägt.

Erstens die Nullung. Eine ballistische Lösung korrigiert gegenüber einer bekannten Nullentfernung. Ist die Waffe nicht sauber eingeschossen, korrigiert der Rechner gegenüber einem falschen Ausgangspunkt und verstärkt den Fehler, statt ihn zu beheben. Das Gerät bietet dafür fünf Profile mit Auto-Zero: Sie geben einen Schuss ab, frieren das Bild ein und ziehen das Absehen auf das Einschussloch, statt Klickwerte umzurechnen.

Zweitens die Eingabewerte. Gefragt sind Montagehöhe über der Laufachse, Geschossgewicht, Mündungsgeschwindigkeit und ballistischer Koeffizient. Die Mündungsgeschwindigkeit Ihrer Laborierung aus Ihrem Lauf weicht von der Packungsangabe regelmäßig um mehrere Prozent ab, und schon das verschiebt den Treffpunkt auf 300 Metern spürbar. Wer es genau will, misst sie über einen Chronographen.

Drittens die Umweltdaten. Luftdruck und Temperatur ändern die Luftdichte und damit den Abfall. Ein im Sommer im Tal angelegtes Profil passt im Winter im Bergland nicht mehr ohne Anpassung.

Was der Rechner nicht leistet: Er korrigiert keinen Seitenwind, den Sie nicht eingegeben haben, und er ersetzt keine Übung. Ein Gerät, das Ihnen auf 350 Meter einen Haltepunkt anzeigt, sagt nichts darüber, ob Sie diese Entfernung sauber schießen.

Optik, Gehäuse und Ausstattung

Das 50 mm Objektiv auf 640 × 512 Bildpunkten erfasst 8,8 mal 7,0 Grad, auf 100 Meter also 15,4 mal 12,3 Meter. Der Winkel je Bildpunkt beträgt 0,24 Milliradiant, woraus sich die genannte Ansprechgrenze ergibt. Die Entdeckungsangabe des Herstellers liegt bei 2600 Metern und beschreibt, wann eine Wärmequelle überhaupt im Bild erscheint.

Mit 625 Gramm bei 201 mal 92 mal 72 Millimetern bleibt das Gerät leichter als die Dual-Optik-Modelle derselben Reihe, die ein zweites Objektiv tragen müssen. Zwei wechselbare Zellen halten bis zu 18 Stunden, der Start dauert rund drei Sekunden.

Dazu bis zu sieben Absehen, sechs Farbpaletten, Bild-im-Bild, ein Fokusrad oben am Gehäuse, 64 Gigabyte Speicher, WLAN mit Übertragung in die App, IP67, minus 20 bis plus 50 Grad, eine shutterlose Bildkorrektur und eine mitgelieferte 22-mm-Schiene. Die Garantie beträgt 24 Monate.

In der Serie: Zwei umschaltbare Objektive bieten das Vidar 660L 2.0 und das Vidar 360L 2.0, kompakter ist das Vidar 335L 2.0. Ohne Laser gibt es dieses Modell als Vidar 650 2.0. Die Reihe steht in der Vidar 2.0 Serie. Ein feineres Display bei gleicher Sensorgröße tragen Ibex Serie und Oryx Serie.

Für Deutschland und die Schweiz bleiben Vorsatzgeräte wie das Hunt 650 Pro aus der Hunt Pro Serie. Einen Überblick über alle ThermTec Geräte gibt der ThermTec Bereich; als weiteren Hersteller führen wir HIKMICRO.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich
Sensor 640 × 512, 12 µm
NETD höchstens 18 mK
Bildrate 50 Hz
Objektiv 50 mm, fest
Grundvergrößerung 2,8-fach
Digitalzoom 1- bis 4-fach, gesamt bis 11,2-fach
Sichtfeld 8,8° × 7,0°, 15,4 × 12,3 m auf 100 m
Winkel je Bildpunkt 0,24 mrad
Entdeckung 2600 m, Rechenwert des Herstellers
Laserentfernungsmesser vorhanden, Messreichweite nicht dokumentiert, siehe Abschnitt 8
Ballistikrechner Ja, über die Hersteller-App, nach dem Einschießen.
Display AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768
Absehen bis zu 7
Nullung 5 Profile, Auto-Zero
Bildkorrektur shutterlos
Montage 22-mm-Schiene im Lieferumfang
Akku zwei wechselbare Zellen, Typ 18650
Laufzeit bis 18 h, Start in 3 s
Interner Speicher 64 GB
Schutzart IP67
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Rückstoßfestigkeit Für die Vidar Reihe nicht angegeben, siehe Abschnitt 8
Gewicht 625 g
Maße 201 × 92 × 72 mm
Garantie 24 Monate

Häufige Fragen

Was braucht der Ballistikrechner des Vidar 650L 2.0, damit er stimmt?

Montagehöhe über der Laufachse, Geschossgewicht, Mündungsgeschwindigkeit, ballistischen Koeffizienten sowie Luftdruck und Temperatur, einmal in der App hinterlegt. Drei Punkte entscheiden über die Qualität des Ergebnisses: Die Waffe muss sauber eingeschossen sein, denn eine ballistische Lösung korrigiert gegenüber einer bekannten Nullentfernung und verstärkt sonst den Fehler. Die Mündungsgeschwindigkeit muss zu Ihrer Laborierung aus Ihrem Lauf passen, die von der Packungsangabe regelmäßig um mehrere Prozent abweicht. Und ein im Sommer im Tal angelegtes Profil passt im Winter im Bergland nicht ohne Anpassung, weil Luftdruck und Temperatur den Abfall verändern.

Lohnt sich beim Vidar 650L 2.0 der Laser gegenüber der Ausführung ohne?

Bei diesem Modell deutlicher als bei den kurzbrennweitigen Geräten der Reihe. Mit 50 Millimetern sprechen Sie bis etwa 250 bis 400 Meter an, und auf 300 Metern liegt ein auf 100 Meter eingeschossenes Jagdgeschoss je nach Kaliber bereits deutlich zweistellig in Zentimetern unter dem Haltepunkt. Eine geschätzte Entfernung trägt da nicht mehr, und die Ausführung ohne Laser schätzt über eine Verhältnisfunktion aus der Bildgröße. Wer sein Revier in Metern kennt und selten über 200 Meter schießt, kommt auch ohne aus und spart den Aufpreis.

Wie weit kann ich mit dem Vidar 650L 2.0 ansprechen?

Planen Sie mit 250 bis 400 Metern ein, je nach Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und bejagter Wildart. Der Winkel je Bildpunkt beträgt 0,24 Milliradiant, also 7,2 Zentimeter auf 300 Meter; ein Rehkörper von 70 Zentimetern wird dort von etwa zehn Bildpunkten überspannt, und das ist erfahrungsgemäß die untere Schwelle für sicheres Unterscheiden von Wildart und Zielbereich. Die Herstellerangabe von 2600 Metern beschreibt dagegen die Entdeckung, also den Punkt, an dem eine Wärmequelle überhaupt als Fleck erscheint. Der Laser verschiebt die optische Grenze nicht.

Wie unterscheidet sich das Vidar 650L 2.0 vom Ibex und vom Oryx mit gleichem Sensor?

In drei Punkten. Das Display löst hier mit 1024 mal 768 Punkten auf, beim Ibex mit 1600 mal 1200 und beim Oryx mit 2560 mal 2560; das betrifft die Feinheit der Darstellung, nicht die Bildinformation des Sensors. Dafür bietet nur die Vidar Reihe Auto-Zero, also das Einschießen über das eingefrorene Bild statt über Klickwerte, und mit bis zu 18 Stunden die längste Laufzeit der drei. Außerdem ist für Ibex und Oryx eine Rückstoßfestigkeit von 6000 Joule ausgewiesen, für die Vidar Reihe liegt uns dazu keine Angabe vor.

Ist dieses Zielfernrohr in Österreich erlaubt?

Das Waffenrecht steht dem Erwerb nicht entgegen, denn die deutsche Verbotsnorm hat Österreich nicht übernommen. Entscheidend ist das Jagdrecht, und das unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland erheblich. Oberösterreich, die Steiermark und Salzburg öffnen Ausnahmen im Kern für Schwarzwild, Tirol und Vorarlberg lassen im Wesentlichen nur die Nachsuche zu, und in Wien bleibt der Einsatz behördlichen Reduktionsprogrammen vorbehalten. Vor dem Kauf sollten Sie deshalb klären, was in Ihrem Bundesland und Ihrem Revier zulässig ist; die Landesjägerschaft ist dafür die richtige Adresse. Dies ist keine Rechtsberatung.

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