ThermTec Ares 650L 2.0 Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF

3.299,00 €

Das ThermTec Ares 650L 2.0 verbindet den 640×512 Sensor mit einem lichtstarken 50 mm Objektiv bei F1.0 und 18 mK Temperaturauflösung, dem besten Wert der Reihe. Dazu ein Laser bis 1000 Meter mit ballistischer Berechnung, ein 30-mm-Tubus und 850 G Rückstoßfestigkeit.

  • NETD 18 mK, bester Wert der Ares Reihe
  • 50 mm bei F1.0, 2,8-fach, Sichtfeld 8,8 × 7,0 Grad
  • Laser bis 1000 m, ±1 m, mit Ballistikberechnung
  • 850 G, rückstoßfest, 30-mm-Tubus, 873 g
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Beschreibung

850 G: Was die Zahl bedeutet und was sie nicht bedeutet

Die Ares Reihe trägt als einzige Zielfernrohrreihe mit Dual-Optik-Geschwistern in unserem Programm eine ausgewiesene Rückstoßangabe, und bei einem Gerät für schwere Kaliber ist das die Zeile, an der im Schadensfall die Haftung hängt.

850 G ist eine Beschleunigungsangabe. Das Gerät soll dem 850-fachen der Erdbeschleunigung standhalten, wie sie beim Schuss kurzzeitig auf die Montage wirkt. Das sagt etwas über die mechanische Auslegung von Platine, Objektivfassung und Sensoraufhängung aus.

Vorsicht beim Vergleich mit anderen Reihen. Ibex und Oryx sind mit 6000 Joule ausgewiesen, also mit einer Energieangabe. Beide Zahlen lassen sich nicht ineinander umrechnen, ohne die Masse des Geräts und die Dauer des Stoßes zu kennen. Wer sie nebeneinanderstellt, vergleicht Verschiedenes, und ein Händler, der aus 6000 gegen 850 eine Rangfolge ableitet, rechnet falsch.

Was sich sagen lässt: Die Ares Reihe trägt überhaupt eine Angabe, die Vidar 2.0 Serie dagegen in keiner von uns geprüften Quelle. Wer auf einem schweren Kaliber montiert und eine dokumentierte Belastbarkeit im Datenblatt braucht, findet sie hier und dort nicht.

Der Ballistikrechner und die Bedingungen, unter denen er trägt

Mit 50 Millimetern Brennweite sprechen Sie bis etwa 250 bis 400 Meter an, und dort fällt die Geschossbahn so weit ab, dass eine geschätzte Entfernung nicht mehr genügt: Auf 300 Metern liegt ein auf 100 Meter eingeschossenes Jagdgeschoss je nach Kaliber bereits deutlich zweistellig in Zentimetern unter dem Haltepunkt.

Der Laser misst bis 1000 Meter mit ±1 Meter, und darauf setzt die ballistische Berechnung der SmartThermal-App auf. Sie hinterlegen das Profil vorab, danach brauchen Sie das Smartphone auf dem Ansitz nicht mehr.

Drei Bedingungen entscheiden, ob das Ergebnis trägt. Erstens muss die Waffe eingeschossen sein: Eine ballistische Lösung korrigiert gegenüber einer bekannten Nullentfernung und verstärkt ohne sie den Fehler. Zweitens muss die Mündungsgeschwindigkeit zu Ihrer Laborierung aus Ihrem Lauf passen, die von der Packungsangabe regelmäßig um mehrere Prozent abweicht. Drittens verändern Luftdruck und Temperatur die Luftdichte, weshalb ein im Sommer im Tal angelegtes Profil im Winter im Bergland angepasst gehört.

Optik, Gehäuse und Ausstattung

Das 50 mm Objektiv arbeitet bei F1.0 und erfasst auf dem 640×512 Sensor 8,8 mal 7,0 Grad, auf 100 Meter also 15,4 mal 12,3 Meter. Der Winkel je Bildpunkt beträgt 0,24 Milliradiant, die Entdeckungsangabe liegt bei 2600 Metern und beschreibt das bloße Erscheinen einer Wärmequelle.

Mit 873 Gramm bei 404 mal 85 mal 85 Millimetern ist das Gerät rund 200 Gramm leichter und gut drei Zentimeter kürzer als die Modelle mit zwei Objektiven, die ein zweites Linsensystem tragen müssen. Montiert wird in 30-mm-Ringen, die beiliegen.

Dazu ein 0,39-Zoll-AMOLED mit 1024×768 Punkten, Dioptrienausgleich ±5, sieben Absehen, fünf Waffenprofile, sechs Farbpaletten, Bild-im-Bild, shutterlose Bildkorrektur, 64 Gigabyte, WLAN, IP67, minus 20 bis plus 50 Grad und 24 Monate Garantie. Strom liefern eine fest verbaute Zelle und eine wechselbare 18650 oder 18500, geladen über USB-C.

In der Serie: ohne Laser als Ares 650 2.0, mit zwei Objektiven als Ares 660L 2.0 und Ares 360L 2.0, kompakter als Ares 335L 2.0.

Wer nach Deutschland oder in die Schweiz liefert, greift zu Vorsatzgeräten; dieselbe Brennweite führt das Hunt 650 Pro der Hunt Pro Serie. Das übrige Programm steht im ThermTec Bereich, weitere Marken bei HIKMICRO.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich
Montage 30-mm-Tubus, Ringe im Lieferumfang
Sensor 640 × 512, 12 µm
NETD höchstens 18 mK, zwei Quellen einig
Bildrate 50 Hz
Objektiv 50 mm, F1.0
Grundvergrößerung 2,8-fach
Digitalzoom 1- bis 4-fach
Sichtfeld 8,8° × 7,0°, 15,4 × 12,3 m auf 100 m
Winkel je Bildpunkt 0,24 mrad
Entdeckung 2600 m, Rechenwert des Herstellers
Laserentfernungsmesser bis 1000 m, ±1 m
Ballistikrechner Ja, über die SmartThermal-App, nach dem Einschießen
Display AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768
Dioptrienausgleich ±5
Absehen 7
Waffenprofile 5
Bildkorrektur shutterlos
Rückstoßfestigkeit bis 850 G
Akku fest verbaute Zelle plus wechselbare 18650 oder 18500, USB-C
Laufzeit bis 18 h, widersprüchliche Quellen, siehe Datei 66
Interner Speicher 64 GB
Schutzart IP67
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 873 g
Maße 404 × 85 × 85 mm
Garantie 24 Monate

Häufige Fragen

Was bedeutet die Rückstoßfestigkeit von 850 G beim Ares 650L 2.0?

Es ist eine Beschleunigungsangabe: Das Gerät soll dem 850-fachen der Erdbeschleunigung standhalten, wie sie beim Schuss kurzzeitig auf die Montage wirkt. Damit ist die mechanische Auslegung von Platine, Objektivfassung und Sensoraufhängung gemeint. Rechnen Sie diesen Wert nicht gegen die 6000 Joule von Ibex und Oryx auf: Das eine ist eine Beschleunigung, das andere eine Energie, und ohne Masse und Stoßdauer lassen sie sich nicht ineinander umrechnen. Festhalten lässt sich dennoch, dass die Ares Reihe überhaupt eine Angabe trägt, während für die Vidar Reihe keine Quelle einen Wert nennt.

Was bringt die Blende F1.0 bei diesem Objektiv?

Sie bestimmt, wie viel Infrarotstrahlung auf den Sensor fällt, und geht quadratisch in das Signal ein. Der Unterschied zu einem lichtschwächeren Objektiv ist deshalb größer, als die Zahlen vermuten lassen: Von F1.0 auf F0.9 gewinnt man rund 23 Prozent Signal, von F1.0 auf F0.8 rund 56 Prozent. In der Praxis zeigt sich das bei geringem Temperaturunterschied zwischen Wild und Untergrund, also an feuchten Herbstabenden und bei Regen, wo ein lichtstärkeres Objektiv ein kontrastreicheres Bild liefert. F1.0 ist für ein 50 mm Objektiv dieser Klasse ein üblicher Wert.

Wie weit kann ich mit dem Ares 650L 2.0 ansprechen?

Planen Sie mit 250 bis 400 Metern, je nach Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und Wildart. Hergeleitet ist das über den Winkel je Bildpunkt von 0,24 Milliradiant, also 7,2 Zentimeter auf 300 Meter; ein Rehkörper von 70 Zentimetern wird dort noch von etwa zehn Bildpunkten überspannt, und das ist die untere Schwelle für sicheres Unterscheiden von Wildart und Zielbereich. Die Herstellerangabe von 2600 Metern beschreibt dagegen die Entdeckung, also das bloße Erscheinen einer Wärmequelle im Bild. Der Laser verschiebt diese optische Grenze nicht, auch wenn er bis 1000 Meter misst.

Was braucht der Ballistikrechner, damit seine Werte stimmen?

Sechs Eingaben: Montagehöhe über der Laufachse, Geschossgewicht, Mündungsgeschwindigkeit, ballistischer Koeffizient, Luftdruck und Temperatur, einmal in der SmartThermal-App hinterlegt. Über die Qualität entscheiden dann drei Dinge. Die Waffe muss eingeschossen sein, sonst bezieht sich die Korrektur auf eine Nullentfernung, die es nicht gibt, und vergrößert die Abweichung. Die Mündungsgeschwindigkeit muss aus Ihrem Lauf mit Ihrer Laborierung stammen; Packungsangaben weichen regelmäßig um mehrere Prozent ab, und ein Chronograph lohnt sich hier. Und weil Luftdruck und Temperatur die Luftdichte bestimmen, gehört ein im Sommer im Tal erstelltes Profil vor dem Bergansitz im Winter überarbeitet.

Ist dieses Zielfernrohr in Österreich erlaubt?

Der Erwerb ja, die Verwendung richtet sich nach dem Landesjagdrecht. In Kärnten regelt das § 68 des Jagdgesetzes, im Burgenland § 95 des Jagdgesetzes 2017, und beide folgen dem Muster der übrigen Länder: Elektronische Zielhilfen sind im Grundsatz untersagt, Ausnahmen bestehen überwiegend für Schwarzwild und sind häufig an Auflagen gebunden. Ein waffenrechtliches Verbot wie in Deutschland gibt es nicht, und eine Bewilligungspflicht wie in der Schweiz ebenso wenig. Klären Sie Ihren konkreten Fall vor dem Kauf mit der Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.


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