ThermTec Vidar 660L 2.0 Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF
3.599,00 €
Das ThermTec Vidar 660L 2.0 ist das Spitzenmodell der Reihe: 640 × 512 Bildpunkte, zwei optisch umschaltbare Objektive mit 20 und 60 Millimetern und ein Laserentfernungsmesser mit ballistischer Haltepunktkorrektur. Im Weitwinkel zeigt es 38,4 Meter Bildbreite auf 100 Meter, das weiteste Bild aller Vidar Modelle.
- 640 × 512, zwei Objektive per Knopfdruck, 1,1-fach und 3,2-fach
- 38,4 Meter Bildbreite auf 100 Meter im Weitwinkel
- Laserentfernungsmesser und Ballistikrechner über die App
- Bis 18 Stunden aus zwei Wechselzellen, 64 GB Speicher
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Das weiteste Bild der Reihe, und warum das auf dem Ansitz zählt
Mit 38,4 Metern Bildbreite auf 100 Meter zeigt dieses Gerät im Weitwinkel mehr als jedes andere Vidar Modell. Der Grund ist die Kombination aus dem großen Sensor und der kurzen Brennweite: 640 Bildpunkte bei 12 Mikrometern ergeben eine Sensorbreite von 7,68 Millimetern, und hinter einem 20 mm Objektiv öffnet das einen Bildwinkel von 21,7 Grad.
Was das praktisch bedeutet: Eine Wiese von vierzig Metern Breite passt in einem Blick ins Bild, statt in drei Schwenks abgesucht zu werden. Sie verlieren kein Stück, das zwischen zwei Schwenks die Position wechselt, und Sie behalten die Orientierung, weil Sie Landmarken wie Waldkante, Kanzel oder Futterstelle gleichzeitig sehen.
Mit 1,1-fach liegt die Grundvergrößerung dabei nahe bei eins, das Bild entspricht also etwa dem, was Sie mit bloßem Auge an Winkelgröße wahrnehmen. Für das Absuchen ist das der angenehmste Zustand, für den Schuss zu wenig, und genau dafür ist die zweite Optik da.
Umschalten, messen, schießen
Per Knopfdruck tritt das 60 mm Objektiv in den Strahlengang. Das Bild wird auf 12,8 Meter Breite eng, die Grundvergrößerung steigt auf 3,2-fach, und der Winkel je Bildpunkt sinkt von 0,6 auf 0,2 Milliradiant. Das ist ein echter optischer Wechsel, kein Digitalzoom: Der Sensor bekommt mehr Licht und mehr Detail, statt vorhandene Bildpunkte zu vergrößern.
Dazwischen liegt die Messung. Der Laserentfernungsmesser liefert die Zahl, auf der die ballistische Berechnung aufsetzt, und die ist bei diesem Gerät besonders gefragt: Mit der langen Optik sprechen Sie bis etwa 300 bis 450 Meter an, und dort trägt eine geschätzte Entfernung nicht mehr. Das Ballistikprofil legen Sie vorab in der ThermTec Outdoor App an, danach brauchen Sie das Smartphone auf dem Ansitz nicht.
Voraussetzung bleibt die saubere Nullung. Eine ballistische Lösung korrigiert gegenüber einer bekannten Nullentfernung; ohne sie korrigiert sie gegenüber nichts. Das Gerät bietet dafür fünf Profile mit Auto-Zero, bei dem Sie das Absehen im eingefrorenen Bild direkt auf das Einschussloch ziehen, statt Klickwerte umzurechnen.
Die zwei Reichweiten dieses Geräts
| Objektiv | Winkel je Bildpunkt | Bildbreite auf 100 m | Realistische Ansprechgrenze | Entdeckung |
|---|---|---|---|---|
| 20 mm | 0,6 mrad | 38,4 m | 80 bis 130 m | bis 1000 m |
| 60 mm | 0,2 mrad | 12,8 m | 300 bis 450 m | bis 3000 m |
Die Ansprechgrenze meint die Entfernung, auf der Sie Wildart, Stück und Zielbereich sicher unterscheiden. Die Entdeckungsangabe des Herstellers meint, wann eine Wärmequelle überhaupt als Fleck erscheint, und liegt um ein Vielfaches darüber. Beide Zahlen haben ihre Berechtigung, nur beantworten sie verschiedene Fragen, und auf Händlerseiten steht fast immer nur die größere.
Weitere Ausstattung
Der NETD-Wert liegt bei höchstens 20 Millikelvin. Sichtfeld 21,7 × 17,4 Grad im Weitwinkel und 7,3 × 5,9 Grad im Tele, Digitalzoom bis vierfach auf beiden Stufen. Dazu bis zu sieben Absehen, sechs Farbpaletten, Bild-im-Bild, ein Fokusrad oben, 64 Gigabyte Speicher, WLAN, IP67, minus 20 bis plus 50 Grad, Start in rund drei Sekunden, zwei wechselbare Zellen für bis zu 18 Stunden und eine mitgelieferte 22-mm-Schiene. Garantie 24 Monate.
In der Serie: Die zweite Dual-Optik mit kleinerem Sensor ist das Vidar 360L 2.0, feste Objektive tragen das Vidar 650L 2.0 und das Vidar 335L 2.0. Ohne Laser gibt es dieses Modell als Vidar 660 2.0. Die Reihe steht in der Vidar 2.0 Serie, Alternativen mit feinerem Display in Ibex Serie und Oryx Serie.
Wer nach Deutschland oder in die Schweiz liefert, bleibt bei Vorsatzgeräten; dieselbe Brennweite wie das Tele dieses Modells bietet das Hunt 650 Pro aus der Hunt Pro Serie. Das übrige Programm des Herstellers steht im ThermTec Bereich, Alternativen anderer Marken bei HIKMICRO.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bauart | Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich |
| Sensor | 640 × 512, 12 µm |
| NETD | höchstens 20 mK |
| Bildrate | 50 Hz |
| Objektive | 20 mm und 60 mm, optisch umschaltbar |
| Grundvergrößerung | 1,1-fach und 3,2-fach |
| Digitalzoom | 1- bis 4-fach je Stufe |
| Sichtfeld 20 mm | 21,7° × 17,4°, 38,4 × 30,7 m auf 100 m |
| Sichtfeld 60 mm | 7,3° × 5,9°, 12,8 × 10,2 m auf 100 m |
| Winkel je Bildpunkt | 0,6 mrad bzw. 0,2 mrad |
| Entdeckung | bis 1000 m bzw. bis 3000 m, Rechenwerte |
| Laserentfernungsmesser | vorhanden, Messreichweite nicht dokumentiert, siehe Abschnitt 8 |
| Ballistikrechner | Ja, über die Hersteller-App, nach dem Einschießen. |
| Display | AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768 |
| Absehen | bis zu 7 |
| Nullung | 5 Profile, Auto-Zero |
| Montage | 22-mm-Schiene im Lieferumfang |
| Akku | zwei wechselbare Zellen |
| Laufzeit | bis 18 h, Start in 3 s |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Rückstoßfestigkeit | Für die Vidar Reihe nicht angegeben, siehe Abschnitt 8 |
| Gewicht und Maße | für die Laserausführung nicht belegt, siehe Abschnitt 8 |
| Garantie | 24 Monate |
5. Häufige Fragen
Warum zeigt das Vidar 660L 2.0 im Weitwinkel so viel mehr als die anderen Modelle?
Weil hier der große Sensor auf die kurze Brennweite trifft. 640 Bildpunkte bei 12 Mikrometern ergeben eine Sensorbreite von 7,68 Millimetern, und hinter einem 20 mm Objektiv öffnet das einen Bildwinkel von 21,7 Grad, also 38,4 Meter Bildbreite auf 100 Meter. Zum Vergleich: Das Schwestermodell mit kleinerem Sensor kommt bei gleicher Brennweite auf 23,0 Meter, die Modelle mit 50 mm Festobjektiv auf 15,4 Meter. Praktisch heißt das, eine Wiese von vierzig Metern Breite passt in einen Blick, statt in drei Schwenks abgesucht zu werden.
Wie weit kann ich mit dem Vidar 660L 2.0 ansprechen?
Das hängt vom gewählten Objektiv ab. Im Weitwinkel liegt sie bei 80 bis 130 Metern, im Tele bei 300 bis 450 Metern. Maßgeblich ist der Winkel je Bildpunkt: Im Tele sind es 0,2 Milliradiant, also acht Zentimeter auf 400 Meter, und ein Rehkörper von 70 Zentimetern wird dort von etwa neun Bildpunkten überspannt. Das ist erfahrungsgemäß die untere Schwelle für sicheres Unterscheiden. Die Herstellerangaben von bis zu 1000 und bis zu 3000 Metern beschreiben dagegen die Entdeckung, also den Punkt, an dem eine Wärmequelle überhaupt als Fleck im Bild erscheint.
Was unterscheidet das Vidar 660L 2.0 vom Vidar 360L 2.0?
Die Sensorgröße, und daraus folgt alles Weitere. Beide tragen dieselben zwei Objektive mit 20 und 60 Millimetern, denselben Laser, dasselbe Display und dieselbe Bedienung. Der 640×512 Sensor dieses Modells ist jedoch um zwei Drittel breiter als der 384×288 des kleineren, weshalb es bei gleicher Brennweite ein weiteres Bild zeigt, 38,4 statt 23,0 Meter im Weitwinkel, und zugleich eine geringere Grundvergrößerung aufweist, 1,1-fach statt 1,8-fach. Die Ansprechgrenzen sind dagegen fast identisch, weil beide Sensoren dieselbe Pixelgröße von 12 Mikrometern haben. Der Mehrpreis kauft Übersicht, nicht Reichweite.
Brauche ich bei diesem Gerät noch ein separates Wärmebild-Handgerät?
Für das Absuchen weniger als bei den Modellen mit festem Objektiv, weil das weite Bild von 38,4 Metern genau diese Aufgabe übernimmt. Zwei Gründe sprechen dennoch für ein Handgerät: Beim Suchen durch ein montiertes Zielfernrohr zeigt die Waffe immer dorthin, wohin Sie schauen, was auf dem Ansitz bei fremden Flächen und bei Nachsuchen unerwünscht ist. Und für die Nachsuche selbst brauchen Sie ohnehin ein Gerät, das Sie in der Hand führen können. Ein Monokular aus der Cyclops Reihe ergänzt dieses Zielfernrohr deshalb sinnvoll, statt es zu ersetzen.
Ist dieses Zielfernrohr in Österreich erlaubt?
Kaufen und besitzen dürfen Sie es ohne waffenrechtliche Hürde, denn die deutsche Verbotsnorm hat in Österreich keine Entsprechung. Geregelt wird stattdessen die Verwendung, und zwar in den neun Landesjagdgesetzen, die elektronische Zielhilfen zunächst untersagen und dann Ausnahmen eröffnen, überwiegend für Schwarzwild und häufig an Auflagen geknüpft, etwa eine mehrjährige Jagdkarte oder die schriftliche Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten. Die wichtigsten Fundstellen sind § 33a der Niederösterreichischen Jagdverordnung, § 68 des Kärntner Jagdgesetzes und § 95 des Burgenländischen Jagdgesetzes 2017. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf bei Ihrer Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.
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