ThermTec Oryx 635L Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF
2.899,00 €
Das ThermTec Oryx 635L ist der Einstieg in die Oryx Klasse: ein Display mit 2560 × 2560 Punkten auf 1,03 Zoll, ein NETD von höchstens 15 Millikelvin und ein Laserentfernungsmesser bis 1200 Meter. Das 35 mm Objektiv arbeitet mit Blende 0,8.
- Display 2560×2560 auf 1,03 Zoll, mehr als dreifache Punktzahl der Ibex Serie
- 35 mm bei Blende 0.8, 640×512 Sensor, NETD bis 15 mK
- Laserentfernungsmesser bis 1200 m mit ±1 Meter Genauigkeit
- Zwei Wechselakkus 21700, bis 8 Stunden, 64 GB Speicher
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
2 vorrätig
Rechtlicher Hinweis: Lieferung nur nach Österreich
Nach Deutschland und in die Schweiz liefern wir dieses Gerät nicht. Ein Zielfernrohr mit eigenem Absehen und Waffenmontage zählt in Deutschland nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG zu den verbotenen Waffen; die Ausnahme in § 40 Abs. 3 WaffG deckt ausschließlich Vorsätze und Aufsätze ohne eigenes Absehen. Die Schweiz führt Nachtsichtzielgeräte beim Bundesamt für Polizei als verbotenes Waffenzubehör, und für die Jagd greift das Verbot aus Art. 2 Bst. e der Jagdverordnung.
In Österreich ist der Erwerb zulässig; die Verwendung regelt Ihr Bundesland, überwiegend mit Ausnahmen für Schwarzwild. Die Ländertabelle steht auf der Oryx Serienseite. Dies ist keine Rechtsberatung.
Das Display ist der eigentliche Unterschied zur Ibex Serie
Beim Vergleich zweier Wärmebild-Zielfernrohre schauen Käufer zuerst auf den Sensor. Bei diesem Gerät liegt der Unterschied woanders, nämlich auf der Seite, durch die Sie hindurchsehen.
Das OLED-Display misst 1,03 Zoll und löst 2560 mal 2560 Punkte auf. Das sind rund 6,6 Millionen Bildpunkte gegenüber 1,92 Millionen bei den 1600 × 1200 Punkten der Ibex Serie, also mehr als das Dreifache auf einer gut doppelt so großen Fläche.
Warum das zählt: Der Sensor liefert 640 mal 512 Bildpunkte, das Display zeigt deutlich mehr. Die Anzeige ist damit nicht mehr der begrenzende Faktor, und was Sie sehen, ist die Grenze des Sensors und nicht die des Bildschirms. Bei Digitalzoom, eingeblendetem Absehen und den Ziffern des Ballistikrechners bleibt alles sauber gezeichnet, wo ein gröber gerastertes Display Treppenstufen zeigt.
Bemerkenswert ist das quadratische Format. Ein Okular zeichnet ein rundes Sehfeld, und ein quadratisches Display nutzt diesen Kreis besser aus als ein Display im Seitenverhältnis 4 zu 3, bei dem oben und unten Fläche ungenutzt bleibt.
Optik, Auflösungsvermögen und die ehrliche Grenze
Das 35 mm Objektiv bei Blende 0,8 erfasst 12,5 mal 10,0 Grad, auf 100 Meter also 21,9 mal 17,6 Meter. Nachgerechnet aus 640 Bildpunkten mal 12 Mikrometern Sensorbreite und 512 mal 12 Mikrometern Höhe hinter 35 Millimetern; die Herstellerangabe geht ohne Rest auf.
Blende 0.8 ist die lichtstärkste Stufe, die ThermTec in dieser Geräteklasse verbaut. Gegenüber F0.9 sammelt sie rund 27 Prozent mehr Wärmestrahlung, gegenüber F1.0 rund 56 Prozent, weil die Blendenzahl quadratisch in die Signalmenge eingeht. Zusammen mit dem NETD von höchstens 15 Millikelvin, dem besten Wert im ThermTec Programm, ergibt das die Reserve für Nieselregen, Nebel und flauen Kontrast.
Die Grundvergrößerung beträgt 2,6-fach, mit dem Digitalzoom bis vierfach also rechnerisch 10,4-fach.
Auf einen Bildpunkt entfallen 0,343 Milliradiant, was auf 200 Meter 6,9 Zentimetern entspricht. Über die Breite eines 70 Zentimeter langen Rehkörpers fallen dort rund zehn Punkte, woraus sich eine realistische Ansprechgrenze von 180 bis 280 Metern ergibt. Die Herstellerangabe von 1800 Metern beschreibt das Erscheinen einer Wärmequelle im Bild, nicht das Beurteilen eines Stücks.
Dieser Wert ist identisch mit dem des gleichnamigen Ibex Modells, weil er allein von Pixelabstand und Brennweite abhängt. Was die Oryx Klasse besser macht, ist nicht die Reichweite, sondern alles darum herum: Darstellung, Empfindlichkeit, Messung und Ausdauer.
Entfernungsmesser, Einschießen und Ausstattung
Der Laserentfernungsmesser reicht bis 1200 Meter bei einer Genauigkeit von ±1 Meter und damit 200 Meter weiter als in der Ibex Serie. Er speist einen Ballistikrechner, der nach Herstellerangabe erst nach dem Einschießen sinnvoll arbeitet.
Zum Einschießen stehen sechs Profile bereit, wahlweise manuell oder über die Freeze-Funktion. Montiert wird über Standardringe mit 30 Millimetern, zugelassen bis 6000 Joule Rückstoßenergie. Der Fokus sitzt als Rad oben auf dem Mittelturm, was die Bedienung ohne Absetzen erlaubt.
Zwei wechselbare 21700-Zellen mit je 6000 Milliamperestunden liegen bei und tragen bis zu acht Stunden; das Gerät startet nach Herstellerangabe in drei Sekunden. Dazu 64 Gigabyte Speicher, IP67 und einen Betriebsbereich von minus 20 bis plus 50 Grad. Mit 1050 Gramm bei 385 mal 93 mal 77 Millimetern ist es deutlich schwerer als ein Gerät der Ibex Klasse, was bei einem Zielfernrohr auf der Waffe weniger wiegt als bei einem Handgerät.
In der Serie: Mehr Reichweite und das feinere Raster bringt das Oryx 650L mit 50 Millimetern; beide stehen in der Oryx Serie. Günstiger bei gleicher Optik ist das Ibex 635L aus der Ibex Serie.
Für Deutschland und die Schweiz sind Vorsatzgeräte zulässig: Das Hunt 635 Pro trägt denselben Sensor und dieselbe Brennweite, die ganze Hunt Pro Serie ist dort erhältlich. Beobachtungsgeräte sind überall erlaubt und stehen in ThermTec Wärmebild-Monokulare, das Sortiment im ThermTec Bereich. Weitere Marken: HIKMICRO und Pulsar. Zur Rechtslage siehe die Rechtsübersicht Wärmebildtechnik.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bauart | Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich |
| Sensor | 640 × 512, ungekühlter Mikrobolometer |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | höchstens 15 mK |
| Bildrate | 50 Hz |
| Objektiv | 35 mm, Blende F0.8 |
| Grundvergrößerung | 2,6-fach |
| Digitalzoom | 1- bis 4-fach, gesamt bis 10,4-fach |
| Sichtfeld | 12,5° × 10,0°, 21,9 × 17,6 m auf 100 m, nachgerechnet |
| Winkel je Bildpunkt | 0,343 mrad |
| Entdeckungsreichweite | 1800 m, Rechenwert des Herstellers |
| Laserentfernungsmesser | bis 1200 m, ±1 m |
| Ballistikrechner | Ja, erst nach dem Einschießen sinnvoll. |
| Display | OLED, 1,03 Zoll, 2560 × 2560 |
| Fokus | Rad oben am Mittelturm |
| Einschießen | 6 Profile, manuell und per Freeze |
| Montage | Standardringe 30 mm |
| Rückstoßfestigkeit | 6000 J |
| Akku | zwei wechselbare 21700, je 6000 mAh |
| Laufzeit | bis 8 h |
| Startzeit | 3 s |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Gewicht | 1050 g ±5 g |
| Maße | 385 × 93 × 77 mm ±5 mm |
| Augenabstand | von keiner Quelle für dieses Modell angegeben |
| Garantie | von keiner Quelle angegeben |
Häufige Fragen
Was unterscheidet die Oryx Serie von der Ibex Serie?
Vier Dinge, und der Sensor gehört nicht dazu: Beide Reihen nutzen 640 × 512 Bildpunkte bei 12 Mikrometern. Die Oryx Geräte haben ein Display mit 2560 × 2560 Punkten auf 1,03 Zoll statt 1600 × 1200 auf 0,5 Zoll, einen NETD von höchstens 15 statt unter 18 Millikelvin, einen Laserentfernungsmesser bis 1200 statt 1000 Meter mit ±1 Meter Genauigkeit und zwei wechselbare 21700-Akkus mit bis zu acht Stunden statt eines 18650 mit sechs. Dafür wiegen sie rund 1050 statt 770 Gramm und kosten etwa das Doppelte. Die Ansprechentfernung ist bei gleicher Brennweite identisch, weil sie allein von Pixelabstand und Brennweite abhängt.
Warum ist ein Display mit 2560 × 2560 Punkten sinnvoll, wenn der Sensor nur 640 × 512 hat?
Weil das Display dadurch aufhört, der begrenzende Faktor zu sein. Mit rund 6,6 Millionen Bildpunkten zeigt es ein Vielfaches dessen, was der Sensor liefert, sodass Sie die Grenze des Sensors sehen und nicht die der Anzeige. Spürbar wird das bei Digitalzoom, beim eingeblendeten Absehen und bei den Ziffern des Ballistikrechners, die auf einem gröber gerasterten Display Treppenstufen zeigen. Das quadratische Format nutzt zudem das runde Sehfeld des Okulars besser aus als ein Display im Verhältnis 4 zu 3.
Wie weit kann ich mit dem Oryx 635L ansprechen?
Realistisch 180 bis 280 Meter, je nach Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und Wildart. Grundlage ist der Winkel je Bildpunkt von 0,343 Milliradiant: Auf 200 Meter entspricht ein Bildpunkt 6,9 Zentimetern, womit rund zehn Punkte über die Breite eines 70 Zentimeter langen Rehkörpers fallen. Die Herstellerangabe von 1800 Metern beschreibt dagegen nur, wann eine Wärmequelle überhaupt im Bild erscheint. Wer weiter ansprechen will, braucht eine längere Brennweite, nicht ein besseres Display: Das Oryx 650L löst mit 0,24 Milliradiant je Bildpunkt ein Drittel feiner auf.
Wie lange hält der Akku?
Bis zu acht Stunden je Ladung, und es liegen zwei wechselbare 21700-Zellen mit je 6000 Milliamperestunden bei. Damit kommen Sie rechnerisch auf rund sechzehn Stunden Einsatz, ohne laden zu müssen, was dieses Gerät von den meisten Zielfernrohren seiner Klasse abhebt. Zum Vergleich: Die Ibex Serie arbeitet mit einem 18650 und bis zu sechs Stunden. Das Gerät startet nach Herstellerangabe in drei Sekunden, was beim Wechsel im Ansitz zählt.
Darf ich dieses Gerät in Österreich jagdlich einsetzen?
Erwerben dürfen Sie es, einsetzen nur nach Maßgabe Ihres Bundeslandes. Elektronische Zielhilfen sind in den Landesjagdgesetzen zunächst untersagt, mit Ausnahmen vor allem für Schwarzwild und teilweise für Raubwild. Niederösterreich regelt das in § 33a NÖ-JVO und verlangt eine mindestens drei Jahre geführte Jagdkarte oder einen Kurs des Landesjagdverbandes sowie die schriftliche Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten; Kärnten regelt es in § 68 Kärntner Jagdgesetz, das Burgenland in § 95 Jagdgesetz 2017. In Tirol und Vorarlberg bleibt im Kern nur die Nachsuche. Klären Sie Ihren Fall vorab mit der Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.
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