FLIR M364 Marine-Wärmebildkamera Pan/Tilt, hochauflösend

14.899,00 €

Die FLIR M364 verdoppelt gegenüber der M332 die Sensorauflösung und damit die Reichweite: 640×512 Bildpunkte auf Basis des Boson-Kerns, dieselbe 2-Achsen-Gyro-Stabilisierung, dasselbe Gehäuse. Ein Boot von 30 Fuß entdeckt sie nach Herstellerangabe auf 3,2 Seemeilen, eine Person auf 725 Metern.

  • 640×512 Boson-Sensor, Bildwinkel 24 × 18 Grad bei 18 mm
  • 3,2 sm Entdeckungsreichweite für ein Boot von 30 Fuß
  • 30 Hz oder unter 9 Hz wählbar, 2-Achsen-Gyro-Stabilisierung
  • Lieferung in die gesamte EU in 48 bis 72 Stunden

1 vorrätig

Beschreibung

Doppelte Auflösung, doppelte Reichweite: Die Rechnung geht genau auf.

Die M364 ist das hochauflösende Gegenstück zur FLIR M332. Gehäuse, Stabilisierung, Anschlusstechnik, Leistungsaufnahme und Umweltwerte sind identisch; der Unterschied liegt allein im Sensor und in der Brennweite, die von 9,1 auf 18 Millimeter steigt, damit der Bildwinkel gleich bleibt.

Was das an Reichweite bringt, gibt FLIR selbst in Zahlen an:

Ziel M332, 320 × 256 M364, 640 × 512
Boot von 30 Fuß Länge 1,60 sm (2,96 km) 3,20 sm (5,92 km)
NATO-Standardziel 2,3 × 2,3 m bei 50 % 0,47 sm (879 m) 0,95 sm (1,76 km)
Person 0,20 sm (362 m) 0,39 sm (725 m)

Die Verdopplung ist exakt, und das ist kein Zufall: Bei gleichem Bildwinkel verteilt der doppelt so breite Sensor denselben Ausschnitt auf doppelt so viele Bildpunkte, sodass ein Objekt in doppelter Entfernung noch von derselben Anzahl Punkte abgedeckt wird. Diese Beziehung gilt für jede Wärmebildoptik und erklärt, warum Auflösung bei einer Navigationskamera mehr zählt als bei einer Beobachtungskamera an Land.

Praktisch entscheidend ist die mittlere Zeile. Ein NATO-Standardziel von 2,3 mal 2,3 Metern entspricht in der Größenordnung einem Schlauchboot, einem großen Treibgutstück oder einer Rettungsinsel. Mit 1,76 Kilometern haben Sie bei Marschfahrt etwa drei Minuten Zeit zum Reagieren, mit den 879 Metern der M332 nur rund 90 Sekunden. Für Nachtfahrten in befahrenen Gewässern ist das der Unterschied, der den Aufpreis trägt.

Die 725 Meter für eine Person sind die Zahl für Mann-über-Bord-Lagen. Gemeint ist damit das Entdecken einer Wärmequelle, nicht das Erkennen ihrer Einzelheiten. Wie diese Werte zustande kommen und warum warmes Oberflächenwasser sie im Sommer verkürzt, steht im Ratgeber zu Reichweite und Auflösung bei Marinekameras.

Der Boson-Kern und die Wahl der Bildrate

Der Sensor basiert auf FLIRs Boson-Kern, dem gleichen Modul, das in Handgeräten und Drohnenkameras des Herstellers arbeitet. Für Sie als Nutzer heißt das vor allem eines: eine Bildverarbeitung, die auf schnelle Szenenwechsel ausgelegt ist, wie sie beim Schwenken über Wasser und Küstenlinie entstehen.

Die Bildrate ist wählbar. FLIR liefert die M364 mit 30 Hertz oder unter 9 Hertz. Dieser Punkt entscheidet über die Brauchbarkeit bei Fahrt und Welle, und er wird in Angeboten oft nicht genannt.

Bei 30 Hertz steht alle 33 Millisekunden ein neues Bild bereit. Das Bild läuft flüssig, auch wenn das Boot bei fünfundzwanzig Knoten über eine kurze Welle setzt, und die Gyro-Stabilisierung kann ihre Korrektur sichtbar glätten. Bei unter 9 Hertz sind es 111 Millisekunden, und Bewegungen erscheinen in Sprüngen.

Prüfen Sie beim Kauf, welche Ausführung Sie bekommen. Die uns vorliegende Artikelnummer E70526 bezeichnet die 9-Hertz-Variante. Der Grund für das Nebeneinander liegt in der Ausfuhrregelung: Sensoren oberhalb bestimmter Bildraten unterliegen strengeren Vorschriften, weshalb Hersteller bewusst langsamere Varianten anbieten. FLIR weist für diese Produktgruppe darauf hin, dass die Geräte je nach Endausführung unter ITAR oder EAR fallen können. Für den innereuropäischen Versand ist das handhabbar, bei der 30-Hertz-Ausführung sollten Sie die Einstufung dennoch erfragen.

Einbau, Anschluss und Betrieb an Bord

Drei Videowege parallel: zwei unabhängige H.264- oder MJPEG-Netzwerkstreams, ein verlustfreier HD-SDI-Ausgang und ein analoges NTSC- oder PAL-Signal über BNC, einstellbar. Die Netzwerkstreams sind ONVIF Profile S konform. Damit bedienen Sie Kartenplotter, Messemonitor und Rekorder gleichzeitig und können die Kamera in eine vorhandene Videoanlage einbinden.

Gesteuert wird per Touchscreen von kompatiblen Displays von Furuno, Garmin, Raymarine und Simrad; das optionale JCU-4 Keypad bietet eine eigene Bedieneinheit mit Joystick. Marine Video Analytics markiert Objekte, die nicht Wasser sind.

Strom und Gewicht entsprechen der M332: 12 bis 24 Volt, 41 Watt nominal und 56 Watt mit Heizung, also bis zu 4,7 Ampere an einem 12-Volt-Netz. 6,3 Kilogramm bei 222 mal 328 Millimetern, mit Top-Down-Riser 6,8 Kilogramm bei 254 mal 366 Millimetern. Wer von einer kleineren Kamera aufrüstet, sollte die Unterkonstruktion prüfen, denn zum Gewicht kommt der Hebelarm am Hardtop oder Mast.

Umwelt und Dauerbetrieb: IPX6, Salznebel und EMV nach IEC 60945, Vibration nach IEC 60945, Stoß 15 g vertikal und 9 g horizontal, Blitzschutz gegen Naheinschlag bei 2 kV, Betrieb von minus 25 bis plus 55 Grad, Lagerung von minus 30 bis plus 70 Grad. Beim Einschalten läuft eine automatische Scheibenentfrostung an.

Wartung über die Saison: Die Germaniumscheibe ist beschichtet; Salz mit Süßwasser abspülen und abtupfen, nie trocken reiben. Die Schwenkmechanik ist gedichtet und wartungsfrei. Kontrollieren Sie einmal je Saison die Dichtung am Kabeldurchlass, weil dort an Bord erfahrungsgemäß zuerst Feuchtigkeit eindringt, und lassen Sie bei Winterlagerung die Kamera montiert, statt sie zu demontieren: Jede Demontage bedeutet ein neues Risiko an der Kabeldurchführung.

Technische Daten

Merkmal Technischer Wert
Sensor 640×512 VOx-Mikrobolometer, Boson-Kern
Bildwiederholrate 30 Hz oder unter 9 Hz, wählbar
Bildwinkel 24° × 18°
Brennweite 18 mm
Fokus fest, ab 3 m bis unendlich
Optischer Zoom nicht vorhanden
Digitalzoom 4-fach, stufenlos
Schwenkbereich 360° endlos
Neigebereich ±90°
Gyro-Stabilisierung 2 Achsen, vertikal gegen Stampfen, horizontal für Peilungshaltung
Entdeckung Boot 30 ft 3,20 sm (5,92 km)
Entdeckung NATO-Ziel 0,95 sm (1,76 km)
Entdeckung Person 0,39 sm (725 m)
Netzwerkvideo zwei unabhängige H.264- oder MJPEG-Streams, ONVIF Profile S
HD-SDI verlustfrei
Analogvideo NTSC oder PAL, einstellbar, BNC
Bildanalyse Marine Video Analytics
Steuerung Kartenplotter-Touchscreen (Furuno, Garmin, Raymarine, Simrad), optional JCU-4
Spannungsversorgung 12 bis 24 V DC
Leistungsaufnahme 41 W nominal, 56 W mit Heizung
Betriebstemperatur −25 bis +55 °C
Lagertemperatur −30 bis +70 °C
Schutzart IPX6
Stoßfestigkeit 15 g vertikal, 9 g horizontal
Vibration, Salznebel, EMV IEC 60945
Blitzschutz Naheinschlag 2 kV
Scheibenentfrostung automatisch beim Einschalten
Gewicht 6,3 kg, mit Top-Down-Riser 6,8 kg
Maße 222 × 328 mm, mit Riser 254 × 366 mm
Artikelnummer E70526 (9-Hz-Ausführung)

Häufige Fragen

Wie weit sieht die FLIR M364?

FLIR gibt drei Werte an: Ein Boot von 30 Fuß Länge wird auf 3,20 Seemeilen entdeckt, ein NATO-Standardziel von 2,3 mal 2,3 Metern auf 0,95 Seemeilen und eine Person auf 0,39 Seemeilen, also 725 Metern. Diese Zahlen beschreiben das Entdecken einer Wärmequelle, nicht das Erkennen von Details; für eine sichere Identifikation rechnen Sie mit einem Bruchteil davon. Praktisch wichtig ist der mittlere Wert: 1,76 Kilometer für ein schlauchbootgroßes Objekt geben Ihnen bei Marschfahrt etwa drei Minuten Reaktionszeit. Warmes Oberflächenwasser im Sommer verringert den Kontrast und damit die praktische Reichweite.

Was ist der Unterschied zwischen FLIR M332 und M364?

Allein der Sensor und die daraus folgende Brennweite. Die M364 hat 640 mal 512 Bildpunkte statt 320 mal 256 und ein 18-Millimeter-Objektiv statt 9,1 Millimeter, damit der Bildwinkel von 24 mal 18 Grad gleich bleibt. Gehäuse, Gewicht, 2-Achsen-Gyro-Stabilisierung, Videoausgänge, Leistungsaufnahme und alle Umweltwerte sind identisch, und äußerlich sind die Geräte nicht zu unterscheiden. Der Gewinn ist die genau doppelte Reichweite: 3,20 statt 1,60 Seemeilen für ein Boot von 30 Fuß. Prüfen Sie bei Angeboten die Sensorzeile, denn die Verwechslung kommt im Handel häufig vor.

Soll ich die 30-Hertz- oder die 9-Hertz-Ausführung der M364 nehmen?

Wenn Sie nachts schneller als etwa fünfzehn Knoten fahren oder häufig in Welle unterwegs sind, die 30-Hertz-Ausführung. Dort steht alle 33 Millisekunden ein neues Bild bereit, das Bild läuft flüssig, und die Gyro-Stabilisierung kann ihre Korrektur sichtbar glätten. Bei unter 9 Hertz sind es 111 Millisekunden, und Bewegungen erscheinen in Sprüngen. Für Hafenmanöver und langsame Nachtfahrt genügt die langsamere Variante. Der Grund für das Nebeneinander ist exportrechtlich: Sensoren oberhalb bestimmter Bildraten unterliegen strengeren Ausfuhrvorschriften. Klären Sie beim Kauf, welche Ausführung geliefert wird.

Welchen Kartenplotter brauche ich für die FLIR M364?

Ein netzwerkfähiges Display von Furuno, Garmin, Raymarine oder Simrad, das IP-Videostreams darstellen kann. Anders als beim Einstiegsmodell M232 haben Sie hier zusätzlich einen Analogausgang über BNC und einen HD-SDI-Ausgang, sodass sich auch ältere Installationen mit Analogmonitor und größere Yachten mit eigener Videoinfrastruktur anbinden lassen. Die Netzwerkstreams sind ONVIF Profile S konform. Prüfen Sie die Firmwareversion Ihres Displays, denn die Kameraunterstützung kam bei mehreren Herstellern erst mit späteren Softwarestufen.

Kann die FLIR M364 dauerhaft an Bord bleiben?

Ja, das Gerät ist für den dauerhaften Außeneinsatz gebaut: IPX6 gegen Spritzwasser, Salznebel und EMV nach IEC 60945, Stoßfestigkeit 15 g vertikal und 9 g horizontal, Blitzschutz gegen Naheinschlag bei 2 kV und automatische Scheibenentfrostung beim Einschalten. Die Schwenkmechanik ist gedichtet und wartungsfrei. Lassen Sie die Kamera auch über die Winterlagerung montiert, statt sie abzunehmen, denn jede Demontage bedeutet ein neues Dichtigkeitsrisiko an der Kabeldurchführung. Salzkrusten auf der Germaniumscheibe spülen Sie mit Süßwasser ab und tupfen nach, ohne zu reiben.


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