FLIR M400 Multisensor-Marinekamera mit optischem Zoom
74.999,00 €
Die FLIR M400 ist das erste Modell der Reihe mit optischem Zoom im Wärmekanal: 26 bis 105 Millimeter Brennweite, 4-fach stufenlos, Bildwinkel von 24 bis 6 Grad. Dazu eine HD-Sichtkamera mit 30-fachem Zoom und ein LED-Suchscheinwerfer mit 580 Lumen. Ein Boot von 30 Fuß entdeckt sie nach Herstellerangabe auf 12,78 Seemeilen.
- 4-fach optischer Zoom im Wärmebild, 24° bis 6° Bildwinkel
- 12,78 sm Entdeckungsreichweite für ein Boot von 30 Fuß
- LED-Suchscheinwerfer, 580 Lumen, 5 Grad Streuwinkel
- Lieferung in die gesamte EU in 48 bis 72 Stunden
Optischer Zoom im Wärmebild: der eigentliche Sprung in dieser Reihe
Alle kleineren Modelle der Reihe haben eine feste Brennweite und nur Digitalzoom. Der vergrößert vorhandene Bildpunkte, gewinnt also keine zusätzliche Information. Die M400 bringt erstmals ein echtes Zoomobjektiv im Wärmekanal: 26 bis 105 Millimeter, stufenlos, dazu weitere 4-fach digital.
Was das an Reichweite bedeutet, zeigt FLIRs eigene Angabe im Vergleich zu den Modellen mit festem Objektiv:
| Modell | Boot 30 ft | Schlauchbootgröße | Person |
|---|---|---|---|
| M332, 320 × 256 fest | 1,60 sm | 0,47 sm | 362 m |
| M364, 640 × 512 fest | 3,20 sm | 0,95 sm | 725 m |
| M400, 640 × 480 mit 4-fach Zoom | 12,78 sm | 3,79 sm | 2,90 km |
Der Faktor vier gegenüber der M364 entspricht genau dem Zoombereich. Das ist kein Marketingeffekt, sondern dieselbe Beziehung wie bei der Auflösung: Vierfache Brennweite heißt vierfache Reichweite, weil ein Objekt in vierfacher Entfernung von derselben Zahl Bildpunkte abgedeckt wird.
Praktisch wichtig ist die mittlere Spalte. 3,79 Seemeilen für ein schlauchbootgroßes Objekt sind rund sieben Kilometer. Bei zwanzig Knoten haben Sie damit über zehn Minuten Zeit zum Reagieren, statt der drei Minuten, die die M364 lässt. Für Nachtfahrten in befahrenen Gewässern und für Suchaufgaben ist das die Grenze zwischen Beobachten und Planen.
Die 2,90 Kilometer für eine Person sind der höchste Wert, den FLIR für die ungekühlten Modelle dieser Reihe nennt. Bei Mann-über-Bord-Lagen heißt das: Sie können ein Suchmuster fahren, statt den Nahbereich abzutasten. Wie diese Zahlen zustande kommen, steht im Ratgeber zu Reichweite und Auflösung bei Marinekameras.
Drei Sensoren in einem Gehäuse, und was der Scheinwerfer dazu beiträgt
Der Wärmekanal arbeitet mit einem 640×480 VOx-Mikrobolometer, wählbar mit 30 Hertz oder unter 9 Hertz. Mit Digitalzoom sinkt der Bildwinkel bis auf 1,5 Grad waagerecht.
Der Sichtkanal entspricht dem der Dual-Modelle: ein 1/2,8-Zoll-CMOS mit bis zu 1920 mal 1080 Bildpunkten bei 30 Bildern je Sekunde, 30-fach optischem Zoom über 4,3 bis 129 Millimeter und 12-fachem Digitalzoom, Bildwinkel von 63,7 mal 35,8 bis 2,3 mal 1,29 Grad, Restlicht bis 0,006 Lux.
Der LED-Suchscheinwerfer mit 580 Lumen und 5 Grad Streuwinkel ist der Teil, den Datenblätter als Zeile führen und den niemand erklärt. Der enge Streuwinkel ist Absicht: Ein Scheinwerfer, der breit streut, blendet den eigenen Sichtkanal durch Rückstreuung an Gischt und Nebel. Fünf Grad bündeln das Licht auf etwa die Breite des Wärmebilds im mittleren Zoombereich, sodass Scheinwerfer und Kamera dieselbe Stelle anleuchten und ansehen.
Der Ablauf, für den die drei Komponenten gebaut sind: im Wärmebild auf große Entfernung entdecken, mit dem Wärmezoom näher heranholen, mit dem Sichtkanal identifizieren und, wenn das Restlicht nicht reicht, den Scheinwerfer zuschalten. Bei Rettungseinsätzen kommt ein vierter Zweck hinzu, denn der Scheinwerfer macht Sie und Ihr Boot für die Person im Wasser sichtbar.
Die 2-Achsen-Gyro-Stabilisierung gleicht Stampfen aus und hält eine Peilung. Bei 6 Grad Bildwinkel im Tele ist das keine Bequemlichkeit mehr, sondern Voraussetzung: Ohne Stabilisierung wäre der enge Ausschnitt bei Seegang nicht zu halten.
Was dieses Modell nicht hat: kein Objektverfolgen und keine Radiometrie. Beides bringt die FLIR M400XR, die ansonsten baugleich ist.
Einbau, Elektrik und Dauerbetrieb
Dies ist der Punkt, an dem sich die M400 von allen kleineren Modellen unterscheidet, und er wird in Angeboten praktisch nie genannt.
Das Gerät läuft an 12 bis 24 Volt und zieht unter 50 Watt nominal, 130 Watt in der Spitze und bis zu 270 Watt mit zugeschalteter Heizung. An einem 12-Volt-Netz bedeuten 270 Watt über 22 Ampere. Das ist die Größenordnung eines elektrischen Ankerspills im Dauerbetrieb und verlangt:
- eine eigene Sicherung passender Größe, nicht den Abgriff an einem bestehenden Stromkreis
- einen Leitungsquerschnitt, der die Länge bis Mast oder Hardtop berücksichtigt; bei zehn Metern einfacher Länge und 22 Ampere reden wir über deutlich mehr als die üblichen 2,5 Quadratmillimeter
- eine Verbraucherbatterie, die den Spitzenstrom neben Autopilot, Radar und Navigation verkraftet
An einem 24-Volt-Netz halbiert sich der Strom auf rund 11 Ampere. Wenn Ihr Boot beides hat, schließen Sie diese Kamera an 24 Volt an.
Mechanisch ist die M400 ebenfalls eine andere Klasse: 12,7 Kilogramm bei 273 mal 398 Millimetern, mit Top-Down-Riser 324 mal 459 Millimeter. Gegenüber den 6,3 Kilogramm der stabilisierten Mittelklasse ist das die doppelte Last, und sie sitzt meist am Ende eines Hebelarms. Eine Unterkonstruktion, die nicht ausdrücklich dafür ausgelegt ist, braucht eine Verstärkung.
Die Umweltwerte sind entsprechend robust: IPX6, Sand und Staub nach MIL-STD-810E, Stoß 15 g vertikal und 9 g horizontal, Vibration nach IEC 60945 und MIL-STD-810E, Salznebel und EMV nach IEC 60945, Windlast 100 Knoten, serienmäßiger Blitzschutz und automatische Scheibenentfrostung beim Einschalten. Der Betrieb ist von minus 25 bis plus 55 Grad freigegeben, die Lagerung von minus 50 bis plus 80 Grad.
Anschlussseitig stehen vier unabhängige H.264-Netzwerkstreams, ein verlustfreier HD-SDI-Ausgang und ein analoges NTSC- oder PAL-Signal über F-Typ-BNC bereit; ein Adapter von BNC auf RCA liegt bei. Gesteuert wird per Touchscreen von kompatiblen Displays von Furuno, Garmin, Raymarine und Simrad, alternativ über das JCU-4 Keypad.
Technische Daten
| Merkmal | Technischer Wert |
|---|---|
| Wärmebildsensor | 640×480 VOx-Mikrobolometer, nicht 640×512 |
| Bildwiederholrate Wärmebild | 30 Hz oder unter 9 Hz, wählbar |
| Optischer Zoom Wärmebild | 4-fach stufenlos, 26 bis 105 mm |
| Bildwinkel Wärmebild | 24° bis 6° waagerecht, mit Digitalzoom bis 1,5° |
| Digitalzoom Wärmebild | 4-fach stufenlos |
| Entdeckung Boot 30 ft | 12,78 sm (23,67 km) |
| Entdeckung NATO-Ziel | 3,79 sm (7,03 km) |
| Entdeckung Person | 1,57 sm (2,90 km) |
| Sichtkamera | 1/2,8-Zoll-CMOS, bis 1920 × 1080 bei 30 fps |
| Zoom Sichtkamera | 30-fach optisch, 12-fach digital, 4,3 bis 129 mm |
| Bildwinkel Sichtkamera | 63,7° × 35,8° bis 2,3° × 1,29° |
| Restlicht | 0,006 Lux mit Restlichtfunktion, 0,1 Lux ohne |
| LED-Suchscheinwerfer | 580 Lumen, 5° Streuwinkel |
| Objektverfolgen | Nicht vorhanden, siehe M400XR |
| Radiometrie | Nicht vorhanden, siehe M400XR |
| Schwenkbereich | 360° endlos |
| Neigebereich | ±90° |
| Gyro-Stabilisierung | 2 Achsen |
| Netzwerkvideo | vier unabhängige H.264-Streams |
| HD-SDI | verlustfrei |
| Analogvideo | NTSC oder PAL, F-Typ-BNC, Adapter auf RCA im Lieferumfang |
| Steuerung | Kartenplotter-Touchscreen (Furuno, Garmin, Raymarine, Simrad), optional JCU-4 |
| Spannungsversorgung | 12 bis 24 V DC |
| Leistungsaufnahme | unter 50 W nominal, 130 W Spitze, 270 W mit Heizung |
| Betriebstemperatur | −25 bis +55 °C |
| Lagertemperatur | −50 bis +80 °C |
| Schutzart | IPX6 |
| Sand und Staub | MIL-STD-810E |
| Stoßfestigkeit | 15 g vertikal, 9 g horizontal |
| Vibration | IEC 60945, MIL-STD-810E |
| Salznebel und EMV | IEC 60945 |
| Windlast | 100 Knoten |
| Blitzschutz | serienmäßig |
| Scheibenentfrostung | automatisch beim Einschalten |
| Gewicht | 12,7 kg |
| Maße | 273 × 398 mm, mit Riser 324 × 459 mm |
| Artikelnummer | 432-0012-18-00S (9-Hz-Ausführung) |
Häufige Fragen
Wie weit sieht die FLIR M400?
FLIR nennt drei Werte: Ein Boot von 30 Fuß Länge wird auf 12,78 Seemeilen entdeckt, ein NATO-Standardziel von 2,3 mal 2,3 Metern auf 3,79 Seemeilen und eine Person auf 1,57 Seemeilen, also 2,90 Kilometern. Damit liegt sie beim Vierfachen der M364 mit festem Objektiv, und der Faktor entspricht genau dem vierfachen optischen Zoom. Praktisch bedeutsam ist der mittlere Wert: Rund sieben Kilometer für ein schlauchbootgroßes Objekt geben bei zwanzig Knoten über zehn Minuten Reaktionszeit. Alle Werte beschreiben das Entdecken einer Wärmequelle, nicht das Erkennen von Einzelheiten.
Was bringt optischer Zoom im Wärmebild gegenüber Digitalzoom?
Zusätzliche Bildinformation statt vergrößerter Bildpunkte. Beim optischen Zoom ändert sich die Brennweite tatsächlich, von 26 auf bis zu 105 Millimeter, sodass der Bildwinkel von 24 auf 6 Grad sinkt und ein Objekt in größerer Entfernung von genauso vielen Bildpunkten abgedeckt wird wie zuvor in geringerer. Digitalzoom rechnet dagegen nur vorhandene Punkte größer und macht das Bild bei hohen Faktoren grob. Alle kleineren Modelle der Reihe haben ausschließlich Digitalzoom; die M400 ist das erste mit echtem Zoomobjektiv im Wärmekanal.
Wie viel Strom braucht die FLIR M400 und was heißt das für die Bordelektrik?
Unter 50 Watt nominal, 130 Watt in der Spitze und bis zu 270 Watt mit zugeschalteter Heizung. An einem 12-Volt-Netz sind 270 Watt über 22 Ampere, also die Größenordnung eines elektrischen Ankerspills im Dauerbetrieb. Planen Sie eine eigene Sicherung ein, einen Leitungsquerschnitt deutlich über den üblichen 2,5 Quadratmillimetern bei zehn Metern einfacher Länge, und eine Verbraucherbatterie, die den Spitzenstrom neben Autopilot, Radar und Navigation verkraftet. An einem 24-Volt-Netz halbiert sich der Strom auf rund 11 Ampere; wenn Ihr Boot beides hat, schließen Sie die Kamera an 24 Volt an.
Wozu dient der LED-Scheinwerfer und warum streut er nur 5 Grad?
Er beleuchtet das, was Sie im Wärmebild gefunden haben, damit der Sichtkanal es erkennen kann, wenn das Restlicht nicht reicht. Der enge Streuwinkel ist Absicht: Ein breit streuender Scheinwerfer blendet den eigenen Sichtkanal durch Rückstreuung an Gischt und Nebel. Fünf Grad bündeln das Licht auf etwa die Breite des Wärmebilds im mittleren Zoombereich, sodass Scheinwerfer und Kamera dieselbe Stelle anleuchten und ansehen. Bei Rettungseinsätzen hat er einen zweiten Zweck, denn er macht Ihr Boot für die Person im Wasser sichtbar.
Was unterscheidet die FLIR M400 von der M400XR?
Zwei Funktionen, die die XR zusätzlich hat: Objektverfolgen und Radiometrie. Beim Objektverfolgen rastet die Kamera auf ein Ziel ein, und die Schwenk-Neige-Einheit führt selbständig nach, statt dass Sie am Joystick korrigieren. Die Radiometrie, von FLIR als Firefighter-Modus bezeichnet, ordnet Bildbereichen Temperaturwerte zu. Sensoren, Zoombereiche, Sichtkamera, Scheinwerfer, Gehäuse, Gewicht, Stromaufnahme und alle Umweltwerte sind bei beiden Modellen identisch. Beachten Sie, dass die XR in der aktuellen Herstellerübersicht nicht mehr aufgeführt ist.
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