Die ThermTec Hunt Pro Serie macht aus Ihrem vorhandenen Zielfernrohr ein Wärmebildgerät. Das Vorsatzgerät wird auf das Objektiv geschraubt, arbeitet einfach vergrößernd und lässt Ihre Treffpunktlage unberührt, weil Sie weiter mit dem Absehen Ihres Tagesglases zielen. Genau deshalb sind diese Geräte für Inhaber eines Jagdscheins nach § 40 Abs. 3 WaffG erlaubt, anders als vollintegrierte Wärmebild-Zielfernrohre.

Alle drei Modelle teilen einen NETD-Wert unter 15 Millikelvin, den besten im ThermTec Programm, ein Display mit 1920 mal 1080 Punkten, ein Magnesiumgehäuse mit 399 Gramm und einen Wechselakku samt zweitem Akku im Lieferumfang. Unterschiedlich sind Sensor und Brennweite.

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Welches der drei Geräte zu welchem Revier passt

Die drei Modelle unterscheiden sich allein in Sensor und Brennweite; alles andere ist identisch.

Hunt 335 Pro Hunt 635 Pro Hunt 650 Pro
Sensor 384 × 288 640 × 512 640 × 512
Objektiv 35 mm, F0,9 35 mm, F1.0 50 mm, F1.0
Bildbreite auf 100 m 13,2 m 21,9 m 15,4 m
Winkel je Bildpunkt 0,343 mrad 0,343 mrad 0,24 mrad
Ansprechen, abgeleitet 180 bis 280 m 180 bis 280 m 250 bis 400 m
Tagesglas empfohlen bis 12-fach 18-fach 16-fach
Entdeckung laut Hersteller 1800 m 1800 m 2600 m
Maße 120 × 66 × 77 mm 118 × 66 × 77 mm 124 × 70 × 77 mm

Kurz gefasst: Wald und schnelles Absuchen sprechen für das 635 Pro, offenes Feld über 250 Meter für das 650 Pro, schlechte Bedingungen oder ein knappes Budget für das lichtstärkere 335 Pro.

Beachten Sie den Winkel je Bildpunkt: Die beiden 35-Millimeter-Geräte lösen gleich fein auf, weil dieser Wert nur vom Pixelabstand und der Brennweite abhängt. Der größere Sensor liefert kein schärferes Bild, sondern dieselbe Feinheit über zwei Drittel mehr Fläche. Feiner auflösen kann allein das 50 mm Objektiv.

Warum diese Geräte erlaubt sind und Zielfernrohre nicht

Bei Wärmebildtechnik an der Waffe entscheiden zwei Merkmale über erlaubt oder verboten: ob das Gerät ein eigenes Absehen zum Zielen hat und ob es an der Waffe montiert wird.

Ein Vorsatzgerät hat beides nicht: Es sitzt über einen M52×0,75-Adapter auf dem Objektiv Ihres Zielfernrohrs, vergrößert im Vorsatzbetrieb einfach und überlässt das Zielen dem Absehen des Tagesglases. Damit ist der Tatbestand des § 40 Abs. 3 WaffG erfüllt, der für Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze eine Ausnahme zugunsten von Jagdscheininhabern nach § 15 Abs. 2 Satz 1 BJagdG vorsieht.

Ein vollintegriertes Wärmebild-Zielfernrohr bringt sein Absehen mit und sitzt in Ringen auf der Waffe. Es fällt unter Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG und bleibt auch für Jagdscheininhaber eine verbotene Waffe. Ein Bundesratsentwurf zur Zulassung liegt seit Juli 2025 unbeschlossen im Bundestag.

Ein Detail, das genaues Lesen verlangt: Die eingeblendete Bezugslinie, oft ebenfalls Absehen genannt, erscheint nur in Aufzeichnung und Wiedergabe und ist im Live-Bild kein Zielmittel.

Die Verwendung regelt davon getrennt § 19 Abs. 1 Nr. 5a BJagdG zusammen mit dem Landesjagdrecht; Schwarzwild ist in den meisten Ländern freigegeben. Dies ist keine Rechtsberatung.

Der Adapter entscheidet, ob das Gerät an Ihr Glas passt.

Die häufigste Rückfrage vor dem Kauf betrifft nicht die Technik, sondern die Montage. Das Gerät selbst trägt ein M52×0,75 Innengewinde. Dazwischen sitzt ein Adapter mit einem Einsatz, der auf den Außendurchmesser des Objektivtubus Ihres Zielfernrohrs passt.

Maßgeblich ist also der gemessene Außendurchmesser des Tubus am Objektivende, nicht die Marke und nicht die Zahl aus der Typbezeichnung: Ein Glas mit 3-12×56 kann je nach Hersteller zwischen etwa 60 und 66 Millimetern liegen.

Messen Sie mit einem Messschieber und nennen Sie uns den Wert, dann bestimmen wir den Einsatz. Achten Sie auf einen wiederholgenauen Adapter: Nur dann können Sie das Gerät abnehmen und wieder aufsetzen, ohne erneut anzugleichen.

Einschießen, Bildangleich und die Grenze Ihres Tagesglases

Zwei Vorgänge werden im Markt verwechselt. Eingeschossen wird die Waffe mit dem Tagesglas, vor der Montage. Danach folgt einmalig der Bildangleich: Sie verschieben das Wärmebild auf 100 Meter deckungsgleich zur Treffpunktlage, ein Klick entspricht 1,1 Zentimetern, und vier Waffenprofile speichern das Ergebnis. An der Waffe ändert sich dabei nichts.

Auch zur Vergrößerung kursieren zwei Angaben, und beide stimmen: im Vorsatzbetrieb einfach, als umgebautes Handgerät etwa 3,3-fach mit 35 Millimetern auf dem kleinen und 2,8-fach mit 50 Millimetern auf dem großen Sensor. Eine Zahl ohne Betriebsart ist irreführend.

Die Obergrenze für Ihr Tagesglas folgt aus der Bildpunktzahl, denn Ihr Zielfernrohr vergrößert das Display mit, bis Raster statt Detail erscheint.

Im Programm: Mit Laserentfernungsmesser arbeitet das Hunt 650L. Reine Beobachtungsgeräte führen die Wild D Serie und die Cyclone Serie, eine Übersicht aller Handgeräte ThermTec Wärmebild-Monokulare und das Gesamtsortiment der ThermTec Bereich. Vorsatzgeräte anderer Marken finden Sie bei HIKMICRO, Pulsar und Nocpix.

Häufige Fragen zur ThermTec Hunt Pro Serie

Welche Modelle gehören zur ThermTec Hunt Pro Serie?

Drei: das Hunt 335 Pro mit 384 × 288 und 35 mm bei Blende 0,9, das Hunt 635 Pro mit 640 × 512 und 35 mm bei F1,0 sowie das Hunt 650 Pro mit 640 × 512 und 50 mm bei F1,0. Gemeinsam sind allen ein NETD unter 15 Millikelvin, ein Display mit 1920 mal 1080 Punkten, 64 Gigabyte Speicher, ein Magnesiumgehäuse mit 399 Gramm, IP67 und 6000 Joule Rückstoßfestigkeit. Dazu kommen L-Varianten mit Laser bis 1000 Meter.

Ist ein Wärmebild-Vorsatzgerät in Deutschland erlaubt?

Für Inhaber eines Jagdscheins ja, zu jagdlichen Zwecken. § 40 Abs. 3 WaffG erlaubt den Umgang mit Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen ausdrücklich, und ein Vorsatzgerät erfüllt die Voraussetzung, weil es auf das Objektiv des Zielfernrohrs statt auf die Waffe kommt und kein eigenes Zielabsehen besitzt. Vollintegrierte Wärmebild-Zielfernrohre bleiben dagegen nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG verbotene Waffen. Welches Wild Sie damit bejagen dürfen, regeln § 19 Abs. 1 Nr. 5a BJagdG und Ihr Landesjagdgesetz. Dies ist keine Rechtsberatung.

Welcher Adapter passt an mein Zielfernrohr?

Entscheidend ist der gemessene Außendurchmesser des Objektivtubus, nicht die Marke und nicht die Zahl aus der Typbezeichnung: Ein Glas mit 56 Millimetern Objektiv liegt je nach Hersteller zwischen etwa 60 und 66 Millimetern. Messen Sie am Objektivrand mit einem Messschieber und nennen Sie uns den Wert, dann bestimmen wir den Einsatz. Das Gerät trägt ein M52×0,75 Innengewinde. Wählen Sie einen wiederholgenauen Adapter, damit nach dem Abnehmen kein erneuter Angleich nötig wird.

Muss ich nach dem Anbau neu einschießen?

Nein. Die Waffe wird mit dem Tagesglas eingeschossen, und zwar vor der Montage. Weil das Vorsatzgerät im Vorsatzbetrieb einfach vergrößernd arbeitet, bleibt die Treffpunktlage erhalten. Einmalig gleichen Sie danach das Wärmebild an, indem Sie es auf 100 Meter mit der Treffpunktlage des Tagesglases zur Deckung bringen; ein Klick entspricht dabei 1,1 Zentimetern. Dieser Bildangleich verändert nichts an der Waffe und lässt sich in vier Waffenprofilen speichern, etwa für verschiedene Büchsen.