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ThermTec Hunt 335 Pro Wärmebild-Vorsatzgerät

1.499,00 €

Das ThermTec Hunt 335 Pro wird vor Ihr vorhandenes Zielfernrohr geschraubt und macht daraus ein Wärmebildgerät, ohne dass Sie neu einschießen müssen. Blende 0,9 ist die lichtstärkste Optik der Reihe, der NETD-Wert liegt unter 15 Millikelvin.

  • NETD unter 15 mK, der beste Wert im ThermTec Programm
  • 35 mm bei Blende 0,9, 384×288 Sensor, 12 µm
  • Display mit 1920 × 1080 Punkten, 4,5 µm Rasterweite
  • 399 Gramm, Magnesiumgehäuse, zweiter Akku im Lieferumfang
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig (kann nachbestellt werden)

Beschreibung

Warum dieses Gerät für Jagdscheininhaber erlaubt ist

Bei Wärmebildtechnik an der Waffe entscheidet eine einzige Frage über erlaubt oder verboten, und sie lautet: Hat das Gerät ein eigenes Absehen zum Zielen, und wird es an der Waffe montiert?

Bei diesem Gerät ist die Antwort auf beides nein, und das ist belegbar. Es wird über einen Adapter mit M52×0,75 Gewinde auf das Objektiv Ihres Tagesglases geschraubt, nicht auf die Waffe. Es arbeitet im Vorsatzbetrieb einfach vergrößernd, sodass Vergrößerung und Treffpunktlage Ihres Zielfernrohrs unverändert bleiben. Gezielt wird mit dem Absehen Ihres Tagesglases, und das Handbuch des Herstellers sagt genau das: Sie behalten Ihr vorhandenes Absehen und Ihren Augenabstand.

Damit greift § 40 Abs. 3 WaffG. Diese Vorschrift erlaubt Inhabern eines Jagdscheins nach § 15 Abs. 2 Satz 1 BJagdG für jagdliche Zwecke ausdrücklich den Umgang mit Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen. Vollintegrierte Zielfernrohre mit eigenem Absehen stehen nicht in dieser Ausnahme und bleiben verbotene Waffen.

Ein Punkt, der genaues Lesen verlangt: Das Gerät kann eine Bezugslinie einblenden, die in der Fachsprache ebenfalls Absehen heißt. Sie dient ausschließlich der Videoaufzeichnung und der Wiedergabe, um den Sitz des Schusses im Nachhinein zu beurteilen. Im Live-Bild zielen Sie nicht damit. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie auf mehreren Händlerseiten verwischt wird.

Über die Verwendung entscheidet separates Recht. § 19 Abs. 1 Nr. 5a BJagdG und das Jagdgesetz Ihres Bundeslandes regeln, auf welches Wild Sie damit jagen dürfen; in den meisten Ländern ist Schwarzwild freigegeben. Dies ist keine Rechtsberatung, und Abschnitt 8 nennt die Quellen.

Die Blende 0,9 und was sie gegenüber dem Schwestermodell bringt

Dieses Modell trägt 35 Millimeter bei Blende 0,9. Das Hunt 635 Pro trägt dieselbe Brennweite bei F1.0, und das ist der einzige Punkt, an dem das Gerät mit dem kleineren Sensor dem größeren überlegen ist.

Die Blendenzahl geht quadratisch in die Signalmenge ein. Das Verhältnis beträgt 1,0 zum Quadrat geteilt durch 0,9 zum Quadrat, also 1,23: Dieses Gerät sammelt rund 23 Prozent mehr Wärmestrahlung als das Schwestermodell bei gleicher Brennweite. Zusammen mit dem NETD-Wert unter 15 Millikelvin ist das genau die Reserve, die bei Nieselregen, feuchter Luft und flauem Kontrast zwischen Wild und Untergrund den Unterschied macht.

Das Sichtfeld beträgt 7,5 mal 5,7 Grad, auf 100 Meter also 13,2 mal 9,9 Meter. Nachgerechnet aus 384 Bildpunkten mal 12 Mikrometern Sensorbreite hinter 35 Millimetern Brennweite, wobei die Herstellerangabe ohne Rest aufgeht. Pro Bildpunkt deckt die Optik 0,343 Milliradian ab, auf 200 Meter also 6,9 Zentimeter.

Empfohlen ist ein Tagesglas mit 1- bis 12-facher Vergrößerung. Diese Grenze ist keine Willkür: Oberhalb davon zieht das Zielfernrohr das thermische Bild stärker auf, als dessen Bildpunkte es tragen, und Sie sehen Pixelstruktur statt Detail.

Das Display und der Sensor sind eine Generation weiter.

Der auffälligste Unterschied zu den Handgeräten derselben Marke steckt nicht in der Optik, sondern im Display. Dieses Gerät zeigt 1920 mal 1080 Punkte bei 4,5 Mikrometern Rasterweite auf 0,39 Zoll. Die Handgeräte der Cyclops und Wild Reihen arbeiten mit 1024 × 768. Weil Sie hier durch ein Zielfernrohr auf dieses Display blicken, das das Bild zusätzlich aufzieht, zählt die feine Rasterung doppelt.

Dazu der NETD-Wert unter 15 Millikelvin, der beste im gesamten ThermTec Programm: Die aktuelle Wild D Reihe liegt bei 18, die Cyclops Pro Reihe bei 25, die ältere Cyclops Standardreihe bei 30 bis 40.

Das Gehäuse besteht aus Magnesiumlegierung, und das ist bemerkenswert, weil ThermTec das Gehäusematerial bei keinem einzigen Handgerät angibt. Mit 399 Gramm bei 120 mal 66 mal 77 Millimetern bleibt das Gewicht vor dem Tagesglas tragbar, was bei einem Vorsatzgerät der kritische Punkt ist: Die Masse sitzt vorn am Lauf und verändert die Balance.

Der Akku ist wechselbar, ein zweiter liegt bei. Eine Zelle trägt über sieben Stunden bei 25 Grad. Mit beiden kommen Sie auf bis zu 14. Geladen wird über USB-C, auch im Betrieb an einer externen Stromquelle mit 5 Volt. Dazu 64 Gigabyte Speicher, WLAN-Hotspot, vier Waffenprofile, sechs Farbpaletten, manueller Fokus, IP67, freigegeben von minus 20 bis plus 50 Grad, und eine Rückstoßfestigkeit von 6000 Joule.

Eine Besonderheit ist die Aufzeichnung um den Schuss: Das Gerät speichert elf Sekunden vor und elf Sekunden nach der Schussabgabe. Die Kalibrierung läuft über einen Shutter, den ein lernender Algorithmus nach Herstellerangabe mit der Zeit seltener auslöst.

Im Programm: Die Reihe umfasst außerdem das Hunt 635 Pro mit größerem Sensor und das Hunt 650 Pro mit 50 Millimetern, alle drei in der Hunt Pro Serie. Mit Laserentfernungsmesser arbeitet das Hunt 650L. Als reines Beobachtungsgerät mit gleichem Sensor passt das Wild 350D aus der Wild D Serie. Sämtliche Handgeräte listet ThermTec Wärmebild-Monokulare, die Marke des ThermTec Bereichs. Vorsatzgeräte anderer Hersteller führen HIKMICRO und Pulsar. Was rechtlich gilt, fasst die Rechtsübersicht Wärmebildtechnik zusammen.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Vorsatzgerät für das Tagesglas, kein eigenes Zielabsehen
Sensor 384 × 288, Mikrobolometer, ungekühlt
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 15 mK
Bildrate 50 Hz
Spektralbereich 8 bis 14 µm
Objektiv 35 mm, Blende F0,9, manueller Fokus
Vergrößerung im Vorsatzbetrieb 1-fach, Tagesglas bleibt maßgeblich
Vergrößerung im Monokularbetrieb 3,3-fach, siehe Abschnitt 8
Empfohlenes Tagesglas 1- bis 12-fach
Sichtfeld 7,5° × 5,7°, 13,2 × 9,9 m auf 100 m, nachgerechnet
Winkel je Bildpunkt 0,343 mrad
Entdeckung Personengröße 1800 m, Rechenwert des Herstellers, siehe Abschnitt 8
Ansprechen Personengröße 600 m
Display AMOLED, 0,39 Zoll, 1920×1080, 4,5 µm
Montage Adapter mit M52×0,75 auf das Objektiv des Tagesglases
Rückstoßfestigkeit 6000 J
Klickverstellung 1,1 cm auf 100 m
Bildangleich Verschiebung des Wärmebilds auf die Treffpunktlage des Tagesglases
Kalibrierung Shutter, lernender Algorithmus
Aufzeichnung Foto und Video, 11 s vor und nach dem Schuss, Live-Übertragung
Bezugslinie im Video einstellbar nach Typ, Farbe und Lage, nicht zum Zielen
Waffenprofile 4
Farbpaletten 6
Akku wechselbar, zweiter Akku im Lieferumfang
Laufzeit über 7 h bei 25 °C je Akku, bis 14 h mit beiden
Laden USB-C, Betrieb an externer 5-V-Quelle möglich
Interner Speicher 64 GB
Verbindung WLAN-Hotspot
Entfernungsmesser Keiner, LRF-Variante siehe Hunt 650 L
Gehäuse Magnesiumlegierung
Schutzart IP67
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 399 g
Maße 120 × 66 × 77 mm

Häufige Fragen

Ist ein Wärmebild-Vorsatzgerät in Deutschland erlaubt?

Für Inhaber eines Jagdscheins ja, für jagdliche Zwecke. § 40 Abs. 3 WaffG erlaubt ausdrücklich den Umgang mit Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen, und ein Vorsatzgerät erfüllt diese Voraussetzung, solange es kein eigenes Absehen zum Zielen und keine Lichtquelle besitzt. Das Hunt 335 Pro wird auf das Objektiv des Tagesglases geschraubt, arbeitet im Vorsatzbetrieb einfach vergrößernd, und gezielt wird mit dem Absehen des Zielfernrohrs. Vollintegrierte Wärmebild-Zielfernrohre mit eigenem Absehen fallen nicht unter diese Ausnahme und bleiben verbotene Waffen. Ob und auf welches Wild Sie das Gerät einsetzen dürfen, regeln § 19 Abs. 1 Nr. 5a BJagdG und das Jagdgesetz Ihres Bundeslandes. Dies ist keine Rechtsberatung.

Muss ich nach der Montage neu einschießen?

Nein, die Treffpunktlage Ihres Zielfernrohrs bleibt erhalten, weil das Gerät im Vorsatzbetrieb einfach vergrößernd arbeitet. Das Tagesglas muss allerdings vor der Montage eingeschossen sein. Danach gleichen Sie einmalig das Wärmebild an, indem Sie es so verschieben, dass es mit der Treffpunktlage des Tagesglases auf 100 Meter übereinstimmt. Das ist eine Bildverschiebung und keine Absehenverstellung an der Waffe, und ein Klick entspricht 1,1 Zentimetern auf 100 Meter.

Hunt 335 Pro oder Hunt 635 Pro?

Beide tragen 35 Millimeter Brennweite, und der Unterschied liegt im Sensor und in der Blende. Dieses Gerät hat 384×288 Bildpunkte, dafür Blende 0.9 und damit rund 23 Prozent mehr Signal. Das Hunt 635 Pro hat 640×512 Bildpunkte bei Blende 1.0, zeigt mit 21,9 statt 13,2 Metern ein deutlich weiteres Bild auf 100 Meter und verträgt ein Tagesglas bis 18-fach statt 12-fach. Nehmen Sie dieses Gerät, wenn Nässe und schlechter Kontrast Ihr Hauptproblem sind oder der Preis zählt, das 635 Pro, wenn Sie Fläche absuchen und mit hoher Vergrößerung arbeiten.

Wie weit reicht das Hunt 335 Pro wirklich?

ThermTec nennt 1800 Meter Entdeckung und 600 Meter Ansprechen auf Personengröße. Die erste Zahl ist ein Rechenwert aus der Brennweite und beschreibt, wann eine Wärmequelle überhaupt als Signal im Bild erscheint. Für die praktische Grenze ist der Winkel je Bildpunkt maßgeblich, hier 0,343 Milliradian: Auf 200 Meter deckt ein Bildpunkt 6,9 Zentimeter ab, sodass ein Rehkörper von 70 Zentimetern von etwa zehn Punkten in der Breite erfasst wird. Bei einem Vorsatzgerät kommt hinzu, dass Ihr Tagesglas das Bild weiter aufzieht, weshalb oberhalb von zwölffacher Vergrößerung Pixelstruktur sichtbar wird.

Passt das Gerät an mein Zielfernrohr?

Die Verbindung läuft über einen Adapter mit M52×0,75 Innengewinde, in den ein Einsatz passend zum Außendurchmesser Ihres Objektivs eingesetzt wird. Entscheidend ist also der Objektivdurchmesser Ihres Tagesglases, nicht die Marke. Teilen Sie uns Ihr Zielfernrohr mit, dann nennen wir Ihnen den passenden Einsatz. Empfohlen ist ein Glas mit 1- bis 12-facher Vergrößerung; mehr Vergrößerung bringt bei diesem Sensor keinen Detailgewinn.

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