HIKMICRO LYNX LE15 3.0 Wärmebild-Monokular
599,00 €
Die HIKMICRO LYNX LE15 3.0 bringt die 750 Meter Reichweite der LH15 zum Einstiegspreis. Objektiv, Sichtfeld und Gehäuse sind identisch, nur der Sensor löst mit 256 × 192 statt 320 × 240 Pixeln auf. Für Ansitz und Pirsch bei überwiegend optimalen Bedingungen ist das die günstigste Lösung der Serie mit dieser Reichweite.
- 256×192 VOx Sensor, 12 µm Pixelabstand, NETD unter 20 mK
- 15 mm F1.0 Objektiv mit Fixfokus, Erkennung bis 750 m
- Sichtfeld 20,5 m auf 100 m, Vergrößerung 2,2-fach bis 17,6-fach
- 296,5 g, bis 6 Stunden Laufzeit, wechselbarer 18650-Akku, IP67
Wärmebild-Monokular als preiswerter Einstieg mit 750 m Reichweite
Die LE15 3.0 richtet sich an Jäger, die zum ersten Mal ein Wärmebildgerät anschaffen und dabei nicht auf Reichweite verzichten wollen. Das 15-mm-Objektiv liefert eine Grundvergrößerung von 2,2-fach und ein Sichtfeld von 20,5 Metern auf 100. Damit suchen Sie eine Wiese in wenigen Schwenks ab und erkennen Wärmequellen bis 750 Meter.
Der Unterschied zur größeren LE10 liegt allein in der Brennweite. Die LE10 zeigt mit 9,7 mm ein weiteres Bild von 31,7 Metern, reicht dafür aber nur 500 Meter weit. Die LE15 tauscht Sichtfeld gegen Reichweite ein. Für Ansitz an Kanzeln mit mittleren Schussfeldern und für Pirschgänge über gemischtes Gelände ist diese Auslegung meist die bessere.
Das Objektiv arbeitet mit Fixfokus. Sie stellen nichts scharf, ab etwa sieben Metern ist das Bild durchgehend nutzbar. Gerade als Einsteiger ist das eine Erleichterung, weil eine Fehlerquelle entfällt: Ein verstellter Fokusring liefert ein unscharfes Bild, und im Dunkeln merkt man das oft erst, wenn der Moment vorbei ist.
Wo der 256 × 192-Sensor an seine Grenze kommt
Der Sensor ist der einzige technische Unterschied zur LH15 3.0 und der Punkt, an dem Sie ehrlich abwägen sollten. Mit 256 × 192 Pixeln bei 12 μm Pixelabstand fallen auf ein Stück in 200 Metern rund 40 Prozent weniger Bildpunkte als bei einem 320 × 240-Sensor. Sehen werden Sie die Wärmequelle trotzdem, die Zuordnung zur Wildart wird jedoch früher unsicher.
Der zweite Wert ist der NETD von unter 20 mK gegenüber unter 18 mK bei der LH15. Der Unterschied klingt gering, wirkt sich aber genau dann aus, wenn es darauf ankommt. Nach einem warmen Tag gibt der Boden Wärme ab, bei Nieselregen legt sich Feuchtigkeit auf das Wild, und in beiden Fällen schrumpft der Temperaturunterschied zwischen Stück und Hintergrund. Ein Gerät mit besserem NETD Wert hält das Ziel dann länger erkennbar.
Praktisch heißt das: Bei trockener, kühler Witterung liegen LE15 und LH15 nah beieinander. Bei feuchtem Herbstwetter, also bei einem großen Teil der deutschen Jagdsaison, sehen Sie mit der LH15 mehr. Wenn Sie überwiegend bei guten Bedingungen und auf überschaubare Distanz jagen, ist die LE15 die wirtschaftlichere Wahl. Wer das ganze Jahr über und bei jedem Wetter unterwegs ist, sollte den Aufpreis zur LH15 3.0 einplanen.
Das Display zeigt 1024×768 Pixel auf 0,39 Zoll AMOLED. Diese Auflösung ist für den Sensor mehr als ausreichend. AMOLED bringt tiefe Schwarzwerte, wodurch das Bild nachts kontrastreicher wirkt und Sie nach dem Absetzen schneller wieder im Dunkeln zurechtkommen. Der Dioptrienausgleich reicht von -5 bis +3 Dioptrien.
Image Pro 3.0 und Zoom Pro reduzieren Rauschen und schärfen Kanten nach. Der Digitalzoom reicht bis 17,6-fach, nutzbar bleibt das Bild bei diesem Sensor etwa bis zur Hälfte davon. Das shutterlose HSIS System verzichtet auf den mechanischen Kalibrierverschluss, es gibt also weder Klickgeräusch noch kurzes Einfrieren des Bildes.
Laufzeit, Handhabung und Witterung
Die LE15 erreicht bis zu 6 Stunden Laufzeit bei 25 °C und rund 5,5 Stunden bei -20 °C. Das sind etwa 30 Minuten mehr als bei der LH15, weil der kleinere Sensor weniger Strom zieht. Für einen vollständigen Abendansitz reicht eine Zelle in aller Regel.
Der 18650 Akku ist wechselbar und lässt sich im Dunkeln tauschen, da er nur in einer Orientierung passt. Kalte Lithium-Zellen geben weniger Kapazität ab, daher tragen Sie eine Ersatzzelle im Winter körpernah in einer Innentasche. Zum Laden lassen Sie die Zelle entweder im Gerät und schließen USB-C an, oder Sie nutzen ein separates Ladegerät und laden parallel eine zweite Zelle.
Mit 296,5 Gramm und Abmessungen von 156,3 × 53,6 × 49,5 Millimetern entspricht die LE15 exakt der LH15 und passt in jede Jackentasche. Freihändig lässt sie sich ruhig halten, die niedrige Grundvergrößerung hilft dabei.
Das Gehäuse erfüllt IP67 und verträgt Staub, Dauerregen, Schnee und kurzes Untertauchen. Der Betriebsbereich von -30 °C bis 45 °C deckt jede Bedingung in DACH ab. Für Aufnahmen stehen 64 GB internen Speichers bereit, die Übertragung ans Handy läuft per WLAN über die HIKMICRO Sight App. Reinigen Sie die Frontlinse nur mit einem Mikrofasertuch und blasen Sie losen Staub vorher ab, da die Vergütung sonst zerkratzen kann.
Technische Daten
| Merkmal | Technischer Wert |
|---|---|
| Sensortyp | VOx ungekühlt |
| Sensorauflösung | 256 × 192 Pixel |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | unter 20 mK (25 °C) |
| Objektiv | 15 mm, F1.0 |
| Fokus | Fixfokus |
| Sichtfeld | 11,7° × 8,8° (20,5 m × 15,4 m auf 100 m) |
| Vergrößerung | 2,2-fach bis 17,6-fach (8-fach digital) |
| Erkennungsreichweite | bis 750 m |
| Bildwiederholrate | 50 Hz |
| Display | 0,39 Zoll AMOLED, 1024 × 768 Pixel |
| Dioptrienausgleich | –5 dpt bis +3 dpt |
| Bildverarbeitung | Image Pro 3.0, Zoom Pro, HSIS shutterlos |
| Speicher | 64 GB EMMC intern |
| Konnektivität | WLAN, HIKMICRO Sight App |
| Akku | 1 × 18650 Li-Ion, wechselbar |
| Laufzeit | ca. 6 h bei 25 °C, ca. 5,5 h bei –20 °C |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | –30 °C bis 45 °C |
| Abmessungen | 156,3 × 53,6 × 49,5 mm |
| Gewicht | 296,5 g inkl. Akku |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen LYNX LE15 3.0 und LH15 3.0?
Nur der Sensor. Die LE15 3.0 nutzt 256 × 192 Pixel mit NETD unter 20 mK, die LH15 3.0 nutzt 320 × 240 Pixel mit NETD unter 18 mK. Objektiv, Sichtfeld, Reichweite von 750 Metern, Display, Gehäusemaße und Gewicht sind praktisch identisch. Die LH15 zeigt bei feuchter Witterung und auf größere Distanz mehr Detail, die LE15 ist günstiger und läuft etwa 30 Minuten länger.
Reicht ein 256×192 Sensor für die Jagd aus?
Für Ansitz und Pirsch auf mittlere Distanz ja. Bis etwa 150 Metern sprechen Sie damit zuverlässig an. Darüber hinaus wird die Zuordnung zur Wildart unsicher, weil zu wenige Bildpunkte auf das Stück fallen. Bei Nieselregen und nach warmen Tagen sinkt der Kontrast zusätzlich. Wer regelmäßig weiter oder bei schwierigen Bedingungen jagt, sollte einen 320 × 240 oder 384×288 Sensor wählen.
LE10 oder LE15 3.0: Welches Modell soll ich nehmen?
Die LE10 3.0 hat ein 9,7 mm Objektiv mit 31,7 Metern Sichtfeld und 500 Metern Reichweite, die LE15 3.0 ein 15 mm Objektiv mit 20,5 Metern Sichtfeld und 750 Metern Reichweite. Für Nachsuche und dichten Wald nehmen Sie die LE10, weil Sie mehr Fläche pro Schwenk sehen. Für Ansitz mit mittleren Schussfeldern ist die LE15 die passendere Wahl. Sensor und NETD Wert sind bei beiden gleich.
Muss die LYNX LE15 3.0 scharfgestellt werden?
Nein, die LE15 3.0 hat einen Fixfokus ohne Fokusrad. Ab etwa sieben Metern ist das gesamte Bild scharf, Sie nehmen das Gerät ans Auge und lesen sofort ab. Einzustellen ist nur einmalig die Dioptrienkorrektur am Okular auf Ihre Sehstärke. Für Einsteiger entfällt damit eine häufige Fehlerquelle im Dunkeln.
Wie lange hält der Akku der LYNX LE15 3.0?
Die LE15 3.0 läuft bis zu 6 Stunden bei 25 °C und rund 5,5 Stunden bei -20 °C. Das reicht für einen vollständigen Abendansitz. Der 18650 Akku ist wechselbar, der Tausch dauert Sekunden und funktioniert im Dunkeln. Tragen Sie eine Ersatzzelle im Winter körpernah, da kalte Lithium-Zellen weniger Kapazität abgeben.
Wo finde ich die deutsche Bedienungsanleitung für die LYNX 3.0?
HIKMICRO stellt die deutsche Bedienungsanleitung für die LYNX 3.0 Serie als PDF im Download Center der Herstellerseite bereit. Sie deckt alle Modelle der Serie ab, einschließlich LE10 und LE15. Eine gedruckte Kurzanleitung liegt jedem Gerät bei. Bei Fragen zur Erstinbetriebnahme erreichen Sie uns über das Kontaktformular.
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