Nocpix Lumi L19 Wärmebild-Monokular

1.050,00 €

Das Nocpix Lumi L19 zeigt mit 24 Metern auf 100 Meter das breiteste Bild der gesamten Lumi Reihe. Die kurze 19 mm Optik mit Blende 0.9 und die zweifache Grundvergrößerung machen es zum Gerät für schnelles Absuchen im Bestand, bei der Nachsuche und auf kurzen Distanzen.

  • 384×288 Sensor, 12 µm Pixelabstand, NETD unter 18 mK
  • 19 mm Objektiv, Blende 0.9, 2-fache Grundvergrößerung
  • 24 × 18 m Sichtfeld auf 100 Meter, breitestes der Reihe
  • 335 g mit Akku, zwei wechselbare 18650 Zellen
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig

Beschreibung

Das breiteste Bild der Lumi Reihe, und wofür man es braucht

Vierundzwanzig Meter Breite auf 100 Meter. Kein anderes Lumi Modell kommt so weit, und der Abstand zu den 35er Geräten ist erheblich.

Lumi L19 Lumi L35 Lumi H35
Objektiv 19 mm F0.9 35 mm F0.9 35 mm F0.9
Grundvergrößerung 2-fach 4-fach 2,5-fach
Sichtfeld auf 100 m 24 × 18 m 13 × 10 m 22 × 16 m
Erkennungsreichweite 980 m 1800 m 1800 m
Sensor 384 × 288 384 × 288 640 × 512
Gewicht mit Akku 335 g 335 g 345 g

Der Gewinn liegt im Suchen. Mit einem breiten Ausschnitt und niedriger Grundvergrößerung fahren Sie eine Fläche schnell ab, verlieren ein bewegtes Stück nicht aus dem Blick und finden es nach einem Schwenk sofort wieder. Wer schon einmal mit einem stark vergrößernden Gerät im Dickicht nach einer Sau gesucht hat, kennt das Gegenteil: Man schwenkt vorbei und muss die Suche neu beginnen.

Drei Einsätze, für die das besonders passt:

Nachsuche. Sie folgen einer Schweißfährte und müssen die Umgebung breit im Blick behalten, nicht Details auf 300 Metern.

Bestand und Dickung. Dort sehen Sie ohnehin nur wenige Meter weit. Reichweite ist wertlos, Übersicht entscheidend.

Bewegtes Wild. Auf Drückjagden oder wenn eine Rotte in Bewegung ist, hält der breite Ausschnitt mehr Stücke gleichzeitig im Bild.

Was Sie für die Breite bezahlen

980 Meter Erkennungsreichweite statt der 1800 Meter der 35er Modelle. Das ist die direkte Folge der kurzen Brennweite: Ein 19 mm Objektiv sammelt weniger Strahlung aus einer engen Richtung ein als ein 35 mm.

Ob das ein Problem ist, hängt allein von Ihrem Revier ab. Im Bestand sehen Sie selten über 100 Meter, dort sind 980 Meter reichlich bemessen. Auf offener Feldfläche merken Sie den Unterschied sofort, und dann ist das Lumi L35 oder das Lumi H35 das richtige Gerät.

Nocpix nennt zur Reichweitenangabe die Bedingung mit, nämlich ein Ziel von 1,7 × 0,5 Metern bei 99 Prozent Erkennungswahrscheinlichkeit. Gemeint ist also das Wahrnehmen einer Wärmequelle, nicht das Ansprechen. Wildart und Stück bestimmen Sie sehr viel früher.

Ein zweiter Punkt betrifft das Detail. Bei zweifacher Grundvergrößerung und 384 × 288 Bildpunkten ist das Bild auf große Entfernung grob. Dieses Gerät ist zum Finden gebaut, nicht zum Beurteilen. Wer beides in einem Gerät braucht, sollte das H35 prüfen, das 22 Meter Sichtfeld mit dem höher auflösenden Sensor verbindet.

Vergleich mit dem P13, weil die Sichtfelder fast gleich sind

Eine Eigenart der Reihe, die Verwirrung stiftet: Das Lumi P13 zeigt mit 24 × 18 Metern praktisch dasselbe Sichtfeld wie das L19. Trotzdem sind es verschiedene Geräte.

Das P13 erreicht diese Breite mit einem kleineren 256×192 Sensor hinter einem noch kürzeren 13 mm Objektiv. Das L19 erreicht sie mit einem 384×288 Sensor, also fast der doppelten Bildpunktzahl auf derselben Fläche. Bei gleicher Breite sehen Sie hier also deutlich mehr Detail. Dazu kommt der bessere NETD-Wert von unter 18 gegenüber unter 20 mK und die höhere Reichweite von 980 gegenüber 670 Metern.

Das P13 ist dafür leichter und läuft länger. Wer den breiten Blick mit möglichst viel Detail will, nimmt das L19. Wer das leichteste Gerät sucht, das P13.

Bildkette, Akku und Robustheit

Der NETD-Wert von unter 18 mK entspricht dem der übrigen Lumi Serie mit Ausnahme des P13. Er beschreibt, wie schwache Temperaturunterschiede noch vom Bildrauschen getrennt werden, und hängt nicht an der Auflösung. Zur Einordnung dieser Kennzahl gegenüber anderen Herstellern hilft unser Beitrag zum NETD-Wert. Die Vista Serie erreicht unter 15 mK bei erheblich höherem Gewicht.

Blende 0.9 bei nur 19 Millimetern Brennweite ist bemerkenswert. Weil die Blendenzahl quadratisch in die Signalmenge eingeht, holt diese Optik trotz kurzer Brennweite viel Strahlung herein.

Das Display ist ein AMOLED mit 1024×768 Bildpunkten bei 50 Hz. Die Austrittspupille von 10 Millimetern passt besonders gut zu diesem Gerät: Beim schnellen Absuchen setzen Sie häufig hastig an, und ein großer Einblick verzeiht das.

Die Stromversorgung läuft über wechselbare 18650 Zellen, zwei liegen bei, je 4,5 Stunden. Diese Zellen sind überall erhältlich und kosten wenig. Geladen werden sie im externen Ladegerät, nicht im Gerät; der USB-C Anschluss versorgt das Gerät nur im Betrieb, etwa aus einer Powerbank.

Schutzart IP67, Betrieb von minus 20 bis plus 50 Grad, Maße 139 × 47 × 74 Millimeter, 32 GB Speicher, WLAN zur Nocpix App und 25 Millimeter Augenabstand für Brillenträger.

Wer zusätzlich messen will, findet den Laser in der Lumi LRF Serie; beidäugiges Sehen bietet die Quest Serie. Alle Handgeräte stehen unter Nocpix Wärmebild-Monokulare, das Gesamtprogramm im Nocpix Markenbereich. Aus dem Wettbewerb ist das weitwinklige Pulsar Axion XQ19 Compact der direkte Gegenspieler.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor 384 × 288
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 18 mK, von Nocpix nicht als Sensor- oder Systemwert gekennzeichnet
Bildrate 50 Hz
Objektiv 19 mm, Blende 0,9
Grundvergrößerung 2-fach
Vergrößerungsbereich 2- bis 8-fach
Sichtfeld 13,8° × 10,4°, 24 × 18 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 980 m, Ziel 1,7 × 0,5 m, Erkennungswahrscheinlichkeit 99 %
Display AMOLED, 1024 × 768
Augenabstand 25 mm
Austrittspupille 10 mm
Dioptrienausgleich −5 bis +5 dpt
Entfernungsmesser Keiner
Akku wechselbare 18650 Li-Ion Zellen, 2 Stück im Lieferumfang
Laufzeit 4,5 h je Zelle
Laden externes Ladegerät über USB-C, kein Laden im Gerät
Schutzart IP67
Interner Speicher 32 GB
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 335 g mit Akku
Maße 139 × 47 × 74 mm

Häufige Fragen

Welches Nocpix Lumi hat das breiteste Sichtfeld?

Das Lumi L19 mit 24 × 18 Metern auf 100 Meter, gemeinsam mit dem P13. Dahinter folgen das H35 mit 22 Metern und das L35 mit 13 Metern. Die Breite hängt an der Brennweite: Das L19 trägt ein kurzes 19 mm Objektiv, die 35er Modelle eine längere Brennweite mit mehr Reichweite.

Eignet sich das Lumi L19 für die Nachsuche?

Ja, es ist dafür das passendste Gerät der Reihe. Das breite Sichtfeld von 24 Metern und die zweifache Grundvergrößerung halten die Umgebung im Blick, statt einen engen Ausschnitt zu vergrößern. Die geringere Reichweite von 980 Metern spielt bei der Nachsuche keine Rolle.

Was unterscheidet das Lumi L19 vom Lumi P13?

Der Sensor. Das L19 hat 384 × 288 Bildpunkte, das P13 nur 256 × 192, bei praktisch gleichem Sichtfeld von 24 Metern. Das L19 zeigt also mehr Detail, hat den besseren NETD-Wert von unter 18 statt unter 20 mK und erreicht 980 statt 670 Meter. Das P13 ist dafür 25 Gramm leichter und läuft 6 statt 4,5 Stunden.

Reichen 980 Meter Erkennungsreichweite für die Jagd?

Für Bestand, Dickung und Nachsuche deutlich. Die Angabe beschreibt die Distanz, auf der das Gerät eine Wärmequelle von 1,7 × 0,5 Metern registriert, nicht die Ansprechdistanz. Auf offenen Feldflächen greifen Sie besser zu einem 35er Modell mit 1800 Metern.

Wie lange läuft das Lumi L19?

4,5 Stunden je 18650 Zelle, und zwei Zellen gehören zum Lieferumfang. Nachkaufen ist unkompliziert, weil es sich um handelsübliche Zellen handelt. Geladen wird im externen Ladegerät; über USB-C nimmt das Gerät nur Betriebsstrom auf.


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