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Pulsar Telos LRF XL50 Wärmebild-Monokular bei der Revierkontrolle
Pulsar Telos XL50 Wärmebild-Monokular Preisspanne: 4.199,00 € bis 4.449,00 €

Pulsar Merger Duo NXP50 Multispektral-Fernglas

4.599,00 €

Das Pulsar Merger Duo NXP50 verbindet einen Wärmebildkanal mit einem digitalen Full-HD-Nachtsichtkanal und einem 940-nm-Infrarotstrahler. Sie beobachten beidäugig und wechseln zwischen beiden Kanälen. Beachten Sie vor dem Kauf: Anders als die Merger LRF Modelle hat das Duo keinen Laserentfernungsmesser, es misst ausschließlich stadiametrisch.

  • Wärmebild 640 × 480, 17 µm Pixelabstand, System-NETD unter 18 mK
  • Digitalkanal Full HD, 1920 × 1200 CMOS plus 940-nm-IR-Strahler
  • Kein Laserentfernungsmesser, Entfernung wird stadiametrisch geschätzt
  • Magnesiumgehäuse, 1,2 kg, IPX7, 64 GB Speicher

2 vorrätig

Beschreibung

Was das Duo kann und was ihm fehlt

Zuerst das Wichtigste, damit es niemand überliest.

Das Merger Duo NXP50 hat keinen Laserentfernungsmesser. Entfernungen ermittelt es stadiametrisch, also über eine Größenschätzung im Bild: Sie stellen zwei Marken auf das Stück ein und lesen die Distanz ab. Das funktioniert, ist aber ungenauer als eine Lasermessung und braucht eine Annahme über die Größe des Wildes.

Wer von einem Merger LRF XT50 kommt oder vom Symbion LRF DXT50, verliert hier eine Funktion, die er gewohnt ist. Das ist der häufigste Grund für Rücksendungen in dieser Produktgruppe, weshalb es hier oben steht und nicht im Kleingedruckten.

Was das Duo dafür bietet, hat kein Merger LRF: einen zweiten Bildkanal.

Zwei Kanäle, zwei Aufgaben

Ein reines Wärmebild zeigt Temperaturunterschiede. Es zeigt zuverlässig, dass dort ein Stück steht, auch durch Bewuchs und bei völliger Dunkelheit. Es zeigt keine Zeichnung und keine Details am Haupt.

Anders als ein reines Gerät aus der Merger LRF Reihe ergänzt das Duo deshalb einen digitalen Full-HD-Kanal mit 1920×1200 Bildpunkten plus einen 940-nm-Infrarotstrahler mit 500 mW und einstellbarem Leuchtfleck. Die Wellenlänge 940 nm ist für das menschliche Auge praktisch unsichtbar, im Gegensatz zu 850-nm-Strahlern, deren Leuchten als schwaches rotes Glimmen wahrnehmbar bleibt.

Ein Detail, das beim ersten Blick überrascht: Die beiden Kanäle sehen unterschiedlich weit. Der Wärmekanal zeigt 12,4 Grad, also 21,8 Meter auf 100 Meter. Der Digitalkanal zeigt 17,5 Grad, also 30,7 Meter. Hier ist es also der Digitalkanal, der weiter blickt, anders als beim Symbion, wo es umgekehrt ist. Die Vergrößerung reicht im Wärmebild von 3 bis 24-fach, im Digitalkanal von 2 bis 16-fach.

Pulsar nennt diese Bauart multispektral. Der im Handel verbreitete Begriff Fusion meint dasselbe.

Sensor, NETD und Reichweite

Der Wärmebildsensor löst 640×480 Bildpunkte bei 17 µm Pixelabstand auf. Pulsar gibt unter 25 mK für den Sensor und unter 18 mK für das System an. Der Systemwert beschreibt das fertige Gerät und ist der praxisrelevante. Was die Zahl bedeutet, erklären wir im Beitrag zum NETD-Wert.

Denselben Pixelabstand nutzt auch das Telos LRF XP50. Die 17 µm sind hier kein Nachteil, sondern ein Tausch: Größere Pixel sammeln mehr Strahlung, was dem NETD-Wert zugutekommt, während die Auflösung niedriger ausfällt als bei einem 12-µm-Sensor.

Das F50 / 1.0 Objektiv des Wärmekanals ergibt eine Erkennungsreichweite von 1800 Metern. Ansprechen lässt sich damit in der Praxis bis etwa 450 Meter, abhängig von Witterung und Hintergrund. Der Digitalkanal arbeitet mit F50 / 1.4. Dargestellt wird auf einem AMOLED-Display mit 1280×960 Pixeln bei 50 Hz.

Gehäuse, Akku und Einordnung

Das Gehäuse besteht aus Magnesiumlegierung, was Steifigkeit bei vertretbarem Gewicht bringt. Mit 1,2 Kilogramm ist das Duo dennoch das schwerste Fernglas im Pulsar Programm, rund 250 Gramm über einem Merger LRF XT50 und 200 Gramm über einem Symbion. Die Maße betragen 207 × 140 × 73 Millimeter.

Das Akkukonzept kombiniert einen wechselbaren APS3 mit 3200 mAh und einen fest verbauten Akku mit 4000 mAh, der den Wechsel überbrückt. Geladen wird über USB-C mit 5 oder 9 Volt. Die Laufzeit gibt Pulsar mit rund 7 Stunden an. Die Schutzart ist IPX7, also ohne ausgewiesenen Staubschutz, anders als beim Symbion mit IP67.

Der Dioptrienausgleich reicht von minus 4 bis plus 3, der Augenabstand ist einstellbar. Wer statt eines Fernglases ein Handgerät sucht, findet die Alternativen unter Wärmebild-Monokulare. Aufnahmen landen auf 64 GB internem Speicher.

Für wen lohnt das Gerät? Für alle, die einen zweiten Bildkanal wollen, den Laserentfernungsmesser aber nicht brauchen, etwa weil die Ansitzentfernungen bekannt sind. Wer beides will, greift zum Symbion LRF mit 4K-Kanal und Laser bis 1500 Meter. Wer nur Wärmebild braucht, fährt mit der Merger LRF Reihe leichter und günstiger.

Alle Ferngläser finden Sie unter Wärmebildferngläser, das komplette Programm im Pulsar Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Wärmebildsensor ungekühltes Mikrobolometer, 640 × 480
Pixelabstand 17 µm
NETD Sensor unter 25 mK, System unter 18 mK
Digitalsensor CMOS 1920 × 1200 (Full HD)
Objektiv Wärmebild F50 / 1.0
Objektiv Digitalkanal F50 / 1.4
IR-Strahler LED 940 nm, 500 mW, einstellbarer Leuchtfleck
Sichtfeld Wärmebild 12,4° / 21,8 m auf 100 m
Sichtfeld Digitalkanal 17,5° / 30,7 m auf 100 m
Vergrößerung Wärmebild 3- bis 24-fach
Vergrößerung Digitalkanal 2- bis 16-fach
Erkennungsreichweite 1800 m
Display AMOLED, 1280 × 960, 50 Hz
Entfernungsmessung stadiametrisch, kein Laser
Akku APS3 3200 mAh wechselbar plus 4000 mAh fest verbaut
Laufzeit rund 7 h bei 22 °C
Laden USB-C, 5 V oder 9 V
Schutzart IPX7
Gehäuse Magnesiumlegierung
Dioptrienausgleich −4 bis +3 dpt
Interner Speicher 64 GB
Gewicht 1,2 kg mit Akkus
Maße 207 × 140 × 73 mm

Häufige Fragen

Hat das Pulsar Merger Duo NXP50 einen Laserentfernungsmesser?

Nein. Das Merger Duo misst ausschließlich stadiametrisch, also über eine Größenschätzung im Bild. Einen Laserentfernungsmesser haben innerhalb der Pulsar Ferngläser nur die Modelle mit LRF im Namen, also die Merger LRF Reihe und das Symbion LRF.

Was ist der Unterschied zwischen Merger Duo und Symbion LRF?

Beide sind multispektral, der Symbion steht aber eine Klasse höher. Es hat einen 4K-Digitalkanal statt Full HD, einen 1280×1024 Wärmesensor mit 12 µm statt 640×480 mit 17 µm, einen Laserentfernungsmesser bis 1500 Meter und Schutzart IP67 statt IPX7. Das Duo ist dafür das einzige Gerät mit eingebautem Infrarotstrahler.

Warum sieht der Digitalkanal weiter als der Wärmekanal?

Weil beide Kanäle eigene Sensoren und Objektive haben. Beim Duo zeigt der Digitalkanal 30,7 Meter auf 100 Meter, der Wärmekanal 21,8 Meter. Beim Symbion ist es umgekehrt. Praktisch heißt das hier: Sie können in beiden Kanälen suchen, der Wärmekanal findet aber auch, was der Digitalkanal nicht sieht.

Was bringt der 940-nm-Infrarotstrahler?

Er beleuchtet die Szene für den digitalen Nachtsichtkanal, wenn kein Restlicht mehr vorhanden ist. Die Wellenlänge von 940 Nanometern ist für das menschliche Auge praktisch unsichtbar, anders als bei 850-nm-Strahlern, deren Leuchten als schwaches rotes Glimmen erkennbar bleibt.

Für wen eignet sich das Merger Duo?

Für Jäger, die einen zweiten Bildkanal zum Ansprechen wollen, aber keinen Laserentfernungsmesser brauchen, etwa weil die Ansitzentfernungen bekannt sind. Wer beides will, ist beim Symbion LRF richtig. Wer nur ein Wärmebild braucht, fährt mit einem Merger LRF leichter und günstiger.

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