ThermTec Cyclops 335L 3.0 Wärmebild-Monokular mit LRF

1.299,00 €

Das ThermTec Cyclops 335L 3.0 ist der Einstieg in die dritte Cyclops Generation und behält deren beide Kernmerkmale: die F0.8 Optik und das Display mit 1600×1200 Punkten. Der 384×288 Sensor vergrößert mit 4,3-fach deutlich stärker als das größere Schwestermodell, und der Laser misst bis 1000 Meter.

  • 384×288 Sensor, 12 µm, NETD unter 18 mK
  • 35 mm Objektiv mit Blende 0,8, identisch mit dem Spitzenmodell
  • 4,3-fache Grundvergrößerung, stufenlos bis 17,2-fach
  • Rund 500 Euro günstiger als das 640er Modell
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

3 vorrätig

Beschreibung

Was der Einstieg behält und was er abgibt

Bei vielen Herstellern verliert das Einstiegsmodell einer Reihe mehr als nur den Sensor. Hier nicht. Blende 0.8, das AMOLED-Display mit 1600 × 1200 Punkten, der Laserentfernungsmesser bis 1000 Meter, 64 Gigabyte Speicher, IP67 und WLAN sind identisch mit dem Cyclops 635L 3.0. Sie behalten also genau die beiden Merkmale, die diese Generation ausmachen.

Abgegeben werden zwei Dinge. Der Sensor löst mit 384 × 288 statt 640 × 512 auf, also mit 40 Prozent weniger Bildpunkten in der Breite. Und der NETD-Wert steigt von unter 15 auf unter 18 mK, was die Fähigkeit beschreibt, sehr kleine Temperaturunterschiede zu trennen. Beides zusammen macht sich beim Ansprechen auf Distanz bemerkbar und bei ungünstigem Wetter, wenn der Kontrast zwischen Wild und Untergrund gering ausfällt.

Was dabei hilft, ist die unveränderte Blende 0,8. Weil die Blendenzahl im Quadrat in die Signalmenge eingeht, sammelt auch dieses Gerät rund 56 Prozent mehr Strahlung als eine Optik mit Blende 1.0 und 27 Prozent mehr als eine mit 0.9. Der schwächere Sensor arbeitet also mit der gleichen, ungewöhnlich großen Lichtmenge. Was der NETD-Wert genau bedeutet, erklären wir gesondert.

Warum das kleinere Modell stärker vergrößert

Eine Zahl überrascht beim Vergleich: Das 335L vergrößert 4,3-fach, das teurere 635L nur 2,6-fach. Das ist kein Vorteil des günstigeren Geräts, sondern eine unmittelbare Folge der Sensorgröße.

Beide tragen dasselbe 35-mm-Objektiv. Der 384×288 Sensor misst bei 12 µm Pixelabstand nur 4,61 Millimeter in der Breite, der 640×512 Sensor 7,68 Millimeter. Hinter derselben Brennweite erfasst die kleinere Fläche einen engeren Bildausschnitt, und genau dieser engere Ausschnitt wird auf dem gleich großen Display als stärkere Vergrößerung sichtbar. Nachgerechnet beträgt das Verhältnis der beiden Sensorbreiten 1,67, und das Verhältnis der Vergrößerungen 4,3 zu 2,6 beträgt 1,65. Die Angaben von ThermTec gehen also sauber auf.

Bezahlt wird die stärkere Vergrößerung mit Übersicht: 7,5° × 5,6°, also 13,2 Meter Blickbreite auf 100 Meter gegenüber 21,9 Metern beim 635L. Für ein Handgerät, mit dem Sie Flächen absuchen, ist das der wesentliche Unterschied. Wer bekannte Wechsel und Kirrungen kontrolliert, kommt mit dem engeren Feld gut aus und bekommt dafür mehr Detail auf dem Ziel, ohne zu zoomen. Wer nicht weiß, wo das Wild steht, ist mit dem breiteren Bild besser bedient.

Der Digitalzoom arbeitet stufenlos von 1- bis 4-fach, womit das Gerät insgesamt bis 17,2-fach reicht.

Gleiche Reichweite trotz kleinerem Sensor

Die Erkennungsreichweite beträgt 1800 Meter, exakt wie beim 640er Modell. Das wirkt zunächst widersprüchlich, ist aber physikalisch folgerichtig: Wie weit ein Wärmebildgerät eine Wärmequelle überhaupt wahrnimmt, entscheiden in erster Linie die Optik und der Temperaturunterschied, nicht die Zahl der Bildpunkte. Beide Geräte tragen dasselbe 35-mm-Objektiv mit Blende 0.8, also erfassen beide gleich weit.

Der größere Sensor kauft demnach nicht Reichweite, sondern Detailtiefe innerhalb dieser Reichweite. Auf 800 Metern nehmen beide Geräte dieselbe Wärmequelle wahr; ob Sie erkennen, um welches Stück es sich handelt, entscheidet die Auflösung.

Zwei Händler nennen neben den 1800 Metern zusätzlich 827 Meter und bezeichnen diesen Wert als Erkennungsreichweite, gegenüber 1800 Metern als Detektionsreichweite. Für ein Stück Rotwild lauten die Zahlen 1750 und 860 Meter. Eine Erkennungswahrscheinlichkeit nennt ThermTec zu keiner dieser Angaben, weshalb wir sie ohne erfundene Bedingung wiedergeben. Praktisch gilt: Wahrnehmen ist nicht Ansprechen, und angesprochen wird bei einem Bruchteil dieser Entfernungen.

Gehäuse, Strom und ein Gewicht, das größer ausfällt als erwartet

Hier liegt die zweite Überraschung des Datenblatts: Das kleinere Modell ist das schwerere. Das 335L 3.0 wiegt 470 Gramm bei 181 × 62 × 63 Millimetern, das 635L nur 435 Gramm bei 187 × 56 × 71 Millimetern. Die beiden Geräte nutzen also unterschiedliche Gehäuse, und das des Einstiegsmodells ist kürzer, aber breiter und damit insgesamt etwas schwerer.

Damit verbunden ist ein zweiter Vorteil: Die Laufzeit liegt bei rund sieben Stunden je Akku gegenüber rund sechs Stunden beim 640er Modell, weil der kleinere Sensor weniger Strom zieht. Zwei wechselbare 18650 Zellen gehören zum Lieferumfang, dazu ein externes Ladegerät. Mit beiden Zellen decken Sie zwei volle Nächte ab.

Das Gehäuse trägt Schutzart IP67 und arbeitet von minus 20 bis plus 50 Grad. Der interne Speicher fasst 64 Gigabyte, Foto und Video werden aufgezeichnet, und ein eigener WLAN-Hotspot überträgt die Aufnahmen in die ThermTec Outdoor App.

Innerhalb des Programms grenzt sich dieses Gerät so ab: Beide Modelle dieser Generation stehen in der Cyclops 3.0 Serie. Längere Laufzeiten und größere Objektive bieten die Wild Reihe und die Wild Pro Reihe, besonders kompakte Bauformen die Cyclone Reihe. Alle Handgeräte der Marke bündelt ThermTec Wärmebild-Monokulare, das Gesamtprogramm der ThermTec Bereich. Vergleichbar positioniert aus dem Wettbewerb sind das Nocpix Lumi L35R, die Handgeräte von HIKMICRO sowie die Pulsar Axion Reihe.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor 384 × 288, VOx
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 18 mK, siehe Abschnitt 8
Bildrate 50 Hz
Objektiv 35 mm, Blende 0,8
Grundvergrößerung 4,3-fach
Digitalzoom stufenlos 1- bis 4-fach, gesamt bis 17,2-fach
Sichtfeld 7,5° × 5,6°, 13,2 m Breite auf 100 m, nachgerechnet und bestätigt
Detektionsreichweite 1800 m (Mensch), 1750 m (Rotwild)
Erkennungsreichweite 827 m (Mensch), 860 m (Rotwild), Wahrscheinlichkeit nicht angegeben
Display AMOLED, 0,5 Zoll, 1600×1200
Entfernungsmesser bis 1000 m
Aufnahme Foto und Video, WLAN-Hotspot, ThermTec Outdoor App
Akku 2 wechselbare 18650 Zellen im Lieferumfang
Laufzeit rund 7 h je Zelle
Laden externes Ladegerät und USB-C
Schutzart IP67
Interner Speicher 64 GB
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 470 g
Maße 181 × 62 × 63 mm
Garantie 3 Jahre, Einzelquelle, siehe Datei 01, Abschnitt 8

Häufige Fragen

Darf ich das ThermTec Cyclops 335L 3.0 in Deutschland ohne Erlaubnis kaufen?

Ja. Entscheidend sind zwei Merkmale, die diesem Gerät fehlen: ein eigenes Absehen und eine Montagevorrichtung für Schusswaffen. Ohne beide greift die Verbotsregelung für Nachtzieltechnik in Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes nicht, und Erwerb wie Besitz sind erlaubnisfrei. Kein deutscher Anbieter verlangt für dieses Handgerät einen Nachweis. Davon zu trennen ist die jagdliche Nutzung: § 19 BJagdG verbietet Nachtzielgeräte bei der Jagd, und die Bundesländer regeln die Einzelheiten unterschiedlich. Prüfen Sie Ihr Landesjagdgesetz. Dies ist keine Rechtsberatung.

Welchen NETD-Wert hat das Cyclops 335L 3.0?

Unter 18 mK. In Katalogen und Produktlisten kursiert für dieses Modell teils unter 15 mK; dieser Wert gehört zum 640er Schwestermodell Cyclops 635L 3.0. Zwei unabhängige deutsche Fachhändler nennen für das 335L übereinstimmend 18 mK. Beide Werte liegen im guten Bereich, und die Blende 0,8 gleicht einen Teil des Unterschieds aus.

Warum vergrößert das 335 L stärker als das teurere 635 L?

Weil sein Sensor kleiner ist und beide Geräte dasselbe 35-mm-Objektiv tragen. Der 384×288 Sensor ist bei 12 µm nur 4,61 Millimeter breit, der 640×512 Sensor 7,68 Millimeter. Hinter gleicher Brennweite erfasst die kleinere Fläche einen engeren Ausschnitt, und dieser engere Ausschnitt erscheint als stärkere Vergrößerung: 4,3-fach gegenüber 2,6-fach. Dafür sehen Sie nur 13,2 statt 21,9 Meter Breite auf 100 Meter.

Warum ist das kleinere Modell schwerer als das größere?

Weil beide unterschiedliche Gehäuse nutzen. Das 335L 3.0 misst 181 × 62 × 63 Millimeter und wiegt 470 Gramm, das 635L 3.0 misst 187 × 56 × 71 Millimeter und wiegt 435 Gramm. Das Einstiegsgerät ist also kürzer, aber breiter gebaut. Dafür läuft es mit rund sieben statt sechs Stunden je Akku länger, weil der kleinere Sensor sparsamer arbeitet.

Cyclops 335 L 3.0 oder Cyclops 635 L 3.0?

Blende 0,8, Display mit 1600 × 1200 Punkten, Laser bis 1000 Meter, Speicher, Schutzart und Detektionsreichweite von 1800 Metern sind bei beiden gleich. Das 635L bietet den feineren Sensor (640 × 512 statt 384 × 288), den besseren NETD-Wert und mit 21,9 Metern das deutlich breitere Bild. Das 335L vergrößert stärker, läuft eine Stunde länger und kostet rund 500 Euro weniger. Für das Absuchen großer Flächen spricht das 635 L, für kontrollierte Wechsel und ein knapperes Budget das 335 L.


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