ThermTec Cyclops 640D Wärmebild-Monokular mit Doppelobjektiv

2.699,00 €

Das ThermTec Cyclops 640D ist das Suchgerät der Serie. Sein 20 mm Weitwinkel erfasst auf 100 Meter eine Breite von 38,4 Metern, mehr als jede andere ThermTec Optik, und das 40 mm Tele verdoppelt die Vergrößerung auf Knopfdruck. Auslaufmodell, Verfügbarkeit bitte vorab erfragen.

  • Weitestes Sichtfeld aller ThermTec Handgeräte, 21,7 mal 17,5 Grad
  • Zwei Objektive, 20 mm und 40 mm, beide bei F1.0
  • 640 × 512 Sensor, 12 µm, NETD 25 mK bei 300 K
  • 550 Gramm, das leichteste Gerät der Serie
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig (kann nachbestellt werden)

Beschreibung

Was 38,4 Meter Bildbreite in der Praxis bedeuten

Beim Suchen zählt Fläche je Zeitabschnitt. Je mehr Revier in einem Blick liegt, desto weniger müssen Sie schwenken, und desto geringer ist die Gefahr, dass ein Stück zwischen zwei Schwenks unentdeckt bleibt. Genau dafür ist dieses Gerät gebaut.

Das 20 mm Objektiv erfasst 21,7 mal 17,5 Grad. Auf 100 Meter ergibt das eine Fläche von 38,4 mal 30,7 Metern, auf 50 Meter noch 19,2 mal 15,4 Meter. Ein Feldrand, eine Lichtung oder eine Wiesenkante dieser Breite liegt komplett im Bild. Zum Vergleich innerhalb derselben Serie: Das 25 mm Weitwinkel des Schwestermodells kommt auf 30,7 Meter, das 35 mm des Spitzenmodells auf 21,9 Meter. Sie sehen hier also ein Viertel mehr Breite als beim nächstbesten Gerät der Baureihe und 75 Prozent mehr als beim reichweitenstärksten.

Erkauft wird das mit Vergrößerung: 1,1-fach im Weitwinkel, also nahezu das, was Ihr Auge ohne Gerät sieht. Deshalb trägt dieses Modell ein zweites Objektiv mit 40 Millimetern, das am Drehwähler zugeschaltet wird und auf 2,2-fach verdoppelt. Das Feld verengt sich dann auf 11,0 mal 8,8 Grad, auf 100 Meter also 19,2 mal 15,4 Meter, exakt die Hälfte der Weitwinkelbreite.

Die Reichweiten liegen bei 2000 Metern Entdeckung und 1000 Metern Ansprechen auf Personengröße. Das ist der niedrigste Wert der Serie, und es ist die logische Folge der kurzen Brennweiten. Für ein Gerät, das Fläche abdecken soll, ist das kein Mangel: Wild, das Sie auf 2000 Meter als Wärmequelle wahrnehmen, sprechen Sie ohnehin nicht an.

Beide Objektive arbeiten mit Blende 1.0 und zeichnen auf die vollständige Sensorfläche von 640 mal 512 Punkten. Alle vier Winkelangaben oben haben wir aus Pixelzahl, Pixelabstand von 12 Mikrometern und Brennweite nachgerechnet, und in keiner Stellung wird beschnitten. Der stufenlose Digitalzoom reicht bis sechsfach und damit insgesamt bis 13,2-fach.

Für wen dieses Gerät gebaut ist, und für wen nicht

Dafür: Reviere mit viel Fläche und kurzen Sichtweiten, also Feldreviere mit Hecken, Jungwuchs, Schneisen und Waldrändern. Nachsuchenbegleitung, bei der Sie Boden schnell abtasten müssen. Wildzählung und Beobachtung, bei der Sie Stücke nicht ansprechen, sondern erfassen. Und der Einsatz neben einem bereits vorhandenen reichweitenstarken Gerät, als zweites Glas im Rucksack.

Nicht dafür: Weite, offene Agrarflächen mit Sichtweiten über 300 Meter, auf denen die geringe Grundvergrößerung zum Problem wird. Dafür tragen das Cyclops 670D mit 3500 Metern oder die Cyclops 3.0 Serie die passende Optik. Ebenfalls nicht dafür: der Einsatz bei dauerhaft schlechtem Kontrast, weil der NETD-Wert von 25 Millikelvin bei 300 Kelvin eine Gerätegeneration hinter den aktuellen 18 Millikelvin liegt.

Ein zweiter Punkt gehört offen genannt: Der Akku ist fest verbaut. Zwei Zellen im Gehäuse liefern nach Herstellerangabe über zwölf Stunden, im deutschen Test rund zehn, nachgeladen wird über USB-C. Wechseln können Sie sie nicht. Wer das braucht, findet in der Wild D Serie zwei entnehmbare Zellen.

Dabei bleibt eine Lücke, die Sie kennen sollten: Die Wild D Serie hat kein 20 mm Modell. Sie führt das Wild 650D und das Wild 350D, beide mit 25 und 50 Millimetern. Wer das weite Feld dieses Geräts braucht, findet es im aktuellen ThermTec Programm nicht wieder.

Ausstattung, Maße und Einordnung

Mit 550 Gramm bei 200 mal 66 mal 62 Millimetern ist dieses Modell das leichteste der Serie, 50 Gramm unter dem 650D und 230 Gramm unter dem 670D. Bei einem Gerät, das Sie beim Suchen dauerhaft am Auge halten, zählt das.

Die übrige Ausstattung entspricht der Baureihe: AMOLED-Display mit 1024 mal 768 Punkten auf 0,39 Zoll, 40 Millimeter Augenabstand, Austrittspupille 6 Millimeter, Dioptrienausgleich von minus fünf bis plus fünf, 50 Bilder je Sekunde, Spektralbereich 8 bis 14 Mikrometer. Dazu sechs Farbpaletten, die Bildmodi WDR, Objektbetonung und Zielkontur, sieben Absehen, Bild-im-Bild, Wärmespurverfolgung, Hotspot-Markierung, elektronische Bildstabilisierung, 32 Gigabyte Speicher, WLAN mit App-Anbindung, GPS, IP67 und ein 1/4-Zoll-Stativgewinde. Freigegeben ist der Betrieb von minus 20 bis plus 50 Grad.

Ein Laserentfernungsmesser fehlt, wie bei allen fünf Modellen dieser Serie. Mit Laser arbeiten die Wild Pro Reihe und die Cyclops 3.0 Geräte.

Die vollständige Cyclops-D Serie umfasst fünf Modelle, das mittlere mit großem Sensor ist das Cyclops 650D. Sämtliche Handgeräte dieses Herstellers listet die Kategorie ThermTec Wärmebild-Monokulare, die Marke insgesamt der ThermTec Bereich. Weitere Geräte mit betont weitem Feld führen Nocpix und HIKMICRO. Wie Sensorgröße und Sichtfeld zusammenhängen, rechnet ein eigener Beitrag vor.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor 640×512, VOx ungekühlt
Pixelabstand 12 µm
NETD 25 mK bei 300 K, siehe Abschnitt 8
Bildrate 50 Hz
Spektralbereich 8 bis 14 µm
Objektive 20 mm und 40 mm, beide F1.0, umschaltbar
Grundvergrößerung 1,1-fach und 2,2-fach
Digitalzoom stufenlos 1- bis 6-fach, gesamt bis 13,2-fach
Sichtfeld Weitwinkel 21,7° × 17,5°, 38,4 × 30,7 m auf 100 m, nachgerechnet
Sichtfeld Tele 11,0° × 8,8°, 19,2 × 15,4 m auf 100 m, nachgerechnet
Entdeckungsreichweite 2000 m
Ansprechen Personengröße 1000 m
Display AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768
Augenabstand 40 mm
Austrittspupille 6 mm
Dioptrienausgleich −5 bis +5 dpt
Entfernungsmesser keiner, serienweit nicht verfügbar
Farbpaletten 6, dazu Bildmodi WDR, Objektbetonung und Zielkontur
Absehen 7, Koordinaten verstellbar
Aufnahme Foto und Video, WLAN mit App, GPS, analoger Videoausgang
Akku fest verbaut, nicht wechselbar, zwei Zellen
Laufzeit über 12 h nach Herstellerangabe, rund 10 h im deutschen Test
Laden USB-C
Schutzart IP67
Interner Speicher 32 GB
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 550 g
Maße 200 × 66 × 62 mm
Gehäuse von keiner Quelle angegeben, siehe Abschnitt 8
Garantie 3 Jahre, Händlerangabe, nicht von ThermTec, siehe Abschnitt 8

Häufige Fragen

Welches Wärmebildgerät hat das weiteste Sichtfeld?

Im ThermTec Programm ist es das Cyclops 640D mit 21,7 mal 17,5 Grad über sein 20 mm Objektiv, was auf 100 Meter einer Fläche von 38,4 mal 30,7 Metern entspricht. Kein anderes Handgerät dieses Herstellers, auch kein aktuelles, trägt eine Brennweite unter 25 Millimetern. Zum Einordnen: Ein 25 mm Weitwinkel zeigt auf dieselbe Entfernung 30,7 Meter Breite, ein 35 mm Objektiv 21,9 Meter und ein 50 mm Tele 15,4 Meter. Der Preis für das weite Feld ist die geringe Grundvergrößerung von 1,1-fach.

Wofür eignet sich das Cyclops 640D am besten?

Für das Suchen und Erfassen auf kurzer bis mittlerer Entfernung. Das weite Feld deckt Feldränder, Schneisen, Hecken und Jungwuchs in einem Blick ab, ohne dass Sie schwenken müssen, und das zuschaltbare 40 mm Tele verdoppelt die Vergrößerung, sobald Sie etwas gefunden haben. Typische Einsätze sind Wildzählung, Nachsuchenbegleitung und der Gebrauch als zweites Gerät neben einem reichweitenstarken Glas. Für weite Agrarflächen mit Sichtweiten über 300 Metern ist es die falsche Wahl.

Gibt es einen aktuellen Nachfolger für das Cyclops 640D?

Nicht mit demselben Sichtfeld. Nachfolgerin der Cyclops-D Serie ist die Wild D Serie, die jedoch nur Modelle mit 25 und 50 Millimetern führt. Eine 20er Brennweite gibt es im aktuellen ThermTec Programm für Handgeräte nicht. Das nächstliegende aktuelle Gerät ist das Wild 650D mit 25 und 50 Millimetern: besserer NETD-Wert, lichtstärkeres Weitwinkel und wechselbare Akkus, dafür 30,7 statt 38,4 Meter Bildbreite auf 100 Meter.

Wie viel wiegt das Cyclops 640D?

550 Gramm bei Maßen von 200 mal 66 mal 62 Millimetern. Damit ist es das leichteste Gerät der Cyclops-D Serie, 50 Gramm unter dem 650D mit gleichem Gehäuse und 230 Gramm unter dem 670D mit dem langen Objektiv. Für ein Gerät, das beim Suchen über längere Zeit am Auge liegt, ist das ein praktischer Vorteil gegenüber den schwereren Schwestermodellen.

Ist das Cyclops 640D in Deutschland erlaubnisfrei?

Ja. Es handelt sich um ein Handgerät ohne eigenes Absehen zur Zielerfassung und ohne Vorrichtung zum Anbringen an eine Schusswaffe, sodass das Verbot für Nachtzieltechnik aus Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes nicht einschlägig ist. Für Erwerb und Besitz brauchen Sie keinen Nachweis und keinen Jagdschein. Die im Bild zuschaltbaren Absehen dienen dem Abschätzen von Entfernungen, nicht dem Richten einer Waffe. Die jagdliche Verwendung richtet sich nach § 19 des Bundesjagdgesetzes und dem Jagdrecht Ihres Bundeslandes. Dies ist keine Rechtsberatung.

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