ThermTec Ares 360 2.0 Wärmebild-Zielfernrohr

2.999,00 €

Das ThermTec Ares 360 2.0 wechselt per Knopfdruck zwischen 20 und 60 Millimetern Brennweite und erreicht dabei 1,8-fache und 5,5-fache Grundvergrößerung, die stärkste Telestufe der Ares Reihe. Der 384×288 Sensor sitzt in einem klassischen 30-mm-Tubus mit beiliegenden Ringen.

  • 5,5-fach im Tele, stärkste Vergrößerung der Reihe
  • Echter optischer Objektivwechsel, kein Digitalzoom
  • 23,0 m Bildbreite auf 100 Meter im Weitwinkel
  • 30-mm-Tubus, 850 G, rückstoßfest, shutterlose Kalibrierung
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Beschreibung

Lohnen sich zwei Objektive gegenüber einem festen?

Diese Frage entscheidet die Wahl zwischen diesem Gerät und dem Ares 335 2.0, das denselben Sensor hinter einem festen 35 mm Objektiv trägt. Sie lässt sich an drei Zahlen festmachen.

Erstens die Bildbreite. Im Weitwinkel zeigt dieses Modell auf 100 Meter 23,0 Meter, das 335 kommt auf 13,2 Meter. Das ist fast die doppelte Fläche und der eigentliche Grund für die zweite Optik: Absuchen geht damit in einem Schwenk statt in dreien.

Zweitens die Reichweite. Im Tele sinkt der Winkel je Bildpunkt auf 0,2 Milliradiant, woraus eine Ansprechgrenze von 300 bis 450 Metern folgt. Das 335 liegt mit 0,343 Milliradian bei 180 bis 280 Metern. Das sind rund 60 Prozent mehr Reichweite.

Drittens der Preis in Gewicht. Dieses Gerät wiegt 1072 Gramm bei 436 Millimetern, das 335 nur 814 Gramm bei 392 Millimetern. Das sind 258 Gramm und 44 Millimeter mehr, die Sie bei jedem Anschlag mittragen und die auf kurzen Systemen über die Montierbarkeit entscheiden können.

Unsere Einordnung: Wer vom Hochsitz auf große Flächen jagt oder Schwarzwild auf weiten Schlägen bestätigt, bekommt hier für das Mehrgewicht einen klaren Gegenwert. Wer im Wald, auf kurzen Distanzen und mit einer leichten Büchse unterwegs ist, fährt mit dem festen Objektiv besser.

Was der Objektivwechsel technisch bedeutet

Beim Umschalten tritt ein zweites Linsensystem in den Strahlengang. Der Sensor bekommt mehr Licht und mehr Bilddetail, der Winkel je Bildpunkt sinkt von 0,6 auf 0,2 Milliradiant. Ein Digitalzoom kann das nicht leisten, denn er vergrößert nur vorhandene Bildpunkte und gewinnt keine zusätzliche Information.

Beide Stufen lassen sich zusätzlich digital bis vierfach zoomen. Weil der kleinere Sensor denselben Ausschnitt auf weniger Punkte verteilt, fällt die Grundvergrößerung hier mit 1,8-fach und 5,5-fach höher aus als beim Ares 660 2.0 mit 1,1-fach und 3,2-fach. Sie brauchen also seltener Digitalzoom, um ein Ziel formatfüllend zu sehen.

Entfernung ohne Laser, Montage und Ausstattung

Diese Ausführung ermittelt die Entfernung über eine KI-Schätzung mit Objekterkennung; eine Händlerangabe zu einem Schwestermodell nennt dafür etwa ±25 Meter bei erkanntem Wild. Ohne gemessene Entfernung steht die ballistische Berechnung der App nicht zur Verfügung. Bei der kräftigen Telestufe dieses Geräts ist das ein echter Verzicht, denn 5,5-fache Grundvergrößerung zeigt ein Stück auch auf 400 Meter noch formatfüllend und lässt die Entfernung dadurch leicht unterschätzen. Wer bis 450 Meter anspricht, sollte deshalb das Ares 360L 2.0 mit Laser bis 1000 Meter wählen; wer das Gerät vor allem wegen des weiten Bildes im Nahbereich führt, kommt ohne aus und spart den Aufpreis. Die Rechtsübersicht Wärmebildtechnik ordnet zudem ein, in welchen Ländern diese Bauart überhaupt zulässig ist.

Montiert wird in 30-mm-Ringen, die beiliegen. Dazu 850 G Rückstoßfestigkeit, ein 0,39-Zoll-AMOLED mit 1024×768 Punkten, Dioptrienausgleich ±5, sieben Absehen, fünf Waffenprofile, sechs Farbpaletten, Bild-im-Bild, shutterlose Bildkorrektur ohne Klickgeräusch, 64 Gigabyte, WLAN, IP67, minus 20 bis plus 50 Grad und 24 Monate Garantie.

Kürzer baut die Vidar 2.0 Serie mit derselben Optik, dafür auf einer Schiene statt im Tubus. Feinere Displays tragen Ibex Serie und Oryx Serie. Für Deutschland und die Schweiz bleiben Vorsatzgeräte der Hunt Pro Serie; dieselbe Idee zweier Objektive als erlaubnisfreies Handgerät verfolgt das Wild 350D. Das übrige Programm steht im ThermTec Bereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich
Sensor 384 × 288, 12 µm
NETD höchstens 20 mK, Händlerangabe, abweichend von Ihrem Katalog
Montage 30-mm-Tubus, Ringe im Lieferumfang
Bildrate 50 Hz
Objektive 20 mm und 60 mm, optisch umschaltbar
Grundvergrößerung 1,8-fach und 5,5-fach
Digitalzoom 1- bis 4-fach je Stufe
Sichtfeld 20 mm 13,1° × 9,8°, 23,0 × 17,3 m auf 100 m
Sichtfeld 60 mm 4,4° × 3,3°, 7,7 × 5,8 m auf 100 m
Winkel je Bildpunkt 0,6 mrad bzw. 0,2 mrad
Entdeckung bis 1000 m bzw. bis 3000 m, Rechenwerte
Entfernungsermittlung KI-Schätzung mit Objekterkennung, etwa ±25 m bei erkanntem Wild
Ballistikrechner Nicht verfügbar, setzt eine Lasermessung voraus
Bildkorrektur shutterlos, ohne Klickgeräusch
Display AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768
Dioptrienausgleich ±5
Absehen 7
Waffenprofile 5
Rückstoßfestigkeit bis 850 G
Akku fest verbaute Zelle plus wechselbare 18650 oder 18500, USB-C
Laufzeit bis 18 h, widersprüchliche Quellen, siehe Datei 66
Interner Speicher 64 GB
Schutzart IP67
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 1072 g
Maße 436 × 90 × 93 mm
Garantie 24 Monate

Häufige Fragen

Lohnen sich beim Ares 360 2.0 zwei Objektive gegenüber einem festen 35 mm?

Das entscheiden drei Zahlen im Vergleich zum Ares 335 2.0, der denselben Sensor hinter festem Objektiv trägt. Die Bildbreite im Weitwinkel beträgt hier 23,0 Meter auf 100 Meter statt 13,2, also fast die doppelte Fläche beim Absuchen. Die Ansprechgrenze steigt im Tele auf 300 bis 450 Meter statt 180 bis 280, weil der Winkel je Bildpunkt von 0,343 auf 0,2 Milliradian sinkt. Bezahlt wird das mit 258 Gramm und 44 Millimetern mehr. Wer vom Hochsitz auf große Flächen jagt, bekommt dafür einen klaren Gegenwert; wer im Wald mit leichter Büchse unterwegs ist, fährt mit dem festen Objektiv besser.

Warum ist der Objektivwechsel besser als ein starker Digitalzoom?

Weil beim Umschalten ein zweites Linsensystem in den Strahlengang tritt: Der Sensor bekommt mehr Licht und mehr Bilddetail, und der Winkel je Bildpunkt sinkt von 0,6 auf 0,2 Milliradiant. Das Auflösungsvermögen steigt also tatsächlich. Ein Digitalzoom vergrößert dagegen nur die vorhandenen Bildpunkte, gewinnt keine zusätzliche Information und macht das Bild bei hohen Faktoren grob. Beides lässt sich hier kombinieren: zwei optische Stufen und darauf jeweils bis zu vierfacher Digitalzoom, aber die ersten beiden Stufen sind diejenigen, die wirklich etwas sichtbar machen.

Wie laut ist das Ares 360 2.0 im Betrieb?

Es arbeitet mit shutterloser Bildkorrektur, also ohne das metallische Klicken, das bei den meisten Wärmebildgeräten entsteht, wenn eine Klappe zum Abgleich vor den Sensor fährt. Das zählt auf kurze Distanz, etwa an der Kirrung oder beim Ansitz im Mais, wo ein solches Geräusch aus wenigen Metern hörbar ist. Nebenbei friert das Bild beim Abgleich nicht kurz ein, was im Moment des Schusses den Unterschied machen kann, und es entfällt das wahrscheinlichste mechanische Ausfallteil, was auf einer Waffe mit Rückstoß von Vorteil ist.

Welche Entfernung zeigt das Gerät ohne Laserentfernungsmesser an?

Eine Schätzung aus der KI-gestützten Objekterkennung: Das Gerät klassifiziert ein erkanntes Objekt und schließt aus dessen Bildgröße auf die Distanz. Eine Händlerangabe zu einem Schwestermodell beziffert die Genauigkeit mit etwa ±25 Metern bei erkanntem Wild. Auf kurzen Entfernungen ist dieser Fehler folgenlos, weil die Waffe dort praktisch fleck trägt; auf 400 Metern, der Grenze der Telestufe dieses Geräts, schlägt er je nach Kaliber deutlich auf den Treffpunkt durch. Die ballistische Berechnung der App bleibt ohne gemessene Entfernung ohnehin verschlossen. Wer das Tele ausreizt, sollte die Ausführung mit Laser nehmen.

Darf ich dieses Gerät in Österreich zur Nachsuche einsetzen?

Die Nachsuche ist der Anwendungsfall, den die Landesjagdgesetze am ehesten zulassen: Tirol und Vorarlberg beschränken den Einsatz elektronischer Zielhilfen im Wesentlichen darauf, und auch Länder mit weiter gefassten Ausnahmen behandeln sie gesondert. Verlassen Sie sich darauf aber nicht ohne Prüfung, denn die Regelungen unterscheiden sich in den Einzelheiten erheblich, und manche knüpfen auch die Nachsuche an Bedingungen. Erwerb und Besitz sind in Österreich in jedem Fall zulässig; ein waffenrechtliches Verbot wie in Deutschland gibt es nicht. Klären Sie Ihren Fall vor dem Kauf mit der Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.

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