ThermTec Ares 335 2.0 Wärmebild-Zielfernrohr
2.050,00 €
Das ThermTec Ares 335 2.0 ist der günstigste Einstieg in die Ares Reihe: 384 × 288 Bildpunkte hinter einem lichtstarken 35 mm Objektiv bei F1.0, 3,2-fache Grundvergrößerung, 814 Gramm. Gehäuse, Display, Absehen und Rückstoßfestigkeit teilt es mit den teureren Modellen der Reihe.
- Günstigster Einstieg in die Ares Reihe
- 35 mm bei F1.0, 3,2-fach, 13,2 m Bildbreite auf 100 Meter
- 814 g bei 392 mm, leichtestes Modell der Reihe
- 30-mm-Tubus mit Ringen, 850 G, IP67, 64 GB
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Reicht ein 384er Sensor?
Das ist die Frage, die vor diesem Gerät steht, und sie wird meist falsch beantwortet, weil die Sensorzahl für Reichweite gehalten wird.
Die Sensorauflösung bestimmt nicht, wie weit Sie ansprechen können. Das tut der Winkel je Bildpunkt, und der ergibt sich allein aus Pixelabstand und Brennweite. Dieses Gerät hat 12 Mikrometer hinter 35 Millimetern, also 0,343 Milliradian, und daraus folgt eine Ansprechgrenze von 180 bis 280 Metern. Ein 640er Sensor hinter derselben Brennweite und mit demselben Pixelabstand käme auf exakt denselben Wert.
Was der größere Sensor bringt, ist Bildbreite. Er trägt mehr Bildpunkte derselben Größe, sieht also einen breiteren Ausschnitt. Das Ares 650 2.0 zeigt auf 100 Meter 15,4 Meter, dieses Gerät 13,2 Meter, und der Unterschied fällt hier gering aus, weil das 650er zugleich eine längere Brennweite hat, die wieder einengt.
Unsere Einordnung: Für Reviere, in denen die üblichen Schussentfernungen unter 200 Metern liegen, also für den überwiegenden Teil der Ansitzjagd in Feld und Wald, ist dieser Sensor ausreichend. Der Aufpreis für 640 × 512 lohnt sich dort, wo Sie wirklich breit sehen müssen, also auf großen Freiflächen, und dafür führt die Reihe mit dem Ares 660 2.0 das deutlich passendere Gerät als ein 640er mit festem Objektiv.
Was Sie beim Einstieg nicht aufgeben
Bemerkenswert an diesem Modell ist weniger, was fehlt, als was nicht fehlt. Es teilt mit den teuersten Geräten der Reihe:
- das 0,39-Zoll-AMOLED mit 1024 × 768 Punkten, also dieselbe Darstellungsfeinheit
- 850 G Rückstoßfestigkeit, also dieselbe mechanische Auslegung
- sieben Absehen und fünf Waffenprofile
- den 30-mm-Tubus mit beiliegenden Ringen
- IP67, minus 20 bis plus 50 Grad, 64 Gigabyte, WLAN, Bild-im-Bild, sechs Farbpaletten
- 24 Monate Garantie
Und es trägt dasselbe F1.0-Objektiv wie das 650er. Die Blende geht quadratisch in das Signal ein und entscheidet darüber, wie viel Infrarotstrahlung den Sensor erreicht; sie ist damit für das Bild bei schlechtem Wetter wichtiger als die Zahl der Bildpunkte. Der Einstieg in diese Reihe ist also keine abgespeckte Variante, sondern dasselbe Gerät mit kleinerem Sensor.
Entfernung, Maße und Einordnung
Diese Ausführung schätzt die Entfernung über eine KI-Funktion mit Objekterkennung; eine Händlerangabe zu einem Schwestermodell nennt etwa ±25 Meter bei erkanntem Wild. Bei den hier nutzbaren Entfernungen fällt das kaum ins Gewicht: Auf 200 Metern liegt ein auf 100 Meter eingeschossenes Jagdgeschoss meist nur wenige Zentimeter unter dem Haltepunkt, also innerhalb des Wildkörpers. Von allen acht Artikeln der Reihe ist dies das Modell, bei dem der Verzicht auf den Laser am wenigsten kostet. Wer ihn dennoch will, etwa zum Vermessen des Schussfelds, findet ihn im Ares 335L 2.0.
Mit 814 Gramm bei 392 × 81 × 82 Millimetern ist das Gerät das kompakteste der Reihe. Noch kürzer baut die Vidar 2.0 Serie, die allerdings eine Schienenaufnahme statt Ringen verlangt. Zwei umschaltbare Objektive bietet das Ares 360 2.0, feinere Displays tragen Ibex Serie und Oryx Serie.
Kunden in Deutschland und der Schweiz bedienen wir mit dem Hunt 335 Pro aus der Hunt Pro Serie, das dieselbe Brennweite als Vorsatzgerät führt. Das übrige Programm steht im ThermTec Bereich.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bauart | Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung EU |
| Sensor | 384 × 288, 12 µm |
| Montage | 30-mm-Tubus, Ringe im Lieferumfang |
| NETD | 18 bis 20 mK, Quellen uneins, siehe Datei 72 |
| Bildrate | 50 Hz |
| Objektiv | 35 mm, F1.0 |
| Grundvergrößerung | 3,2-fach |
| Digitalzoom | 1- bis 4-fach |
| Sichtfeld | 7,5° × 5,6°, 13,2 × 9,8 m auf 100 m |
| Winkel je Bildpunkt | 0,343 mrad |
| Entdeckung | 1800 m, Rechenwert des Herstellers |
| Entfernungsermittlung | KI-Schätzung mit Objekterkennung, etwa ±25 m bei erkanntem Wild |
| Laserentfernungsmesser | nicht vorhanden, siehe Abschnitt 8 |
| Ballistikrechner | Nicht verfügbar, setzt eine Lasermessung voraus |
| Display | AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768 |
| Dioptrienausgleich | ±5 |
| Absehen | 7 |
| Waffenprofile | 5 |
| Rückstoßfestigkeit | bis 850 G |
| Akku | fest verbaute Zelle plus wechselbare Zelle, USB-C |
| Laufzeit | bis 18 h, widersprüchliche Quellen, siehe Datei 66 |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Startzeit | rund 3 s |
| Gewicht | 814 g |
| Maße | 392 × 81 × 82 mm |
| Garantie | 24 Monate |
Häufige Fragen
Reicht ein 384×288 Sensor für die Jagd?
Für Reviere mit Schussentfernungen unter etwa 200 Metern ja, und das trifft auf den überwiegenden Teil der Ansitzjagd in Feld und Wald zu. Wichtig ist die Einsicht, dass die Sensorauflösung nicht bestimmt, wie weit Sie ansprechen können: Das tut der Winkel je Bildpunkt, der sich allein aus Pixelabstand und Brennweite ergibt. Dieses Gerät kommt mit 12 Mikrometern hinter 35 Millimetern auf 0,343 Milliradiant und damit auf 180 bis 280 Meter; ein 640er Sensor mit demselben Pixelabstand hinter derselben Brennweite käme auf exakt denselben Wert. Der größere Sensor bringt Bildbreite, nicht Reichweite.
Was spart das Ares 335 2.0 gegenüber den teureren Modellen der Reihe ein?
Den Sensor und die zweite Optik, sonst nichts Wesentliches. Display mit 1024×768 Punkten, 850 G Rückstoßfestigkeit, sieben Absehen, fünf Waffenprofile, 30-mm-Tubus mit beiliegenden Ringen, IP67, 64 Gigabyte Speicher, WLAN, Bild-im-Bild, sechs Farbpaletten und 24 Monate Garantie sind in der ganzen Reihe gleich. Auch das Objektiv arbeitet mit F1.0 wie beim großen 650er, und die Blende ist für das Bild bei schlechtem Wetter wichtiger als die Zahl der Bildpunkte, weil sie quadratisch in das Signal eingeht. Der Einstieg ist hier also keine abgespeckte Ausführung, sondern dasselbe Gerät mit kleinerem Sensor.
Brauche ich bei diesem Modell einen Laserentfernungsmesser?
Von allen acht Artikeln der Reihe ist dies das Modell, bei dem der Verzicht am wenigsten kostet. Die Ansprechgrenze liegt bei 180 bis 280 Metern, und auf 200 Metern liegt ein auf 100 Meter eingeschossenes Jagdgeschoss meist nur wenige Zentimeter unter dem Haltepunkt, also innerhalb des Wildkörpers. Die KI-Schätzung mit etwa ±25 Metern genügt dafür. Sinnvoll wäre ein Laser hier vor allem zum Vermessen des Schussfelds vor dem Ansitz und zur Einschätzung von Kugelfang und Hintergelände; wer darauf Wert legt, nimmt die Ausführung mit Laser bis 1000 Meter.
Welches Objektiv ist lichtstärker, und warum zählt das?
Beide Modelle mit festem Objektiv in dieser Reihe arbeiten mit F1.0, das 35er wie das 50er. Die Blende bestimmt, wie viel Infrarotstrahlung auf den Sensor fällt, und sie geht quadratisch in das Signal ein: Von F1.0 auf F0.9 wären es rund 23 Prozent mehr, auf F0.8 rund 56 Prozent. Spürbar wird das nicht bei Frost und trockener Luft, wo praktisch jedes Gerät dieser Klasse gut aussieht, sondern an feuchten Herbstabenden und auf nassem Boden, dessen Temperatur sich der des Wildes annähert. Für die Doppeloptik-Modelle der Reihe nennt keine Quelle eine Blende.
Was muss ich in Österreich vor dem Kauf klären?
Zwei Dinge, und beide liegen außerhalb des Waffenrechts, das dem Erwerb nicht entgegensteht. Erstens die Regelung Ihres Bundeslandes: Alle neun Landesjagdgesetze untersagen elektronische Zielhilfen im Grundsatz und öffnen Ausnahmen, überwiegend für Schwarzwild, mitunter beschränkt auf die Nachsuche. Zweitens die Lage in Ihrem Revier, denn verbreitet ist die Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten Voraussetzung, teils in Schriftform. Beides sollten Sie geklärt haben, bevor Sie bestellen, weil ein zulässiger Kauf noch keine zulässige Verwendung bedeutet. Die Landesjägerschaft ist die richtige Auskunftsstelle. Dies ist keine Rechtsberatung.
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