ThermTec Hunt 335 Wärmebild-Vorsatzgerät

1.349,00 €

Das ThermTec Hunt 335 ist der günstigste Einstieg in die Hunt Vorsatzgeräte: 384×288 Bildpunkte hinter 35 Millimetern, NETD unter 20 Millikelvin, 400 Gramm. Das Sichtfeld von 13,1 Metern auf 100 Meter passt zu Tagesgläsern ab etwa 3-facher Vergrößerung. Für Jagdscheininhaber erlaubnisfrei.

  • 384 × 288 bei unter 20 mK, 35 mm, 50 Hz Bildrate
  • 400 g, leichtestes Gerät der Hunt Reihe
  • Erlaubnisfrei für Jagdscheininhaber, kein eigenes Absehen
  • Lieferung in ganz Europa in 48 bis 72 Stunden
Beschreibung

Wie hoch darf ich mein Tagesglas aufdrehen?

Dies ist die Frage, die bei einem Vorsatzgerät mit 384er Sensor am häufigsten falsch beantwortet wird, und sie entscheidet darüber, ob Sie mit dem Gerät zufrieden sind.

Ein Vorsatzgerät bildet 1-fach ab. Die Vergrößerung übernimmt vollständig Ihr Zielfernrohr. Daraus folgt etwas, das zunächst überrascht: Mehr Vergrößerung bringt ab einem gewissen Punkt kein zusätzliches Detail, sondern nur größere Bildpunkte. Das Wärmebildgerät liefert 384 Punkte über 7,5 Grad; was dort nicht abgebildet ist, kann kein Okular nachträglich sichtbar machen.

Als Faustregel aus der Praxis, nicht als Herstellerangabe: Mit einem 384er Sensor liegt das nutzbare Fenster bei etwa 3-fach bis 6-fach am Tagesglas. Darunter verschenken Sie Erkennbarkeit, darüber wird das Bild weicher, ohne mehr zu zeigen. Wer gewohnt ist, sein Glas bei Tageslicht auf 12-fach zu stellen, muss sich im Wärmebild umgewöhnen.

Das ist kein Mangel dieses Geräts, sondern Physik jeder Wärmebildoptik. Beim Hunt 650 mit 640er Sensor liegt das Fenster höher, weil mehr Bildpunkte zur Verfügung stehen. Entscheidend ist aber nicht die Sensorzahl allein, sondern der Winkel je Bildpunkt: Hier sind es 0,343 Milliradiant, beim 650er 0,24. Daraus folgen Ansprechgrenzen von 180 bis 280 Metern gegenüber 250 bis 400 Metern.

Umgekehrt hat das weitere Bildfeld einen Vorteil, der bei einem Vorsatzgerät mehr wiegt als bei einem Zielfernrohr: Das Bildfeld des Vorsatzgeräts muss mindestens so groß sein wie das Sehfeld Ihres Glases bei der genutzten Vergrößerung, sonst erscheint ein dunkler Rand. Mit 13,1 Metern auf 100 Meter passt dieses Gerät zu Gläsern ab etwa 3-fach. Wer auf 1,5-fach zurückdreht und dort rund 22 Meter sieht, braucht ein Gerät mit 640er Sensor und 35 Millimetern; die Rechnung dazu steht in der Hunt LRF Serie.

Wo dieses Gerät in der Hunt Familie steht

ThermTec führt die Vorsatzgeräte in drei Stufen. Diese Seite beschreibt die unterste, und der Vergleich mit dem direkten Nachfolger zeigt, wofür der Aufpreis steht.

Hunt 335 Hunt 335 Pro
Sensor und Objektiv 384 × 288, 35 mm gleich
NETD unter 20 mK unter 15 mK
Blende nicht ausgewiesen F0.9
Display 1024 × 768 1920 × 1080
Akku fest verbaut, bis 6 h wechselbar, zwei dabei
Gewicht 400 g 399 g

Der fest verbaute Akku ist die einschneidendste Einschränkung. Nach rund sechs Stunden ist Schluss, geladen wird über USB-C, und unterwegs können Sie nicht tauschen. Einen Abendansitz trägt das; wer durchgehend durch die Nacht oder mehrere Tage ohne Steckdose unterwegs ist, nimmt eine Powerbank mit. Den Pro-Modellen liegen zwei Wechselakkus bei, und praktisch wiegt dieser Unterschied schwerer als der NETD-Wert.

Das Display mit 1024 × 768 Punkten liefert ein brauchbares Bild. Weil Sie bei einem Vorsatzgerät durch zwei optische Systeme hintereinander schauen, wird jede Unschärfe vom Tagesglas mitvergrößert; der Abstand zu den 1920 × 1080 Punkten der Pro-Reihe fällt deshalb bei höherer Vergrößerung stärker auf.

Der NETD-Wert gibt an, welcher Temperaturunterschied gerade noch aufgelöst wird. Der Schritt von 20 auf 15 Millikelvin entspricht einem Viertel; bemerkbar wird er an feuchten Herbstabenden und auf nassem Boden, bei Frost und trockener Luft dagegen kaum.

Recht, Montage und Ausstattung

Für Jagdscheininhaber erlaubnisfrei. Das Gerät zeigt keine eigene Zielmarke; gezielt wird mit dem Absehen Ihres eingeschossenen Tagesglases. Darauf beruht die Ausnahme des § 40 Abs. 3 WaffG von dem Verbot, das Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG für Zielgeräte mit eigenem Absehen aufstellt. Die Verwendung regeln § 19 Abs. 1 Nr. 5a BJagdG und Ihr Landesjagdgesetz, überwiegend beschränkt auf Schwarzwild und Nachsuche. Eine Länderübersicht gibt die Rechtsübersicht Wärmebildtechnik. Dies ist keine Rechtsberatung.

Die Optik arbeitet mit 50 Hertz Bildrate, was beim Schwenken und bei bewegtem Wild ein flüssiges Bild ergibt. Einen Digitalzoom bietet das Gerät nicht, und er wäre bei dieser Bauart auch ohne Nutzen, weil die Vergrößerung vom Tagesglas kommt. Die Entdeckungsangabe liegt bei 1800 Metern und beschreibt, wann eine Wärmequelle im Bild erscheint, nicht wann Sie sie ansprechen können.

Montiert wird über einen Adapter auf das Objektiv Ihres Tagesglases. Beigelegt ist der Adapter nicht. Er richtet sich nach dem Außendurchmesser Ihres Objektivs, nicht nach der Vergrößerung. Teilen Sie uns Fabrikat und Modell Ihres Zielfernrohrs mit, dann suchen wir ihn heraus; die falsch bestellte Adapterhülse ist der häufigste Rückläufer dieser Produktgruppe.

Im Programm: Mehr Reichweite bei engerem Bild bietet das Hunt 650 mit 640er Sensor. Die Nachfolgereihe führt die Hunt Pro Serie mit Hunt 635 Pro und Hunt 650 Pro, mit Laserentfernungsmesser das Hunt 635L. Das Gesamtsortiment steht im ThermTec Bereich; reine Beobachtungsgeräte ohne Waffenbezug bei den ThermTec Monokularen, Vorsatzgeräte anderer Marken bei HIKMICRO.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Vorsatzgerät ohne eigenes Absehen
Sensor 384 × 288, 12 µm, VOx
NETD unter 20 mK
Bildrate 50 Hz
Objektiv 35 mm, Blende nicht ausgewiesen
Sichtfeld 7,5°, rund 13,1 m auf 100 m
Winkel je Bildpunkt 0,343 mrad
Entdeckung 1800 m, Rechenwert des Herstellers
Realistische Ansprechgrenze 180 bis 280 m, abgeleitet
Digitalzoom 1-fach, keiner
Display 1024 × 768, AMOLED
Laserentfernungsmesser nicht vorhanden
Akku fest verbaut, nicht wechselbar, Laden über USB-C
Laufzeit 6 bis 7 h, Quellen uneins, siehe Abschnitt 8
Montage Adapter, nicht im Lieferumfang
Gewicht 400 g
Status Nicht mehr lieferbar, Nachfolger Hunt 335 Pro

Häufige Fragen

Wie weit darf ich mein Zielfernrohr aufdrehen, wenn ein Vorsatzgerät davor sitzt?

Als Faustregel aus der Praxis liegt das nutzbare Fenster bei einem 384er Sensor zwischen etwa 3-fach und 6-fach. Der Grund: Ein Vorsatzgerät bildet 1-fach ab, die Vergrößerung übernimmt vollständig Ihr Glas, und was das Wärmebildgerät nicht abbildet, kann kein Okular nachträglich sichtbar machen. Oberhalb dieses Fensters werden nur die Bildpunkte größer, das Bild wirkt weicher, und Sie sehen nicht mehr. Wer gewohnt ist, bei Tageslicht auf 12-fach zu stellen, muss sich umgewöhnen. Mit einem 640er Sensor liegt das Fenster höher.

Was unterscheidet das Hunt 335 vom Hunt 335 Pro?

Vier Punkte, und das Objektiv gehört nicht dazu: Sensor, Brennweite, Sichtfeld und Entdeckungsreichweite sind gleich. Der NETD-Wert liegt beim Pro bei unter 15 statt unter 20 Millikelvin, die Blende ist dort mit F0.9 ausgewiesen, das Display löst mit 1920 mal 1080 statt 1024 mal 768 Punkten auf, und der Akku ist wechselbar, mit zwei Stück im Lieferumfang. Das Gewicht ist mit 399 gegen 400 Gramm praktisch identisch. In der Praxis zählt der Akku am meisten, weil Sie bei diesem Gerät unterwegs nicht tauschen können.

Auf welche Entfernung kann ich mit dem Hunt 335 ansprechen?

Planen Sie 180 bis 280 Meter ein, je nach Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und bejagter Wildart. Maßgeblich ist der Winkel je Bildpunkt von 0,343 Milliradiant: Auf 200 Meter deckt ein Bildpunkt 6,9 Zentimeter ab, und ein Rehkörper von 70 Zentimetern wird dort von etwa zehn Punkten überspannt, was als untere Schwelle für sicheres Unterscheiden gilt. Die Herstellerangabe von 1800 Metern beschreibt die Entdeckung, also das bloße Erscheinen einer Wärmequelle. Diese Grenze gilt für jedes Gerät mit 12 Mikrometern hinter 35 Millimetern, unabhängig von Sensorgröße und Preis.

Passt das Hunt 335 zu meinem Zielfernrohr?

Prüfen Sie zwei Dinge. Erstens das Bildfeld: Es muss mindestens so groß sein wie das Sehfeld Ihres Glases bei der genutzten Vergrößerung, sonst erscheint ein dunkler Rand. Dieses Gerät liefert 13,1 Meter auf 100 Meter, was zu Gläsern ab etwa 3-fach passt; bei 1,5-fach zeigt ein Jagdglas typischerweise rund 22 Meter, und dafür reicht es nicht. Zweitens den Adapter: Er gehört nicht zum Lieferumfang und muss zum Außendurchmesser Ihres Objektivs passen. Nennen Sie uns Fabrikat und Modell, dann nennen wir Ihnen den passenden Adapter.

Kann ich den Akku unterwegs wechseln?

Nein, die Zelle ist fest verbaut und wird über USB-C geladen. Die Laufzeit liegt bei etwa sechs bis sieben Stunden, wobei sich die Quellen in diesem Punkt widersprechen. Für einen Abendansitz genügt das; für eine durchgehende Nacht oder mehrere Tage ohne Steckdose gehört eine Powerbank zur Ausrüstung. Die Nachfolgemodelle der Hunt Pro Reihe haben wechselbare Akkus und liefern zwei Stück mit. Bei Lagerware eines Auslaufmodells sollten Sie zusätzlich nach dem Herstellungsdatum fragen, weil Lithium-Ionen-Zellen auch ungenutzt altern.

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