ThermTec Ventus 650L Multispektrum-Wärmebildfernglas
3.499,00 €
Das ThermTec Ventus 650L ist ein binokulares Beobachtungsgerät mit mehreren Sensoren: ein 640×512 Wärmebildsensor unter 15 Millikelvin, eine 12-Megapixel-Tagkamera, ein zuschaltbarer IR-Strahler mit 850 oder 940 Nanometern und ein Laserentfernungsmesser. Das Display löst mit 1600 × 1200 Punkten auf, der Augenabstand ist von 60 bis 72 Millimetern verstellbar.
- Binokular, beidäugiges Sehen statt Monokular
- 640 × 512 unter 15 mK, 50 mm, 3,7-fach, Display 1600 × 1200
- Vier Funktionen: Wärmebild, Tagkamera, IR-Strahler, Entfernungsmesser
- Lieferung in ganz Europa in 48 bis 72 Stunden
2 vorrätig
Warum binokular, und was das praktisch ändert
Dies ist das erste Gerät in unserem ThermTec Sortiment mit zwei Okularen, und der Unterschied zu einem Monokular wird in Beschreibungen meist mit einem Wort abgehandelt.
Der wichtigste Punkt ist die Ermüdung. Wer mit einem Monokular eine Stunde lang ein Feld absucht, kneift unwillkürlich das andere Auge zu oder lässt es ins Dunkle schauen. Beides strengt an, und nach längerer Zeit beginnt das Bild zu flimmern. Ein Binokular lässt beide Augen dasselbe sehen; der Muskelapparat bleibt entspannt, und Sie halten deutlich länger durch. Bei einem Ansitz über mehrere Stunden ist das der Unterschied zwischen durchgehendem Beobachten und Pausen.
Der zweite Punkt betrifft die räumliche Wahrnehmung. Ein Binokular mit zwei getrennten Objektiven erzeugt echtes Stereosehen; eines mit einem Sensor und zwei Okularen, wie hier, zeigt beiden Augen dasselbe Bild. Räumliche Tiefe entsteht dabei nicht. Was Sie dennoch gewinnen, ist ein ruhigeres, vollständigeres Bildempfinden, weil das Gehirn kein widersprüchliches Signal vom zweiten Auge verarbeiten muss.
Der Augenabstand lässt sich von 60 bis 72 Millimetern einstellen. Das deckt den üblichen Bereich ab. Prüfen Sie Ihren Wert, wenn Sie ihn kennen: Liegt er außerhalb, sehen Sie zwei nicht deckungsgleiche Bilder, und das ist anstrengender als jedes Monokular.
Vier Funktionen in einem Gehäuse
Der Wärmebildkanal arbeitet mit 640 × 512 Bildpunkten bei 12 Mikrometern und einem NETD-Wert unter 15 Millikelvin, hinter einem 50-mm-Objektiv und mit 50 Hertz. Das Sichtfeld beträgt 8,8 Grad, also rund 15,4 Meter auf 100 Meter. Die Grundvergrößerung liegt bei 3,7-fach, mit vierfachem Digitalzoom rechnerisch bei 14,8-fach.
Die Tagkamera liefert nach Herstellerangabe 12 Megapixel in 4K. Sie ist der Grund, warum das Gerät als Multispektrum geführt wird: Bei Tageslicht und in der Dämmerung sehen Sie ein gewöhnliches Farbbild, in dem Beschriftungen, Farben und Strukturen erkennbar sind, die ein Wärmebild nicht zeigt, weil sie keine eigene Temperatur haben.
Der IR-Strahler ist zuschaltbar und wahlweise mit 850 oder 940 Nanometern zu betreiben. Dieser Unterschied wird selten erklärt und ist praktisch bedeutsam:
- 850 Nanometer reichen weiter und liefern das hellere Bild, erzeugen am Strahler aber ein schwach sichtbares rotes Glimmen. Wild und Menschen können es bei direktem Blick wahrnehmen.
- 940 Nanometer sind für das Auge unsichtbar, kosten dafür Reichweite und Helligkeit, weil die Sensorempfindlichkeit dort niedriger liegt.
Wer unentdeckt bleiben will, nimmt 940; wer maximale Reichweite im Nachtsichtkanal braucht und das Glimmen in Kauf nimmt, nimmt 850.
Der Laserentfernungsmesser gibt dem Gerät das L im Namen. Zur Messreichweite und Genauigkeit siehe Abschnitt 8; die Quellen nennen keine Zahlen.
Reichweite, Display und Stromversorgung
Die Entdeckungsangabe von 2600 Metern beschreibt, wann eine Wärmequelle überhaupt im Bild erscheint. Für das sichere Unterscheiden von Wildart und Zielbereich rechnen Sie mit 250 bis 400 Metern: Bei 12 Mikrometern hinter 50 Millimetern deckt ein Bildpunkt 0,24 Milliradiant ab, also 7,2 Zentimeter auf 300 Meter, und ein Rehkörper von 70 Zentimetern wird dort von etwa zehn Punkten überspannt.
Das Display mit 1600 × 1200 Punkten ist hochwertiger als das vieler ThermTec Geräte: Die Vidar 2.0 Zielfernrohre lösen mit 1024 × 768 auf. Bei einem Beobachtungsgerät, das Sie über Stunden am Auge haben, zahlt sich das aus.
Zwei wechselbare 18650-Zellen tragen bis zu sechs Stunden. Wechselbar ist hier das Stichwort: Anders als bei den Vorsatzgeräten der Hunt Basisreihe können Sie unterwegs tauschen, und für eine durchgehende Nacht sollten Sie das einplanen. Mit 833 Gramm liegt das Gerät im üblichen Bereich für ein Binokular dieser Klasse; über Stunden freihändig gehalten ist es dennoch spürbar, und ein Trageriemen oder eine Auflage lohnt sich.
Im Programm: Die kleineren Schwestermodelle sind das Ventus 635L mit 35 mm und das Ventus 335L mit kleinerem Sensor; alle drei stehen in den ThermTec Ferngläsern. Einäugige Geräte führen die ThermTec Monokulare, etwa das Cyclops 650 Pro. Geräte für die Waffe stehen bei den Hunt Vorsatzgeräten. Das Gesamtsortiment führt der ThermTec Bereich, Ferngläser anderer Marken finden Sie bei HIKMICRO und Pulsar.
Rechtlich unbedenklich, mit einer Einschränkung beim IR-Strahler
Ein Beobachtungsgerät ohne Absehen und ohne Waffenschnittstelle unterliegt keiner waffenrechtlichen Beschränkung, weder in Deutschland noch in Österreich oder der Schweiz. Die Verbotsnorm der Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG setzt eine Montagevorrichtung für Schusswaffen voraus, und die hat dieses Gerät nicht. Erwerb und Besitz sind damit frei.
Eine Besonderheit betrifft den IR-Strahler. § 19 Abs. 1 BJagdG verbietet bei der Jagd unter anderem künstliche Lichtquellen und Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Ziels. Ein Infrarotstrahler ist eine künstliche Lichtquelle, auch wenn sein Licht für das Auge unsichtbar ist. Für das reine Beobachten außerhalb der Jagdausübung ist das ohne Belang. Beim Einsatz während der Jagd kann es anders liegen, und die Landesjagdgesetze fassen das unterschiedlich.
Dies ist keine Rechtsberatung. Klären Sie den Einsatz des Strahlers während der Jagdausübung mit Ihrer Landesjägerschaft; der Wärmebildkanal selbst ist davon nicht betroffen, weil er ohne jede Beleuchtung arbeitet. Wie die drei Länder die Sache handhaben, stellt die Rechtsübersicht Wärmebildtechnik gegenüber.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bauart | Binokulares Beobachtungsgerät, kein Absehen, keine Waffenmontage |
| Wärmebildsensor | 640 × 512, 12 µm, VOx |
| NETD | unter 15 mK |
| Bildrate | 50 Hz |
| Objektiv | 50 mm, Blende nicht ausgewiesen |
| Sichtfeld | 8,8°, rund 15,4 m auf 100 m |
| Winkel je Bildpunkt | 0,24 mrad |
| Entdeckung | 2600 m, Rechenwert des Herstellers |
| Realistische Ansprechgrenze | 250 bis 400 m, abgeleitet |
| Grundvergrößerung | 3,7-fach |
| Digitalzoom | 4-fach, gesamt rechnerisch 14,8-fach |
| Tagkamera | 12 MP CMOS, 4K |
| IR-Strahler | zuschaltbar, 850 oder 940 nm |
| Laserentfernungsmesser | bis 1000 m, Serienangabe der Reihe, siehe Abschnitt 8 |
| Display | 1600 × 1200, 0,5 Zoll |
| Augenabstand | 60 bis 72 mm verstellbar |
| Akku | zwei wechselbare 18650-Zellen |
| Laufzeit | bis 6 h |
| Gewicht | 833 g |
| Interner Speicher | 64 GB, Serienangabe der Reihe |
| Schutzart | IP67, Serienangabe der Reihe |
| Maße | rund 164 × 128 × 73 mm, Serienangabe der Reihe |
| WLAN-Standard, Garantie | nicht ausgewiesen |
Häufige Fragen
Was bringt ein Wärmebildfernglas gegenüber einem Monokular?
Vor allem weniger Ermüdung. Wer mit einem Monokular über längere Zeit beobachtet, kneift unwillkürlich das andere Auge zu oder lässt es ins Dunkle schauen; beides strengt an, und nach einer Weile beginnt das Bild zu flimmern. Ein Binokular lässt beide Augen dasselbe sehen, der Muskelapparat bleibt entspannt, und Sie halten erheblich länger durch. Räumliches Sehen entsteht bei diesem Gerät allerdings nicht, weil ein einziger Sensor beide Okulare speist; der Gewinn liegt in der Entspannung, nicht in der Tiefenwahrnehmung. Bei Ansitzen über mehrere Stunden ist das der entscheidende Unterschied.
Soll ich den IR-Strahler mit 850 oder 940 Nanometern betreiben?
Das hängt davon ab, ob Sie unentdeckt bleiben wollen. 850 Nanometer reichen weiter und liefern das hellere Bild, erzeugen am Strahler aber ein schwach sichtbares rotes Glimmen, das Wild und Menschen bei direktem Blick wahrnehmen können. 940 Nanometer sind für das Auge unsichtbar, kosten dafür Reichweite und Helligkeit, weil die Sensorempfindlichkeit in diesem Bereich niedriger liegt. Für Beobachtung aus der Deckung nehmen Sie 940, für maximale Reichweite im Nachtsichtkanal 850. Der Wärmebildkanal arbeitet unabhängig davon und braucht überhaupt keine Beleuchtung.
Ist ein Wärmebildfernglas in Deutschland erlaubt?
Ja, uneingeschränkt. Die Verbotsnorm der Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG setzt ein eigenes Absehen und eine Montagevorrichtung für Schusswaffen voraus; ein Beobachtungsgerät hat beides nicht. Erwerb und Besitz sind frei, und dasselbe gilt in Österreich und der Schweiz. Zu beachten ist allein der IR-Strahler: § 19 Abs. 1 BJagdG verbietet bei der Jagd künstliche Lichtquellen, und ein Infrarotstrahler ist eine solche, auch wenn sein Licht unsichtbar ist. Für reines Beobachten ist das ohne Belang; für den Einsatz während der Jagdausübung fragen Sie Ihre Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.
Auf welche Entfernung kann ich mit dem Ventus 650L ansprechen?
Rechnen Sie mit 250 bis 400 Metern, je nach Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und bejagter Wildart. Die Grundlage liefert der Winkel je Bildpunkt von 0,24 Milliradiant: Ein Punkt deckt auf 300 Meter 7,2 Zentimeter ab, sodass ein Rehkörper von 70 Zentimetern dort etwa zehn Punkte belegt, und das gilt als Mindestmaß für sicheres Unterscheiden. Die Herstellerangabe von 2600 Metern beschreibt die Entdeckung, also das bloße Erscheinen einer Wärmequelle. Der Digitalzoom bis vierfach erhöht diese Grenze nicht, weil er nur vorhandene Bildpunkte vergrößert.
Wie lange hält ein Akkusatz und kann ich wechseln?
Bis zu sechs Stunden aus zwei 18650-Zellen, und wechseln können Sie beide unterwegs, denn sie sind nicht fest verbaut. Für eine durchgehende Nacht sollten Sie einen zweiten Satz einplanen, zumal die Laufzeit bei Kälte sinkt und der zuschaltbare IR-Strahler zusätzlich Strom zieht. Das ist ein praktischer Vorteil gegenüber Geräten mit fest eingebauter Zelle, etwa der Hunt Basisreihe, wo nach rund sechs Stunden ohne Nachladen Schluss ist. Wie stark die Kälte die Laufzeit senkt, gibt der Hersteller für dieses Modell nicht an.
Nur Bewertungen in Deutsch anzeigen (0)
MAECENAS IACULIS
Vestibulum curae torquent diam diam commodo parturient penatibus nunc dui adipiscing convallis bulum parturient suspendisse parturient a.Parturient in parturient scelerisque nibh lectus quam a natoque adipiscing a vestibulum hendrerit et pharetra fames nunc natoque dui.
ADIPISCING CONVALLIS BULUM
- Vestibulum penatibus nunc dui adipiscing convallis bulum parturient suspendisse.
- Abitur parturient praesent lectus quam a natoque adipiscing a vestibulum hendre.
- Diam parturient dictumst parturient scelerisque nibh lectus.
Scelerisque adipiscing bibendum sem vestibulum et in a a a purus lectus faucibus lobortis tincidunt purus lectus nisl class eros.Condimentum a et ullamcorper dictumst mus et tristique elementum nam inceptos hac parturient scelerisque vestibulum amet elit ut volutpat.
Multispektrum-Fernglas
HABROK 4K
HABROK PRO
THUNDER 4.0
THUNDER 3.0
STELLAR 4.0
LUMI
LUMI-LRF
ACE
ACE 2-Serie
ACE RM serie
BOLT-Serie
Pulsar Merger LRF Series
Pulsar Symbion series
Pulsar Axion series
Pulsar Krypton 2 Series
Pulsar Telos series
Pulsar Thermion 2 LRF Series
Pulsar Thermion 2 Series
CYCLONE SERIE
CYCLOPS 3.0 SERIE
CYCLOPS-D SERIE
WILD PRO SERIE
WILD-D SERIE
ThermTec ARES 2.0 Serie
ThermTec ORYX-Serie
ThermTec VIDAR 2.0 Serie
HUNT LRF-SERIE
HUNT PRO-SERIE
HUNT-SERIE
ThermTec-Ferngläser
LIEMKE Wärmebildmonokular
VORMONTIERTE GERÄTE
Flir-Marinekamera
FLIR-Handgerät
Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.