HIKMICRO CHEETAH C32F-N Digitales Nachtsicht-Vorsatzgerät

589,00 €

Das HIKMICRO CHEETAH C32F-N unterscheidet sich vom C32F in einem Punkt: Der IR-Aufheller arbeitet mit 940 statt 850 Nanometern. Diese Wellenlänge erzeugt kein sichtbares rotes Glimmen an der Gerätefront. Der Grund für dieses Modell ist, dass Sie unbemerkt bleiben wollen. Sensor, Optik und Gehäuse bleiben unverändert.

  • 940 nm IR-Aufheller, für das Auge praktisch unsichtbar
  • 2560×1440 Sensor (3,6 MP), natürliches Bild mit Zeichnung
  • 32 mm F1.2 Objektiv, Sichtfeld 9,9° × 7,5°
  • Wechselbare 18650 Akkus, rückstoßaktivierte Aufnahme, IP67

2 vorrätig

Beschreibung

Ausleuchten, ohne gesehen zu werden

Ein IR-Aufheller soll Licht abgeben, das außerhalb des menschlichen Sehbereichs liegt. Bei 850 Nanometern funktioniert das nicht vollständig: An der Gerätefront bleibt ein schwaches rotes Glimmen sichtbar. Im Dunkeln fällt das auf, für jeden, der in Ihre Richtung schaut.

Bei 940 Nanometern verschwindet dieser Effekt praktisch. Die Front bleibt dunkel, während Sie die Fläche vor sich ausleuchten. Für Reviere mit Wegen und Publikumsverkehr, für Flächen in Ortsnähe und für die Jagd auf sehr vorsichtiges Wild ist das der entscheidende Unterschied zum C32F.

Der Nachteil ist geringere Ausleuchtung. Bildsensoren nehmen längere Wellenlängen schlechter auf, weshalb das C32F-N bis etwa 350 Meter ausleuchtet statt bis 450 Meter. In der jagdlichen Praxis relativiert sich das: Der nutzbare Bereich beider Geräte liegt ohnehin bei 150 bis 200 Metern, weil darüber die Pixelstruktur bei hoher Vergrößerung durchschlägt. Die zusätzlichen 100 Meter Ausleuchtung des C32F nutzen Sie beim Schuss selten aus.

Dieselbe Abwägung kennen Sie aus der HABROK Reihe, wo das N in den Modellbezeichnungen ebenfalls für 940 Nanometer steht.

Digitales Bild am eigenen Zielfernrohr

Wie alle Vorsatzgeräte wird das C32F-N vor das Objektiv Ihrer vorhandenen Optik gesetzt. Waffe, Montage und Absehen bleiben, wie sie sind. Vergrößert wird über Ihr Zielfernrohr, das Gerät selbst bildet 1-fach ab.

Der Unterschied zu einem thermischen Vorsatz wie dem THUNDER 3.0 liegt in der Art des Bildes. Wärmebild zeigt Temperatur und findet Wild hinter Bewuchs, liefert aber keine Zeichnung. Das CHEETAH zeigt ein Schwarzweißbild mit Körperbau, Kopfschmuck und Struktur, braucht dafür aber Licht und sieht nicht durch Zweige.

Der 2560×1440 Sensor mit rund 3,6 Megapixeln löst um ein Vielfaches feiner auf als thermische Sensoren, was die höhere Detailtiefe erklärt. Das 32 mm Objektiv mit F1.2 Blende ist bewusst lichtstark ausgelegt, weil ein Restlichtverstärker auf jedes verfügbare Photon angewiesen ist. Das Sichtfeld beträgt 9,9 mal 7,5 Grad, das Display zeigt 1920×1080 Pixel auf 0,49 Zoll.

Wenn Sie zuverlässig finden statt nur ansprechen wollen, gehört ein thermisches Handgerät dazu. Ein Monokular aus der LYNX 3.0 Serie zeigt Ihnen, wo etwas steht, das CHEETAH zeigt Ihnen anschließend, was es ist.

Stromversorgung, Aufnahme und Praxis

Die Stromversorgung läuft über wechselbare 18650-Zellen, die im Lieferumfang enthalten sind. Die Laufzeit liegt bei etwa 5,5 bis 6 Stunden. Handelsübliche Zellen haben einen praktischen Vorteil gegenüber fest verbauten Akkus: Ersatz bekommen Sie überall, und der Tausch im Dunkeln dauert Sekunden. Bei Frost sinkt die Kapazität wie bei allen Lithium-Zellen. Tragen Sie Ersatzzellen deshalb körpernah.

Eine rückstoßaktivierte Videoaufzeichnung startet selbsttätig, sobald das Gerät den Schuss registriert. Gerade bei der Nachsuche hilft es, die Reaktion des Stücks im Moment des Schusses noch einmal ansehen zu können, statt sich auf die Erinnerung zu verlassen.

Das Gehäuse erfüllt IP67 und verträgt Staub und Regen. Die Tasten lassen sich mit Handschuhen bedienen.

Zur Einordnung im Sortiment: Dieses Gerät richtet sich an Jäger, denen die Ansprache wichtiger ist als das Auffinden, und die dabei nicht auffallen wollen. Wer beides braucht, kommt um zwei Geräte nicht herum, und das ist keine Verkaufsmasche, sondern liegt daran, dass Licht und Wärmestrahlung sich physikalisch unterschiedlich verhalten. Kein einzelnes Gerät kann beides gleich gut.

Ein Hinweis, der für beide CHEETAH Modelle gilt: reflektierende Objekte im Vordergrund, also Zweige, hohes Gras oder Nebel, werfen das Licht des Aufhellers zurück und überstrahlen das Bild. Das ist bei aktiver Beleuchtung unvermeidlich. Ein anderer Blickwinkel löst es meist.

Wenn Sie im selben Revier Wildkameras betreiben, prüfen Sie deren Wellenlänge. Eine Kamera mit 850 nm glimmt an ihrem Standort sichtbar, während Sie sich gerade die Mühe machen, mit 940 nm unauffällig zu bleiben. Das Gesamtsortiment finden Sie im HIKMICRO Markenbereich, digitale Zielfernrohre unter Tag- und Nachtsichtgeräte und thermische Vorsatzgeräte unter Thermo Clip-On.

Technische Daten

Merkmal Technischer Wert
Gerätetyp Digitales Nachtsicht-Vorsatzgerät
Sensorauflösung 2560 × 1440 Pixel (3,6 MP)
Objektiv 32 mm, F1.2
Sichtfeld 9,9° × 7,5°
Abbildung 1-fach (Vergrößerung über die Tagoptik)
IR-Aufheller 940 nm, Ausleuchtung bis ca. 350 m
Nutzbare Jagddistanz ca. 150 bis 200 m
Display 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 Pixel
Aufnahme rückstoßaktivierte Videoaufzeichnung
Akku wechselbare 18650 Zellen
Laufzeit ca. 5,5 bis 6 Stunden
Schutzart IP67
Gewicht Siehe Prüfhinweis in Abschnitt 8.

Häufige Fragen

Ist der 940 nm IR-Aufheller wirklich unsichtbar?

Für das menschliche Auge praktisch ja. Das schwache rote Glimmen, das ein 850 nm Aufheller an der Gerätefront erzeugt, entfällt bei 940 Nanometern. Vollständig emissionsfrei ist keine Infrarotquelle, und Geräte mit IR-empfindlichen Kameras können die Strahlung sichtbar machen. Für die jagdliche Praxis bedeutet es, dass Sie ausleuchten können, ohne Ihren Standort optisch preiszugeben.

C32F oder C32F-N: welches Modell soll ich nehmen?

Der Unterschied liegt allein im IR-Aufheller. Das C32F-N mit 940 Nanometern bleibt unsichtbar, leuchtet aber nur bis etwa 350 Meter. Das C32F mit 850 Nanometern leuchtet bis etwa 450 Meter, erzeugt dafür ein schwaches rotes Glimmen. Da der nutzbare Jagdbereich beider Geräte ohnehin bei 150 bis 200 Metern liegt, spricht in Revieren mit Wegen oder Ortsnähe wenig gegen das C32F-N.

Warum leuchtet 940 nm weniger weit als 850 nm?

Bildsensoren nehmen längere Wellenlängen schlechter auf. Bei 940 Nanometern ist die Empfindlichkeit geringer als bei 850, weshalb dieselbe Lichtleistung weniger weit nutzbar bleibt. Dahinter steckt Physik und keine schwächere Bauweise. Innerhalb der jeweils ausgeleuchteten Distanz nehmen sich beide Modelle bei der Bildqualität nichts.

Wie weit kann man mit dem C32F-N ansprechen?

Der Aufheller leuchtet bis etwa 350 Meter, die praktisch nutzbare Jagddistanz liegt bei 150 bis 200 Metern. Darüber hinaus wird das Bild bei hoher Vergrößerung sichtbar grob, weil die Pixelstruktur des Sensors durchschlägt. Für weitere Distanzen sind ein thermisches Vorsatzgerät oder ein digitales Zielfernrohr mit größerem Sensor die passendere Lösung.

Ersetzt das CHEETAH ein Wärmebildgerät?

Nein, es ergänzt es. Das CHEETAH braucht Licht und zeigt kein Wild hinter Bewuchs, weil Licht nicht durch Zweige dringt. Ein Wärmebildgerät findet Wild auch in völliger Dunkelheit und hinter Deckung, liefert dafür aber keine Zeichnung für die Ansprache. Viele Jäger kombinieren beides: thermisch suchen mit einem Handgerät, digital ansprechen und schießen mit dem Vorsatz.

Muss ich wegen des Vorsatzgeräts neu einschießen?

Durch die zusätzliche Optik im Strahlengang entsteht ein Treffpunktversatz, den Sie einmal auf der Scheibe kontrollieren sollten. Prüfen Sie außerdem nach jedem Transport den festen Sitz des Adapters. Eine lose Klemmung ist die mit Abstand häufigste Ursache für wandernde Treffpunktlagen und wird oft fälschlich dem Gerät zugeschrieben.

Kann ich das C32F-N mit Wildkameras kombinieren?

Ja, achten Sie dabei auf deren IR-Wellenlänge. Wenn Sie mit 940 nm unauffällig bleiben wollen, aber Kameras mit 850 nm im Revier stehen, erzeugen diese an ihrem Standort genau das sichtbare Glimmen, das Sie vermeiden. Für ein durchgehend unauffälliges Setup sollten Vorsatzgerät und Wildkameras dieselbe Wellenlänge nutzen.

Welche Akkus nutzt das CHEETAH C32F-N?

Zwei wechselbare 18650 Rundzellen aus dem Standardsortiment, im Lieferumfang enthalten. Sie kommen damit auf rund 5,5 bis 6 Stunden. Nachschub finden Sie in jedem Elektronikhandel, und der Wechsel gelingt auch ohne Licht in wenigen Sekunden. Kälte drückt die Kapazität von Lithium-Zellen spürbar, deshalb gehört der Ersatz in eine Innentasche.

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