HIKMICRO CHEETAH C32F Digitales Nachtsicht-Vorsatzgerät
549,00 €
Das HIKMICRO CHEETAH C32F ist ein digitales Nachtsicht-Vorsatzgerät, das Sie vor das Objektiv Ihres vorhandenen Zielfernrohrs setzen. Anders als ein Wärmebildgerät zeigt es ein natürliches Bild mit Konturen und Zeichnung, unterstützt vom eingebauten 850 nm IR-Aufheller. Der 2560×1440 Sensor löst deutlich feiner auf als typische Wärmebildsensoren.
- 2560×1440 Sensor (3,6 MP), natürliches Bild statt Temperaturbild
- 32 mm F1.2 Objektiv, Sichtfeld 9,9° × 7,5°
- 850 nm IR-Aufheller für den Einsatz bei völliger Dunkelheit
- Wechselbare 18650 Akkus, rückstoßaktivierte Aufnahme, IP67
2 vorrätig
Digitale Nachtsicht statt Wärmebild am Zielfernrohr
Das CHEETAH füllt eine Lücke zwischen zwei Welten. Ein THUNDER 3.0 Vorsatzgerät zeigt Wärme und findet Wild auch hinter Bewuchs, liefert aber weder Farbe noch Zeichnung. Ein digitales Zielfernrohr wie das ALPEX 4K zeigt ein natürliches Bild, ersetzt dafür aber Ihre gesamte Optik.
Das CHEETAH kombiniert beides anders: digitales Bild, aber als Vorsatz. Ihre Tagoptik, Ihre Montage und Ihr gewohntes Absehen bleiben erhalten, und trotzdem sehen Sie nachts ein Bild, das aussieht wie ein Schwarzweißfoto statt wie eine Wärmekarte.
Für die Ansprache ist das der entscheidende Punkt. Ein Wärmebild zeigt Ihnen eine Signatur, aus der Sie Größe und Verhalten ableiten. Ein digitales Nachtsichtbild zeigt Ihnen Körperbau, Kopfschmuck und Zeichnung. Wer Wert darauf legt, genau zu wissen, was vor der Mündung steht, findet hier die aussagekräftigere Darstellung.
Der Preis dafür ist grundsätzlich: Ohne Licht kein Bild. Der Sensor verstärkt vorhandenes Restlicht, und wo keines ist, übernimmt der IR-Aufheller. Hinter dichtem Bewuchs bleibt Wild unsichtbar, weil Licht nicht durch Zweige dringt. Wärmestrahlung schon. Wer zuverlässig finden will, braucht ergänzend ein thermisches Handgerät aus der LYNX 3.0 Serie.
Sensor, Optik und realistische Reichweite
Der Sensor löst mit 2560 × 1440 Pixeln auf, also rund 3,6 Megapixeln. Das ist ein Vielfaches dessen, was thermische Sensoren liefern, und erklärt, warum das Bild so viel detailreicher wirkt. Das 32 mm Objektiv mit F1.2 Blende ist lichtstark ausgelegt, was bei einem Gerät, das auf Restlicht angewiesen ist, die richtige Priorität setzt.
Das Sichtfeld beträgt 9,9 mal 7,5 Grad. Die Vergrößerung liefert das Gerät nicht selbst, es arbeitet mit 1-facher Abbildung. Vergrößert wird über Ihr Zielfernrohr dahinter, genau wie bei einem thermischen Vorsatzgerät.
Zur Reichweite eine ehrliche Einordnung: der 850 nm Aufheller leuchtet bis etwa 450 Meter aus. Für die jagdliche Praxis nennen Tester übereinstimmend einen nutzbaren Bereich von 150 bis 200 Metern. Ferner wird das Bild bei hoher Vergrößerung sichtbar grob, weil die Pixelstruktur durchschlägt. Wer regelmäßig weiter schießt, ist mit einem thermischen Vorsatzgerät oder einem ALPEX PRO besser bedient.
Ein bekannter Effekt in der Praxis: Stehen Zweige oder Gras im Vordergrund, reflektieren sie den IR-Aufheller und überstrahlen das Bild. Das ist keine Fehlfunktion, sondern physikalisch unvermeidlich bei aktiver Beleuchtung. Suchen Sie sich in solchen Fällen einen freieren Winkel.
Montage, Stromversorgung und Aufnahme
Das Gerät wird über einen Adapter vor das Objektiv Ihres Zielfernrohrs gesetzt. Der passende Adapter richtet sich nach dem Außendurchmesser Ihres Objektivs. Nennen Sie uns Ihr Zielfernrohrmodell, dann prüfen wir, welche Kombination funktioniert.
Die Stromversorgung läuft über wechselbare 18650 Akkus, die dem Gerät beiliegen. Die Laufzeit liegt bei etwa 5,5 bis 6 Stunden. Der Vorteil handelsüblicher Zellen liegt auf der Hand: Sie sind nicht auf einen proprietären Akku angewiesen und tauschen im Dunkeln in Sekunden.
Eine rückstoßaktivierte Videoaufzeichnung startet automatisch, sobald das Gerät den Schuss registriert. Für die Nachsuche ist das praktisch, weil genau der Moment dokumentiert wird, der hinterher interessiert.
Das Gehäuse erfüllt IP67. Die Bedienung läuft über wenige Tasten, die sich mit Handschuhen treffen lassen.
Ein Wort zur Bildruhe: Tester berichten übereinstimmend, dass das Bild bei schnellen Schwenks leicht nachzieht. Bei stehendem oder langsam ziehendem Wild fällt das nicht auf, beim Mitschwingen auf flüchtiges Wild schon. Für die Drückjagd ist das Gerät deshalb nur eingeschränkt geeignet, für den Ansitz dagegen ohne Weiteres.
Der Preis liegt im unteren bis mittleren Bereich dieser Geräteklasse. Daher ist das CHEETAH ein Einstiegsgerät für alle, die digitale Nachtsicht am eigenen Zielfernrohr testen wollen, ohne gleich in die obere Preisklasse zu gehen. Wer die unauffälligere Variante ohne sichtbares IR-Glimmen sucht, findet sie im C32F-N mit 940 nm Aufheller. Das Gesamtsortiment finden Sie im HIKMICRO Markenbereich, thermische Vorsatzgeräte unter Thermo Clip-On und digitale Zielfernrohre unter Tag- und Nachtsichtgeräte.
Technische Daten
| Merkmal | Technischer Wert |
|---|---|
| Gerätetyp | Digitales Nachtsicht-Vorsatzgerät |
| Sensorauflösung | 2560 × 1440 Pixel (3,6 MP) |
| Objektiv | 32 mm, F1.2 |
| Sichtfeld | 9,9° × 7,5° |
| Abbildung | 1-fach (Vergrößerung über die Tagoptik) |
| IR-Aufheller | 850 nm, Ausleuchtung bis ca. 450 m |
| Nutzbare Jagddistanz | ca. 150 bis 200 m |
| Display | 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 Pixel |
| Aufnahme | rückstoßaktivierte Videoaufzeichnung |
| Akku | wechselbare 18650 Zellen |
| Laufzeit | ca. 5,5 bis 6 Stunden |
| Schutzart | IP67 |
| Gewicht | Siehe Prüfhinweis in Abschnitt 8. |
5. Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CHEETAH und einem Wärmebild-Vorsatzgerät?
Das CHEETAH verstärkt vorhandenes Licht und nutzt einen IR-Aufheller, ein Wärmebildgerät erfasst Temperaturunterschiede. Das CHEETAH liefert dadurch ein natürliches Bild mit Körperbau, Zeichnung und Kopfschmuck, was die Ansprache erleichtert. Es zeigt aber kein Wild hinter Bewuchs, weil Licht nicht durch Zweige dringt. Ein Wärmebildgerät findet Wild auch in völliger Dunkelheit und hinter Deckung, zeigt dafür keine Details.
Wie weit reicht das CHEETAH C32F in der Praxis?
Der 850 nm IR-Aufheller leuchtet bis etwa 450 Meter aus. Für die jagdliche Praxis nennen Tester übereinstimmend 150 bis 200 Meter als nutzbaren Bereich. Darüber wird das Bild bei hoher Vergrößerung sichtbar grob, weil die Pixelstruktur durchschlägt. Wer regelmäßig weiter schießt, sollte ein thermisches Vorsatzgerät oder ein digitales Zielfernrohr mit größerem Sensor wählen.
Muss ich mein Zielfernrohr für das CHEETAH neu einschießen?
Wie bei jedem Vorsatzgerät entsteht durch die zusätzliche Optik im Strahlengang ein Treffpunktversatz, den Sie einmal kontrollieren sollten. Schießen Sie nach der ersten Montage eine Gruppe auf eine Scheibe und prüfen Sie die Abweichung zum Haltepunkt. Prüfen Sie außerdem nach jedem Transport den festen Sitz des Adapters, denn eine lose Klemmung ist die häufigste Ursache für wandernde Treffpunktlagen.
Warum überstrahlt das Bild manchmal?
Wenn Zweige, Gras oder Nebel im Vordergrund stehen, reflektieren sie das Licht des IR-Aufhellers zurück in den Sensor und überblenden das Bild. Das ist kein Defekt, sondern bei jeder aktiven Beleuchtung physikalisch unvermeidlich. Suchen Sie einen freieren Blickwinkel oder reduzieren Sie die Leistung des Aufhellers, wenn das Gerät das zulässt.
Was ist der Unterschied zwischen C32F und C32F-N?
Die Wellenlänge des IR-Aufhellers. Das C32F nutzt 850 Nanometer und leuchtet weiter, erzeugt dabei aber ein schwaches rotes Glimmen an der Gerätefront. Das C32F-N nutzt 940 Nanometer, ist für das menschliche Auge praktisch unsichtbar und leuchtet dafür kürzer. Sensor, Objektiv, Display und Gehäuse sind bei beiden identisch.
Welche Akkus nutzt das CHEETAH C32F?
Handelsübliche wechselbare 18650 Zellen, die dem Gerät beiliegen. Die Laufzeit liegt bei etwa 5,5 bis 6 Stunden. Der Vorteil gegenüber proprietären Akkus ist, dass Sie Ersatzzellen frei beschaffen und im Dunkeln in Sekunden tauschen können. Bei Frost geben Lithium-Zellen weniger Kapazität ab, tragen Sie den Ersatz deshalb körpernah.
Was ist die rückstoßaktivierte Aufnahme?
Das Gerät startet die Videoaufzeichnung automatisch, sobald es den Rückstoß des Schusses registriert. Sie müssen also nicht vorher daran denken, die Aufnahme zu starten. Für die Nachsuche ist das nützlich, weil der Moment des Schusses und die unmittelbare Reaktion des Stücks festgehalten werden, was die Beurteilung des Anschusses erleichtert.
Kann man das CHEETAH auch als Handgerät nutzen?
Ja. Das Gerät lässt sich ohne Adapter in der Hand führen und als Beobachtungsgerät verwenden. Es ersetzt dabei kein thermisches Handgerät, weil es Restlicht benötigt und Wild hinter Bewuchs nicht zeigt, eignet sich aber für die Kontrolle freier Flächen. Für das Absuchen von Dickungen ist ein Wärmebildmonokular die zuverlässigere Wahl.
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