HIKMICRO CONDOR CQ35L 2.0 Wärmebild-Monokular mit Laser-Entfernungsmesser

2.299,00 €

Das HIKMICRO CONDOR CQ35L 2.0 kombiniert einen 640×512 Sensor mit einem Laser-Entfernungsmesser und einem 21700 Akku, der größer ist als die sonst üblichen 18650 Zellen. Die angegebenen 6,5 Stunden Laufzeit gelten mit aktivem WLAN, aktivem Zoom Pro und eingeschaltetem Laser, also unter realistischen Bedingungen statt im Sparbetrieb.

  • 640×512 VOx Sensor, 12 µm Pixelabstand, NETD unter 15 mK
  • Laser-Entfernungsmesser bis 1000 m, ±1 m, serienmäßig
  • 35 mm F1.0 Objektiv, Erkennung bis 1800 m, Sichtfeld 21,9 m auf 100 m
  • 21700 Akku, über 6,5 Stunden mit allen Funktionen aktiv, 458 g

2 vorrätig

Beschreibung

Eine Laufzeitangabe, die man ausnahmsweise ernst nehmen kann

Laufzeitangaben auf Datenblättern sind meist Bestwerte: gemessen bei Raumtemperatur, mit abgeschaltetem WLAN, ohne Zusatzfunktionen. Im Revier erreichen Sie solche Werte nie.

HIKMICRO gibt für das CQ35L 2.0 mindestens 6,5 Stunden an, und zwar ausdrücklich mit eingeschaltetem WLAN, aktivem Zoom Pro und eingeschaltetem Laser-Entfernungsmesser. Das ist eine ungewöhnlich ehrliche Messbedingung, und sie macht die Zahl vergleichbar mit dem, was Sie tatsächlich erleben.

Möglich wird das durch den Akku. Statt der branchenüblichen 18650 Zelle nutzt das CONDOR eine 21700, also eine physisch größere Rundzelle mit deutlich mehr Kapazität. Sie ist ebenso wechselbar, sodass Sie eine geladene Ersatzzelle mitnehmen und im Dunkeln in Sekunden tauschen können.

Sensor, Optik und der Laser als Serienausstattung

Der 640×512 VOx Sensor mit 12 μm Pixelabstand und einem NETD Wert unter 15 mK entspricht dem, was HIKMICRO in seinen besten Handgeräten verbaut. Der NETD Wert ist dabei der praktisch wichtigere: Er beschreibt, wie fein das Gerät Temperaturunterschiede trennt, und entscheidet darüber, ob Sie bei Nieselregen oder nach einem warmen Tag mit noch warmem Boden ein verwertbares Bild sehen.

Das 35 mm Objektiv mit F1.0 Blende liefert ein Sichtfeld von 21,9 Metern auf 100 Meter, was für diese Brennweite weit ist und das Absuchen von Flächen beschleunigt. Die Erkennungsreichweite beträgt 1800 Meter, die sichere Ansprache gelingt realistisch bis 300 bis 400 Meter. Die Vergrößerung reicht von 1,9-fach bis 15,2-fach.

Der entscheidende Unterschied zu vielen Handgeräten: Der Laser ist serienmäßig an Bord, nicht als teurere Sondervariante. Er misst von 10 bis 1000 Meter mit einem Meter Genauigkeit und arbeitet mit 905 Nanometern in der augensicheren Klasse 1. Im Wärmebild fehlen alle Anhaltspunkte zur Entfernungsschätzung, weshalb ein integrierter Laser hier mehr wert ist als bei einer Tagoptik.

Das 0,49 Zoll OLED Display zeigt 1920 × 1080 Pixel bei 50 Hz. Als Farbpaletten stehen White Hot, Black Hot, Red Hot, Fusion sowie Rot- und Grün-Monochrom zur Verfügung.

Gewicht, Handhabung und Einordnung

Mit 458 Gramm inklusive Akku ist das CQ35L 2.0 erstaunlich leicht für ein Gerät mit 640 × 512-Sensor und eingebautem Laser. Es liegt damit unter dem FALCON FQ35 2.0, der ohne Laser 485,5 Gramm wiegt. Das Gehäuse misst 179,2 × 87,7 × 64,5 Millimeter und erfüllt IP67.

Freihändig lässt sich das Gerät bei niedriger Vergrößerung ruhig halten. Bei hohem Zoom stützen Sie sich besser ab, etwa auf der Kanzelbrüstung. Aufnahmen speichert das CONDOR auf 64 GB internem Speicher.

Ein praktischer Hinweis zur Bedienung im Revier: Messen Sie die Entfernung zu festen Punkten im Sichtfeld, sobald Sie an einem Ansitz ankommen, also zur Waldkante, zur Suhle, zum Wechsel. Sie haben dann ein Raster im Kopf, bevor Wild überhaupt austritt, und müssen im entscheidenden Moment nur noch vergleichen statt zu messen. Das spart Bewegung am Gerät und kostet keine Sekunde, wenn es darauf ankommt.

Zur Einordnung im Sortiment: Dieses Gerät ist ein Beobachtungs- und Ansprechgerät. Es ersetzt kein Gerät an der Waffe. Für den Schuss bei Dunkelheit brauchen Sie ein THUNDER 3.0 Vorsatzgerät vor Ihrer Tagoptik. Wer beidäugig beobachten möchte, findet das in der HABROK Reihe, allerdings bei deutlich höherem Gewicht. Wer leichter unterwegs sein will, greift zur LYNX 3.0 Serie mit 291 bis 365 Gramm, muss dort aber je nach Modell auf Sensorleistung oder Laser verzichten.

Mehr Reichweite bietet das CQ50L 2.0 mit 50 mm Optik und 2600 Metern, bei engerem Sichtfeld und 537 Gramm. Beide Modelle der Baureihe stehen in der Kategorie CONDOR LRF 2.0. Sämtliche Handgeräte finden Sie unter Wärmebild-Monokular, das komplette Programm im HIKMICRO Markenbereich.

Ein Wort zur Arbeitsweise mit Laser: Gewöhnen Sie sich an, vor dem eigentlichen Ansitz einmal die markanten Punkte im Schussfeld zu messen, etwa den Waldrand, eine Kirrung oder einen Zaunpfahl. Diese Werte bleiben im Kopf, und wenn Wild austritt, wissen Sie ohne weitere Messung, in welchem Bereich es steht. Das spart genau die Sekunden, in denen sonst der Laser arbeitet und Sie das Stück im Blick behalten müssten.

Technische Daten

Merkmal Technischer Wert
Gerätetyp Wärmebild-Monokular mit LRF
Sensortyp VOx ungekühlt
Sensorauflösung 640 × 512 Pixel
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 15 mK (25 °C)
Objektiv 35 mm, F1.0
Sichtfeld 12,5° × 10,0° (21,9 m × 17,5 m auf 100 m)
Vergrößerung 1,9-fach bis 15,2-fach (8-fach Zoom)
Erkennungsreichweite bis 1800 m
Laser-Entfernungsmesser Klasse 1, 905 nm, 10 bis 1000 m, ±1 m
Bildwiederholrate 50 Hz
Display 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 Pixel
Farbpaletten White Hot, Black Hot, Red Hot, Fusion, Rot- und Grün-Monochrom
Speicher 64 GB intern
Akku 21700 Li-Ion, wechselbar
Laufzeit über 6,5 h (25 °C, mit WLAN, Zoom Pro und LRF aktiv)
Schutzart IP67
Abmessungen 179,2 × 87,7 × 64,5 mm
Gewicht 458 g inkl. Akku

Häufige Fragen

Warum nutzt das CONDOR einen 21700 Akku statt eines 18650-Akkus?

Die 21700 Zelle ist physisch größer und speichert deutlich mehr Energie als die branchenübliche 18650. Genau deshalb kann HIKMICRO für das CQ35L 2.0 über 6,5 Stunden angeben, und zwar mit eingeschaltetem WLAN, aktivem Zoom Pro und eingeschaltetem Laser. Die Zelle bleibt wechselbar, sodass Sie eine geladene Ersatzzelle mitführen und im Dunkeln in Sekunden tauschen können.

Ist die Laufzeitangabe von 6,5 Stunden realistisch?

Ungewöhnlich realistisch, ja. HIKMICRO misst diesen Wert bei 25 °C mit eingeschaltetem WLAN, aktivem Zoom Pro und eingeschaltetem Laser-Entfernungsmesser. Die meisten Hersteller geben Laufzeiten im Sparbetrieb an, also ohne Zusatzfunktionen. Bei Frost sinkt die Kapazität wie bei allen Lithium-Zellen, die Angabe bleibt aber deutlich belastbarer als übliche Bestwerte.

Wie weit kann man mit dem CONDOR CQ35L 2.0 ansprechen?

Die Erkennungsreichweite beträgt 1800 Meter, die sichere Ansprache von Wildart und Stück gelingt realistisch bis 300 bis 400 Meter. Der Laser misst bis 1000 Meter und deckt damit den gesamten jagdlich relevanten Bereich ab. Nebel, Regen und hohe Luftfeuchtigkeit verkürzen alle drei Werte spürbar.

Haben beide CONDOR Modelle einen Laser-Entfernungsmesser?

Ja. Anders als bei anderen Baureihen, wo der Laser nur in einzelnen Varianten verbaut ist, gehört er bei der CONDOR 2.0 Serie zur Serienausstattung beider Modelle. Das L in CQ35L und CQ50L steht dafür. Beide messen von 10 bis 1000 Meter mit einer Metergenauigkeit über einen augensicheren Klasse-1-Laser.

CONDOR CQ35L oder CQ50L 2.0: welches Modell passt besser?

Beide nutzen denselben 640×512 Sensor mit NETD unter 15 mK und denselben Laser. Das CQ35L 2.0 hat mit 21,9 Metern auf 100 Meter das weitere Sichtfeld und wiegt 458 Gramm. Das CQ50L 2.0 reicht mit 2600 statt 1800 Metern weiter, zeigt aber nur 15,2 Meter Sichtfeld und wiegt 537 Gramm. Für Wald und Dickung nehmen Sie das CQ35L, für offenes Feld das CQ50L.

Welche Farbpalette sollte ich nutzen?

Zum schnellen Auffinden auf einer Fläche hat sich White Hot bewährt, da helle Signaturen vor dunklem Grund sofort ins Auge springen. Bei der Ansprache greifen viele zu Black Hot, weil Körperformen darin plastischer wirken. Zusätzlich stehen Red Hot, Fusion sowie Rot- und Grün-Monochrom zur Verfügung. Der Wechsel liegt auf einer Taste. Nutzen Sie beide Hauptpaletten je nach Aufgabe, statt sich auf eine festzulegen.

Ersetzt das CONDOR ein Gerät an der Waffe?

Nein. Das CQ35L 2.0 ist ein Handgerät zum Beobachten und Ansprechen, ohne Absehen und ohne Möglichkeit zur Waffenmontage. Für den Schuss bei Dunkelheit benötigen Sie ein Vorsatzgerät vor Ihrer vorhandenen Optik oder ein eigenständiges Wärmebild-Zielfernrohr. Die verbreitete Lösung ist eine Zweiteilung: Handgerät zum Auffinden, Vorsatzgerät an der Waffe für den Schuss.

Wo finde ich die deutsche Bedienungsanleitung für das CONDOR 2.0?

HIKMICRO stellt die deutsche Bedienungsanleitung für die CONDOR 2.0 Serie als PDF im Download Center der Herstellerseite bereit. Sie deckt CQ35L und CQ50L gemeinsam ab. Eine gedruckte Kurzanleitung liegt jedem Gerät bei. Bei Fragen zur Kalibrierung des Entfernungsmessers erreichen Sie uns über das Kontaktformular.

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