HIKMICRO CONDOR CQ50L 2.0 Wärmebild-Monokular mit Laser-Entfernungsmesser
2.699,00 €
Das HIKMICRO CONDOR CQ50L 2.0 verbindet die lichtstarke F0.9 Optik mit einem serienmäßigen Laser-Entfernungsmesser und dem großen 21700 Akku. Mit 2600 Metern erreicht es die höchste Erkennungsreichweite der CONDOR Serie. Für Feldreviere, in denen weit beobachtet und schwer geschätzt wird, ist das die vollständigste Kombination im Handgerätebereich.
- 50 mm F0.9 Objektiv, lichtstärker als übliche F1.0 Optiken
- 640×512 VOx Sensor, NETD unter 15 mK, Erkennung bis 2600 m
- Laser-Entfernungsmesser serienmäßig, 10 bis 1000 m, ±1 m
- 21700 Akku, über 6,5 Stunden mit allen Funktionen aktiv, 537 g
2 vorrätig
F0.9 und warum die Blende bei weiten Distanzen zählt
Das CQ50L 2.0 gehört zu den wenigen Geräten mit F0.9 Blende. Praktisch alles andere auf dem Markt arbeitet mit F1.0. Der Unterschied wirkt marginal, ist es aber nicht: Die Blendenzahl geht quadratisch in die gesammelte Strahlungsmenge ein, weshalb eine F0.9 Optik rund ein Fünftel mehr Infrarotstrahlung auf den Sensor bringt.
Entscheidend ist, wann das zählt. Auf kurze Distanz bei gutem Kontrast merken Sie nichts davon. Auf 400 Metern über einem abgeernteten Feld, bei Dunst oder nach einem milden Tag mit noch warmem Boden sieht die Sache anders aus: Dort kommt ohnehin wenig Signal an, und jedes zusätzliche Fünftel entscheidet darüber, ob eine Kontur erkennbar bleibt oder im Rauschen verschwindet.
Zusammen mit dem NETD Wert unter 15 mK ergibt das die Kombination, auf die es bei einem Langstreckengerät ankommt. Die Blende bestimmt, wie viel Strahlung ankommt, der NETD Wert, wie fein der Sensor sie auflöst.
Reichweite, Sichtfeld und der eingebaute Laser
Die Erkennungsreichweite beträgt 2600 Meter, 800 Meter über dem CQ35L 2.0. Die Ansprache von Wildart und Stück gelingt in der Praxis bis etwa 450 Meter.
Der Preis ist übersichtlich. Das Sichtfeld beträgt 8,7 mal 7,0 Grad, also 15,2 Meter auf 100 Meter gegenüber 21,9 Metern beim CQ35L. Sie brauchen mehr Schwenks, um eine Fläche abzusuchen. Im Wald wird das schnell lästig, auf dem Feld spielt es kaum eine Rolle, weil Sie dort gezielt beobachten statt breit zu suchen. Die Vergrößerung reicht von 2,7-fach bis 21,6-fach.
Der Laser ist bei der CONDOR Serie Serienausstattung, nicht Aufpreisoption. Er misst von 10 bis 1000 Meter mit einem Meter Genauigkeit über einen augensicheren Klasse-1-Laser mit 905 Nanometern. Gerade auf den Distanzen, für die dieses Gerät gebaut ist, ist das mehr als ein Komfortmerkmal: im Wärmebild fehlen Farbe, Perspektive und vertraute Größenvergleiche, weshalb Entfernungsschätzung dort regelmäßig scheitert.
Das 0,49 Zoll OLED Display zeigt 1920 × 1080 Pixel bei 50 Hz, mit White Hot, Black Hot, Red Hot, Fusion sowie Rot- und Grün-Monochrom als Paletten.
Akku, Gewicht und Einordnung
Der 21700 Akku ist größer als die branchenübliche 18650 Zelle und ermöglicht über 6,5 Stunden Laufzeit. Bemerkenswert ist die Messbedingung: HIKMICRO gibt diesen Wert mit eingeschaltetem WLAN, aktivem Zoom Pro und eingeschaltetem Laser an, also im vollen Betrieb statt im Sparmodus. Die Zelle bleibt wechselbar, ein geladener Ersatz deckt auch lange Winternächte ab.
Wer vom CQ35L 2.0 oder einem anderen 35 mm Gerät kommt, sollte die Suchroutine anpassen. Mit dem engeren Sichtfeld lohnt es sich, in der niedrigsten Vergrößerung zu suchen und erst nach dem ersten Wärmesignal zuzuzoomen. Wer dauerhaft mit hohem Zoom arbeitet, übersieht Wild, das seitlich des Bildausschnitts austritt. Die Optik ist für das gezielte Beobachten auf Distanz gebaut, nicht für das schnelle Absuchen großer Flächen. Wer vorrangig im Wald unterwegs ist, fährt mit einem weitwinkligeren Gerät aus der LYNX 3.0 Serie besser.
Mit 537 Gramm und Abmessungen von 193 × 71,5 × 93,3 Millimetern ist das CQ50L ein ausgewachsenes Handgerät. Es gehört an den Gurt, nicht in die Brusttasche. Auf hoher Vergrößerung sollten Sie abstützen, etwa auf der Kanzelbrüstung oder am Zielstock, weil sich sonst jede Handbewegung im Bild zeigt. Das Gehäuse erfüllt IP67, Aufnahmen landen auf 64 GB internem Speicher.
Zur Pflege der Frontlinse: Germanium-Optiken tragen eine Vergütung, die trockenes Reiben mit Schmutzpartikeln übelnimmt. Blasen Sie losen Staub zuerst ab und arbeiten Sie danach mit einem Mikrofasertuch. Ein Kratzer in der Vergütung kostet dauerhaft Kontrast und lässt sich nicht mehr beheben.
Zur Einordnung: Wer leichter unterwegs sein will und auf die letzten 800 Meter Reichweite verzichten kann, ist mit dem CQ35L 2.0 bei 458 Gramm besser bedient und sieht dabei mehr Fläche. Wer beidäugig beobachten möchte, findet das in der HABROK Reihe bei 795 Gramm aufwärts. Für den Schuss bei Dunkelheit brauchen Sie ohnehin ein THUNDER 3.0 Vorsatzgerät an der Waffe, ein Handgerät ersetzt das nicht. Leichtere Alternativen stehen in der LYNX 3.0 Serie. Die Serie im Überblick finden Sie unter CONDOR LRF 2.0, alle Handgeräte unter Wärmebild-Monokular und das Gesamtsortiment im HIKMICRO Markenbereich.
Technische Daten
| Merkmal | Technischer Wert |
|---|---|
| Gerätetyp | Wärmebild-Monokular mit LRF |
| Sensortyp | VOx ungekühlt |
| Sensorauflösung | 640 × 512 Pixel |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | unter 15 mK (25 °C) |
| Objektiv | 50 mm, F0,9 |
| Sichtfeld | 8,7° × 7,0° (15,2 m × 12,2 m auf 100 m) |
| Vergrößerung | 2,7-fach bis 21,6-fach (8-fach Zoom) |
| Erkennungsreichweite | bis 2600 m |
| Laser-Entfernungsmesser | Klasse 1, 905 nm, 10 bis 1000 m, ±1 m |
| Bildwiederholrate | 50 Hz |
| Display | 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 Pixel |
| Farbpaletten | White Hot, Black Hot, Red Hot, Fusion, Rot- und Grün-Monochrom |
| Speicher | 64 GB intern |
| Akku | 21700 Li-Ion, wechselbar |
| Laufzeit | über 6,5 h (25 °C, mit WLAN, Zoom Pro und LRF aktiv) |
| Schutzart | IP67 |
| Abmessungen | 193,0 × 71,5 × 93,3 mm |
| Gewicht | 537 g inkl. Akku |
Häufige Fragen
Was bringt die F0.9 Blende beim CONDOR CQ50L 2.0?
Gegenüber der branchenüblichen F1.0 fängt eine F0.9 Optik etwa ein Fünftel mehr Infrarotstrahlung ein, da die Blendenzahl quadratisch in die gesammelte Menge eingeht. Spürbar wird das dort, wo wenig Signal ankommt: auf große Distanz, bei Dunst über abgeernteten Feldern und bei Nieselregen. Auf kurze Distanz bei hervorragendem Kontrast merken Sie keinen Unterschied.
Wie weit reicht das CONDOR CQ50L 2.0?
Die Erkennungsreichweite beträgt 2600 Meter und ist damit die höchste der CONDOR Serie. Wildart und Stück lassen sich damit je nach Bedingungen bis etwa 450 Meter zuverlässig zuordnen. Der Laser misst bis 1000 Meter. Alle Werte gelten für günstige Bedingungen, Nebel und hohe Luftfeuchtigkeit verkürzen sie deutlich.
Warum ist das Sichtfeld enger als beim CQ35L?
Das Sichtfeld folgt aus der Brennweite. Das 50 mm Objektiv erfasst 15,2 Meter auf 100 Meter, das 35 mm Objektiv des CQ35L dagegen 21,9 Meter. Längere Brennweiten erhöhen die Reichweite und verengen gleichzeitig das Bildfeld. Das ist ein optischer Zusammenhang und kein Konstruktionsnachteil. Entscheiden Sie nach Revier, nicht nach dem höheren Datenblattwert.
Wie lange hält der 21700 Akku wirklich?
Über 6,5 Stunden bei 25 °C, und zwar mit eingeschaltetem WLAN, aktivem Zoom Pro und eingeschaltetem Laser. Diese Messbedingung ist ungewöhnlich ehrlich, weil die meisten Hersteller Laufzeiten im Sparbetrieb angeben. Bei Frost sinkt die Kapazität wie bei allen Lithium-Zellen. Da sich die Zelle tauschen lässt, überbrücken Sie mit einem geladenen Ersatz problemlos auch die längsten Winternächte.
Für welche Jagdart eignet sich das CQ50L 2.0?
Für Feldreviere, Ansitz über offene Flächen und alle Situationen mit weiten Beobachtungsdistanzen. Im dichten Wald und auf der Drückjagd ist das enge Sichtfeld von 15,2 Metern hinderlich. Dort ist das CQ35L 2.0 die bessere Wahl. Mit 537 Gramm eignet es sich außerdem weniger gut für lange Pirschgänge.
Ist der Laser bei beiden CONDOR Modellen serienmäßig?
Ja. Bei der CONDOR 2.0 Serie gehört der Laser-Entfernungsmesser zur Grundausstattung beider Modelle, erkennbar am L in CQ35L und CQ50L. Beide messen von 10 bis 1000 Meter mit einem Meter Genauigkeit über einen augensicheren Klasse-1-Laser mit 905 Nanometern. Eine Variante ohne Laser gibt es in dieser Serie nicht.
Ist das CONDOR CQ50L 2.0 wasserdicht?
Das Gerät erfüllt die Schutzart IP67 und ist damit staubdicht sowie gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt. Anhaltender Regen, Nebel und Schnee spielen im Revierbetrieb keine Rolle. Wischen Sie das Gehäuse nach nassen Einsätzen trocken, bevor Sie das Akkufach öffnen, sonst gelangt Wasser an die Kontakte.
Wo finde ich die deutsche Bedienungsanleitung für das CONDOR 2.0?
HIKMICRO stellt die deutsche Bedienungsanleitung für die CONDOR 2.0 Serie als PDF im Download Center der Herstellerseite bereit. Sie deckt CQ35L und CQ50L gemeinsam ab. Eine gedruckte Kurzanleitung liegt jedem Gerät bei. Bei Fragen zu den Farbpaletten oder zum Entfernungsmesser erreichen Sie uns über das Kontaktformular.
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