Pulsar Krypton 2 FXG50 Wärmebild-Vorsatzgerät

2.549,00 €

Das Pulsar Krypton 2 FXG50 ist ein Wärmebild-Vorsatzgerät, das Sie vor das Objektiv Ihres Zielfernrohrs setzen. Der 640×480 Sensor mit 12 µm Pixelabstand erkennt Wärmequellen bis 2300 Meter, Ihre gewohnte Optik und Ihr Absehen bleiben unverändert. Mit 460 Gramm zählt es zu den leichteren Geräten seiner Klasse.

  • 640×480 Sensor, 12 µm Pixelabstand, System-NETD unter 20 mK
  • F50 / 1.0 Objektiv, Erkennung bis 2300 m, Sichtfeld 15,4 m auf 100 m
  • 3 Einschießprofile, Klickwert 15 mm auf 100 m, rückstoßfest bis 6000 J
  • AMOLED-Display 1920 × 1080, wechselbarer IPS-7-Akku, bis 11 Stunden Laufzeit

2 vorrätig

Beschreibung

Ein Gerät, zwei Einsatzarten: Vorsatz und Handgerät

Das Krypton 2 FXG50 ist ab Werk ein Vorsatzgerät mit einfacher Vergrößerung. Es sitzt vor Ihrer Tagoptik, und die Vergrößerung übernimmt das Zielfernrohr dahinter. Genau deshalb empfiehlt Pulsar eine Einstellung von zwei- bis sechsfach an der Tagoptik: Drehen Sie höher, vergrößern Sie das Pixelraster des Vorsatzgeräts mit, und das Bild wird grob statt detaillierter.

Mit dem separat erhältlichen Monokular-Adapter Pulsar 3 × 20 B wird daraus ein Handgerät mit dreifacher Vergrößerung. Das ist praktisch, wenn Sie vor dem Ansitz die Fläche absuchen wollen, ohne die Waffe in die Hand zu nehmen. Wichtig zu wissen: Der Adapter gehört nicht zum Standardlieferumfang. Wer ein reines Beobachtungsgerät sucht, fährt mit einem Wärmebild-Monokular besser, weil dort Ergonomie und Sichtfeld darauf ausgelegt sind.

Sensor, Optik und was die beiden NETD-Werte bedeuten

Pulsar nennt für das FXG50 zwei NETD-Werte: unter 40 mK für den Sensor und unter 20 mK für das Gesamtsystem. Das wirkt zunächst widersprüchlich, ist aber ehrlich. Der erste Wert beschreibt das Bauteil, der zweite das fertige Gerät inklusive Bildverarbeitung. Für die Praxis zählt der Systemwert, und unter 20 mK ist solide. Was die Zahl im Revier bedeutet, erklären wir im Beitrag zum NETD-Wert.

Mit 640 × 480 Bildpunkten bei 12 µm Pixelabstand liegt der Sensor auf dem Niveau, das Pulsar in seinen stärkeren Vorsatzgeräten verbaut. Dazu kommt ein F50 / 1.0 Objektiv, dessen Blendenzahl von 1.0 für eine hohe Strahlungsausbeute sorgt. Das zahlt sich immer dann aus, wenn wenig Signal ankommt. Bei Nieselregen, bei Dunst oder in einer warmen Sommernacht, in der sich der Boden kaum vom Wild abhebt, entscheidet das darüber, ob eine Kontur erkennbar bleibt.

Das Sichtfeld beträgt 8,8 mal 6,6 Grad, also 15,4 Meter auf 100 Meter. Das ist für eine 50-mm-Brennweite normal, aber spürbar enger als beim Krypton 2 FXQ35 mit 18,7 Metern. Die Erkennungsreichweite liegt bei 2300 Metern. Rechnen Sie für die sichere Ansprache von Wildart und Stück mit einem Bruchteil davon, realistisch mit 400 bis 500 Metern.

Wer statt der 50-mm-Optik mehr Übersicht sucht, vergleicht das Gerät am besten direkt mit dem TQ35C 3.0, das bei gleichem Sensorformat 21,9 Meter auf 100 Meter zeigt.

Angezeigt wird das Bild auf einem AMOLED-Display mit 1920 × 1080 Pixeln. AMOLED hat gegenüber LCD einen praktischen Vorteil: Schwarz bleibt schwarz, und das Auge ermüdet bei langen Ansitzen weniger.

Einschießen, Profile und der Klickwert

Das Krypton 2 speichert drei Einschießprofile, benannt A, B und C. Das reicht für drei Waffen, sofern für jede ein passender Adapter vorliegt. Wer mehr Waffen führt, findet in der HIKMICRO THUNDER 3.0 Serie fünf Profile, etwa im TQ50C 3.0, das mit 15,2 Metern ein fast identisches Sichtfeld bietet.

Der Klickwert beträgt 15 Millimeter auf 100 Meter. Das ist eine offizielle Handbuchangabe, keine Händlerschätzung, und sie erlaubt eine feine Korrektur: Eine Abweichung von sechs Zentimetern schließen Sie mit vier Klicks.

Wichtig bleibt die Grundregel für alle Vorsatzgeräte: Korrigiert wird am Vorsatzgerät, nicht an den Türmchen Ihres Zielfernrohrs. Sonst verlieren Sie die Nullstellung für den Einsatz ohne Wärmebild. Den vollständigen Ablauf beschreibt unsere Anleitung zum Einschießen.

Akku, Robustheit und Adapterwahl

Der IPS-7-Akku mit 6400 mAh ist wechselbar und trägt bis zu 11 Stunden bei 22 Grad. Bei Frost sinkt die Kapazität wie bei jeder Lithium-Zelle, weshalb ein geladener Ersatz in der Innentasche der Jacke sinnvoll bleibt. Dort bleibt er betriebswarm.

Bis 6000 Joule ist das Gerät für gezogene Läufe freigegeben, bei glatten Läufen bis Kaliber 12. Als Schutzart weist Pulsar IPX7 aus, also Dichtheit gegen zeitweiliges Untertauchen. Anders als beim Trail 3 LRF XR50 mit IP67 weist Pulsar hier keinen Staubschutz aus. Praktisch spielt das im Revier selten eine Rolle, bei staubigen Bedingungen ist es erwähnenswert.

Mit 460 Gramm inklusive Akku baut das Gerät leichter als jedes Wärmebild-Zielfernrohr im Sortiment, die Maße betragen 131 × 78 × 84 Millimeter. Aufnahmen speichert es auf 16 GB internem Speicher.

Der Adapter entscheidet über die Präzision. Maßgeblich ist der Außendurchmesser Ihres Objektivs, nicht der Objektivdurchmesser aus dem Produktnamen der Optik. Ein Adapter mit Spiel verschiebt den Treffpunkt bei jedem Aufsetzen, und keine Kalibrierung gleicht das dauerhaft aus. Nennen Sie uns Hersteller und Modell Ihres Zielfernrohrs, wir nennen Ihnen den passenden Adapter. Alle Alternativen finden Sie unter Wärmebild-Vorsatzgeräte, das komplette Pulsar-Programm im Pulsar Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor ungekühltes Mikrobolometer, 640 × 480
Pixelabstand 12 µm
NETD Sensor unter 40 mK, System unter 20 mK
Objektiv F50 / 1.0
Vergrößerung 1-fach als Vorsatz, 3-fach mit Adapter 3 x 20 B
empfohlene Tagoptik 2- bis 6-fach
Sichtfeld 8,8° × 6,6° / 15,4 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 2300 m
Display AMOLED, 1920 × 1080
Einschießprofile 3 (A, B, C)
Klickwert 15 mm auf 100 m
Akku IPS 7 Li-Ion, 6400 mAh, 3,7 V, wechselbar
Laufzeit bis 11 h bei 22 °C
Rückstoßfestigkeit 6000 J, Kaliber 12 glatt
Schutzart IPX7
Interner Speicher 16 GB eMMC
Gewicht 0,46 kg mit Akku
Maße 131 × 78 × 84 mm

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen dem Krypton 2 FXG50 und dem FXQ35?

Sensor, Brennweite und Pixelabstand. Das FXG50 hat 640 × 480 Bildpunkte bei 12 µm und ein F50-Objektiv, das FXQ35 hat 384 × 288 bei 17 µm und ein F35-Objektiv. Daraus folgen 2300 gegenüber 1300 Metern Erkennungsreichweite. Dafür zeigt das FXQ35 mit 18,7 statt 15,4 Metern auf 100 Meter ein deutlich weiteres Sichtfeld.

Ist der Monokular-Adapter im Lieferumfang enthalten?

Nein. Das Krypton 2 FXG50 wird als Vorsatzgerät mit einfacher Vergrößerung ausgeliefert. Der Adapter Pulsar 3×20 B, der daraus ein Handgerät mit dreifacher Vergrößerung macht, ist laut Pulsar separat erhältlich. Einzelne Händlerbundles enthalten ihn, prüfen Sie das im jeweiligen Lieferumfang.

Auf welche Vergrößerung stelle ich mein Zielfernrohr ein?

Auf zwei- bis sechsfach, so empfiehlt es Pulsar. Das Vorsatzgerät liefert ein festes Bild, und die Tagoptik vergrößert dieses Bild samt seiner Pixelstruktur. Bei höherer Vergrößerung wird das Bild deshalb gröber, ohne dass Sie mehr Details erkennen.

Wie viele Waffen kann ich mit dem Krypton 2 FXG50 führen?

Drei, entsprechend den drei Einschießprofilen A, B und C. Für jede Waffe benötigen Sie zusätzlich einen passenden Adapter für den jeweiligen Objektivdurchmesser. Beim Wechsel rufen Sie das gespeicherte Profil auf, ein erneutes Einschießen entfällt.

Wie weit kann ich mit dem FXG50 Wild sicher ansprechen?

Realistisch auf 400 bis 500 Meter, abhängig von Witterung und Hintergrund. Die angegebene Erkennungsreichweite von 2300 Metern beschreibt nur, ab wann das Gerät eine Wärmequelle wahrnimmt. Bis Sie Wildart und Stück tatsächlich zuordnen können, bleibt davon erfahrungsgemäß ein Drittel bis ein Viertel übrig.

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