ThermTec Ares 360L 2.0 Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF
3.599,00 €
Das ThermTec Ares 360L 2.0 trägt zwei umschaltbare Objektive mit 20 und 60 Millimetern auf einem 384×288 Sensor und erreicht damit 1,8-fache und 5,5-fache Grundvergrößerung, die höchste Telestufe der Ares Reihe. Dazu ein Laser bis 1000 Meter und ein klassischer 30-mm-Tubus.
- 5,5-fach im Tele, höchste Grundvergrößerung der Reihe
- Zwei Objektive per Knopfdruck, echter optischer Wechsel
- Laser bis 1000 m, ±1 m, mit Ballistikberechnung
- 30-mm-Tubus mit Ringen, 850 G rückstoßfest
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Der kleinere Sensor ist hier kein reiner Verzicht
Dieses Modell und das Ares 660L 2.0 teilen Gehäuse, Objektive, Display, Laser und Bedienung. Der einzige Unterschied ist der Sensor: 384 × 288 hier, 640 × 512 dort. Üblicherweise wird daraus abgeleitet, das größere Modell sei in jeder Hinsicht besser. Das trifft so nicht zu, und der Grund liegt in der Optik.
Beide Sensoren haben denselben Pixelabstand von 12 Mikrometern. Der Winkel je Bildpunkt hängt nur von Pixelabstand und Brennweite ab, also ist er bei beiden Geräten gleich: 0,6 Milliradiant im Weitwinkel, 0,2 im Tele. Damit sind auch die Ansprechgrenzen gleich, nämlich 80 bis 130 Meter beziehungsweise 300 bis 450 Meter.
Was sich unterscheidet, ist die Bildbreite: 23,0 Meter hier gegen 38,4 Meter dort im Weitwinkel. Der größere Sensor sieht breiter, nicht weiter.
Und daraus folgt ein Vorteil dieses Modells, der selten genannt wird. Weil der kleinere Sensor denselben Bildausschnitt auf weniger Punkte verteilt, fällt die Grundvergrößerung höher aus: 1,8-fach statt 1,1-fach im Weitwinkel, 5,5-fach statt 3,2-fach im Tele. Für den Schuss heißt das, Sie brauchen weniger Digitalzoom, um das Ziel groß genug im Display zu haben. Digitalzoom vergrößert nur vorhandene Bildpunkte und macht das Bild grob; wer ihn seltener braucht, sieht unterm Strich ein sauberes Bild.
Die Entscheidung lautet also nicht besser gegen schlechter, sondern Übersicht gegen Vergrößerung. Wer große Freiflächen überblickt, nimmt den 640er Sensor. Wer im Wald, an Schneisen und auf überschaubaren Flächen jagt und Wert auf eine kräftige Telestufe legt, ist hier besser bedient und zahlt weniger.
Zwei Objektive, ein Laser, ein Arbeitsablauf
Der Objektivwechsel erfolgt per Knopfdruck und ist optisch, nicht digital: Ein zweites Linsensystem tritt in den Strahlengang, der Sensor bekommt mehr Licht und mehr Detail.
Dazwischen liegt die Messung. Der Laser reicht bis 1000 Meter bei ±1 Meter und schaltet die ballistische Berechnung der SmartThermal-App frei. Der Ablauf in der Praxis: im 20 mm Weitwinkel absuchen, Stück finden und ansprechen, Entfernung messen, auf 60 mm umschalten, Haltepunkt nach der ballistischen Lösung korrigieren. Alles ohne Gerätewechsel.
Bei diesem Modell zahlt sich der Laser besonders aus, weil die kräftige Telestufe zu Schüssen auf Entfernungen verleitet, bei denen die Geschossbahn deutlich abfällt. Ein Gerät, das bei 5,5-facher Grundvergrößerung ein Stück auf 400 Meter formatfüllend zeigt, lässt die Entfernung leicht unterschätzen.
Maße, Montage und Ausstattung
Montiert wird in 30-mm-Ringen, die beiliegen. Mit 1072 Gramm bei 436 mal 90 mal 93 Millimetern ist das Gerät allerdings das schwerste der Ares Reihe, gleichauf mit dem 660er, weil beide dasselbe Gehäuse mit zwei Linsensystemen tragen. Gegenüber dem Ares 335L 2.0 mit festem Objektiv sind das 258 Gramm mehr, und auf kurzen Systemen sollten Sie die Montagelänge prüfen.
Die übrige Ausstattung entspricht der Reihe: 850 G Rückstoßfestigkeit, ein 0,39-Zoll-AMOLED mit 1024×768 Punkten, ±5 Dioptrien, sieben Absehen und fünf Waffenprofilen, sechs Farbpaletten, Bild-im-Bild, shutterlose Bildkorrektur ohne Klickgeräusch, 64 Gigabyte, WLAN zur SmartThermal-App, IP67, ein Betriebsbereich von minus 20 bis plus 50 Grad und 24 Monate Garantie.
In der Serie: ohne Laser als Ares 360 2.0, mit festem Objektiv als Ares 650L 2.0. Kürzer und leichter baut die Vidar 2.0 Serie mit derselben Optik auf einer 22-mm-Schiene. Feinere Displays tragen Ibex Serie und Oryx Serie.
Für Deutschland und die Schweiz kommen nur Vorsatzgeräte infrage, etwa aus der Hunt Pro Serie. Das übrige Programm steht im ThermTec Bereich, die Länderlage im Überblick in der Rechtsübersicht Wärmebildtechnik.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bauart | Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich |
| Sensor | 384 × 288, 12 µm |
| Montage | 30-mm-Tubus, Ringe im Lieferumfang |
| NETD | höchstens 20 mK, Händlerangabe, abweichend von Ihrem Katalog |
| Bildrate | 50 Hz |
| Objektive | 20 mm und 60 mm, optisch umschaltbar |
| Grundvergrößerung | 1,8-fach und 5,5-fach |
| Digitalzoom | 1- bis 4-fach je Stufe |
| Sichtfeld 20 mm | 13,1° × 9,8°, 23,0 × 17,3 m auf 100 m |
| Sichtfeld 60 mm | 4,4° × 3,3°, 7,7 × 5,8 m auf 100 m |
| Winkel je Bildpunkt | 0,6 mrad bzw. 0,2 mrad |
| Entdeckung | bis 1000 m bzw. bis 3000 m, Rechenwerte |
| Laserentfernungsmesser | bis 1000 m, ±1 m |
| Ballistikrechner | Ja, über die SmartThermal-App, nach dem Einschießen |
| Display | AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768 |
| Dioptrienausgleich | ±5 |
| Absehen | 7 |
| Waffenprofile | 5 |
| Bildkorrektur | shutterlos |
| Rückstoßfestigkeit | bis 850 G |
| Akku | fest verbaute Zelle plus wechselbare 18650 oder 18500, USB-C |
| Laufzeit | bis 18 h, widersprüchliche Quellen, siehe Datei 66 |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Gewicht | 1072 g |
| Maße | 436 × 90 × 93 mm |
| Garantie | 24 Monate |
Häufige Fragen
Was verliere ich beim Ares 360L 2.0 gegenüber dem 660L mit größerem Sensor?
Bildbreite und sonst nichts an optischer Leistung. Beide Sensoren haben denselben Pixelabstand von 12 Mikrometern, und weil der Winkel je Pixelpunkt nur von Pixelabstand und Brennweite abhängt, sind die Ansprechgrenzen beider Geräte gleich: 80 bis 130 Meter im Weitwinkel, 300 bis 450 Meter im Tele. Der größere Sensor sieht breiter, nämlich 38,4 statt 23,0 Meter auf 100 Meter, aber nicht weiter. Er kostet dafür Grundvergrößerung: Dieses Modell kommt auf 1,8-fach und 5,5-fach, das 660L nur auf 1,1-fach und 3,2-fach.
Welches Ares Modell hat die stärkste Vergrößerung?
Dieses und seine Ausführung ohne Laser, mit 5,5-fach in der Telestufe. Der Grund ist der kleinere Sensor: Er verteilt denselben Bildausschnitt auf weniger Bildpunkte, wodurch das Bild bei gleicher Brennweite stärker vergrößert erscheint. Praktisch heißt das, Sie brauchen weniger Digitalzoom, um ein Ziel formatfüllend im Display zu haben, und das ist ein echter Vorteil: Digitalzoom vergrößert nur vorhandene Bildpunkte und macht das Bild bei hohen Faktoren grob. Zum Vergleich innerhalb der Reihe: 3,2-fach beim 335, 2,8-fach beim 650, 3,2-fach in der Telestufe des 660.
Wie weit kann ich mit dem Ares 360L 2.0 ansprechen?
Im 20 mm Weitwinkel 80 bis 130 Meter, im 60 mm Tele 300 bis 450 Meter. Maßgeblich ist der Winkel je Bildpunkt von 0,2 Milliradiant im Tele, also acht Zentimeter auf 400 Meter; ein Rehkörper von 70 Zentimetern wird dort von etwa neun Punkten überspannt, und das ist die untere Schwelle für sicheres Unterscheiden von Wildart und Zielbereich. Die Herstellerangaben von 1000 und 3000 Metern beschreiben dagegen die Entdeckung, also das bloße Erscheinen einer Wärmequelle. Dass der Laser bis 1000 Meter misst, verschiebt die optische Grenze nicht.
Wie schwer ist das Ares 360L 2.0 und worauf muss ich bei der Montage achten?
Mit 1072 Gramm bei 436 Millimetern Länge ist es gleichauf mit dem 660er das schwerste und längste Gerät der Reihe, weil beide dasselbe Gehäuse mit zwei Linsensystemen tragen. Gegenüber dem Ares 335L mit festem Objektiv sind das 258 Gramm und 44 Millimeter mehr. Montiert wird in gewöhnlichen 30-mm-Ringen, die beiliegen; prüfen Sie aber den Abstand Ihrer Ringbasen, denn auf kurzen Repetierbüchsen, besonders mit Schalldämpfer, kann die Baulänge knapp werden. Wenn sie nicht reicht, ist die Vidar Reihe mit 233 Millimetern die Alternative, die allerdings eine Schienenaufnahme statt Ringen verlangt.
Ist dieses Zielfernrohr in Österreich erlaubt?
Erwerb und Besitz ja, die Verwendung richtet sich nach dem Jagdrecht Ihres Bundeslandes und ist dort im Grundsatz untersagt, mit Ausnahmen überwiegend für Schwarzwild. Wichtig ist, dass diese Ausnahmen häufig an Bedingungen geknüpft sind, die Sie vor dem Kauf kennen sollten: In Niederösterreich verlangt § 33a der Jagdverordnung eine dreijährige Jagdkarte oder einen Kurs sowie die schriftliche Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten. Ohne diese Zustimmung nützt Ihnen das Gerät auch dort nichts, wo das Land es grundsätzlich zulässt. Sprechen Sie deshalb beides ab, die Landesregelung und Ihr Revier. Dies ist keine Rechtsberatung.
MAECENAS IACULIS
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