ThermTec Cyclops 340D Wärmebild-Monokular mit Doppelobjektiv
2.099,00 €
Das ThermTec Cyclops 340D ist der ausgewogenste Vertreter der Serie: 23 Meter Bildbreite auf 100 Meter bei gleichzeitig nutzbarer 1,9-facher Vergrößerung, auf Knopfdruck 3,8-fach. Mit 550 Gramm das leichteste Gerät der Reihe. Auslaufmodell, Restbestand.
- Zwei Objektive, 20 mm und 40 mm, beide bei F1.0
- 23,0 Meter Bildbreite auf 100 Meter im Weitwinkel
- 1,9-fach und 3,8-fach optisch, umschaltbar am Drehring
- 384×288 Sensor, 12 µm, NETD 25 mK bei 300 K
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Übersicht und Vergrößerung zugleich, und warum das die seltene Kombination ist
Bei Wärmebildgeräten schließen sich weites Bild und brauchbare Vergrößerung normalerweise aus. Ein kurzes Objektiv zeigt viel Fläche, vergrößert aber kaum. Dieses Gerät umgeht den Widerspruch über die Kombination aus kurzer Brennweite und kleinem Sensor.
Das 20 mm Objektiv erfasst 13,1 mal 9,9 Grad, auf 100 Meter also 23,0 mal 17,3 Meter. Dabei liegt die optische Vergrößerung bei 1,9-fach, also fast dem Doppelten des freien Auges. Zum Vergleich: Ein Gerät mit demselben 20 mm Objektiv, aber 640×512 Sensor zeigt 38,4 Meter Breite bei nur 1,1-facher Vergrößerung. Dieses Gerät sieht also weniger Fläche, bildet sie aber knapp doppelt so groß ab.
Am Drehring schalten Sie auf 40 Millimeter. Das Feld halbiert sich auf 11,5 mal 8,6 Meter auf 100 Meter, entsprechend 6,6 mal 4,9 Grad, und die Vergrößerung verdoppelt sich auf 3,8-fach. Beide Objektive arbeiten mit Blende 1.0 und nutzen die vollständige Sensorfläche. Alle vier Winkelangaben haben wir aus Pixelzahl, Pixelabstand und Brennweite nachgerechnet und gegen fünf Quellen abgeglichen, die übereinstimmen.
Die Reichweiten betragen 2000 Meter Entdeckung und 1000 Meter Ansprechen auf Personengröße. Pro Bildpunkt deckt das 20 mm Objektiv 0,6 Milliradian ab, das 40 mm 0,3.
Was ein unabhängiger Feldtest an diesem Gerät gefunden hat
Ein britisches Jagdmagazin hat dieses Modell im Revier geprüft. Wir geben die Befunde wieder, weil sie das Gerät besser beschreiben als jede Datentabelle.
Was der Tester lobte: Der zweistufige optische Wechsel sei hervorragend, weil er die Pixelbildung des Digitalzooms vermeide. Er sei so schnell und bequem, dass der Tester den Digitalzoom während des gesamten Tests nicht benutzte. Joystick und beidseitig nutzbares Okular seien eingängig, er habe die Bedienelemente nie verwechselt. Die Bildstruktur sei gut, und das Bild dunkle beim Blick gegen den kalten Himmel nicht übermäßig ab. Erkannt habe er Wild von Kaninchen bis Damwild, ohne einen einzigen Absturz und ohne Probleme beim Auslesen der Aufnahmen.
Was er kritisierte, und was Sie vor dem Kauf wissen sollten: Das Geweih eines Bocks auf 200 Meter sei kaum noch darstellbar. Das ist die ehrliche Grenze eines 384er Sensors, und sie ist der Grund, dieses Gerät als Such- und Beobachtungsgerät zu verstehen, nicht als Ansprechgerät auf weite Distanz.
Weiter nannte er eine geringe Schärfentiefe und eine Okularschärfe, die genau auf die Augenposition reagierte. Die Bildstabilisierung erzeugt eine Verzögerung im Display, die beim Schwenken stört. Der Objektivdeckel hält selten, womit das Objektiv Kratzer riskiert. Der Joystick lasse sich versehentlich anstoßen, was ungewollt die Farbpalette wechsle. Zur KI-Entfernungsschätzung urteilte er, die Schrift sei sehr klein und bei kleinem Raubwild würde er die Funktion nicht nutzen; ein Laserentfernungsmesser sei weit genauer. Sein Gesamturteil zum Preis war dennoch positiv.
Diese Punkte sind kein Argument gegen das Gerät, sondern die Beschreibung seines Einsatzbereichs. Ein leichtes, weitwinkliges Suchgerät mit echtem optischem Zoom zum Abverkaufspreis bleibt es auch mit diesen Einschränkungen.
Ausstattung, Akku und Einordnung
Mit 550 Gramm bei 200 × 66 × 62 Millimetern teilt dieses Gerät den niedrigsten Wert der Serie mit dem Cyclops 640D, der dieselben Brennweiten trägt. Das Gewicht folgt in dieser Baureihe dem Objektivpaar, nicht der Sensorgröße.
Sie blicken auf ein AMOLED-Display mit 1024 mal 768 Punkten auf 0,39 Zoll, bei 40 Millimetern Augenabstand, 6 Millimetern Austrittspupille und Dioptrienausgleich von minus fünf bis plus fünf. Zur Entfernung gibt es die oben beschriebene KI-Schätzung über die Bildgröße, die bis zu sechs Tier- und Personentypen erkennt. Einen Laser trägt kein Modell dieser Serie, dafür führen die Cyclops 3.0 Serie und die Wild Pro Reihe einen Messlaser bis 1000 Meter.
Der Strom kommt aus zwei fest verbauten 18650-Zellen, geladen über USB-C, auch an einer Powerbank. Zwölf Stunden gibt der Hersteller an, ein Händler nennt aus der Kältekammer 9,2 Stunden bei 0 Grad. Der Tester bestätigte, dass sich die Laufzeit über eine externe Stromquelle verlängern lässt, die Zellen selbst aber nicht entnehmbar sind. Wechselzellen bietet erst die Wild D Serie.
Dazu sechs Farbpaletten, die Bildmodi WDR, Objektbetonung und Zielkontur, sieben Absehen, Bild-im-Bild, Wärmespurverfolgung, 32 Gigabyte Speicher, WLAN mit App, GPS, IP67 mit einem Meter Fallhöhe nach Testangabe und ein 1/4-Zoll-Stativgewinde, freigegeben von minus 20 bis plus 50 Grad.
Das zweite Modell mit kleinem Sensor in der Cyclops-D Serie ist das Cyclops 350D mit 25 und 50 Millimetern, die Modelle mit großem Sensor sind das Cyclops 650D und das Cyclops 670D. Aktuell verfügbar mit vergleichbarem Sensor ist das Wild 350D. Jedes Handgerät der Marke führt ThermTec Wärmebild-Monokulare, das Gesamtprogramm der ThermTec Bereich. Leichte Suchgeräte anderer Marken führen Pulsar und HIKMICRO. Welche Rolle der Sensor für das Ansprechen spielt, behandelt ein eigener Beitrag.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Werkskennung | CP340D |
| Sensor | 384 × 288, VOx ungekühlt |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | 25 mK bei 300 K, siehe Abschnitt 8 |
| Bildrate | 50 Hz |
| Spektralbereich | 8 bis 14 µm |
| Objektive | 20 mm und 40 mm, beide F1.0, umschaltbar |
| Optische Vergrößerung | 1,9-fach und 3,8-fach |
| Digitalzoom | stufenlos 1- bis 6-fach, gesamt bis 22,8-fach |
| Sichtfeld Weitwinkel | 13,1° × 9,9°, 23,0 × 17,3 m auf 100 m, nachgerechnet |
| Sichtfeld Tele | 6,6° × 4,9°, 11,5 × 8,6 m auf 100 m, nachgerechnet |
| Winkel je Bildpunkt | 0,6 mrad im Weitwinkel, 0,3 mrad im Tele |
| Entdeckungsreichweite | 2000 m, siehe Abschnitt 8 zu abweichenden Werbeangaben |
| Ansprechen Personengröße | 1000 m |
| Display | AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768 |
| Augenabstand | 40 mm |
| Austrittspupille | 6 mm |
| Dioptrienausgleich | −5 bis +5 dpt |
| Entfernungsmessung | KI-Schätzung über Bildgröße, kein Laser, bis 6 Objekttypen |
| Farbpaletten | 6, dazu Bildmodi WDR, Objektbetonung und Zielkontur |
| Absehen | 7. Koordinaten verstellbar |
| Aufnahme | Foto und Video, WLAN mit App, GPS, analoger Videoausgang |
| Akku | zwei 18650-Zellen, fest verbaut |
| Laufzeit | 12 h bei 24 °C nach Herstellerangabe, 9,2 h bei 0 °C laut Händlermessung |
| Laden | USB-C |
| Schutzart | IP67, ein Meter Fallhöhe nach Testangabe |
| Interner Speicher | 32 GB |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Gewicht | 550 g, von vier Quellen bestätigt |
| Maße | 200 × 66 × 62 mm, Testbericht weicht ab, siehe Abschnitt 8 |
| Gehäuse | von keiner Quelle angegeben, siehe Abschnitt 8 |
| Garantie | zwischen 2 und 3 Jahren je Händler, siehe Abschnitt 8 |
Häufige Fragen
Wie gut ist das ThermTec Cyclops 340D im Praxiseinsatz?
Ein britisches Jagdmagazin hat es im Revier getestet und das Ergebnis fällt zweigeteilt aus. Gelobt wurden der zweistufige optische Zoom, der ohne Pixelbildung arbeitet und so bequem schaltet, dass der Tester den Digitalzoom nicht benötigte, die eingängige Bedienung über Joystick und beidseitiges Okular, die gute Bildstruktur und die Zuverlässigkeit über den gesamten Test. Kritisiert wurden eine geringe Schärfentiefe, eine Verzögerung durch die Bildstabilisierung beim Schwenken, ein schlecht haltender Objektivdeckel und ein Joystick, der sich versehentlich anstoßen lässt. Das Geweih eines Bocks auf 200 Meter war kaum noch darstellbar.
Reicht ein 384×288 Sensor zum Ansprechen von Wild?
Zum Entdecken und Beobachten ja, zum Ansprechen auf weite Entfernung nicht. Der unabhängige Test dieses Geräts nennt die Grenze konkret: Geweihdetails eines Bocks auf 200 Meter waren kaum noch darstellbar, während Wild von Kaninchengröße aufwärts zuverlässig erkannt wurde. Ein 384er Sensor verteilt weniger Bildpunkte auf dieselbe Fläche als ein 640er, weshalb die Struktur bei wachsender Entfernung früher verloren geht. Für Wildzählung, Nachsuchenbegleitung und das Abtasten von Flächen ist das ausreichend.
Hat das Cyclops 340D einen Entfernungsmesser?
Einen Laser nicht, eine KI-gestützte Schätzung ja. Das Gerät erkennt bis zu sechs Tier- und Personentypen und rechnet aus der Bildgröße eine Entfernung. Ein Händler gibt die Genauigkeit mit etwa plus minus 25 Metern an und schreibt ausdrücklich, dass dies keinen Laserentfernungsmesser ersetzt. Der unabhängige Tester urteilte schärfer: Die Schrift sei sehr klein, bei kleinem Raubwild würde er die Funktion nicht nutzen, und ein Laser sei weit genauer. Kein Modell der Cyclops-D Serie trägt einen Messlaser.
Wie weit reicht das Cyclops 340D wirklich?
Die herstellernahen Tabellen nennen 2000 Meter Entdeckung und 1000 Meter Ansprechen auf Personengröße. Davon abweichend bewerben zwei Anbieter das Gerät mit 5.500 beziehungsweise 5.556 Metern. Diese Zahlen halten einer Prüfung nicht stand: 5.556 Meter sind exakt drei Seemeilen, also eine Angabe aus einem maritimen Zusammenhang, und sie passen weder zu einem 20 mm Objektiv noch zu einem Sensor mit 384 mal 288 Punkten. Wir arbeiten mit den 2000 Metern. Gemeint ist damit das reine Wahrnehmen einer Wärmequelle im Bild, keine Entfernung, auf der Sie ein Stück beurteilen könnten.
Ist der Cyclops 340D in Deutschland erlaubnisfrei?
Ja. Es ist ein Handgerät ohne eigenes Absehen zur Zielerfassung und ohne Vorrichtung zur Montage an einer Schusswaffe, sodass das Verbot für Nachtzieltechnik nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes nicht greift. Für Erwerb und Besitz brauchen Sie weder Nachweis noch Jagdschein. Die zuschaltbaren Absehen und die KI-Schätzung dienen der Einordnung im Beobachtungsbild. Für die jagdliche Verwendung gelten § 19 des Bundesjagdgesetzes und das Jagdrecht Ihres Bundeslandes. Dies ist keine Rechtsberatung.
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