ThermTec Ventus 335L Multispektrum-Wärmebildfernglas

1.949,00 €

Das ThermTec Ventus 335L ist der Einstieg in die Ventus Reihe und bringt zugleich drei Spitzenwerte mit: das lichtstärkste Objektiv mit F0.8, die höchste Grundvergrößerung mit 4,3-fach und die längste Laufzeit mit bis zu sieben Stunden. Der Wärmebildsensor misst 384 × 288 bei unter 15 Millikelvin, dazu kommen 4K-Tagkamera, IR-Strahler und Laser.

  • F0.8, lichtstärkstes Objektiv der Ventus Reihe
  • 4,3-fache Grundvergrößerung, bis 17,2-fach mit Digitalzoom
  • Bis 7 Stunden je Akkupaar, vier Zellen im Lieferumfang
  • Lieferung in ganz Europa in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig

Beschreibung

Das Einstiegsmodell ist in drei Punkten das stärkste.

Diese Seite beschreibt das günstigste Gerät der Reihe, und die übliche Erwartung, dass günstig gleich schwächer heißt, trifft hier nur teilweise zu.

Ventus 335L Ventus 635L Ventus 650L
Sensor 384 × 288 640 × 512 640 × 512
Blende F0.8 F0.9 nicht ausgewiesen
Grundvergrößerung 4,3-fach 2,6-fach 3,7-fach
Laufzeit je Akkupaar bis 7 h bis 6 h bis 6 h
Sichtfeld Wärmebild 13,2 m auf 100 m 21,9 m 15,4 m
NETD unter 15 mK unter 15 mK unter 15 mK

Die Blende F0.8 ist der bemerkenswerteste Wert. Sie geht quadratisch in das Signal ein: Gegenüber F0.9 sind das rund 27 Prozent mehr Infrarotstrahlung auf dem Sensor, gegenüber F1.0 rund 56 Prozent. Praktisch heißt das, dieses Gerät sammelt mehr Licht als seine teureren Geschwister. Spürbar wird das dort, wo der Temperaturunterschied zwischen Wild und Umgebung gering ist, also an feuchten Herbstabenden und auf nassem Boden.

Die höhere Grundvergrößerung von 4,3-fach folgt aus dem kleineren Sensor: Derselbe Bildausschnitt verteilt sich auf weniger Bildpunkte, wodurch das Bild stärker vergrößert erscheint. Mit vierfachem Digitalzoom kommen Sie rechnerisch auf 17,2-fach.

Was Sie tatsächlich eintauschen, ist Bildbreite, nicht Lichtstärke und nicht Vergrößerung. 13,2 Meter auf 100 Meter gegenüber 21,9 Metern beim 635L sind rund 40 Prozent weniger Fläche je Blick. Beim Absuchen größerer Flächen brauchen Sie entsprechend mehr Schwenks.

Die Ansprechgrenze bleibt dagegen gleich wie beim 635L. Beide haben 12 Mikrometer Pixelabstand hinter 35 Millimetern, also 0,343 Milliradiant je Bildpunkt, woraus 180 bis 280 Meter folgen. Der Hersteller nennt dazu passend 200 Meter Erkennungsdistanz für ein Stück Rotwild. Der größere Sensor sieht breiter, nicht weiter.

Zwei Kanäle, und hier sieht der Tagkanal weiter

Wärmebild und Tagkamera haben getrennte Objektive. Bei diesem Modell fällt das Verhältnis anders aus als beim Schwestermodell:

Kanal Objektiv Sichtfeld Auf 100 m
Wärmebild 35 mm, F0.8 7,5° × 5,6° 13,2 m
Tagkamera 50 mm, F1.4 8,8° × 4,9° 15,4 m

Der Tagkanal zeigt also mehr Breite als der Wärmekanal, beim Ventus 635L ist es umgekehrt. Beim Umschalten gewinnen Sie hier seitlich hinzu und verlieren in der Höhe, weil der Tagsensor mit 3840 mal 2160 Bildpunkten im 16:9-Format arbeitet.

Für die Praxis heißt das: Ein Objekt, das Sie im Wärmebild am oberen oder unteren Bildrand haben, kann beim Umschalten aus dem Bild fallen. Stellen Sie es vorher mittig.

Die Nachtsichtreichweite des Tagkanals liegt bei 400 Metern mit dem 850-Nanometer-Strahler und 350 Metern mit 940 Nanometern. 850 Nanometer reichen weiter und liefern das hellere Bild, erzeugen aber ein schwach sichtbares rotes Glimmen am Strahler; 940 Nanometer bleiben unsichtbar. Der Strahler ist abnehmbar, was Gewicht und Bauhöhe spart, wenn Sie nur im Wärmebild arbeiten.

Ausstattung, Laufzeit und Recht

Der Laserentfernungsmesser misst bis 1000 Meter. Eine Toleranzangabe nennt die Quelle zu diesem Modell nicht; für das baugleich ausgestattete Ventus 635L sind ±1 Meter ausgewiesen, siehe Abschnitt 8.

Die Laufzeit von bis zu sieben Stunden je Akkupaar ist der höchste Wert der Reihe und gilt bei abgeschaltetem WLAN. Zum Lieferumfang gehören vier 18650-Zellen, also zwei Paare; damit kommen Sie durch eine lange Nacht ohne Nachladen. Dazu 64 Gigabyte Speicher, IP67, ein Betriebsbereich von minus 20 bis plus 50 Grad, 825 Gramm bei 164 mal 127 mal 73 Millimetern und ein Display mit 1600 mal 1200 Punkten auf 0,5 Zoll.

Rechtlich unbedenklich. Ein Beobachtungsgerät ohne Absehen und ohne Waffenschnittstelle fällt weder unter die Verbotsnorm der Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG noch unter die Schweizer Bewilligungspflicht; Erwerb und Besitz sind in allen drei Ländern frei. Beim IR-Strahler ist dagegen Vorsicht geboten. Das Verbot künstlicher Lichtquellen bei der Jagd aus § 19 Abs. 1 BJagdG erfasst nach verbreiteter Auffassung auch Infrarotstrahler, obwohl deren Licht für das Auge nicht sichtbar ist. Solange Sie nur beobachten, spielt das keine Rolle; für die Jagdausübung gilt das Recht Ihres Bundeslandes. Der Wärmebildkanal bleibt in jedem Fall außen vor, denn er braucht überhaupt keine Beleuchtung. Diesen Absatz verstehen Sie bitte als Hinweis und nicht als Rechtsrat. Mehr dazu in unserer Rechtsübersicht Wärmebildtechnik.

Im Programm: Das weiteste Bildfeld hat das Ventus 635L, die größte Reichweite das Ventus 650L; alle drei stehen in den ThermTec Ferngläsern. Einäugige Geräte führen die ThermTec Monokulare, etwa das Cyclops 335 Pro, Geräte für die Waffe die Hunt Vorsatzgeräte. Einen Überblick über alle ThermTec Geräte gibt der ThermTec Bereich; vergleichbare Doppelrohrgeräte anderer Hersteller finden Sie bei HIKMICRO sowie bei Pulsar.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Binokulares Beobachtungsgerät, kein Absehen, keine Waffenmontage
Wärmebildsensor 384 × 288, 12 µm, VOx
NETD unter 15 mK
Bildrate 50 Hz
Wärmeobjektiv 35 mm, Blende F0.8
Sichtfeld Wärmebild 7,5° × 5,6°, 13,2 m auf 100 m
Grundvergrößerung 4,3-fach, bis 17,2-fach mit Digitalzoom
Winkel je Bildpunkt 0,343 mrad
Entdeckung bis 1800 m
Erkennung Rotwild 200 m, Herstellerangabe
Tageskamera CMOS, 3840 × 2160 px
Digitalobjektiv 50 mm, Blende F1.4
Sichtfeld Tagkamera 8,8° × 4,9°, 15,4 m auf 100 m
Vergrößerung Tagkanal 5-fach optisch, Digitalzoom widersprüchlich, siehe Abschnitt 8
Nachtsichtreichweite 400 m bei 850 nm, 350 m bei 940 nm
IR-Strahler abnehmbar, umschaltbar 850 oder 940 nm
Laserentfernungsmesser bis 1000 m, Genauigkeit nicht ausgewiesen
Display 0,5 Zoll AMOLED, 1600 × 1200
Akku zwei 18650 je Paar, vier Zellen im Lieferumfang
Laufzeit bis 7 h je Paar bei abgeschaltetem WLAN
Interner Speicher 64 GB
Schutzart IP67
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 825 g
Maße 164 × 127 × 73 mm

Häufige Fragen

Ist der Ventus 335 L schwächer als die größeren Modelle?

Nur in einem Punkt, nämlich der Bildbreite. Mit 13,2 Metern auf 100 Meter zeigt es rund 40 Prozent weniger Fläche als das Ventus 635L. In drei anderen Punkten ist es dagegen das stärkste der Reihe: Es hat mit F0,8 das lichtstärkste Objektiv, mit 4,3-fach die höchste Grundvergrößerung und mit bis zu sieben Stunden die längste Laufzeit. Die Ansprechgrenze ist sogar identisch mit der des 635L, weil beide 12 Mikrometer Pixelabstand hinter 35 Millimetern haben. Der größere Sensor sieht breiter, nicht weiter.

Was bringt die Blende F0.8?

Rund 27 Prozent mehr Infrarotstrahlung auf dem Sensor als F0.9 und rund 56 Prozent mehr als F1.0, denn die Blende geht quadratisch in das Signal ein. Dieses Gerät sammelt damit mehr Licht als seine teureren Geschwister in derselben Reihe. Den Unterschied sehen Sie nicht in einer klaren Frostnacht, in der ohnehin jedes Gerät dieser Preisklasse überzeugt. Sie sehen ihn, wenn der Boden nass ist und sich der Körperwärme annähert, bei Nieselregen und an schwülen Spätsommerabenden, also genau dann, wenn der Kontrast knapp wird.

Warum sieht die Tagkamera breiter aus als das Wärmebild?

Weil beide Kanäle getrennte Objektive haben: 35 Millimeter für das Wärmebild, 50 Millimeter für die Tagkamera, und weil der Tagsensor mit 3840 mal 2160 Bildpunkten im 16:9-Format arbeitet. Daraus folgen 13,2 Meter Bildbreite im Wärmebild gegenüber 15,4 Metern bei der Tagkamera, dafür aber weniger Höhe. Beim Umschalten gewinnen Sie also seitlich und verlieren oben und unten. Stellen Sie ein Objekt, das Sie am oberen oder unteren Bildrand entdeckt haben, vorher mittig, sonst fällt es beim Umschalten aus dem Bild.

Auf welche Entfernung kann ich mit dem Ventus 335L ansprechen?

Der Hersteller nennt 200 Meter Erkennungsdistanz für ein Stück Rotwild, und das passt zur Rechnung: Bei 0,343 Milliradiant je Bildpunkt deckt ein Punkt auf 200 Meter 6,9 Zentimeter ab. Unsere abgeleitete Spanne liegt bei 180 bis 280 Metern, abhängig von Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und Wildart. Die beworbene Entdeckungsreichweite von 1800 Metern beschreibt etwas anderes, nämlich wann eine Wärmequelle überhaupt als Fleck im Bild erscheint. Der Digitalzoom bis 17,2-fach verschiebt diese Grenze nicht, weil er nur vorhandene Bildpunkte vergrößert.

Wie lange hält ein Akkusatz?

Bis zu sieben Stunden je Akkupaar bei abgeschaltetem WLAN, und das ist der höchste Wert der Ventus Reihe. Zum Lieferumfang gehören vier 18650-Zellen, also zwei Paare, womit Sie ohne Nachladen durch eine lange Nacht kommen; der Wechsel dauert im Dunkeln unter einer Minute. Rechnen Sie bei Kälte mit kürzeren Laufzeiten, und bedenken Sie, dass eingeschaltetes WLAN und der zuschaltbare IR-Strahler zusätzlich Strom ziehen. Der Betriebsbereich reicht von minus 20 bis plus 50 Grad.

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