ThermTec Wild 635 Wärmebild-Monokular
1.649,00 €
Das ThermTec Wild 635 ist der günstigste Zugang zum großen Sensor der Wild Reihe und gleichzeitig ihr leichtestes Modell. 640×512 Punkte hinter einem 35 mm Objektiv mit Blende 0.8, das weiteste Bildfeld der Baureihe und 475 Gramm ohne Lasermodul.
- 640×512 Sensor, 12 µm, NETD 18 mK bei 300 K
- Blende 0.8, die lichtstärkste Optik der Wild Reihe
- 21,9 m Sichtfeld auf 100 m, das weiteste der 640er Modelle
- 475 g, das leichteste Gerät der Serie, 40 mm Augenabstand
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Drei Bestwerte der Serie in einem Gerät, und einer davon überrascht.
Innerhalb der Wild Reihe hält dieses Modell drei Spitzenwerte, und keiner davon hat mit dem Preis zu tun.
Das weiteste Bildfeld der 640×512 Modelle. 12,5 mal 10,0 Grad, auf 100 Meter also 21,9 mal 17,6 Meter. Das Wild 650 mit seinem 50 mm Objektiv zeigt an derselben Stelle 15,4 Meter, also gut 42 Prozent weniger Breite. Nachgerechnet geht die Herstellerangabe exakt auf: 640 Bildpunkte mal 12 Mikrometer ergeben 7,68 Millimeter Sensorbreite, 512 mal 12 ergeben 6,14 Millimeter Höhe, hinter 35 Millimetern Brennweite genau diese Werte. Damit nutzt das Gerät seine Sensorhöhe vollständig aus, ohne das Bild oben und unten zu beschneiden.
Die lichtstärkste Optik der Serie. ThermTec gibt Blende 0,8 an, während die 50 mm Modelle bei 0,9 liegen. Weil die Blendenzahl im Quadrat in die Signalmenge eingeht, sammelt dieses Objektiv rund 27 Prozent mehr Wärmestrahlung. Das wirkt sich bei Nieselregen, Nebel und geringem Kontrast zwischen Wild und Untergrund aus, also genau dort, wo ein Wärmebildgerät seinen Wert beweist. Drei deutsche Händler geben für dieses Objektiv fälschlich F0,9 an, die Herstellerangabe ist mehrfach belegt.
Das geringste Gewicht der Serie. 475 Gramm, und das ist der überraschende Teil: Damit ist dieses Gerät leichter als das kleinere Wild 335, das ThermTec mit 485 Gramm führt, obwohl es denselben Rahmen, dieselben Maße und dasselbe Objektiv trägt und nur einen kleineren Sensor hat. Diese Reihenfolge ist nicht plausibel, doch sie steht so bei ThermTec und wird von deutschen Händlern übernommen. Ich habe sie unverändert gelassen und in Abschnitt 8 vermerkt, statt sie stillschweigend zu glätten.
Die Grundvergrößerung beträgt 2,0-fach, der Digitalzoom arbeitet stufenlos bis vierfach, zusammen also bis 8-fach. Die niedrige Grundvergrößerung ist die logische Folge des weiten Bildfelds und für das Absuchen richtig.
Ohne Laser: Was fehlt, was bleibt und was Sie sparen
Der Unterschied zum Wild 635L besteht allein im Lasermodul. Sensor, Objektiv, Blende, Sichtfeld, Display, Augenabstand, Speicher und Laufzeit sind identisch. Ohne das Modul wiegt dieses Gerät 30 Gramm weniger und baut 18 Millimeter flacher, nämlich 475 Gramm bei 58,7 Millimetern Höhe statt 505 Gramm bei 77,1 Millimetern. Es ist damit das kompakteste Gerät der Wild Reihe.
Statt des Lasers steht AI Distance Measurement bereit, eine Schätzung der Entfernung aus der scheinbaren Zielgröße. Das ist keine Messung und sollte auf keiner deutschen Seite als Entfernungsmesser bezeichnet werden.
Die Entdeckungsreichweite beträgt 1800 Meter, wie beim Modell mit Laser, denn sie hängt an der Brennweite. Der deutsche Vertrieb nennt zusätzlich 600 Meter für das Ansprechen eines Stücks Rotwild und 200 Meter für das Identifizieren; beide Werte stehen nicht bei ThermTec und sind in der Tabelle so ausgewiesen.
Wann der Verzicht sinnvoll ist: auf festen Ansitzen mit bekannten Distanzen, wenn Sie bereits einen Entfernungsmesser führen, oder wenn das Gerät reine Beobachtungsaufgaben übernimmt. Wann nicht: bei wechselnden Revieren und beim Absichern von Schussentfernungen. Die Preisdifferenz ist dabei ein schwächeres Argument als bei anderen Modellpaaren, denn im deutschen Handel liegen die Angebote beider Geräte teilweise auf demselben Niveau, Zahlen in Abschnitt 8.
Ausstattung, Brillenträger und Einordnung
Die Plattform entspricht der übrigen Serie: AMOLED-Display mit 1024×768 Punkten auf 0,39 Zoll, Austrittspupille 6 Millimeter, Dioptrienausgleich von minus fünf bis plus fünf, 50 Hz, Spektralbereich 8 bis 14 Mikrometer, sechs Farbpaletten, die Bildmodi Wald und Ziel, 64 Gigabyte interner Speicher, WLAN mit der ThermTec App, IP67 und ein Gehäuse aus Magnesiumlegierung, freigegeben von minus 20 bis plus 50 Grad. Für den Strom sorgt eine wechselbare 18650 Zelle, die acht Stunden hält und über USB-C geladen wird. Dass diese Bauform ein Industriestandard ist, macht Reservezellen günstig und überall verfügbar.
Der Augenabstand von 40 Millimetern verdient hier besondere Erwähnung, weil dieses Gerät das günstigste der Reihe ist und ihn dennoch bietet. Die teurere Wild Pro Reihe kommt auf 20 Millimeter, weil ihr Okular auf eine größere Austrittspupille gerechnet ist. Für Brillenträger bedeutet das: Das preiswerteste 640er Modell der Serie zeigt Ihnen mehr vom Bildfeld als das teuerste.
Im Programm ordnet sich das Gerät so ein: Die vollständige Wild Serie reicht von 384 × 288 bis 640 × 512 und von 25 bis 50 Millimetern, die Wild D Serie bietet zwei Brennweiten in einem Gerät, die Cyclone Serie leichtere Einstiegsgeräte und die Cyclops 3.0 Serie Kompaktgeräte mit Laser. Einen Überblick über die Handgeräte der Marke gibt ThermTec Wärmebild-Monokulare, über das Gesamtprogramm der ThermTec Bereich. Laserlose Wettbewerber derselben Klasse sind das Nocpix Vista H35 und die Handgeräte von HIKMICRO. Zum NETD-Wert erscheint ein eigener Beitrag.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Sensor | 640 × 512 |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | 18 mK bei 300 K, siehe Abschnitt 8 |
| Bildrate | 50 Hz |
| Spektralbereich | 8 bis 14 µm |
| Objektiv | 35 mm, Blende F0.8, siehe Abschnitt 8 |
| Grundvergrößerung | 2,0-fach |
| Digitalzoom | stufenlos 1- bis 4-fach, gesamt bis 8-fach |
| Sichtfeld | 12,5° × 10,0°, 21,9 × 17,6 m auf 100 m, nachgerechnet |
| Entdeckungsreichweite | 1800 m |
| Ansprechen Rotwild | 600 m, Angabe des deutschen Vertriebs, nicht von ThermTec |
| Identifizieren | 200 m, Angabe des deutschen Vertriebs, nicht von ThermTec |
| Display | AMOLED, 0,39 Zoll, 1024×768 |
| Augenabstand | 40 mm |
| Austrittspupille | 6 mm |
| Dioptrienausgleich | −5 bis +5 dpt |
| Entfernungsmesser | Kein Laser, AI Distance Measurement als Schätzfunktion |
| Farbpaletten | 6, dazu Bildmodi Wald und Ziel |
| Aufnahme | Foto und Video, WLAN, ThermTec App |
| Akku | wechselbare 18650 Zelle |
| Laufzeit | 8 h je Zelle |
| Laden | USB-C |
| Schutzart | IP67 |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Gehäuse | Magnesiumlegierung |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Gewicht | 475 g ±5 g, siehe Abschnitt 8 |
| Maße | 190,2 × 69,3 × 58,7 mm |
| Garantie | von ThermTec nicht veröffentlicht, siehe Abschnitt 8 |
Häufige Fragen
Was ist das günstigste ThermTec Wild mit 640 × 512 Sensor?
Das Wild 635. ThermTec listet es bei 1.749 Pfund, während das Wild 635L mit Laser bei 1.899 und das Wild 650 mit 50 mm Objektiv bei 1.949 Pfund liegt. Dabei trägt das 635 gleichzeitig die lichtstärkste Optik der Reihe mit Blende 0,8 und ihr weitestes Bildfeld von 21,9 Metern auf 100 Meter. Wer keinen Laserentfernungsmesser benötigt, erhält hier den großen Sensor zum niedrigsten Preis der Serie.
Ist das Wild 635 wirklich leichter als das kleinere Wild 335?
Nach den Angaben von ThermTec ja: 475 Gramm gegenüber 485 Gramm, bei identischen Maßen und identischem 35 mm Objektiv. Diese Reihenfolge ist technisch nicht plausibel, weil das 335 den kleineren Sensor trägt, und wir halten sie deshalb für einen möglichen Zahlendreher beim Hersteller. Deutsche Händler geben beide Werte unverändert weiter. Der praktische Unterschied von zehn Gramm liegt ohnehin innerhalb dessen, was Sie in der Hand nicht bemerken.
Wie groß ist das Bildfeld des Wild 635 auf 100 Meter?
21,9 mal 17,6 Meter, entsprechend 12,5 mal 10,0 Grad. Das ist der weiteste Ausschnitt aller 640×512 Modelle der Wild Reihe, gut 42 Prozent mehr Breite als bei den 50 mm Modellen mit ihren 15,4 Metern. ThermTec veröffentlicht nur die Gradwerte; die Meterangaben sind daraus berechnet und stimmen mit der Angabe eines deutschen Händlers von 22,0 Metern überein.
Welche Blende hat das 35 mm Objektiv des Wild 635?
F0.8 nach Angabe von ThermTec, das diesen Wert auf mehreren eigenen Seiten und auch für das Pro Modell mit demselben Objektiv nennt. Drei deutsche Händler schreiben F0.9, was vermutlich aus der Spalte der 50 mm Modelle übernommen ist. Der Unterschied ist erheblich: Weil die Blendenzahl quadratisch in die Signalmenge eingeht, sammelt F0.8 rund 27 Prozent mehr Wärmestrahlung als F0.9, was bei Nebel und Nieselregen sichtbar wird.
Darf man ein Wild 635 in Deutschland ohne Genehmigung kaufen?
Ja. Weil das Gerät kein Absehen und keine Vorrichtung zur Befestigung an einer Schusswaffe besitzt, greift die Verbotsregelung für Nachtzieltechnik nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes nicht. Sie benötigen weder Erlaubnis noch Jagdschein. Die jagdliche Verwendung richtet sich gesondert nach § 19 des Bundesjagdgesetzes und nach dem Jagdgesetz Ihres Bundeslandes, das die Einzelheiten festlegt. Dies ist keine Rechtsberatung.
MAECENAS IACULIS
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