Pulsar Symbion LRF DXT50 Multispektral-Fernglas

(2 Kundenrezensionen)

5.299,00 €

Das Pulsar Symbion LRF DXT50 verbindet ein 1280×1024 Wärmebild mit einem digitalen 4K-Kanal in einem Gehäuse. Damit deckt es drei Betriebsarten ab: Vollfarbe bei Tag, Lichtverstärkung in der Dämmerung und Wärmebild bei Nacht. Der Laserentfernungsmesser misst bis 1500 Meter. Das Gerät ersetzt damit nicht nur das Nachtglas, sondern auch das Tagesfernglas.

  • Wärmebild 1280×1024, 12 µm Pixelabstand, System-NETD unter 20 mK
  • Digitalkanal 4K, 3840×2160 CMOS für Tag, Dämmerung und Restlicht
  • Laserentfernungsmesser bis 1500 m mit ±1 m Genauigkeit
  • IP67, zwei wechselbare APS5 Akkus, 8 Stunden Laufzeit, 64 GB Speicher

2 vorrätig (kann nachbestellt werden)

Beschreibung

Drei Betriebsarten, ein Gerät

Der Unterschied zu einem reinen Wärmebildgerät ist kein gradueller, sondern ein grundsätzlicher.

Ein Wärmebild zeigt Temperaturunterschiede. Es zeigt zuverlässig, dass dort ein Stück steht, und es zeigt das durch Bewuchs hindurch, auf große Entfernung und bei völliger Dunkelheit. Was es nicht zeigt, sind Zeichnung, Farbe und Details am Haupt. Genau die brauchen Sie beim Ansprechen.

Das Symbion legt deshalb einen zweiten Kanal daneben: einen CMOS-Sensor mit 3840×2160 Bildpunkten, also 4K. Bei Tageslicht liefert er ein vollfarbiges Bild, in der Dämmerung verstärkt er das vorhandene Restlicht. Zwischen den Kanälen wechseln Sie am Gerät. Ein reines Wärmebildgerät wie das Merger LRF XT50 bietet diese Umschaltung nicht.

Praktisch heißt das: Das Wärmebild findet das Stück auf 400 Metern am Waldrand, der Digitalkanal beantwortet die Frage, was es ist. Bei Rehwild in der Dämmerung ist das der Unterschied zwischen einem warmen Fleck und einer sicheren Ansprache. Dieselbe Aufgabe löst HIKMICRO in der HABROK Reihe mit einem 4K-Kanal, technisch anders umgesetzt.

Pulsar nennt diese Bauart multispektral. Der im Handel verbreitete Begriff Fusion meint dasselbe, stammt aber aus einer früheren Produktbezeichnung und wird von Pulsar heute nicht mehr verwendet.

Wo der Aufpreis hingeht, und wo nicht

Das ist die Frage, die vor dem Kauf steht, und die Antwort ist unbequemer als die Prospekte vermuten lassen.

Der Aufpreis gegenüber einem reinen Wärmebildfernglas liegt im Markt bei rund 1.500 bis 2.000 Euro. Er kauft keine bessere Wärmebildleistung. Das Merger LRF XT50 nutzt denselben 1280×1024 Sensor bei 12 µm und erreicht dieselbe Erkennungsreichweite von 2300 Metern. Wer nachts beobachtet und sonst nichts, bekommt für den Aufpreis nichts dazu.

Der Aufpreis rechnet sich, wenn Sie regelmäßig in der Dämmerung ansprechen. Dort steht noch Restlicht zur Verfügung, und genau dort spielt der Digitalkanal seine Stärke aus. In völliger Dunkelheit gibt es kein Restlicht mehr zu verstärken, und der zweite Kanal trägt wenig bei.

Eine ehrliche Einordnung also: Das Symbion ist ein Gerät für Reviere und Jagdarten mit viel Dämmerungsansprache, nicht automatisch das bessere Gerät.

Sichtfeld: warum die beiden Kanäle unterschiedlich weit sehen

Ein Punkt, der beim ersten Blick durchs Gerät überrascht.

Der Wärmebildkanal sieht 17,5 Grad weit, also 30,7 Meter auf 100 Meter. Der Digitalkanal sieht 5,8 Grad, also 10,2 Meter. Das ist rund ein Drittel. Der Grund liegt in den beiden getrennten Objektiven: Der Wärmekanal arbeitet mit F50 / 1.0, der Digitalkanal mit F50 / 1.8 vor einem viel kleiner rasternden 4K-Sensor.

Für die Praxis ergibt sich daraus eine klare Reihenfolge: Suchen im Wärmebild, ansprechen im Digitalkanal. Wer im Digitalkanal sucht, übersieht Wild, das seitlich des schmalen Bildausschnitts steht. Wer vorrangig große Flächen absucht, ist mit einem reinen Wärmebildgerät aus der Merger LRF Reihe oft schneller. Die Vergrößerung reicht im Wärmebild von 2 bis 24-fach, im Digitalkanal von 6,5 bis 26-fach.

Akku, Robustheit und Einordnung

Das Symbion arbeitet mit zwei wechselbaren APS5 Akkus zu je 4900 mAh und erreicht damit 8 Stunden bei 22 Grad. Zwei getrennte Zellen statt einer großen haben einen praktischen Vorteil: Sie tauschen einzeln und behalten dabei immer Strom im Gerät. Bei Frost sinkt die Kapazität, wie bei jeder Lithium-Zelle.

Die Schutzart ist IP67, also vollständiger Staubschutz plus zeitweiliges Untertauchen. Das ist eine Stufe über den Merger Modellen und dem Merger Duo, die IPX7 erreichen und damit keinen ausgewiesenen Staubschutz führen.

Dargestellt wird auf einem Display mit 1920×1080 Pixeln. Der Augenabstand lässt sich zwischen 62,5 und 74 Millimetern einstellen, der Dioptrienausgleich reicht von minus 5 bis plus 5. Aufnahmen speichert das Gerät auf 64 GB.

Mit einem Kilogramm und Maßen von 207 × 132 × 72 Millimetern ist das Symbion ein Ansitzgerät. Wer pirscht, greift zu einem Handgerät aus der Telos Serie oder der Axion Reihe.

Innerhalb der multispektralen Geräte steht das Merger Duo NXP50 daneben, allerdings eine Klasse darunter: Full-HD-Digitalkanal statt 4K, 640×480 Wärmebild bei 17 µm, und kein Laserentfernungsmesser. Wer den Messwert braucht, kommt am Symbion oder am Merger LRF nicht vorbei. Das Schwestermodell Symbion LRF DXR50 teilt Digitalkanal, Laser und Gehäuse, nutzt aber einen 640×480 Wärmesensor mit engerem Sichtfeld und höherer Grundvergrößerung.

Alle Modelle der Reihe stehen unter Pulsar Symbion, alle Ferngläser unter Wärmebildferngläser, das komplette Programm im Pulsar Markenbereich. Was der NETD-Wert praktisch bedeutet, steht im NETD-Beitrag.

Technische Daten

Merkmal Wert
Wärmebildsensor ungekühltes Mikrobolometer, 1280×1024
Pixelabstand 12 µm
NETD Sensor unter 35 mK, System unter 20 mK
Digitalsensor CMOS 3840×2160 (4K), Vollfarbe
Objektiv Wärmebild F50 / 1.0
Objektiv Digitalkanal F50 / 1.8
Sichtfeld Wärmebild 17,5° / 30,7 m auf 100 m
Sichtfeld Digitalkanal 5,8° / 10,2 m auf 100 m
Vergrößerung Wärmebild 2 bis 24-fach
Vergrößerung Digitalkanal 6,5 bis 26-fach
Erkennungsreichweite 2300 m
Display 1920×1080
Augenabstand 62,5 bis 74 mm
Dioptrienausgleich −5 bis +5 dpt
Entfernungsmesser bis 1500 m, ±1 m, 905 nm
Akku 2 × APS5 Li-Ion, 4900 mAh, wechselbar
Laufzeit 8 h bei 22 °C
Schutzart IP67
Interner Speicher 64 GB
Gewicht 1,0 kg
Maße 207 × 132 × 72 mm

Häufige Fragen

Was bedeutet multispektral beim Symbion LRF DXT50?

Das Gerät führt zwei Bildkanäle nebeneinander: das Wärmebild und einen digitalen 4K-Kanal mit 3840×2160 Bildpunkten. Letzterer zeigt bei Tag ein vollfarbiges Bild und verstärkt in der Dämmerung das vorhandene Restlicht. Händler sprechen teils von Fusion, gemeint ist dieselbe Bauart.

Lohnt sich der Aufpreis gegenüber einem reinen Wärmebildfernglas?

Das hängt davon ab, wann Sie beobachten. Der Aufpreis von rund 1.500 bis 2.000 Euro kauft keine bessere Wärmebildleistung, denn das Merger LRF XT50 nutzt denselben Sensor und erreicht dieselbe Reichweite. Er lohnt sich, wenn Sie regelmäßig in der Dämmerung ansprechen, weil der Digitalkanal dort vorhandenes Restlicht nutzt.

Warum ist das Sichtfeld im Digitalkanal so viel enger?

Weil beide Kanäle eigene Objektive und Sensoren haben. Der Wärmekanal zeigt 17,5 Grad, der Digitalkanal 5,8 Grad, also etwa ein Drittel davon. In der Praxis suchen Sie deshalb im Wärmebild und wechseln erst zum Ansprechen in den Digitalkanal.

Was unterscheidet das DXT50 vom DXR50?

Der Wärmebildsensor. Das DXT50 hat 1280×1024 Bildpunkte und ein Sichtfeld von 30,7 Metern auf 100 Meter, das DXR50 hat 640×480 mit 15,4 Metern, dafür eine höhere Grundvergrößerung. Digitalkanal, Laserentfernungsmesser, Akkus, Schutzart und Gehäuse sind identisch.

Kann ich das Symbion auch als normales Fernglas bei Tag nutzen?

Ja. Der 4K-Digitalkanal liefert bei Tageslicht ein vollfarbiges Bild, weshalb das Gerät ein Tagesfernglas ersetzen kann. Beachten Sie das engere Sichtfeld des Digitalkanals: Zum Absuchen größerer Flächen bleibt das Wärmebild auch tagsüber oft die schnellere Wahl.

Rezensionen (2)

2 Rezensionen für Pulsar Symbion LRF DXT50 Multispektral-Fernglas

  1. Deutsch

    Molly Stoffers –

    Leider habe ich mit diesem Verkäufer eine negative Erfahrung gemacht. Vor über einem Monat habe ich einen Pulsar Symbion LRF DXT50 bestellt, der nicht sofort lieferbar war. Das war für mich in Ordnung, da ich den Betrag sofort bezahlt und auf die Lieferung gewartet habe.

    Nach etwa einer Woche habe ich per E-Mail nach dem Status meiner Bestellung gefragt. Ich hätte es begrüßt, wenn der Verkäufer mich proaktiv über etwaige Verzögerungen informiert hätte, anstatt dass ich nachhaken musste. Leider erhielt ich keine Antwort auf meine Nachricht.

    Zwei Tage später habe ich den Verkäufer erneut kontaktiert und mir wurde mitgeteilt, dass ich noch eine weitere Woche warten müsse. Ich war gerade dabei, eine Beschwerde einzureichen, doch glücklicherweise erhielt ich mein Paket nach Ablauf der Woche.
    Ich habe meine Gruppenjagd verpasst.

  2. Deutsch

    danny francen –

    beetje lang gewacht maar alles was in orde dank u wel

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